Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.03.1936
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- 1936-03-10
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- 10.03.1936
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Wesens vorgeahnk war und Gestalt gefunden hatte. Es war ein glück licher Gedanke, vom Ruhm des Dichters zu sprechen. Dörfler stützte sich auf die ebenso bescheidenen wie bewußten und besinnlichen Worte Naabes, daß nur die Kunstwerke Anspruch auf Dauer haben, in denen die Nation sich wiederfindet: und auch jenes zweite, das für die tiefe Volksverbundenheit Naabes so bezeichnend ist und unserer ver gangenen Literaturepoche ein vernichtendes Urteil spricht: Ruhm ist, mitgedacht zu werden, wenn an ein ganzes Volk gedacht wird. An diese Wesensschau knüpfte Neichsminister Nust an und führte aus eigener Erfahrung aus, wie im zweiten Reich selbst in auf geschlossenen Kreisen ein pathetischer Patriotismus sich an sattem Reichtum verlor und für den Heroismus des Alltags bei Naabe kein Verständnis aufbrachte, und wie Naabe sich deshalb ein Deutschland der Zukunft erschaute, in dem ein ganzes Volk sich zu ihm bekennen werde. So ist die Gegenwart die Erfüllung dessen, was der Dichter Naabe vor mehr als einem halben Jahrhundert wollte. Zum Schluß las Anton Dörfler noch einiges aus seinem mit dem Volkspreis für deutsche Dichtung ausgezeichnetem Roman: Der tausendjährige Krug vor. Er sprach von Erde, Wasser, Feuer, den Urkräften, die seinen Meister in tieferen Gründen wurzeln lassen, als mancher Weise sie mit forschendem Geist erreichen mag. Von der Treue zur Heimat sprach er und von den Lebenskräften der Welt, aus denen die Menschen leben, wie es in seinem Buche zur Dichtung ge worden ist. Ein Dichter wurde geehrt und in den Lebensraum seines Volkes gestellt nnd er ehrte wiederum die, die sich unter seinen Segen ge stellt fühlten. Es bleibt nur zu wünschen übrig, daß es der NS- Kulturgemeinde gelingen möge, zu verwirklichen, was Lessing einst mit bitterer Ironie sagte: Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein. cb. Anzeigen über Fachschrifttum Wir bitten schon heute das Sortiment um Beachtung der Donners tag-Nummer des Börsenblattes. Sie wird eine Reihe von Anzeigen über Fachschrifttum enthalten. Berufsständische Eingliederung von Lesehallen und Lesesälen Der Präsident der Reichspressekammer veröffentlicht unterm 3. März 1936 folgende »Bekanntmachung über die Eingliederung von Lesehallen und Lesesälen in die Reichspressekammer«: Auf Grund des 8 4 der Ersten Verordnung znr Durchführung des Neichskultur- kammergesetzes vom 1. November 1933, RGBl. 1/33, Seite 797 ff., fordere ich hierdurch alle privaten Besitzer von Lesehallen und Lese sälen, soweit sie periodische Druckschriften gegen Entgelt mietweise den Besua-ern der Lesesäle zur Verfügung stellen, auf, sich beim Neichsverband der Deutschen Lesezirkelbesitzer e. V., Fachverband der Neichspressekammer, Hamburg 1, Ferdinandstraße 25—27, bis zum 15. März 1930 anzumelden. Der Neichsverband prüft in jedem einzelnen Falle, ob die Ver mietung periodischen oder nichtperiodischen Schrifttums überwiegt. Im zweiten Falle erfolgt lediglich listenmäßige Erfassung und gleich zeitig Meldung an den Präsidenten der Neichsschrifttumskammer. Typographische Gesellschaft zu Leipzig Vortrag am 11. März, 20 Uhr, im Raum 400 der Meisterschule, Platostraße 8: Bruno Graul: Der Tiefdruck, seine Technik und Bedeutung für das graphische Gewerbe. Der Vortrag wird durch eine große Ausstellung ergänzt werden. Gäste sind willkommen. Der neue Präsident der Bayrischen Akademie Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat mit Erlaß vom 14. Februar den ordentlichen Professor der Universität München, Or. Karl Alexander von M u e l l e r, zum Präsidenten der bayerischen Akademie der Wissen schaften ernannt. Bis zur Neuordnung der Verwaltung der wissen schaftlichen