Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.01.1921
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- 1921-01-24
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19, 24, Januar 1921. Redaktioneller Teil. — Derjenige Teil des Jahresgewinnes, der eine vierprozentige Ber- zinsung des Kapitals übersteigt, wird nach Maßgabe der Kapitalanteile der Gesellschafter unter diese verteilt. Bei Vorhandensein eines Verlustes findet natürlich ebensalls die Verteilung des Verlustbetrages unter die Gesellschafter nach der Höhe ihrer Kapitalanteile statt, sosern im Gesellschaftsvertrag nichts anderes vereinbart worden ist. In § 122 HGB. wird bestimmt, daß jeder Gesellschafter berechtigt ist, aus der Gesellschastskasse Geld bis zum Betrage von vier vom Hundert seines für das letzte Geschäftsjahr festgestellten Kapital anteils zu seinen Lasten zu entnehmen und, soweit es nicht zum offenen Schaden des Geschäfts gereicht, auch dis Auszahlung seines, den bezeichnten Betrag übersteigenden Anteils am Gewinn des letzten Jahres zu verlangen. - H Genau nach diesen Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs wird bei Abschluß von Gesellschaftsverträgen im allgemeinen Wohl kaum verfahren werden. Je nach Lage der Verhältnisse werden von diesen gesetzlichen Bestimmungen abweichende Vereinbarungen getroffen werden, was auch bei dem nachfolgenden Beispiel der Fall ist. Neh men wir an, der im vorstehenden Abschnitt erwähnte Verlag hätte zwei Teilhaber, von denen Teilhabers, bei Beginn des Geschäftsjahres 60000.lt, Teilhaber L 40000.lt Kapitalanteil besitzt. Laut Gescll- schaftsvertrag ist vereinbart, daß ä. seine Einlage mit 5tzß vor Vertei lung des Reingewinns verzinst erhält; von dem dann verbleibenden Gewinnübcrschuß erhält jeder Gesellschafter dieHälste. ä. hat 8060 FL, L 5000 FL im Lause des Jahres für persönliche Zwecke entnommen. Es ergibt jich nun folgende Vermögens- und Erfolgs-Berechnung Die Aktiva betragen 130100 FL oder nach der noch abzurechnen- sen 5000 FL Privatentnahme des Gesellschafters 8 . Ft 125100.— Die Passiva betragen „ 14500.— Gegenwärtiges Reinvermögen demnach ... Ft 110600.— Das vorjährige Reinvermögen betrug „ 100000.-7- Vermehrung hiernach FL 10600.— Hierzu: Privatentnahme X Ft 8000.— Privatentnahme 8 „ 5000.— „ 13000.— Geschäftsgewinn insgesamt FL 23600.— die auch das Gewinn- und Verlust-Konto ausweist. Die Gewinnvcrtcilung berechnen wir nach Maßgabe der laut Gesellschaftsvertrag getroffenen Vereinbarungen wie folgt: ^ Der Reingewinn beträgt 3t 23600.— von 60000 .!< Kapitaleinlage des .4 „ 3000.— verteilbarer Reingewinn demnach .n 2onuo.— Davon erhält jeder Gesellschafter die Hälfte mit „ 10300.— Die sich hieraus ergebende Buchung im Journal ist wie folgt vor zunehmen: Gewinn- und Verlust-Konto An 2 Konten 1. An Kapital-Konto L Stzß Zinsen von 60000 .u Kapital. . . 3t 3000.— >/z Gewinnanteil von .lt 20600.— . . „ 10300.— 13300.— 2. An Kapital-Konto 8 für Anteil vom Reingewinn. . . . 10300.— Summe . "s« 23600.— Die Berechnung der Kapital-Anteile Ser einzelnen Teilhaber geschieht hierauf wie folgt: Kapital-Konto L Stand bei Eröffnung des Geschäftsjahres . . 3t 60000.— Verzinsung „ 3000.— Reingewinn-Anteil „ 10300.— Insgesamt . . nt 73300.— »b: Privatentnahmen „ 8000.— Jetziger Vermögensstand . . n 65300.— Kapital-Konto 8 Letztjähriger Vermögensstand 3t «0000.— Reingewinn dieses Jahres ,. 10300.— StlMMe . . .6 60300.- ab: Kapitalentnahmen 6000.— Diesjähriger Stand des Kapital-Kontos . . . .1, 43300.