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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.11.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-11-02
- Erscheinungsdatum
- 02.11.1894
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
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6840 Sprcchsaal. .HZ 255. 2. November 1894. Bußtag. — Auf den bevorstehenden Bußtag, Mittwoch den trifft, sei zur rechtzeitigen Vermeidung geschäftlicher Störungen 21. November, der nach der neueren Anordnung jetzt mit dem hiermit im voraus aufmerksam gemacht. Bußtage in Preußen und anderen deutschen Ländern zusammen- Sprechsaal Znm Berichte über die 10. Hauptversammlung des Braudeuburg-Pvmmerscheu Buchhändler-Vereins. (Vgl. Börsenblatt Nr. 243.) In dem Berichte über die zehnte Hauptversammlung desBrnndcn- bnrg-Pommcrschen Buchhändler-Vereins sind meine Worte von der Redaktion des Börsenblattes durch mehrere Anmerkungen versehen worden, und bemerke ich dazu folgendes. Wenn ich in der ungezogenen Versammlung bei Punkt 9 (Ramschhandcl) über Ungenauigkeiten im Berichte über die dies jährige Abgeordneten - Versammlung der Kreis- und Ortsvcreine sprach und dicserhalb einen Antrag einbrachte, der in Punkt 3 wie folgt lautete: -daß derselbe ein möglich getreues Bild dieser Ver handlungen biete, nicht aber durch Weglassung oft wichtiger That- sachcn oder Hinzusetzung nicht gesprochener Worte dieses Bild ent stelle», so that ich dies nicht, um etwa jemanden zu kränken oder gar dem geehrten Herrn Redakteur einen Vorwurf zu machen, son dern ich ging von dem berechtigten Gesichtspunkte aus, daß die Verbnndsmitglicdcr ein Anrecht hätten, möglichst bald durch einen offiziellen Bericht in Kenntnis gesetzt zu werden, was ihre Abge ordneten in Leipzig gesprochen und wie sich die einzelnen Fragen im allgemeinen entwickelt hätten. Deshalb hat sich meines Er achtens die Berichterstattung genau an das Stenogramm zu halten und nur in zweifelhaften Fällen den Rednern Korrekturabzüge zu unterbreiten; dann wird am ersten das erreicht werden, was ich in diesem Falle anstrcbe. Aus dem mich berührenden Punkte ersieht man, welche Jrr- tümcr bei Versendung von derartigen Korrckturabzügen stattfinden können. Im Stenogramm war mein Name freigelassen und durch Punkte ersetzt, nachher war -Herr Zeidler» mit Bleistift darüber geschrieben; wäre es da nicht angezeigt gewesen, sich nach dem Redner zu erkundigen?') Beträfen die angezogenen Punkte nicht den partiellen Ramsch- Handel und zwar unter besonderen Umständen, der wie ein Alp auf dein deutschen Sortiment lagert und die Sortimenter nicht nur materiell schädigt, sondern sic ehrlos zu machen droht, so hätte ich gar nicht daran gedacht, besagtes Vorkommnis in der Ver sammlung vom 26. Augnst zur Sprache zu bringen; so aber lege ich großen Wert darauf, daß alles das, was in derartigen Ver sammlungen in betreff des partiellen Nnmschhandels von seiten des Sortiments und Verlages gesprochen wird, auch durch den Bericht erstatter in genauer Weise zum Abdruck gelangt. Daruin ostsruw vsvsso: der deutsche Sortimentsbuchhandel hat ein Anrecht, jedes Jahr möglichst bald nach der Messe einen ge nauen Bericht über die Abgcordneten-Versammlung der Kreis- und Ortsvereine des deutschen Buchhandels zu erwarten, nicht aber die Redaktion des Börsenblattes, meine Worte, die auf Thatsachen be ruhen, durch Fragezeichen (siche Nr. 243, Seite 6466, 2. Spalte, Zeile 33) in Zweifel zu ziehen.^) Prcnzlau. Theophil Biller. Gegenbemerkung der Redaktion. — Wir geben bereit willig zu, daß cs verdrießlich ist, wenn sich in einem Vcrhandlungs- berichte im Börsenblntte ein Redner durch Rcdaktionsbemerkungen unterbrochen sieht. Im vorliegenden Falle sind wir auch nur sehr ausnahmsweise und gezwungen aus unserer selbstverständlichen Reserve herausgetreten. Unter diesem Zwange befanden wir uns auch den obigen Ausführungen des Herrn Biller gegenüber und haben uns erlaubt, bei zivei von ihm berührten Punkten Anmer- kungszeichcn einzusctzcn, um diese Dinge hier zur Sprache zu bringen: ') Die von Herrn Biller mit vollem Recht verlangte Erkundigung 1 nach dem Redner geschah doch wohl am richtigsten durch Vorlage eines Korrektur-Abzuges bei dem