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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.04.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-04-27
- Erscheinungsdatum
- 27.04.1894
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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- Jahr1894
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kreuz l. Klasse des Albrcchtsordens erhalten habe, sowie weiter auch anerkennend der Thätigkeit, welche Herr Wilhelm Spcmann-Stuttgart auf der Ausstellung in Chicago im Interesse des Deutschen Buchhandels entwickelt habe. Herr Wilhelm Spcmann erwidert unter Dank für die ihm gewordene Anerkennung, daß die buchhändlerische Aus stellung in Chicago einer der Glanzpunkte der Ausstellung gewesen sei, und daß er nur wünschen könne, daß auch in Zukunft bei ähnlichen Ausstellungen das Buchgewerbe sich iu gleicher Weise beteiligen möge. Herr Spemann gedenkt weiter der großen Verdienste des Herrn Generalkonsuls Lorck um die buchhändlerische Ausstellung und dankt dem Vorstand, daß diese Verdienste auch noch durch eine Ehrengabe seitens des Börsenvereins Anerkennung gefunden haben. Der Geschäftsbericht wird hierauf von der Versammlung genehmigt. lieber den 2. Gegenstand der Tagesordnung (Bericht des N e ch n u n g s a u s s ch n s s e s über die Rechnung 1893) berichtet Herr A u g. Fred crki n g - Hamburg. Derselbe erklärt nach eingehender Darlegung, daß der Rcchnungs- ansschuß alles in bester Ordnung gesunden habe, spricht dem ersten Herrn Schatzmeister namens des Letzteren den wärmsten Dank aus und beantragt Erteilung der Entlastung. Die Versammlung gicbt diesem Antrag einstimmig statt. In dem hierauf folgende» Bericht des Rcchnungsausschusses über den Voranschlag für 1894 (Punkt 3 der Tagesordnung), welchen Herr Aug. Fredcrking ebenfalls erstattet, empfiehlt derselbe den Voranschlag zur unveränderten An nahme und cs wird dieser von der Versammlung einstimmig genehmigt. lieber den Antrag des Vorstandes (Punkt 5 der Tagesordnung): »Die Hauptversammlung wolle über die ans den Beratungen des außerordentlichen Ausschusses für das Börsenblatt hervorgegangenen und im Börsenblatt vom 2. März d. I. abgedruckten Anträge behufs Umgestaltung des Börsenblattes Beschluß fassen«, erhält zunächst Herr Nvb. von Zahn-Dresden das Wort und erläutert eingehend, wie der Börscnblattausschuß zu diesen Anträgen gelangt sei:' sei er persönlich früher Gegner einer Umgestaltung gewesen, so könne er heute die beantragte Rcngcslaltung nur als eine gute Sache empfehlen. Redner bespricht die Vorteile des neu zu gründenden Blattes »Nach richten ans dem Buchhandel«, sowie der Erweiterung durch Beigabe eines Wahlzcttelbogens, erklärt die Bedenken gegen die Wahlzcttclbogcu für unbegründet und erhofft aus der Beigabe eines buchgcwerblichen Anzeigeblattcs eine Einnahmequelle für den Bvrscnvcrein. Herr von Zahn teilt weiter mit, daß der Ausschuß der Meinung sei, die Anträge desselben könnten nur angenommen werden, wenn die unter den Anträgen enthaltene Jnseratenfreiheit zugestande» werde. Werde dieselbe von der Versammlung abgclehnt, so werde der Ausschuß genötigt sein, die Anträge überhaupt zurückzuziehen. Herr von Zahn empfiehlt die Annahme der Jnseratenfreiheit, da sie wichtig sei als finanzielles Rückgrat der geplanten Umänderung des Börsenblattes. Herr A. B e rg st ra eßer-Darmstadt legt die Stellungnahme des Vorstandes zu den Anträgen dar und erklärt, daß der Vorstand mit den gestellten Anträgen einverstanden sei. Herr Theodor Ackermann-München wendet sich gegen die Ausführungen des Herrn von Zahn und erläutert die Mängel der Spaltenfreihcit, hält auch die Einführung derselben aus finanziellen Gründen nicht für notwendig. Wenn das Börsenblatt ein Mindcrcrträgnis erzielt habe, so könne dies auch in anderen Ursachen liegen. Herr Ackermann erklärt sich im klebrigen mit den Vorschläge» des Ausschusses einverstanden und bemerkt, es könne ja später bei etwa eintretender Notwendigkeit die Spaltcnsreihcit eingcführt werden. Er bittet deshalb die Spaltenfreiheit abznlehnen, im klebrigen aber den Anträgen des Ausschusses stattzugeben. Herr A. B c r g st r a e ß e r führt in Anlehnung an die Stellungnahme des Vorstandes zu den Anträgen weiter aus, daß das Bedürfnis zu einer Reform des Börsenblattes schon lange bestanden habe, daß in der Arbeit des AusschiKes alle Wünsche crsüllt feie», welche seit lange» Jahren gehegt worden, und daß es im Interesse einer Reform erwünscht sei, die Anträge voll und ganz anznnehmen. Herr Schatzmeister Franz Wagner-Leipzig bittet die Anträge des Ausschusses an bloo anzunehmen, da er dieselben durchaus für zweckmäßig und dem Interesse des Vereins entsprechend erachte. Die hiergegen erhobenen Bedenken seien unbegründet. Herr I>r. Will). R u p r c ch t - Göllingcn wendet sich gegen die Ausführungen, welche eine en dloe-Annahme der Anträge empfehlen. Er hält die Jnseratenfreiheit nicht für eine Bedingung der Reform und beleuchtet im einzelnen die bei einzusührcndcr Jnseratenfreiheit drohenden Gefahren. Herr I)r. Ruprecht äußert weiter auch Bedenken gegen die Ein- sülirnng der Bestellzcttelbogcn, während er die Neueinrichtung der »Nachrichten« mit großer Freude begrüßt. Schließlich spricht er den Wunsch ans, das Börsenblatt möge in Zukunft eine weniger strenge Zensur üben als bisher. Er beantragt, für de» Fall, daß Jnseratenfreiheit von der Versammlung angenommen werde, zu beschließen: »Im Anzeigenteile des Börsenblattes sind für die Abteilungen »Fertige Bücher« und »Künftig erscheinende Bischer« mehrspaltige Anzeigen zulässig, sofern die Anzeigen für den Raum einer ganzen Seite aufgcgeben werden.« Herr Emil Strauß-Bonn billigt die von dem Ausschuß empfohlenen Anträge, nur wendet er sich ebenfalls gegen die Jnseratcnsrcihcit, indem er die Gründe, welche das finanzielle Bedürfnis des Börsenvereins rechtfertigen sollen, nicht für richtig erachtet, und bittet den Anträgen nur insoweit die Zustimmung zu erteilen, als die Jnseratenfreiheit aus genommen wird.
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