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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.03.1881
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1881-03-02
- Erscheinungsdatum
- 02.03.1881
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18810302
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-188103020
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- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18810302
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- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1881
- Monat1881-03
- Tag1881-03-02
- Monat1881-03
- Jahr1881
- Titel
- Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.03.1881
- Autor
- No.
- [1] - 897
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»ußer Sonnt»g« tüglich. — Bt« früh » Uhr eingehende vn»eigen Börsenblatt Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. Eigenthum de« BörsenoeremS der Deutschen Buchhändler. ^7 50. Leipzig, Mittwoch den 2. März. 1881. Amtlicher Theil, Aufforderung. Es gehört zu den Ausgaben der Bibliothek des Börsenvereins, alles Das anzusammeln und aufzubewahren, was für die Geschichte des Buchhandels und der mit ihm verwandten Geschäftszweige mehr oder weniger wichtig ist, und zwar nicht allein in Buchform oder als Broschüren veröffentlichte Schriftwerke, sondern auch solche Schriftstücke, welche nur dem internen Verkehr des Buchhandels zu dienen bestimmt und dabei in irgend einer Beziehung charakteristisch sind. Hierher sind zu rechnen Circulare, Prospecte, Flugblätter und Streitschriften, Portraits, Gelegenheitsschristen u. a. m., vor allem auch Verlagskataloge. Solche Publicationen, welche bisweilen nicht über einen kleinen Kreis hinausdringen, sind oft für spätere Zeit auch dann von nicht zu unterschätzendem historischen Werthe, wenn sie scheinbar nur vor übergehende Interessen berühren. Um der oben bezeichneten Aufgabe gerecht'werdMzu können, bedarf es vor allem der regen Theilnahme und der Wen Unter stützung des Gesammtbuchhandels. Ich richte daher NN die ge ehrten Glieder desselben die ergebenste Bitte, eine solche Theilnahme durch regelmäßige Einsendung der bezeichneten Publicationen bethätigen und damit zu immer größerer Vervollständigung der Bibliothek beitragen zu wollen. Die Herren Antiquare ersuche ich, diejenigen von ihnen herauszugebenden Kataloge, welche Ausbeute für die Zwecke der Bibliothek versprechen können, stets so schnell als möglich nach Er scheinen an mich einzusenden. Leipzig, im März 1881. Äer ÄMiothrkar des Siirseiwereins. F. Herm. Meyer. Nichtamtlicher Theil. lieber Die« und Da«. Flüchtige Bemerkungen eines Sortimenters. I. Bereits in einem früheren kleinen Artikel im Börsenblatt (Nr. 14) kam ich auf die Erscheinungsweise der Lieserungswerke zu sprechen. Ich hatte auch die freudige Genugthuung, von einer hervorragenden Firma die Nachricht zu erhalten, daß dieselbe den Modus der Doppelliesernngen nunmehr definitiv ausgeben werde. Auch heute will ich mich mit dem gleichen Gegenstand beschäftigen, edoch nur von einem andern Gesichtspunkt ans. Bei einem großen Theile der Lieferungswerke heißt es indem im ersten Hefte befindlichen Prospect etwa so: „Um dem Publicum einen bessern Einblick in die Reichhaltigkeit des Werkes zu ermög lichen, haben wir das erste Hest mit 4 Bogen Text, so und so viel Vollbildern und Textillustrationen ausgestattet, während die weiteren Hefte nur so und so viel Bogen Text rc. enthalten." Wer viel mit solchem Publicum zu thun hat, das die jetzt so sehr beliebten Prachtwerkc lieserungsweise sich anschaffen kann, wird mir wohl aus eigener Erfahrung Recht geben müssen, daß es entschieden besser ist, das erste Hest nicht stärker auszustatten, als die salzenden, um zahllosen Nörgeleien der Abonnenten aus dem Wege zu gehen. Zur Begründung meiner Ansicht führe ich noch Folgendes an: Ist Jemand nicht sest entschlossen, ein bestimmtes Prachtwerk zu bestellen, so wird es meistentheils der Beredsamkeit des Buchhändlers oder dessen Reisenden gelingen, den Kunden zu einem Abonnement zu bewegen. Wünscht derselbe jedoch erst ein Heft zur Ansicht, so wird der Umstand, daß das erste Hest um etwas Achtundiierzigster Jahrgang. stärker ist und also einen bessern Ueberblick gewährt, nicht zu einem bestimmten Entschluß führen, sondern in diesem Falle wird Der jenige, dem die Namen des Autors, der Künstler und des Verlegers für die gediegene Ausführung nicht Bürgschaft genug sind, einfach das Erscheinen der zweiten oder dritten Lieferung abwarten. Ich habe unzählige solche Fälle in meiner langen Praxis erlebt; es ist sogar eine stereotype Antwort des Publicums beim Vorlegen des ersten Heftes: „Erst wollen wir noch sehen, ob die spateren Hefte ebenso schön sind", und gerade die Bemerkung im Prospect, daß die späteren Lieferungen schwächer sind, wie die erste, erweckt nur Mißtrauen, das zu meinem größten Bedauern recht oft auch durch unliebsame Erfahrungen begründet ist. Speciell dem Berliner Kollegen wird es schwer sein, diesem Mißtrauen zu begegnen, und manchmal mag ein Prädicat wie „der reine Schwindel" rc. ihm als Antwort werden. Dann ist im Weiteren noch zu berücksichtigen, daß mancher Besteller, dem die buchhändlerische Bedienung den leider so oft an den Haaren herbeigezogenen Grund zur Abbestellung nicht bietet, sich einfach der bequemen Ausflucht bedient: er nehme die Hefte nur dann weiter, wenn jedes Hest so stark wie das erste; es sei ja unbegreiflich, daß man sogar Doppellieserungen heraus- gebe, die nicht stärker wie die erste wären u. s. w. mit Grazie in in- Jch glaube nach dem kurz Gesagten genügend dargethan zu haben, daß entschieden fernerhin seitens der Herren Verleger solche falsche Manipulationen unterbleiben sollten, die nicht ihr Interesse fördern, sondern den Gesammtbuchhandel schädigen und discredi- tiren. Berlin, im Februar 1881. Alsr. Brennwald. 125
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