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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.07.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-07-19
- Erscheinungsdatum
- 19.07.1894
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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.V >65 19. Juli 1894. § vrechsaal. 4373 lichc Kräfte einzusctzcn für das Erwählte. Ich glaube, auch nicht ordnungsmäßig bezahlt gewesen zu sein, als ich z. B. Jahr und Tag in Berlin 75 ./l. monatlichen Gehalt empfing; aber die Em pfehlungen, die ich mir eroberte, schlugen mir die Brücke zu Kredit und Selbständigkeit! Biebrich a. Nh. H> Forck. Aus der .Kolportage. Die Kolportage, die sich — von manchen bedauerlichen Ausschreitungen abgesehen — als ein guter, dankbarer und lebenskräftiger Zweig des deutschen Buchhandels bewährt hat und aus diesem Grunde das Eintreten des Verlagsbuchhandels und eines namhaften Teiles des sesshaften Sortiments für ihre bedrohten Interessen auch verdient, hat ihren Beschützern im Buchhandel deren Ausgabe von allem Anfang an nicht gerade leicht gemacht. Um so mehr wäre jetzt für sie Anlass gegeben, sich dieses Schutzes würdig zu zeigen und den Freunden des bekannten Gröbcrschcn Antrages keine neue Handhabe zu ihrer Unterdrückung zu geben; denn nie mals hatte sie mehr Ursache, recht vorsichtig zu sein und sich nach äußerster Möglichkeit vor Ausschreitungen und Bedenklichkeiten zu hüten, als gerade jetzt, wo die Negierungen beschäftigt sind, der Gröberscheu Anregung diejenige praktische Folge zu geben, die dem Widerstreit der dabei zu tage getretenen Interessen möglichst nach allen Seiten hin gerecht werde» will. Dass aber diese Zurückhaltung der Kolportage nicht in der not wendigen durchgreifenden Weise geübt wird, darüber belehrt uns ein Cirkular des Kolportage-Verlegers H. Worts»an» in Zürich und Säckingen, das wir in der neuesten Nummer (13, vom 10. Juli 1804) der «Fachzcitung für den Lolportagc-Buchhandel-, verlegt und redigiert von A. Dcvricnt in Berlin 8.O., als Beilage fanden. In einer Redaktions-Bemerkung; -Dieser Nummer liegt dem Versand über Leipzig eine Bei lage der Firma H. Wort mann-Zürich und Säckingen bei, auf die ich besonders aufmerksam mache- beteiligt sich bedauerlicher Weise auch der Herausgeber des genannten Fachblnttcs an der Empfehlung des Wortmann'schen Verlages, wobei wir zu seiner Entschuldigung nur annchmcn können, das; ihm der Inhalt der Beilage vielleicht nicht bekannt war und hier eine jener Unachtsamkeiten vorlicgt, wie sie im geschäftlichen Drange leider hin und wieder Vorkommen. Wir geben nachstehend eines; Auszug aus dem merkwürdigen Inhalte dieser Beilage, den wir der Beurteilung des Lesers über lassen: Red. -H. Wortsnanu, Zürich und Säckingen. ?. ?. -In meinem Verlage erschienen resp. erscheinen im Lause dieses und der nächstes; Monate nachstehende Werke; 1. Das Menschcnstzstcn; oder der Mensch und sein Geschlecht. Mit 31 anatomischen Abbildungen. Preis 1,50 ^6. 2. Die Räthscl der Liebe. Preis 1 3. Die Geheimnisse der Prostitution. Preis 1 .-kl. 4. Ludwig XV. und der Hirschpark. Preis 1,50 Vt. 5. Die Macht der Liebe. Preis 1 6. Die Prostitution und ihre Opfer. Preis 1 7. Liebcsräthscl aus den; Leben des Weibes. Preis 1 8. Männerlicbc. Preis 1 9. Die Sinncnlust und ihre Opfer. Preis 1,50 10. Justine und Julicttc oder die Gefahres; der Tugend und die Wonne des Lasters. Preis 1,o0 ./^. 11. Der Mensch und sein Geschlecht. Preis 1 ./<. 12. Die Geheimnisse der Liebe und Ehe. Preis 1 !3. Liebe, Brautstand und Ehclebcn. Preis 1 V-!. 14. Das Paradies der Liebe und Ehe. Preis 1 15. Hilf Dir selbst. Aerztlicher Rathgeber der Krankheiten des Nerven- und Zcugungssystcsns. Preis 1 .//!. >6. Amor und Hymen. Ein Gchcimbuch für Verlobte und Neu vermählte. Preis 1 »Diese Werke sind Ihnes; bekannt und, wie Sie wissen, ist der Verkauf derselben jetzt allgemein gestattet (?? Red.). Um selbst den höchsten Ansprüchen Genüge leistes; zu können, sind dieselben »ach dein neuesten Standpunkte der Wissenschaft usngcarbeitct und gleich zeitig in einer besseres; Ausgabe auf satiniertem Papier in ent sprechenden eleganten Umschlägen erschienen. -Mit dieser Ausgabe können Sie deshalb auch auf die Teil nahme des besseren Publikums rechnen (Folgen Preise und Bezugsbedingungen.) »Ich setze von den obigenWerkes; jährlich Hundcrttauscnde (I! Red.) von Exemplaren ab, und um die Einführung meines Verlages den jenigen Kolportage-Handlungen, welche denselben bisher noch sucht ass Reisende abgegeben haben, zu erleichtern, habe ich die Preise so außergewöhnlich billig gestellt. . . . ^ »Handlungen, welche bisher den Vertrieb durch Kolporteure noch nicht in die Hand genommen haben, sollten einen Versuch damit machen und zwar