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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.12.1889
- Strukturtyp
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- 1889-12-30
- Erscheinungsdatum
- 30.12.1889
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- Deutsch
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AS 802, 80. Dezember 1889. Nichtamtlicher Teil. 6955 Verzeichnis künftig erscheinender Bücher, welche in dieser Nummer zum erstenmale angekündigt sind. F. F Brockhan» in Lei»»t». Seit« ««sa 8taiilsx'8 Lrioks über Lmm kaseda'« 8s- kroiuux. Ilowusx. von 1. 8eott Xsltie. Dobors. von 3. von IVobsssr. Wtlh. »»ap» in Halle a. S. Seite SSSS Journal für 8nn- »nä Llöboltisoklsr. XXXVIII. Iskrß. 1890. klintoxrapdlsvke kuuäseban 1890. 3ekt1. «. «. VNttler » «,»n in Berlin. Seite s»s, Stenzel, Die Britischen Flotten-Manöver vom Jahre 1889. Richard «ckftein Rachtolger «Hammer » Runge» i» Berlin. a«as Eckstein, Ernst, laitium Läolitatis. II.Aufl. S. Fischer in Berlin. assö Dolstol, 8«o, Oie >Iaobt <i. Xinsteroiss. Fran» »Inge » Verlag in Reval. «sab Korsch, D., Die Waldschutzgesetze Rußlands. Wilhelm iloeluier in BreSlan. svss ^koionngit^, 8«rm., Semems unä ^iäras- toia. vampart » <o. in «ngSdurg. soos. ssos Llonatsdlütter äss Ftsooxraptisovereins 4uxsdurA. Seisenfiederzettung 17. Jahrg. »d. Ltesegaag « Verlag in rüsseldors. ass» Rnrton's, X. IV., X86 äer moäsroon kdotoxrapdis. 5. Xuü. Sduard vohl'S^verlag i» »liinchen. »WS Der deutsche Jäger. XII. Jahrg. 1890. Der Waffenschmied. XI. Jahrg. 1890. Der deutsche Steinbildhauer. VI. Jahrg. 1890. Bernhard rauchnit» in Letpil». s»s» ilntbvrg, Holen, DIinä lustioo. Nichtamtlicher Teil. A. G. Nordenskiölds Fakstmile-Nklas lur ältesten Geschichte der Kartographie. (Schluß aus Nr. 298.) Indem Nordenskiöld daran geht, eine kurze Uebersicht der verschiedenen Projektionsweisen zu geben, faßt er die Bezeichnung Projektion in der weitesten Bedeutung des Wortes auf, also als geltend nicht allein für die aus den Grundsätzen der Perspektive und der mathematischen Regeln beruhenden Karten- abbildungcii, sondern überhaupt für Kartenzeichnuugcn jeder Art behufs des geographischen Zweckes, die eben ganz und gar auf konventionellen Bestimmungen beruhen. Denjenigen, der tiefer in die Projektionslehrc dringen will, verweist der Verfasser vor allem auf das, mit einem instruktiven Atlas versehene erschöpfende Werk des Nattso b'ioriui: Diojoeioui äslls carte googralleko, voloxua 1881. Der Abriß, welchen Nordenskiöld giebt, ist nur darauf berechnet, unter Hinweis aus die gegebenen Proben aus der Praxis einen chronologischen Ucberblick über die verschiedenen Pro- jektionsmcthoden, die thatsächlich vor dem Jahre 1600 geübt wurden, zu gewähren. Das Verdienst der so frühen Fortschritte der Kartenzeichen» lehre beansprucht Nordenskiöld für Ptolemäus selbst, wenn auch letzterer nach dem damaligen Stande der mathematischen Wissen schaften nicht die Frage vollständig zu lösen vermochte. Er sah jedoch sofort ein und fprach es mit Bestimmtheit aus, daß die korrekte Wiedergabe einer sphärischen Zeichnung nur durch Approximation möglich sei. Er schlug vier Methoden vor und stützte sich bei zweien derselben auf seine Vorgänger Hipparchus und Marinus von Tyrus, mährend er die anderen zwei nach eigener Initiative praktisch ausführte. Von den in der Jnkunabelzeit (bis 1560) zur Verwendung gekommenen verschiedenen Systemen der Kartenzeichnung, die einer seits noch vermehrt, anderseits etwas verringert werden könnten, je nach dem Gewicht, welches man auf die Detail-Verschieden heiten legt, berichtet Nordenskiöld über 19 