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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.01.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-01-30
- Erscheinungsdatum
- 30.01.1896
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18960130
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189601308
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- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1896
- Monat1896-01
- Tag1896-01-30
- Monat1896-01
- Jahr1896
- Titel
- Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.01.1896
- Autor
- No.
- [1] - 621
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Erscheint (in Verbindung mit den "Nach richten aus dem Buchhandel») täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Jahrespreis: für Mitglieder ein Exemplar 10 für Nichtmitglieder 30 Deutschen Buchhandel und die verwandten Geschäftszweige. Eigentum dcö Börscnvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. 24. Leipzig, Donnerstag den 30. Januar. 1896. Börsenblatt Anzeigen: für Mitglieder 10 Psg., für Nichtmitglieder 20 Psg., für Nichtbuch händler 30 Pfg. die dreigespnltcne Petit zeile oder deren Raum. für den Nichtamtlicher Teil. Der Deutsche Buchhandel der Weuzeit und seine Krists. Von Äug. Schünnaiin. VIII und 282 Seiten, kl. 80. Halle a/S, Verlag der Buchhandlung des Waisen hauses. 1895. Geb. 4 »Nennt man die besten Namen, wird meiner auch ge nannt.« Das bekannte Dichterwort kann der Verfasser des vorliegenden Buches in seiner Eigenschaft als gründlicher Kenner der Geschichte, der Rechtsgewohnheiten und Bräuche des deutschen Buchhandels mit vollem Rechte auf sich an wenden. Sein Name gehört zu denen, die den besten Klang haben in den weiten Kreisen der Berufsgenossen, und seine Stimme ist sicher, gehört zu werden, er mag eine Auffassung vertreten, welche er wolle. Ob seine Meinung über die Zu kunft. der der deutsche Buchhandel im Wciterschreiten der Ent wickelung des letzten Menschenalters entgegengcht, von der Mehrheit der Fachgcnosscn geteilt wird, ob namentlich die stark pessimistische Färbung seines Ausblicks in diese Zukunft die Zustimmung der Mehrheit oder nur eines größeren Teils seiner unbefangenen und sachkundigen Leser finden wird, ist eine andere Frage. Wie der Verfasser sich die jetzige Lage und die voraus sichtliche Entwickelung des Buchhandels denkt, geht am besten aus dem kurzen Vorwort und aus der Schlußbetrachtung seines Buches hervor. In dem ersteren betont er, daß die Reformbewegung, in der wir seit einer Reihe von Jahren stehen, es nur scheinbar mit der Bekämpfung der sogenannten Schleuderei, d. i. mit der Eindämmung des Kundcnrabatts und mit der Aufrechthaltung des Ladenpreises,;» thun habe — »Wenn dies die alleinige Triebfeder der Bewegung wäre, so brauchte man sich um die Zukunft unseres Buchhandels und seiner organisatorischen Bedeutung für die Länder deutscher Zunge wie für den internationalen Verkehr keine Sorge zu machen Niemand würde deshalb auch das Recht haben, von einer Krisis zu reden Am Anfänge des Jahrhunderts war der Büchcrpreis schlimmer entartet, als sich für die jüngere Neuzeit behaupten läßt; damals kam es auch zu einem vielgenannten, aber an und für sich wirkungslosen Ncformversuch; und den noch folgte jener Zeit eine Periode des. Aufschwungs, welche dem Ansehen Deutschlands im litterarischen Weltverkehr für das 19. Jahrhundert in ähnlicher Weise gerecht geworden ist wie das Zeitalter der Inkunabeln bis zu den Vorboten der Reformation für die Scheide des 15 und 16. Jahrhunderts In Wahrheit hat die Reformbcwegung tiefere Ursachen, was eine zusammenhängende Darstellung auf geschichtlichem Hinter- grunde^und unter Berücksichtigung der einspielenden rechtlichen Fragen ergeben wird.