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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.07.1890
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1890-07-14
- Erscheinungsdatum
- 14.07.1890
- Sprache
- Deutsch
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160, 14. IM 1890. Nichtamtlicher Teil. 3737 16. und 17. Jahrhunderts, welche in der Littcratur dieser Zeit einen be achtenswerten Platz cinnehmen. Die dritte Abteilung gicbt ein Bild des jetzigen Zustandes in Druck und Verlag der Stadt Marburg, während die vierte Abteilung eine Zusammenstellung der politischen Presse von 1678 ab, in welchem Jahr der -Hanauer Mercurius» erschien, bis zur Gegen wart bietet. Ein besonderes Interesse findet die letzte Abteilung: denn sie sührt in Wohl kaum dagewescner Reichhaltigkeit dem Beschauer die Entwicklung der Kunst des Bucheinbandes vom 15. Jahrhundert ab vor. Die Samm lung ist den Bibliotheken von Kassel, Marburg, Fulda und Gießen ent nommen und mit künstlerischem Verständnis nach Stil und Zeit geordnet. Die Pracht dieser Erzeugnisse des Kunsthandwcrks steht in schroffem Gegensatz zu der vielfach dürftigen Ausstattung unserer heutigen Bücher und kann mit ihren circa 450 Bänden beinahe ebenso viel Muster für die Jetztzeit bieten. Die Ausstellung bleibt bis zum 31. Juli täglich vier Stunden unentgeltlich geöffnet. Zum Nachdruck in Amerika. — Ucber einen interessanten Fall amerikanischen Nachdrucks berichtet die -Allgemeine Zeitung». Nach einer Mitteilung dieses Blattes ist, wie so unendlich viel anderes, in den Ver- einigten^Staaten kürzlich auch die große wertvolle -Xllczmlopasdia. 8r>-! tannien», für deren Herstellung die englische Verlagsfirma viele Tausende von Pfunden als Honorare an die Mitarbeiter gezahlt hat, von drei ver schiedenen Firmen nachgedruckt worden, so daß selbst bei der erheblichen Verminderung des Preises der amerikanischen Ausgabe auf ein Siebentel des Originalpreiscs den Nachdrnckverlegern noch ein beträchtlicher Gewinn blieb, dem englischen Derlagshandcl aber ein höchst empfindlicher Schade zugefügt wurde. Nun sind aber bei diesem Werke, dem englischen Kon versationslexikon, manche Gegenstände, vornehmlich solche, die auf ameri kanische Zustände Bezug haben, von amerikanischen Schriftstellern bearbeitet. Ihre Artikel durften also nicht nachgedruckt werden, und die englische Verlagsfirma hat demgemäß gegen die Nachdrucker in Amerika einen Prozeß angestrengt. Was war die Ausrede derselben? Die englischen Verleger hätten durch die Zuziehung amerikanischer Schriftsteller ihnen, den Nachdruckern, eine Falle gestellt und deshalb könnte ein Gerichtshof nicht einschreitcn zum Schutze eines solchen -kraud»! Das Recht, nicht nur das moralische, sondern auch das den Gesetzen des Landes gemäße, lag indessen so klar am Tage, daß der Richter zu Gunsten der englischen Firma entschieden hat. Vom Postwesen. — Abänderungen der Postordnung vom 8. März 1879. Auf Grund der Vorschrift im ß 50 des Gesetzes über das Post wesen des Deutschen Reichs vom 28. Oktober 1871 wird die Postordnung vom 8. März 1879 in folgenden Punkten abgeändert: 2) Im 8 13 -Drucksachen» tritt zwischen dem zweiten und dritten Satz im Absatz IV folgender neue Satz hinzu: Offene Karten, aus deren Inhalt die Absicht der Beleidigung oder einer sonst strafbaren Handlung sich ergiebt, sind von der Postbeförderung ausgeschlossen. 3> Im 6 38, -Nachsendung von Postsendungen- betreffend, erhalten die Absätze 11 und III folgende Fassung: II. Bei Paketen und bei Briefen mit Wertangabe eifolgt die Nach sendung nur auf Verlangen des Absenders oder, bei vorhandener Sicher heit für das Porto, auch des Empsängeis. III. Für Pakete und für Briefe mit Wertangabe wird im Falle der Nachsendung das Porto und die Versicherungsgebühr von Bestimmungs ort zu Bestimmungsort zugeschlagen: der Portozuschlag von 10 H wird jedoch für die Nachsendung nicht erhoben. Für andere Sendungen findet ein neuer Ansatz nicht statt. Einschrcib-, Postanweisungs- und Postaustrags-Gebühren, sowie dis Borzeigcgebühr für Nachnahmesendungen werden bei der Nachsendung nicht noch einmal angesetzt. 