vermeintlichen Redner. Das ist geschehen. Der Mißerfolg dieser Erkundigung ist nicht unsere Schuld. **) Das Fragezeichen hat seine vollkommene Berechtigung. Jeder Redakteur muß das Recht haben, in seinen oft unvoll kommenen Drnckvorlagen nach eignem sorgfältigstem Ermessen zu glätten, Unvollkommenheiten des Ausdrucks oder der Satzbildung auszuglcichcn rc. re. Selbstverständlich wird diese Arbeit, wie über all, so auch bei uns mit der äußersten Vorsicht und Schonung nus- gcführt. Da wo es sich nicht um einfache Ebnung im Ausdruck handelt, wo der Redakteur aber einen Schreibfehler oder eine sonstige durch Flüchtigkeit verschuldete Unrichtigkeit vermuten muß, wird er sich ausnahmsweise erlauben, ei» redaktionelles Frage zeichen hinzuzusetzcu, sofern keine Zeit zur Rückfrage bleibt. Aus diesem Grunde steht in dem Berichte in Nr. 243 in der Rede des Herrn Biller (die sich mit der Berichterstattung des Börsenblattes beschäftigte) bei den Worten -persönliche Angelegenheit des Herrn Spcmann- das Fragezeichen der Redaktion; denn da von Herrn Spemann persönliche Angelegenheiten in der Abgeordnetenvcr- sammlung entschieden nicht vorgetragen worden sind, so konnte hier nur ein Versehen vermutet werden, und diese Vermutung war um so berechtigter, als die Druckvorlage — ein Korrekturabzug des vom Vercinsvorstand selbst herauszugebenden Berichts — einen keineswegs fertigen Eindruck machte. Das Rundschreiben -Mussenkluge der Firma Reinhold Weither in Lcipzig-A.-Crottendorf» betreffend. In unserm gemeinschaftlichen Rundschreiben contra Reinhold Wcrther sprach der Unterzeichnete in einer Fnß-Notc dein Aus schuß für's Börsenblatt einen Vorwurf aus, weil nach seiner Meinung der Ausschuß die Interessen des Sortimcntes nicht energisch genug wahrgenommcn hatte. Dieser Vorwurf geschah in der An nahme, daß zwischen Ausschuß und Redaktion eine enge Fühlung bestehe und ersterer vom Laufenden stets unterrichtet sei. Vom Vor sitzenden des Ausschusses, Herrn Robert Voigtlaender in Leipzig, wurde Unterzeichnetem jedoch mitgcteilt, daß der Ausschuß bis zur Verbreitung des Rundschreibens keine Kenntnis von der Zurückwei sung der betreffenden Erwiderung vom 9. Juni d. I. seitens der Redaktion des Börsenblattes gehabt habe, ihm also der Vorwurf unrechterweise gemacht sei. Unter diesen Umständen nimmt der Unterzeichnete seinen ausgesprochenen Vorwurf gern zurück und be dauert seine irrtümliche Annahme, bedauert aber auch zugleich die Verweigerung der Aufnahme seiner Zeilen vom 9. Juni d. I. sei tens der Redaktion, welche nach Auffassung derselben zu heftig ge wesen sein sollen. Osnabrück, 26. Oktober 1894. Hochachtungsvoll S. Bühling, i. Fa. G. E. Lückerdt's Buchhandlung. Gegenbemerkung der Redaktion. — Herrn S. Bühling wurden von uns zwei gleichzeitig eingelaufene Einsendungen in der oben besprochenen Sache, ein Sprechsaal-Artikel und eine Anzeige, am 11. Juni d. I. zurückgegeben, weil sie Ausdrücke und Wendungen enthielten, die einesteils den verantwortlichen Redakteur des Börsen blattes vor dem Gesetz strafbar gemacht hätten, andernteils für den im Börsenblatt allein zulässigen maßvollen Ton zu weit gingen. Die Ablehnung geschah mit ausführlicher Begründung, und die be anstandeten Ausdrücke und Wendungen wurden Herrn Bühling genau bezeichnet. Es lag also ganz in seiner Hand, durch entsprechend ge milderte Fassung seines Manuskripts die Aufnahme zu ermöglichen. s46335j Dresden, 1. November 1894. 1'. Hierdurch beehre ich mich mitzuteilen, daß ich meinen Sohn Karl Georg Leh mann, den seitherigen Prokuristen und Anzeigeblatt. Geschäftsführer des Verlags: Expedition der Europ. Modenzeitung (Klemm L Weiß) als Teilhaber in diese Firma aus genommen habe. Meinem langjährigen Mitarbeiter, Herrn Wilhelm Gros che, der bisher gemeinsam mit meinen! Sohn in Kollektiv-Prokura zeichnete, habe ich bei dieser Gelegenheit als Prokuristen alleinige Vollmacht für die Firma erteilt. Indem ich ersuche, von diesen Aende- rungen 'gef. Kenntnis zu nehmen, bitte ich das der Firma bisher entgegengcbrachtc Vertrauen auch in Zukunft zu erhalten und zeichne Hochachtungsvoll Ottomar Lehmann, Expedition der Europ. Modenzeitung (Klemm L Weih).
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