Sammlungen des Staates wird Professor Or. Karl Alexander von Mueller auch als Generaldirektor der wissenschaft lichen Sammlungen des Staates bestellt. Personalnachrichten Am 7. März konnte Herr Ewald Wellmann, Inhaber der Firma I. Max <L Comp, in Breslau, seinen 75. Geburtstag be gehen. Er hatte seine buchhändlerische Laufbahn bei Saunier in Stettin begonnen und hatte es, als er die Firma 1894 verließ, um mit seinem Bruder die Sortimentsabteilung von I. Max <L Comp. in Breslau zu erwerben, bis zum Geschäftsführer gebracht. Durch unermüdlichen Eifer konnte Ewald Wellmann, seit 1909 als Allein inhaber, seinem Geschäft Geltung verschaffen, sodaß die sich immer mehr vergrößernde Buchhandlung 1916 in das heutige Grund stück verlegt werden mußte. Anläßlich seines siebzigsten Geburtstages haben wir an dieser Stelle ausführlich seine Persönlichkeit und seine Laufbahn gewürdigt. Am 5. März starb Herr Wilhelm Nuhfus sen. in Dort mund im 97. Lebensjahr. Er war Gründer der Verlagsbuchhand lung, Geschäftsbücherfabrik und Druckerei seines Namens, deren Leitung er 1913 seinen drei Söhnen übergeben hatte. Am 1. Januar d. I. konnte er auf das siebzigjährige Bestehen seiner Firma zurück blicken. Für die buchhändlerische Fachbibliothek Alle für diese Rubrik bestimmten Einsendungen sind an die Schrift- leitung des Börsenblattes, Leipzig C 1, Gerichtsweg 26, Postschließ- fach 274/75 zu richten. Vorhergehende Liste f. 1936, Nr. 53. Bücher, Zeitschriften, Kataloge usw. Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik. Heft 2. Leipzig. Aus dem Inhalt: Bugra. Ein Leitwort für Besucher der Bugra- Maschinenmesse. — Bugra-Messe, Drucker u. Druckfarbenfabriken.— E. Köditz: Reproduktionstechnik und Bugra-Messe. — I. Petersohn: Bugra-Wünsche der Papierverarbeitung. — E. Wetzig: Schriften, Utensilien und anderes im Buchgewerbehause. — W. Hofmann: Vier deutsche Illustratoren: Hermann Huffert, Willy Harwerth, Gerhard Ullrich, Otto H. Gerster. — E. Hölscher: Der Illustrator Kurt Scheele. Der Buchhändler. Nr. 6. Neichenberg. Aus dem Inhalt: P. Pörzler: Gedanken über Weihnachts-Bücherkataloge. kuck- unck >Verkekun8t. U. 2. Osiprig. ^U8 ckem Inkalt: Kr. 8ckmiät: Kropsgancka kür Oruelrnwsekinen, ckie vertrauten killt. — Oer ino- ckerne vruokinaZekinensaal. — OruekinasekinenleistunZ unck Kosten- Druck- und Papierverarbcitung. Nr. 9: Messe-Nummer. Berlin. Aus dem Inhalt: Für einen starken Außenhandel. — Exportförderung der Konkurrenz. — Werbeartikel sind keine unzulässigen Zugaben. — Vorschau auf die Bugra-Messe Leipzig 1936. — Papierleinen — Leinenpapier. Oeutseker Vruelivr. Kl. 5: Lugra-iVIessekskt. Koriin, ^us ckem In- Eckart. H. 3. Berlin. Aus dem Inhalt: A. F. Cohrs: Die Unchristen heit oder Europa. Stefan Georges europäische Sendung. — L. Pause: Die Frau und ihre Dichtung. Evangelischer Buchmarkt des Monats. Leipzig: H. G. Wallmann. Nr. 1: Rundschau über letzte Neuerscheinungen. 15 S. — — Nr. 2/3: Frühling. Eine Auswahl guter Buchgeschenke für Konfir mation und Ostern 1936. 31 S. Kochlcr L Volckmar A.-G. L Co. Abt. Barsortiment, Leipzig: Ver- ^ zeichnis: Zum Schulwechsel. 4 S. 4° Die Literatur. H. 6. Stuttgart. Aus dem Inhalt: Zeitlupe. — H. Rüdiger: Horaz als Bildungsdichter. — W. Steinborn: Dich tung und Dorf. — H. Reich: Literaturgeschichte im Geschichtswerk. — Carl Lange: Siegfried von der Trenck. — -H. Weltzel: Lesen ^ Männer Gedichte? — W^E. SllEnd: Mut zum Unbedingten. keilen. 32 8. kl. 8° — >Vas sekenke iek? 8 8. — Kür Katecketen, Oekrer unck Litern. 16 8. 8" Der Vertrieb. Nr. 9. Berlin: Brunnen-Verlag Willi Bischofs. Aus dem Inhalt: Zeitungsvertrieb im Blitztempo. — Vertriebsformen in China. — Das Ende der Schundliteratur. Die Deutsche Werbung. H. 4. Charlottenburg. Aus dem Inhalt: I. Rnban: Export durch Werbung. — O. A. Breyer: Systematische Export-Förderung. — P. Schleich: Gemeinschafts-Werbung. 227
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