Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.06.1892
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- Ausgabe
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- 1892-06-09
- Erscheinungsdatum
- 09.06.1892
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- Deutsch
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131, 9. Juni 1892. Nichtamtlicher Teil. 3431 gegnen und daß dasselbe Buch hier in leidlich gutem Druck sehr bald für 3 zu haben ist.*) Dasselbe gilt auch sür einzelne der besten deutschen Monats-Jour nale. Diejenigen,wclchcdurch möglichstbilligeLiescrung an den überseeischen Markt und durch unerläßliche, schickliche Reklame, wie z B. Freiliefcrung an bessere deutsch-amerikanische Fachjournalc gegen öftere Insertion eines ge lieferten Annonccnclichss, sich den landesüblichen Bräuchen anpassen und hier gute Vertretung sür Vertrieb haben, erobern sich schnell und in Masse den Markt und vermutlich mit befriedigendem Gewinn sür alle Interessenten. Wir glauben in dieser kurzen, auf durchaus sachkundige und voll ständige Darstellung keinen Anspruch machenden Skizze sins irs et stufliu eine bcrücksichtigungswcrtc Perspektive entworfen und die Bahn angedcutct zu haben, welche im Lause der Zeit besser als unfertige und lückenhafte Verträge zum vermeintlichen Schutze des litterarischen Eigen tums, so weit als möglich, zum wünschenswerten Ziele führen mag. Für unseren großen, von Millionen Deutschen bewohnten Kontinent gilt cs, bei diesen deutsche Sprache, Bildung und Literatur zu erhalten und zu pflegen. Dem deutschen Verlags- und Buchhandel steht dieser große Markt um so unbeschränkter offen, als diehiesigc litterarischcProduktion in deutscher Sprache als Konkurrent bisher gegenstandslos ist. Jener hat daher das Feld nahezu ungeschmälert, und es ist seine Sache und liegt wesentlich in seiner Hand, dasselbe mehr und mehr für sich zu gewinnen, zu festigen und zu behaupten Versteht und vermag dies der deutsche Verlag, dann wird auch der Nachdruck zum größeren Teile allmählich brach gelegt werden. So lange aber deutsche Verleger den crfahrungsmäßig erfolgreichen Versuch unterlassen, oder nicht genügend Accommodationsvermögcn oder Verständnis für die überseeischen Verhältnisse und Bedürfnisse haben und nicht richtig in diese hincinzutretcn wissen, so lange wird in Amerika das litterarischc Piratentum Unternehmer und Unterstützung finden. In dem einen oder anderen Falle, und so sehr auch der unredliche Nachdruck an sich ein Ucbel und ein Unrecht ist, läßt sich demselben hier das Verdienst nicht absprechcn, daß er in der rohen und wilden Strömung der allmählichen Kulturgestaltung des amerikanischen Staatcnkonglome- ratcs aus so heterogenen Nationalitätselementen für das deutsche ein schätzenswerter Faktor gewesen ist; denn er hat nicht zum geringsten sür die Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache und sür die Ein bürgerung, Verbreitung und Festigung der deutschen Litteratur und der besten Schätze derselben auf diesem großen Kontinente beigetragcn und mitgcwirkt. Fr. H. Eine kirchliche Buchhandlung. — lieber die buchhändlcrischc Thätigkeit der bischöflichen Mcthodistenkirchc in Nordamerika (Firma Cranston L Stowe in Cincinnati) werden uns aus den Mitteilungen der Blätter dieser Kirche folgende Zahlen mitgeteilt: Das kirchliche Verlagswesen, das im Jahre 1789 mit einem kleinen geliehenen Kapital gegründet wurde, umfaßt jetzt zwei