Klassen von Methoden, die er in vier Hauptgruppen verteilt. Von den Methoden der ersten Gruppe, vor dem Jahre 1400, ist selbstverständlich die erste Klasse, die paratopische (von 7rcr(>a und ro/rog) Form, welche keine Rücksicht aus die Kugelgestalt der Erde oder aus mathematische Grundsätze nimmt, die am wenigsten entwickelte. Solche Karten, zu welchen alle die von Hipparchus und Ernthostencs gezeichnete« gehören, wollten nur ein anschauliches Flachbild der dem Kartographen bekannten Länder und Städte geben. Gedruckt komme» sie äußerst selten vor (vgl. Fig. 2 u. 3). In die zweite Klasse gehören die Hasenkarten (Porto- lane) in' Flachzeichnung, in welchen die Abstände der Häfen wenigstens ziemlich genau festgestellt sind, obwohl die Lehre von der Kugelgestalt der Erde noch als ketzerisch galt, folglich die Gradeinteilung gewöhnlich fehlte (Das. XXXV, XXXVI, XXXVIII b). Den Uebergang zu den Karten mit Gradnetz bilden die Zonenkarten (dritte Klasse), auf welchen die Längengrade noch fehlen, während die Breitengrade oder wenigstens die klimatischen Zonen angegeben sind (Das. XXXI, Fig. 19, 20). Die vierte Klasse, nach der Methode des Marinus von Tyrus, verwendet geradlinige winkelrcchte Meridiane und Paral- lelen (Fig. 13 u. 27); somit wurde, wenn der Aequator als Haupt parallele gewählt wurde, das Netz ein quadratisches. Diese Pro jektion wurde bis in das XVII. Jahrhundert öfters, und in See karten noch bis Ende des XVIII. Jahrhunderts verwendet. Es folgt die fünfte Klasse, die konische Projektion, welche bereits Ptolemäus auf seiner Weltkarte für die nördliche Hemisphäre und dann später Ruysch für die südliche Halbkugel bis zum 37. Breitengrad benutzte, wodurch jedoch die Mangelhaftig keit dieses Systems für Weltkarten recht klar in die Augen fällt (Taf. XXXI und XXXII). In die zweite Hauptgruppe, dos XV. Jahrhundert, fallen die sechste und die siebente Klasse, erstere die von Ptolemäus selbst vorgeschlagene trapezförmige Netzeinteilung nach Dominus blioolaus Oormanus (Nordenskiöld nennt ihn kurzweg Doms), nach welcher ein richtiges Verhältnis der, zwischen zwei geradlinigen, nach dem Pole zusammenlaufenden Meridianen nnd zwei Parallelkreisen belegenen Teile ermöglicht wird (Taf. II— XXVI u. XXX), während die siebente Klasse, die homeotere Projektion des Ptolemäus, die dritte der von ihm empfohlenen Methoden bildet, nach welcher die Meridianbogen so gezogen werden, daß die zwischen zwei Meridianen und zwei Parallelzirkcln gelegenen Teile stets in das rechte Verhältnis zu der Breitenskala gebracht werden (Taf. XXIX u. XXXI). Aus der erste« Hälfte des XVI. Jahrhunderts (dritte Gruppe) beschreibt Nordenskiöld nicht weniger als 10 Varietäten der Kartcnzeichnung, durch welche zum Teil die öfters vorkommende herzförmige Gestalt der Weltkarten bedingt wird. Es würde jedoch zu weit führen, ohne Hilfe der Illustration sie alle hier auseinander zusetzen, und würde auch größeres Wissen erfordern als das dem Schreiber dieses zur Verfügung stehende. Die vierteGruppe, bis Ende der Jnkunabelzeit, ist zwar eine kleine, jedoch denkwürdige durch die erste Veröffentlichung der isogonen, cylindrischen Zeichnung des Gerhard Mercator mit gerad linigen, äquidistanten Meridianen und auch derart gezogenen Parallelkreisen, indem hiermit ein richtiges Verhältnis zwischen den Längen- und Breitengraden durchgeführt und mittels der nach diesem System gezeichneten Karten ein mächtiger Hebel für die Entwickelung der Schiffahrt geschaffen wurde (Fig. 60, 61. Taf. XDIII, XDVII). Bon der Weltkarte Mercators existiert nur ein, in der S4V*
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