schon deshalb, um ihren Abnehmern einmal etwas Neues uud wahrhaft Wertvolles auf den; Gebiete litternrischer und wissenschaftlicher Forschung zu bieten. In des; obigen Werken wird das gesauste körperliche, geistige, sitt liche, künstlerische und soziale Leben von ganz neuen Gesichtspunktes, dnrgcstellt, und erhält dadurch der Leser ebenso tiefe wie hochinter essante Einblicke in das wahre Sein der Naturdinge, svic dies bis her auch noch nicht annähernd von irgend einem wissenschaftliches; oder litterarischen Werke oder Forscher versucht worden ist. -Ich erwähne diese Thatsache hauptsächlich deshalb, um auf die fast unglaubliche Unwissenheit hinzuweisen, von der das gesamte wissenschaftliche Leben der Gegenwart beherrscht ist, deren Vertreter keine Ahnung davon Habei;, das; es absolut unmöglich ist, zu des; höchsten Resultaten wissenschaftlicher Forschung zu gelange,;, wenn man die Lcbenserschcinungen des geistigen, künstlerischen und sozialen Lebens nicht von den sich nach gleichen Grundsätzen voll ziehenden geschlechtlichen und körperlichen Lcbensvorgüngcn ablcitct und mit ihnen in Vergleich stellt. «Als Beweis des Gesagten gebe ich nachstehend einige Auszüge aus Briefen, welche ns; den Verfasser der obigen Schriften gerichtet wurden, Herr Ranga Kaundinga, früher is; Nürtingen (Württem berg!, jetzt in Ostindien: ». . . Ich werde nun in Bälde auf Kosten einer Handelsgesellschaft und in ihren Diensten wieder in »seine liebe ferne Heimat Indien reisen, wo ich eingestellt werden soll. Dort werde ich Ihre Lehren möglichst zu ver breiten suchen. Ich bis, gewiß einer der aufrichtigsten Be wunderer Ihrer staunenswerten Leistungen und Ihrer gran diosen Naturphilosophie. » Herr I. Mou ssiong, Högyssz (Ungarn): .... Was Ihre Schriften anbetrifst, so muß ich entschieden sagen, daß sie mir reine Begriffe von Welt und Leben gegeben haben und daß sic des; Geist veredeln, wie es überhaupt nichts Ueberzcugen- dcrcs geben kann, als die großes; Wahrheiten, welche Sie darin predigen. Sie müssen darum auch auf Geist und Ge müt gcsundmachcnd wirken. Ich fühle es an mir. Es sind »seine liebsten Stunden, in welchen ich mich ausschließlich den; Lesen Ihrer Schriften widmen kann. Herr Griesmeyer, Berlin; -Jetzt bin ich erst dahinter gekommen, welches; großen Wert Ihr werter und lieber Bücherschatz besitzt; ich bis; ordentlich nufgerichtct aus de»; ' Staub und Schmutz, worin ich gelebt habe.» Herr M. Ritter, Berlin: » ... ES ist tief zu beklagen, daß Ihre edlen Schriften, welche der Sonne der Gerechtigkeit und Aufklärung gleichen, auf eine so schwer niedcrdrückende egyptische Finsternis stoßen, so daß sie bis jetzt nur ver einzelt Strahles; ihres Glanzes haben verbreiten können. Ol wann wird die Welt ganz von der Sonne der Gerechtig keit und Wahrheit beschienen und durchdrungen sein. Wir werden cs leider nicht erleben, ich wünschte nur dabei zu sein, wenn dasjenige auserwähltc und beneidenswerte Menschengeschlecht der Zukunft ins Leben gerufen wird, welches auf unsere gegenwärtige und vergangene Zeit mit Graues; und Abscheu zurückblickeu wird.» Herr K. Ottermühlen in Braunschwcig: »Ihre Schriften haben is; mir eine sittliche Revolution hervorgebracht. Alle Ihre Schriften haben nur haltlosen, schwankenden, unglück lichen Menschen eine solche Festigkeit, Mut und Lebcns- frcudigkcit verliehen, daß ich »sich gar nicht wieder erkenne! Ich vermag cs dar;;»; auch mit Worten nicht zu schildern, svic hoch ich Ihre Bücher und Lehren schätze. Ich will alle Urteile, welche ich in des; Brieses; der beiden Beilagen ge sundes; habe, is; das Urteil zusammcnfnssen, daß Ihre Bücher die sittlichstes;, nützlichsten und bestes; sind, welche ich kenne, und darum für das Wohlergehen der Menschheit den größtes; Wert besitzen.« Herr P. Karstes;, stucl. watb. Berlin: -Ihre Schrift, von der ich Heft 1—4 erhalten, hat mich mit hoher Befriedigung erfüllt; es sind mir über manche Dinge, as; denen ich stumpf sinnig uorübcrgegangen war, die Augen geöffnet worden, das Rechtsgefühl ist svachgeworden, ja es beginnt eis; ganz neues Denken sich is; nur zu regen. Es wird mir ziemlich leicht, des;; Adlerfluge Ihres Geistes zu folgen.» Herr I. Hüttenrauch in Hainburg: «... Wahrlich Ihre Schriften sind eis; wahres Evangelium und zeugen von tiefer Menschenkenntnis, deren sich die bisherige sogenannte ge bildete Welt (was ist aber Bildung ohne Religion) zu schämen hat, weil sie angesichts Ihrer geistigen Größe in der schreck lichsten Unwissenheit dnhinlebt. Es werden sich Ihnen noch viele Hindernisse cntgcgeustellen, doch gegen die Macht einer jedermann schnell überzeugendes; Wahrheit kann keine Macht der Erde mit dauernde»; Erfolg ankümpfen, sie wird viel- 590*
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