Verlagshäuscr in New-Uork und Cincinnati mit einer Reihe von Filialen in den größeren Städten des Landes. Das Gesamt-Vermögen dieses Institutes beträgt jetzt 3130956 Dollar. Die Verkäufe beliefen sich im Jahr 1891 auf 2 043672 Dollar, der Reingewinn aus 304486 Dollar, wovon 125000 Dollar zur Unterstützung der ausgedienten Prediger verwandt wurden, während ein anderer Teil zur Erweiterung des Geschäftes nötig war. Eine Licitation im Hamerling-Hause. — Folgender Bericht mit daran geknüpften Betrachtungen, den wir der -Grazer Tagespost» entnehmen, dürfte auch sür den Buchhandel Interesse haben: Das stille Heim Robert Hamcrlings im Stiftingthalc war gestern wieder der Schauplatz einer recht traurigen Begebenheit; man versteigerte den Nachlaß der Mutter Hamerlings und zahlreiche Gegen stände aus dem Besitze des großen Dichters selbst — und cs fand sich niemand ein, für den der Besitz einer Reliquie Hamerlings von Wert gewesen wäre. Wir erwarteten, daß man sich um jede Kleinigkeit streiten würde, aber die Andenken an den Dichter des »Ahasver» scheinen niedriger im Kurse zu stehen, als die Raritäten aus der schmutzigen Wirtschaft irgend eines Defraudanten. Nur eine Anzahl Trödler war erschienen, welche Möblcment u. dgl. um den Schätzungswert nahmen; alles andere fand kein Angebot. Von den Erden soll der Stadt- gcmcindc Graz eine Statuette, die Muse der Dichtung darstellend, welche Brandstetter in Wien geschaffen hatte und die von Wiener Verehrern dem Dichter geschenkt worden war, um 100 fl. zum Kaufe angctragcn worden sein, obwohl die Herstellungskosten der Statuette Brandstetter selbst aus 350 fl. zu stehen kamen. Die Gemeinde soll jedoch erklärt haben, sür derlei Ausgaben kein Geld zu haben. Nun hat die Statuette Proscssor Or. Bruckner in Gröningen, der Sohn des alten, langjährigen Freundes Hamerlings, um den vollen Schätzungswert erworben. Auch die große, wertvolle Minera liensammlung, in der jeder einzelne Stein von Hamerlings Hand selbst *) Der Schreiber des Artikels übersieht hier, daß die amerikanische 3 ^»Ausgabe vollkommen honorarfrei ist. Schriftsteller von wirklicher Bedeutung pflegen auch in Deutschland nicht billig zu sein. In vor liegendem Falle würde es diesem zugekommen sein, sich sür eine billige amerikanische Ausgabe mit einem bescheidenen Honorar zu begnügen. Red. bezeichnet wurde, geht an diese Adresse. Eine schöne Münzensammlung erstand Herr Grein jun. in Graz. 20 Albums mit Photographie«» der Werke verschiedener Meister und ein eigenhändig von Hamcrling ge schriebenes Inhaltsverzeichnis fanden trotz des minimalen Ausrufpreises keinen Abgangund mußten zurückgelegt werden; auch diverse Bilder,Kupfer stiche, Oclgemälde, Aquarelle, eine Originaltkizze von Leopold Schauer, -Der Brand von Rom», Bronzestatucttcn, Hamerlings silberne Cylinderuhr re. fanden kein Angebot. Ein 3 Quadratmeter großes, gutes Oelgemälde mit goldenem Rahmen erreichte — 3 fl. 90 kr Eine Wanduhr wurde um 32 kr.! verkauft; die Photographie Robert Hamcrlings, um 10 kr. ausgerufen, erstand schließlich ein Diener des Hauses um 30 kr. — und so fort. Zum Ueberflusse ergingen sich einige Anwesende in schlechten Witzen, ein widerliches Bild der Pietätlosigkeit unserer Zeit. Die zurück gestellten Gegenstände sollen in einer demnächst stattfindenden Licitation veräußert werden. Der Nachlaß des großen Mannes fliegt nun in alle Winde! Mit geringen Mitteln wäre auch das Sterbezimmer Hamcrlings zu