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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.02.1895
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1895-02-02
- Erscheinungsdatum
- 02.02.1895
- Sprache
- Deutsch
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602 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 28 2, Februar 1895. immer Hauptmnmi bleiben werde, als ob es Hinrichs, Heinsius und Kayscr gleichgiltig sei, wie sie diese unbestimmten Grüßen einrcihen und bibliographisch verewigen sollen! Nun, bei Offizieren, bei denen diese Namensnennung eine »berechtigte Eigentümlichkeit« sein mag, kann man sich schließ lich ein solches Verschweigen noch erklären; aber was soll man denken, wenn Regierungsrätc, Superintendenten, ja sogar Lehrer gleichfalls die sonderbare Neigung zeigen, daß sie sich weigern, den Kindern ihrer Muse ihren vollen Namen auf- zudruckcn? Was ist der Grund dieses Verheimlichens des Taufnamens, mit dein diese Herren doch gerufen wurden, lange bevor sie Beamte der verschiedenen Rangstufen wurden? Schämen sie sich seiner? lautet er nicht vornehm genng? oder ist es ein besonderer Beamtengeist, für den die eigene Person nur so weit existiert, als sie »beamtet« ist? Wird nicht derselbe Titel, der jetzt den Mann charakterisieren soll, in wenigen Jahren, wie ein alter Rock mit einem neuen vertauscht? Und hat dieser Bcamtengeist in Deutschland schon derart Schule gemacht, daß ein Verleger nicht mehr die vollständigen Namen seiner Autoren auf seine Vcrlags- werke setzen kann? Gut ist's, daß wir noch Männer haben wie Gustav Frep- tag, Theodor Mommsen, Emil Fromme! u. a. m., die einem nicht erst zu sagen brauchen, was sic sind. Wir Buchhändler sind — freuen wir uns dessen! Geschäftsmänncr, keine Beamte. Wir sollten auch in unseren Veröffentlichungen geschäftsmäßig verfahren und nicht den Sonderbarkeiten eines unrichtig angewcndeten Bcamtenbewußt- seins zuliebe den Grund legen zu unabsehbaren Verwechselungen und damit zur Verschlechterung unserer Bibliographie, deren Bearbeitung bei der Unmasse von neuen Büchern ohnehin immer schwieriger wird. 6. S p r e ch s a a l. Noch einmal die Novazettel von Mayer L Müller in Berlin. (Vgl. Börsenblatt 1894 Nr. 243, 277.) (Infolge von Meinungsverschiedenheiten zwischen Redaktion und Ausschuß für das Börsenblatt einerseits und mir anderseits, über die Grenzen des in der Polemik Erlaubten, kommt nachfolgen des erst jetzt zum Abdruck. Mir scheint darin an einigen Stellen der Pfeffer zu fehlen; aber ich bcscheide mich, da nach dem Prcß- gesetz nicht ich allein, sondern auch der Redakteur des Börsenblattes die Verantwortung zu tragen hätte.) Die Herren Mager L Müller fühlen sich veranlaßt, mir in einem Rundschreiben zu antworten. Ich halte es für überflüssig, auf seinen im Sinne der Berliner Börscnpresse witzigen Inhalt näher cinzugehen, und greife nur zwei Punkte heraus. 1) Es soll «nicht karr- sein, daß ich die Firma in dem ihr verschlossenen Börsenblatt angegriffen habe. Seltsame Auffassung! Wer anders hat ihr das Börsenblatt verschlossen als ihre eigne Handlungsweise? Wer sich sxtrrr leger» des Buchhandels stellt, sollte sich doch nicht Unbilden, daß, weil er dadurch gewisse Waffen fortwirft, sich auch jeder andere dieser Waffen begäbe. Für mich sind Mayer L Müller keine Kollegen mehr, kollegiale Rücksichten gegen sie zu nehmen, scheint mir überflüssig. Haben sie meine Waffe gefühlt, — um so besser. 