Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.10.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-10-16
- Erscheinungsdatum
- 16.10.1896
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18961016
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189610161
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18961016
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1896
- Monat1896-10
- Tag1896-10-16
- Monat1896-10
- Jahr1896
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
6606 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 242. 16 Oktober 1896 lottenburgec Polizei erfolgt. Es handelt sich um ein Theater journal, welches unter anderem auch das Programm des »Theaters des Westens- enthielt. Zwei Verleger konkurrierten um den Druck dieser Programme, bis die Direktion mit einem derselben abschloß. Der andere glaubte auch das Programm drucken zu dürfen und ließ dasselbe ebenfalls vor dem Theater verkaufen. Dort wurde nun auf ergangene Anzeige die ganze Auflage kon fisziert. Es scheint demnach, daß die Charlottenburger Polizei zuni erstenmal das Gesetz gegen »unlauteren Wettbewerb- auch auf die Presse angewandt hat» Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. luristiscbs Novitäten. Internationale Revue über alle Rrsobsi- nuvxsn der Rsebts- u. Ltaatsrvisssneobattsn nobst Rstsratsn über interessante Rsebtslalls und Rutsebsidun^en. 2. labrg-, No. 10. 8". 8. 145—160. Verlag von lolranu ^.inbrosins Rartb in Leipzig. Thealeraufführungen aller Arten. Eduard Bloch's (Berlin) Theater-Katalog Nr. 110. 8". 24 S. Libliograpbisebsr Nonatsberiebt über neu ersebisnsns Lelinl- und IInivsrsitäRsebriktsu (Dissertationen —- RroAramwabbandluvASn — Rabilit-rtionssobriitön ste.). Unter iVlitrvirlrunA und rnit Dntsrstüteuog wsbrsrsr Dnivsrsitätsbsbördsn brsg. von der Zentralstelle tür Dissertationen und Urogramme von (lustav Look in Dsiprig. VII. dabrgavg 1895/96. Autoren-Vor?, sieb nis. 6r. 8°. 8. 149—161. — Dasselbe. 8^stswatisobss Laebrsgistsr enm VN. dabrgang 1895/96. 6r. 8". 44 8. Lbsnda. Rrosob. 1 ^ 20 — Dasselbe. VIII. dabrganA. No. 1. (1. Oktober 1896.) Or. 8". 8. 1—24. No. 1—674. Lbsnda. Ilinriebs' Rünsjabrs-RataloA der im dsutseben Luebbaudel sr- sebisnsnsn Rüebsr, Asitsobriltoo, Dandkarteu ete. LIit Vitsl- verrsiebnis und 8aebroxistsr. Neunter Land 1891—1895. Ls- arbsitst von Lelvrieb IVoise. 23. Distsruvg (8aebrsglstsr): dugendsebriltso— Dsssbueb. 4". 8. 241—288. Leipzig 1896, I. 0. Rinriebs'sebs Luobbandlung. LiblioAraila: 8eienea dslls bibliotecbs; arte tipograLea. ^.ntigu.- Ratalog Nr. 108 von II. Rosxli in Nailand. 8". 76 8. 1584 Nrn. Berichtigung. — In Nr. 237 d. Bl. haben wir unter der Ueberschrift -Die alten Sprachen in schwedischen Schulen eine Mitteilung gebracht, wonach der Unterricht im Lateinischen und Griechischen aus den höheren Schulen Schwedens in Zu kunft verbannt sein sollte. Wie uns von einem schwedischen Kol legen heute mitgeteilt wird, liegt hier ein Irrtum bezw. eine Ver wechselung mit Norwegen vor; in Schweden würde, wie uns der Herr Kollege schreibt, eine so einschneidende und radikale Aenderung des höheren Unterrichtswesens unmöglich sein. Schenkung für das Schillermuseum in Marbach. — Dem Schwäbischen Schiller-Verein ist eine interessante Gabe zuge gangen. Während der Anwesenheit Schillers in Berlin im Jahre 1804 ist von dem damaligen Direktor der königlichen Akademie, Professor Weitsch, ein Bild des Dichters nach der Natur gezeichnet worden, das zu Schillers hundertjährigem Geburtstage von der Kunsthandlung Sachse L Co. in Berlin in Farbendruck in wenigen Exemplaren vervielfältigt wurde. Eines dieser sehr selten gewor denen Exemplare hat nun, wie der -Schwäb. Merk.» berichtet, die Witwe des preußischen Ober-Hof- und Dompredigers D. Hoffmann in Berlin, geborene Gräfin v. Görlitz, dem Könige von Württem berg als dem Protektor des Schwäbischen Schiller-Vereins zur Ver fügung gestellt, und vom Könige ist das Bild, das im