erwerben. Die Wiener haben ein -Grillparzer-Zimmer»; sollte unsere Stadt nicht auch ein -Hamcrling - Zimmer» erhalten? Die Ge meindevertretung hat sür den Fonds zur Errichtung eines Hamerling- Denkmals hochherzig einen reichen Betrag gezeichnet; cs würde nur der damals bcthätiglen Gesinnung entsprechen, wenn sie nun auch die Er haltung eines »Hamerling-Zimmers» in die Hand nähme. Neue Bücher, Zeitschriften, Gclcgenheitsschristen, Kata loge re. für die Hand- u. Hausbibliothek des Buchhändlers. Deutsch in Amerika. Beiträge zur Geschichte der deutsch-amerikanischen Litteratur von Rr. G. A. Zimmermann, Superintendent der deutschen Abthcilung der öffentlichen Schulen von Chicago. 1. Episch- lyrische Poesie. Herausgegcbcn vom -Germania-Männerchor» in Chicago. 4". XRVI, 265 S. Chicago 1892, Ackermann L Eyller. 77ster Jahresbericht der Preußischen Haupt-Bibel-Gesellschaft über das Jahr 1891. 8°. 105 S. Berlin 6., Klosterstr. 71, 1892. Libliotbsos bsInsoloAios. Xntig. XstsloA Nu. l60 von X. Lisls- kslä's EokbuobbsufllunA (Risbsrmsnn L Eis.) in Xsrls- rubs. 8°. 31 8. 1011 Nro. Libliotbsos AsnesIdAios. I. (Libl. ä. Or. Earl Ilsiur kittsr u. Läisn Llaz-sr von Nsxsrksls unk 8obloss NosrsburA am Loflsuses.) Xutig. XstsloA No. 161 von X. Lislotslfl's kkotbuobbsnfl- IunA (Lisbermsun L Eis.) in Lsrlsrnds. 8°. 64 8. 1139 Nru. Libliotbsos q^nsseuluAies st obststriois. .Vutiqu. Lstslog No. 162 von X. Lislskslä's OolbuobbsnälunA (Lisbsrmsnn L Eis.) in Lsrlsrubs. 8". 50 8. 1395 Nrn. Vsrsobisflsnes. Xutiq. Ls.ts.IoA Nr. 90 von 8ilvio Loses in Rom, Vis flsl Eisräino 110. Li. 8°. 63 8. 800 Nrn. 8nflsrusriLs. (Xmsriosns II.) Xvtiq. XstsloA No. 100 von XsrI V. küsrsemsnn in LsipriA. 8". 48 8. 787 Nrn. n. Xnbsng. Llonstl Xursigsr über Novitäten n. Xntiqnsris sns cksm Esbiste flsr Neäioin u. Nstnrwisseosokskt. 2n berisbsn flnrob (8ort.-Nirms) 1892 No. 5 (Lisi) 8". 8. 33—40. Lerliu, Lirsobvvslfl'sobs Lnobksnälung. Rsebts- n. Ltsstsvvisssnsobskten. 4utiq XstsloA No. 179 von Lsinrisb Xsrlsr in Elin. 8". 49 8. 1662 Nrn. IR Kolonie. (Libl. v. kkilipp v Nstbusins suk Nsinstsflt.) Xntig. LstsIvA Ho. 893 (8npp1. 2U 886) von Xirebbolk L WiAsnfl in Lsiprig. 8". 55 8. 1767 Nrn. L. kV Losblsr, Lsrsortimont in LoipriA. 1892 Ho. 2 (fluni). NsobtrsAS mein LsAervsrrsiobnis 1892 I. 4°. 11 8. Vsrsobisflonss. Ls bibliopbils flu Lss-LsnAuefloo. Rooneil insnsusl. 1892 No 5. Xntigu. LstsloA von 8stnrnin Lsotsrfl In Elsr- mont-L'klsrsuIt. LI. 8". 35 8. 332 Nrn. Eurioss. -Vite Llefliein. kllnAblstter. Vollcstüniliobes. Xntiq. Lats- IoA No. 21 von Eso Lau L Eis. in ltlüoobsn. 8". 48 8. 1300 Nru. Libliotbsos suriflivo-osoonornios-politios. -Vbtb. I.: klno^LIox., Lletbofl., keobtsxbil., ksobtsAssob., Roobt äsr Erisoben und Römer. Xnt.-Lstsl. No. 123 von R. L. krsxsr io Lsrlin 8". 86 8. 2856 Nro. Lsriobt über Nsus klrsoboinunASn uuä Xntiqusris sns dem 6s- ssmmtAeb. flsr Rsobts- unä Ltsstsvviss. LrsA. von R. L. LrsAsr in Lsrlin. flsbrA VII. 1892. No. 1 (2Vz RA.), gr. 8". p. 1 —4. 1 Rrotsstsut. 1'beoIoAie in sllsn 8prsobon. (Libliotbsos ovsnAolioo- tbsoloAies Rsrs VIII). Xut. Lstslog No. 70 von LuflvviA Rossntdsl's Xntigusrist in lllnuoksn. 8". 8. 801—914. Nr. 12650-14448. Versobiväsuos, bsnptsäobliob teodoisobo unfl usturwisssusebsttliobs Werbe. (Ribrsr)' ot tbs Ists Esnsrsl Xlexsnäsr Wilson, illsnsAsr ok tbs Xlsxsnärolsbi Eovsruwent irou snfl stssl vvorbs 8t. Rstsr,- 465*
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