— Die Buchung für Übertragung der Kapitalanteile aus Bilanz- Konto zwecks Abschlusses dieser Konten geschieht in folgender Form: Folgende 2 Debitoren (Konten) An Bilanz-Konto für Übertrag der Kapitalanteile beider Ge sellschafter zwecks Kontenabschlusses 1. Per Kapital-Konto S. 66300.— 2. „ Kapital-Konto L „ 46300.— Das Bilanz-Konto und die beiden Kapitalkonten schließen dann, wie nachstehend ersichtlich, ab: Soll Bilanz-Konto Haben Vermögen .... . 125100.— Schulden t 14500.— Kapital-Konto ^ . > 65300.— Kapital-Konto L. . . 45300.— .« I2Sl00.— ,25,00.— Soll Kapital-Ko > I Haben Privatentnahmen . . 8000.— Vortrag vom Vorjahr. .tt 60000.— Kapitalsaldo . . . . „ 65300.— 5«/<, Zinsen .... „ 3000.— Reingewinn.... .. 10300.— 73300.— .k ^33'ü».— Soll Kapital-Kv nto I! Haben Haushaltskonto . . . .tt 5000.— Vortrag vom Vorjahr 40000.— Vermögen .... . „ 45300.— Reingewinn.... 10300.— ^ 50300.— .50300.— Bei der Verschiedenheit der Gesellschaftsverträge ergeben sich natürlich auch für die Buchhaltung vielerlei Buchungsmüglichkcitcn. Sie alle oder doch auch nur zum Teil in dem Rahmen eines Fach blattaussatzes zu berücksichtigen, ist natürlich nicht möglich; immerhin werden die hier gegebenen Ausführungen genügen, dem Leser einen Weg zu richtiger buchtechnischer Behandlung ähnlich oder auch anders liegender Fälle zu weisen. Jahrbuch der Bücherpreise. Ergebnisse der Ver- steigerungen in Deutschland, Deutsch-Österreich, Holland, Skandinavien und der Schweiz, bearb. von F. Rupp. Jahrg. 13 u. 14: 1918 u. 1919. Leipzig: Otto Harrassowitz 1920. XII, 539 S. 8°. Lwdbd. 40.-. Als ich den neuen Doppelband des »Jahrbuchs der Bücherprcise« zur Besprechung erhielt, las ich gerade in dem biterai-y Supplement der »Times« einen Artikel mit der Überschrift: Index to »8ooü-?rie68 kur rent«. Dieses Vorbild des »Jahrbuches« hat soeben seinen dritten Geue- ral-Jndcx erhalten; es erscheint seit dem Jahre 1887, und je zehn Jahr gänge werden durch ein umfassendes Register znsammengehalten, eine Er- lcichterung, die jeder Benutzer immer wieder mit Freuden begrüßt. »1t is barcll^ n6eo88arx to point out boxv important 8ueb a Publikation w, kor it onormouslx inerea868 not onl/ tbo eommercial but al80 Uw rekerenee valuo ok Uro annual voIuine8«. Das kann man Wort für Wort unterschreiben, und der »enorme Vorteil« eines solchen Haupt- Registers, hier für den Verkaufswert, dort für den Nachschlagezweck des Jahrbuches, von dem da die Rede ist, dieser enorme Vorteil müßte nun wohl für den Bearbeiter wie für den Verleger ein Ansporn sein, es auch in dieser Beziehung den »8ook-?riee8 Ourrent« glcichzutun, diesem Vorbild des Jahrbuches. Das Jahrbuch ist jetzt in seinem 14. Bande. Es wird allmählich Zeit dazu. Zu dem neuen Bande selbst übergehend, möchte ich zunächst die w ne Form des Titels begrüßen. Der windet sich jetzt nicht mehr in den früheren, krummen Pfaden, sondern geht einen geraden Weg; da ist nicht mehr von »den europäischen Auktionen (mit Ausschluß der engli schen)« die Rede; die eklige Klammer ans dem Titel mit ihrer Einschrän kung ist in der Versenkung verschwunden, in die sic längst schon gehörte. Stofflich ist die Bearbeitung auf die Länder germanischer Zunge be schränkt worden. Das gibt Gelegenheit, ans diesem Gebiete mehr zu bieten und ausführlicher zu sein, und bedeutet damit einen Vorteil. Zu dem hat Frankreich jetzt sein eigenes Jahrbuch der Büchcrpreise.
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