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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.07.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-07-26
- Erscheinungsdatum
- 26.07.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1918
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X: 172, 26. Juli 1918. Redaktioneller Teil. Wir schulden ihn auch einer freundlichen Absicht der Herrn Hermann Hillger, der zu Kantate in Aeckerleins K-ller die Schenkung seiner Villa bei Gehren an der Dresdener Bahn verkündete. Er dachte sich das Anwesen als Erholungs- oder Altersheim sür Buchhändler und wollte er sür diese Zwecke voll ausstatten. Das Haus, im Walde gelegen, würde in der Tat zwölf bis fünfzehn Gästen Obdach geboten haben, aber eine Besichtigung überzeugte den Schenkgeder selbst wie die Mitglieder des Vorstands, daß es wegen großer Abgelegenheit nicht für unsere Zwecke genützt werden kann. Deshalb versucht Herr Hillger, das Anwesen zu verkaufen, und wird s. Zt. den Erlös dem Unterstützungs-Verein übergeben. Auch Las Legal des Herrn S. Zickel, von dem wir im vorigen Jahr berichteten, harrt noch der Auszahlung. Noch haben wir zu berichten, wie sich unsere Einnahmen zur freien Verfügung und unsere Gesamtausgaben zusammensetzten: Die Einnahmen zur freien Verfügung bestanden in Milgliedsbeiträgen von 2073 Prinzipalen 19 260.80 „ . 1149 Gehilfen 4 431.— 3224 23 7l l.30 Beiträgen des BörsenvereinS und anderer Vereine 16 400.- Zinsen aus Kapitalien Zinsen der Stiftungen, von denen jedoch ^ 818.30 bestimmungsgemäß - 28 881.16 noch nicht verwendbar sind 8 097.73 (in den Vorjahren 79 032.63, 78 712.80, 77 876.40) 77 090.41 Hierzu Geschenke sür den Beweglichen Fonds mit Ausschluß der Kriegsbeiträge 12313.69 (in den Vorjahren 83 240.34, 82 786.30, 86 767.43) 89 604.10 Wir hatten also unter Abzug der noch nicht verwendbaren Zinsen von ^ 813.30 sür die reguläre Arbeit verfügbar 88 788.60 daneben Kriegsbeiträge 8 750 03 insgesamt verfügbar 97 338.63 Hiergegen betrug die Summe der Unterstützungen 100 508.16 und die der Unkosten 4 283.20 104 791.36 Die Kriegsberatungsstelle für den Berliner Buchhandel, über deren wertvolle Hilfe wir alljährlich berichteten, hat kurz nach Ablauf dieses Jahres ihre Tätigkeit eingestellt. Sie wurde entbehrlich durch den .Stellennachweis sür den Deutschen Buchhandel und verwandte Berufe aus paritätischer Grundlage". Auch in diesem Jahre haben unser Kommissionär Herr F. Volckmar und die Papierhandlung Ferdinand Flinfch dem Unterstützungs-Verein opferfreudige Hilfe geleistet. Auch in diesem Jahr haben wir den Beitrag und die Unterstützung des Börsenvereins genossen. Für alles und jedes sei an dieser Stelle unser Dank zum Ausdruck gebracht. Über dies alles aber bewegt uns ein solcher übers Grab hinaus. Herr Paul Sprengholz, der durch 23 Jahre als Mitglied des RechnungsausschusseS seiner Amtes im Unterstützungs-Verein waltete, ist am 2. September von uns gegangen, erlöst von langjährigen, unendlich schweren Leiden, die er glaubensvoll und in heldenhafter Geduld ertrug. Wir verloren in ihm einen Kollegen, der zeit seines Berufslebens in der Treue zum Unterstützungs-Verein seinen Stolz sah und dank der Echtheit seiner Gesinnung unser aller aufrichtige Freundschaft genoß. Aber auch ein unter uns Weilender harrt des Dankes, den wir ihm zollen. Zum sünfundzwanzigsternnal hat Herr Fritz Rühe die umfangreiche Prüfung unserer Bücher und Akten ausgesührt; sür ein Vierteljahrhundert dieser mühevollen Betätigung im Dienste der schönen und wichtigen Aufgabe gilt ihm unser sünfundzwanzigsach-r Danken. Weiter trägt das deutsche Volk die Last und Kümmernisse des Weltkrieges. Weiter und immer klarer tritt es zur Erscheinung, daß unsere Vernichtung des namenlosen Blutopfers wert erachtet wird, das die Verantwortlichen Letter der feindlichen Staaten aus ihr Gewissen nehmen. Aber Wetter sind wir auch der eisernen Notwendigkeit unserer Notwehr ge wachsen. Wir fragen nicht mehr nach dem Wann; wir wissen, daß wir mit Gottes Hilfe zum Sieg gelangen werden; und wir erflehen nur dies, datz keine Macht der Erde dem deutschen Volke den Lorbeer entreißt, der seiner Kraft und inneren Tüchtigkeit gebührt. Wird uns der rechte Sieg und Friede, dann wird es auch dem deutschen Buchhandel und seinem Unlerstützungs-Vertzin gelingen, der Ehrenschuld an unseren Kriegsbeschädigten und Kriegs verwaisten gerecht zu werden, die unsere Sorge in den kommenden Jahrzehnten sein wird. II. Hauptversammlung abgehalten am Dienstag, den 27. März 1918 in den Meistersälcn, Köthencr Straße. Herr vr. Paetel eröffnet die Hauptversammlung um 7.30 Uhr; er erklärt, daß die Einberufung satzungsgemäß er- solgt ist und datz Herr Gerichtsassessor von Steuber als amtlich bestellter Vertreter des Notars Justtzrat vr. Richard Bötzow in Berlin, Potsdamer Straße 1, das notarielle Protokoll, Herr Max Paschke das allgemeine Protokoll führen wird. 1. In Abwesenheit des Schriftführers, Herrn Mangelsdorf, erstattet der Vorsitzende, Herr vr. Georg Paetel, den Jahresbericht des Vorstandes sür das Jahr 1917. Der Berich! wird einstimmig genehmigt. 2. Herr Gustav Küstenmacher erstattet den Bericht des Rechnungsausschusses, der ebenfalls einstimmig genehmigt wird. 3. Auf Antrag des Rechnungsausschusses wird dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. 4. Wahl eines Vorstandsmitgliedes an Stelle des satzungsgemäß ausscheidenden Herrn Max Paschke. Herr Max Paschke wird sür die Amtsdauer 1918—1923 wiedergewählt und nimmt die Wahl an. 447
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