« — Und das Ergebnis dieser Darstellung faßt der Verfasser am Schluffe des letzten die Verlagsordnung behandelnden Abschnitts dergestalt zusammen:— »Der Reform bewegung im Buchhandel, welche scheinbar nur der Be kämpfung der Schleuderei gilt, gehen nicht bloß Reibungen zwischen Verlags- und Sortimentshandel, sondern auch DremndiechzWer Jahrgang. mancherlei Regungen des Großbetriebes zur Seite, durch welche die Beziehungen zur Autorenwelt direkt und indirekt berührt werden — der Sortimentshandel steht, soweit es dem Ersatz der alten Usancen durch neue gilt, auf dem Boden des Herkommens, der Verlagshandel modernen Schlages, vor züglich der mit der Kolportage und dem Reisegeschäft verfloch tene Großbetrieb, bringt dagegen dem Herkommen nur geteilte Liebe entgegen; er läßt sich die Vorteile der Organisation nach wie vor gern gefallen, liegt aber mit den kaufmännisch un ebenen Prinzipien im Streit, welche den Kitt dieser Organi sation bilden, und die richtig bleiben werden, so lange das Buch seine Natur als Warengegenstand nicht ändert — Un fehlbar wird in dem Streit um das Herkommen Einer that- sächlich recht behalten, aber weder der Sortimentshandel, noch der Verlagshandel als solcher. Triumphator wird eben der Großbetrieb sein, zuvörderst auf beiden Seiten, später vielleicht auf einer. Wer das letzte Wort sprechen wird: der produktive oder der kommerzielle Großbetrieb, steht dahin; die Wahrscheinlichkeit und Beobachtungen in anderen Ländern sprechen für den letzteren. — Je mehr sich, worauf auch die Verlagsordnung hindeutet, der produktive Großbetrieb genötigt sieht, feine Unternehmungen dem Kolportage- und Reisebuchhandel anzupasfen, um so weniger Gefallen wird er an den gotischen Formen des deutschen Geschäftsbetriebes finden, und um so weniger wird ihm der Sortimentshandel selbst als Nebenfaktor für die Absatzvermittlung Genüge leisten. Schon gegenwärtig scheinen aus feiner Seite die Ostermeßsaldi in einem schlimmen Mißverhältnis zu den Transporten zu stehen, dafür sprechen die gedruckten Formulare, welche dies nach der Messe rügen. Der Zwischenhändler, und wahrschein lich zwar der ... . Organisator der Kolportage und des Neise- geschäfts, wird damit immer mehr eine Notwendigkeit und zuletzt eine Macht, welche diktiert « Die »zusammenhängende Darstellung auf geschichtlichem Hintergründe«, durch die der Verfasser diese seine Prophezeiung über die Weiterentwickelung des Buchhandels zu begründen sucht, zerfällt in füns Kapitel: I. Der deutsche Buchhandel der Neuzeit, II. Einleitung der Reform, III. Die Statutenänderung des Börsenvcreins, IV. Die Verkehrsordnung, V. Die Verlags ordnung. Es muß nun im voraus bemerkt werden, daß der ge schichtliche Hintergrund für das, was bewiesen werden soll, einen überflüssig breiten Raum einnimmt, und daß durch dieses für den Kern der Sache oft nicht unbedingt nötige Beiwerk es nicht gerade erleichtert wird, der Beweisführung des Verfassers zu folgen. Damit soll nicht etwa gesagt sein, daß auch nur eine einzige Seite des Buches uninteressant sei und zum lleberschlagen empfohlen werden könne. Aber gerade weil alles gleich interessant und für den Fachmann gleich an ziehend, dabei aber durchaus nicht gleich wichtig für den eigentlichen Gegenstand des Buches: die Krisis des deutschen Buchhandels der Neuzeit, ist, wird mancher, wenn er mit der Lektüre fertig ist, danach fragen, wo denn eigentlich die Be weise für viele Behauptungen, vorzüglich aber für die Schluß- 85
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