2) Die Herren Mayer L Müller stellen die klassische Behauptung aus, daß sie sich «im Interesse des Gesamtbuchhandels und der Litteratur unbesoldeter Mühewaltung unterziehen«. Ist's nicht zum Lachen? Diejenigen Herren, die mit der größten Ausdauer die zum Wohle des Gesamtbuchhandels gezogenen Schranken durch brechen, nach fast allgemeiner, kaum ernstlich bestrittener Anschauung den Buchhandel auf das empfindlichste geschädigt haben und bis zur Stunde bei ihrem Geschäftsgebaren beharren, haben den Mut von Opfern zu sprechen, die sic dem Gcsamtbuchhandcl bringen I Die Herren Mayer L Müller sprechen in ihrem Rundschreiben höchst geschmackvoll und belustigend von meiner nur mir allein gefallenden Weste. Nun, in meinen und vermutlich Vieler Augen sind die «Novazettel« das Mäntelchen, welches ihrer übrigen Geschäftsführung, die sich ja innerhalb der gesetzlichen Freiheiten hält, also wohl dem Wohle »des Gesamtbuchhandels und der Litteratur« dienen muß, ein freundliches Aussehen geben soll. Und trotz aller Anerkennungsschreihen »hervorragender Vertreter» unseres Standes wird die Fadenscheinigkeit dieses Mäntelchens wohl nur von einigen Kurzsichtigen nicht erkannt werden. Göttingen. vr. W. Ruprecht. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. Ej»tlagii»gr» in das Kinidrlsrrgistrr. Mitgeteilt von der Geschäftsstelle des Börsenvercins. Berlin, den 23. Januar 1895. F. Cyna- mon, Buchdruckcrei und Verlag der Zeitung „Der Nordstern". Die Firma ist in F. Cynamon, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Verlag der illustrierten Landwirtschaftlichen Zeitung „Der Obstmarkt", Verlag des „Anzeigers für Haus- und Küchcngcräthe", Verlag der Zeit schrift „Berliner Ausstellungs- Zeitung", Verlag des „Der Nord stern" geändert. Inhaber der Firma ist Felix Cynamon. — den 25. Januar 1895. Stettiner Sängcr- Musikalicnverlag F. Meyscl. Die Firma ist gelöscht. Eisenach, den 21. Januar 1895. Hermann Hillger Verlag. Zweigniederlassung der gleichen Firma in Berlin. In haber der Kaufmann und Schrift steller Hermann Jacob Hillger in Berlin. Anzeigeblatt. Frankfurt a/Main, den 19. Januar 1895. August Frey. Der Kaufmann Christian Kirsch ist in das Geschäft eingetreten. Dasselbe wird von diesem und dem bisherigen alleinigen Inhaber August Wilhelm Frey unter der Firma: Frey >L Kirsch vorm. August Frey fortgeführt. — den 25. Januar 1895. Verlag des Jour nals der Mode L der Lehrbücher der Deutschen Bckleidungsacadcmic M. G. Martens. In das Geschäft sind cingctreten der Lehrer Oscar Müller und Kaufmann Gustav Martens. Dasselbe wird nunmehr von diesen und dem bisherigen Alleininhaber Carl Heinrich Max Georg Martens fortgeführt. Nur letzterer hat das Recht, die Gesell schaft zu vertreten. Die Prokura der Ehefrau desselben, Marie, geb. Klccman, bleibt bestehen. Görlitz, den 19. Januar 1895. C. A. Starke. Der Kaufmann Erwin Volckmann (aus Rostock) ist als Gesellschafter in das Geschäft eingetreten. Hamburg, den 23. Januar 1895. Looiets unouz ws cts l'^nuuairs üu Limrnnsres Oiäot-Rottiu zu Paris. Die Gesell schaft hat Albert Philipp Loevenich zu ihrem Vertreter in Hamburg bestellt. Heilbronn, den 16. Januar 1895. Max Kielmann,Verlagsbuchhandlung. In haber der Firma ist Max Kielmann. A. Schcurlen's Sortimentsbuch handlung Max Kielmann. Das Geschäft ist von dem seitherigen Inhaber Max Kielmann auf Theo dor Cramer übergcgangen, welcher firmiert: A. Schcurlen's Sorti mentsbuchhandlung TheodorCramer. Leipzig, den 19. Januar 1895. Gebr. Junghanß in Reudnitz. Inhaber der Firma sind Karl Georg Jung hanß und Engen Curt Junghanß. — den 21. Januar 1895. Emil Enke. Inhaber der Firma ist Emil Eduard Enke. — den 26. Januar 1895. VercinigteDnmpf- Buchbindcreien, Baumbnch >L Co. in Reudnitz. Die dem Ralph Otto Seemann erteilt gewesene Prokura ist erloschen. Werdau, den 21. Januar 1895. Otto Berger. Inhaber der Firma ist Ernst Otto Berger. Wiesbaden, den 11. Januar 1895. Keppel L Müller. Das Geschäft ist auf Franz Bossong übergegangen, welcher dasselbe unter unveränderter Firma fortsetzt.
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