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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.05.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-05-04
- Erscheinungsdatum
- 04.05.1871
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18710504
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Erscheint Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. Eigenthum deö BörscnvcreinI der Deutschen Buchhändler. 100. Leipzig, Donnerstag den 4, Mai. 1871. Amtlicher Theil. Bekanntmackung. Der letzte, in seinen Wassenthaten und Erfolgen unvergleich liche Krieg hat auch aus den Reihen unseres Standes zahlreiche Opfer gefordert. Nicht nur im Kreise ihrer Familien, sondern von uns Allen wird diesen Helden ein tiesinniges und dankbares Andenken bewahrt werden. Die Erinnerung an den ruhmreichsten Aufschwung unserer Nation wird in zahlreichen äußeren Gedenkzeichen fortleben. Diese allein aber genügen dem echt deutschen Gemüthe nicht, das seine wahr hafte Befriedigung und seinen innersten Trost nur dann findet, wenn es die Erinnerung an freudige oder schmerzliche Ereignisse zu einer Quelle des Segens für die Zukunft gestalten kann, I» diesem Sinne und geleitet von den edelsten Gefühlen hat einer unserer ver ehrten Berufsgenossen den Entschluß gefaßt, das Gcdächtniß seines hoffnungsvollen, für Deutschlands Ehre und Recht gestorbene» Sohnes fortlcben zu lassen auch in den Herzen Einzelner, die noch in fernen Tagen dankerfüllt zurückblicken sollen auf die erhabene Zeit, die wir erlebt und deren Größe sich darin wicder- spiegelt, daß sie selbst die persönlichen Gefühle der Trauer und des Schmerzes adelt und zu einem Borne der Mildthätigkeit und des Wvhlthuns werden läßt, Herr Gustav Eduard Schulze, in Firma G, E, Schulze in Leipzig, hat dem Unterzeichneten Vorstand zum ewigen Andenken an seinen am 11, April 1848 geborene» und am 2, Februar 1871 — an den Folgen der in dem heißen Kampfe um Villiers vor Paris am 2. December 1870 erhaltenen Wunden — im Lazareth zu Cöln gestorbenen Sohn Ernst die reiche Gabe von Eintausend Thalern (in 2 Leipziger Stadtobligationcn ä üOO Thlr.) zur Errichtung einer Ernst Schulze-Stiftung zugehen lassen. Indem wir hiermit nochmals öffentlich über diese großmüthige Zuwendung dankend quittiren, werden wir nach dem, in der unten stehende» Stislungsurkundc ausgesprochenen Willen des Slifters die Zinsen aus dieser fortdauernd als ei» besonderer Theil des Reservefonds zu verwaltenden Stiftung in halbjährliche» Raten und zwar je am I I, April und 1, Octobcr vorzugsweise an solche Wittwen und Waisen eines Buchhändlers oder Buchhandlungs-Gehilfen aus zahlen, welche durch den Krieg 1870/71 hilfsbedürftig geworden sind. Achtunddrrißigstrr Jahrgang. Möge es uns gelingen, unter den Bedürftigen stets die Würdig sten zu finden und dadurch dem Werke des edlen Stifters seinen wahre» Segen zu verleihen! Berlin, den 24, April 1871, Der Vorstand des Untrrstühungsverciiis deutscher üuchhäiidicr und Luch Handlungs-Gehilfe». 'Vorsitzender: Secretär: Cassirer: Jul. Springer, C, Röstell. R, Gaertner, Z Prüsungs - Commissarien: W, Hertz, B, Brigl. s,.Urkunde zur Ernst Schulze-Stiftung. Um mein»» für da» Battrland gestorbenen Lohne Ernst, der an, tt. April 1848 geboren, am 2. December 1870 im heißen Kampfe um Villiers vor Paris schwer verwundet und am 2. Februar 1871 im Lazareth zu Cöln seiner Wunde erlegen ist, «in unvergängliches Denkmal zu setzen, habe ich beschlossen, eine Ernst Schulze-Stistung zu errichten. Zu diesem Zwicke schenke ich dem Unterstntzungsvcrein deutscher Buchhändler und Buchband- inngs-Gehilfen, welcher die Verwaltung der Stiftung freundlichst über nommen, 1000 Thlr., sage Tausend Thaler, mit der Bestimmung, daß dieselben ein eisernes Capital bilden sollen, deren Zinsen vorzugsweise an eine durch den letzten Krieg hilfsbedürftig gewordene Wittwe oder Waise unseres Standes, letzterer bis zu deren Confirmation, in halbjährlichen Raten ausgezahlt werde» sollen. Erst wenn solche Wittwen oder Waisen nicht mehr vorhanden, können auch andere Wittwen oder Waisen, die der Unterstützung bedürftig und werth, nach freier Wahl des llnlerstützungsvcreins in den gleichen Genuß eintreten, Leipzig, am eisten April Ein Tausend Acht Hundert Ein und Siebenzig, Gustav Eduard Schulze. Buchhändler. Erschienene Neuigkeiten des deutsche» Buchhandels. (Mitgetheilt von dcr I. C. HinrichS'schcn Buchhandlung.) (' vor dem Titel — Titclauflagc. — wird nur baar gegeben.) Ackermann in München. metri8e!ie u. umxeketirt 8?. 8. 9 3834. Woermann, K., „änstkem-i 8it!" Zwölf Zeit - u. Streit-Sonette. 16. 3 N/ 3835. Ebrard, A., Bericht d. Erlanger Vereins f. Felddiakonie üb. seine Thätig- keit im Kriege 1870—71. gr. 8. In Comm. * ZH ^ 3836. —Sola! Wissenschaftliche Beleuchtg. v. vr. I. T. Beck'S Rechtfertigungs lehre. gr. 8. - 191
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