4) Im tz 39, -Behandlung unbestellbarer Postsendungen am Be stimmungsorte» betreffend, erhält der Absatz VII folgende Fassung: VII. Für zurückzusendende Pakete und für Briese mit Wertangabe ist das Porto und die Versicherungsgebühr für die Hin- und für die Rücksendung zu entrichten: der Portozuschlag von 10 H wird jedoch für die Rücksendung nicht erhoben. Für andere Gegenstände findet ein neuer Ansatz nicht statt. Einschreib-, Postanweisungs und Postauftrags-Gebühren, sowie die Vorzeigegebühr für Nachnahmesendungen werden bei der Rück sendung nicht noch einmal angesetzt. — — — — — — — — — — — — — — Vorstehende Aendcrungen treten mit dein 1. Juli 1890 in Kraft. Berlin, den 16. Juni 1890. Der Reichskanzler. In Vertretung: von Stephan. Zum Postjubiläum. — Ein Jubiläums-Brieskouvert hat ain 2. Juli d. I. die englische Postverwaltung in einer Anzahl von 10 000 Stück ausgegeben. Das Jubiläumskouvert dient zur Erinnerung an die am 2. Juli 1840, also vor 50 Jahren, erfolgte erste Ausgabe eines Briefkouverts. Dieser Thatsache entsprechend ist es mit allerlei Ab bildungen versehen worden. Es zeigt, der Münchener -Allg. Ztg.» zu folge, z. B. einen Briefträger von 1840 und einen solchen von 1890; die vierspännige Postkutsche, darunter -Nbs Hortb Mail malciog kor Iligbgato, 1790, at 8 miles an bour», und einen Eiseilbahnzug, unter welchem steht: »Nbs blortb Na.il 1890, approaeblng Oarlislo at 48 Nilss an bour». Betitelt ist das mit blauer Farbe bedruckte Kouvert: »kost oküos jnbiles ok unikoriu keno^ kostags. ^t 8out1> Xensington Nussum 2nä dulz- 1890». Die -o»spoon^»-Marke ist eingedruckt. Ausstellungspreis. — Der Firma L. Weber, Spezial-Verlag fürSportlitteratur in Leipzig, wurde auf der Ersten Allgemeinen Pferde-Ausstellung zu Berlin für ausgestellte hippologische Werke die goldene Medaille zuerkannt. Personalnachrichten. Gestorben: am 9. d. M. in Rostock nach kurzem Krankenlager Herr Hermann Wessel, welcher im Jahre 1866 die dortige Musikalienhandlung unter der Firma seines Namens gründete und bis zum Jahre 1886, wo er sie seinem Sohne Carl übergab, mit Geschick und gutem geschäftlichen Erfolge leitete. Ehre seinem Andenken! Anzeigcblatt. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. s26229j Hierdurch mache ich die Anzeige, daß ich heute eine Kolportageöuch Handlung eröffnet habe, deren Vertretung Herr R. Streller in Leipzig übernommen hat. Berlin, Weißenburger Straße 40, den 12. Juli 1890 Fritz Wolfs. Berkaufsantriige. (26324) In einer großen Haupt- und Residenz stadt des nordwestl. Deutschlands ist ein großes Sortimentsgeschäft mit festem Lager im Wert von ca. 25 000 schönem großen Laden und eleganter Ladeneinrichtung, guter, fester Kundschaft, großem Lesezirkel rc. baldmöglichst zu verkaufen. Zur llebcrnahme wären 56—60 000^ erforderlich. Anfragen unter 2. 2. 26324 er beten an Herrn K. F. Koehler in Leipzig. Siebenundfünfzigster Jahrgang. Verlags-Verkauf. (25863s Der Verlag eines gediegenen Englischen Lesebuches für höhere Lehr anstalten in 2. Auflage, (mit Vorrat ein Objekt von ca. 4000 ist wegen persönlicher u. Familienverhältnisse zu verkaufen. Gebote hat Herr F. Bolckmar in Leipzig die Güte zu übernehmen und zu befördern unter „9. 8. 100 (Xogl Nessbuobl". (26257s Hill Heiner aber gangbarer Vsrlrrg popul.-rvisssnsob. Xiobtullg, ist rvegeri andor- rvsitiger Lstliätiguug des lissitrers kür 20 000 ^ 2L verlcauksn. kür jüngere Xollsgsll, rvslebo selbständig rvsrdso rvollsn, gav2 besonders ewpksblsllsvvsrt. Nsiprig. .Iiilius llobsdn. (25618s Zu verkaufen ist in einer sehr an genehmen und industriellen Stadt Süddeutsch lands eine sehr gut rentierende Buchdruckerei mit kathol. Zeitung, Verlag und Haus im Werte von 160 000 bei einer Anzahlung von 60 Mille. Reflcktentcn, jedoch nur Katho liken, werden gebeten sich unt. X. 8. Nr. 25618 an die Geschäftsstelle d. B.-V. zu wenden. (24552s Io NUnobsu ist eia ^utiguariat mit likibbibliotbslc verbunden, um den kreis von 7000 ^ rvsgsn Nodeskalls ?u verdanken, blöderes dureb die Verlags-Anstalt IVenger in Kempten l/8. (25858s Geschäfts-Verkauf. — Einem jour nalistisch befähigten Buchhändler ist Gelegenheit geboten, ein recht flottes, im schnellen Auf schwungs begriffenes Geschäft in einem reizend gelegenen Badeort zu erwerben. Dasselbe besteht aus Buchhandlung, Leihbibliothek und Journallcsezirkel, ferner aus Buchdruckerei mit reichem neuen Schriftmaterial, 2 Schnellpressen, 1 Handpresse, 1 Bostonprcsse, Krausesche Schneide maschine, 1 Pferd. Motor, Verlag zweier Zeitungen (3 mal wöchentlich erscheinend), sowie des amt lichen Badeblatts mit guten Inseraten. In einem in '/z Stunde mit der Bahn zu erreichenden Nachbarort mit den Behörden des Kreises und Garnison ist eine Filiale eingerichtet, die speziell der Erweiterung in buchhändlerischer Hinsicht noch bedarf. Kaufpreis 55 000 Zur Ueber- nahme sind mindestens 36 000 ^ erforderlich. Uebernahme kann am 1. oder 15. August erfolgen. Angebote zahlungsfähiger Neflektenten unter 6. k. Ll. 500 befördert Herr CarlFr. Fleischer in Leipzig. 506
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