Marbacher Schiller-Museum noch nicht vorhanden war, dem Verein für dieses überwiesen worden. Personalnachrichten. Gestorben: am 14. Oktober in Wien Herr Hermann Manz, seit 1. Juli 1885 Mitinhaber und seit 1. Juli 1895 alleiniger Inhaber der angesehenen Verlagsbuchhandlung und Buchdruckerei Carl Gerold's Sohn in Wien. Der Verstorbene war der Sohn des bekannten bedeutenden Regensburger Buchhändlers Kommerzienrat G. I. Manz und trat im Jahre 1870 als Teilhaber in das Wiener Geschäft seines Vaters ein, das er Ostern 1876 als alleiniger Inhaber übernahm, 1883 aber an Julius Klinkhardt in Leipzig und Markus Stein in Wien überließ, worauf er in das alte Gerold'sche Geschäft eintrat. Sprechsaal. Wer hat recht? (Vgl Nr. 228, 235, 237 d. Bl.) IV. Der Streit zwischen den Firmen W. Mauke Söhne (Hamburg) und Lllbcke L Hartmann (Lübeck) einerseits, und der Firma Wilh. Einst L Sohn (Berlin) anderseits ist zu eigenartig, als daß er nichr zu allgemeiner Beachtung und Betrachtung anregen müßte. Völlig unbeteiligt, darf ich mir um so eher ein freies Urteil erlauben. Die Auseinandersetzungen der beiden ersteren Firmen sind kurz und bündig und so klar gehalten, daß schon bei oberflächlicher Einsichtnahme ein Zwcijel an der Richtigkeit der Aussagen aus geschlossen erscheint. Die Firma Ernst L Sohn tritt aber jenen Acußcrungen mit solchem Brusttöne der Ueberzeugung entgegen, daß man unwillkürlich veranlaßt wird, die geäußerten Worte auf ihren Wert zu prüfen, selbst auf die Gefahr hin, daß von Ernst L Sohn dies als -Anzapfung- aufgesaßt werden sollte. Selbstverständlich — um die Bemerkung der Firma Ernst L Sohn zu gebrauchen — darf man von jedem größeren Sortiment wohl erwarten, daß es mit der erforderlichen Sorgfalt und Ueber- legung bei Bestellungen zu Werke geht, und wir wollen auf die daran geknüpften, müßigen Belehrungen nicht weiter eingehen. Aber daß in einer größeren, lebhaften Sortimentsbuchhandlung im Falle der Eile, wenn es, wie so häufig, drängt, den Bestcllbrief noch schnell zur Post scrtigzustellcn, bei aller Gewissenhaftigkeit ein Versehen Vorkommen kann, wie bei Lübckc L Hartmann ge schehen, ist erklärlich und eine Splilterrichtcrei mindestens über flüssig. Wrnu in der Gropiusschen Sortimentsabteilung wirklich eine so ideale Leistungsfähigkeit herrscht, so muß man den Chef deswegen bewundern und beglückwünschen; einstweilen aber trotz dem einen Zweifel zu hegen, würde für andere doch wohl kein Verbrechen sein. Oder sollte die Firma Gropius einen Gehilfen angestellt haben, der nur die Bestellungen zu erledigen hat? Durch die von der Firma Ernst L Sohn in Szene gesetzte Unterscheidung zwischen Auflage und Ausgabe wird niemand in seinem Ueteil sich bewren lassen. Die Firma Mauke Söhne war vollständig in ihrem Rechte, wenn sie bei der Bestellung von Hobrecht, Canalisation von Berlin anstatt der Ausgabe von 1884 im Preise von 150 die -2. Ausgabe- von 1887 im Preise von 75 ^ erwartete. Eine nähere Nachforschung über den Unterschied der beiden Ausgaben mußte deshalb unnötig erscheinen, weil sowohl im Hinrichs'schen Katalog wie im eigenen Verlagskatalog der Firma Ernst L Sohn diese zweite Ausgabe nur als solche bezeichnet ist, nicht etwa als verkürzte oder kleinere Aus gabe. Unter solchen Umständen würde niemand, auch nicht im ähnlichen Falle die musterhafte Gropius'sche Buchhandlung, irgend ein Bedenken gehegt haben. Wenn ich mich an Stelle einer der geschädigten Firmen befände, so würde ich ohne das geringste Be denken einen Prozeß anstrengen, dessen Ausgang auf Grund des 8 16 der Verkehrsordnung zweifellos zu meinen Gunsten entschieden werden würde. Es kann nicht Sache eines Sortimenters sein, da, wo er nicht im mindesten im Zweifel zu sein glaubt, der äußersten Sicherheit wegen bei einer Bestellung noch vorher, wie die Firma Ernst L Sohn verlangt, den Verleger mittelst Postkarte mit Antwort um Aus kunft zu ersuchen. Wohl aber sollte man von jedem einsichtigen Verleger erwarten, daß er vor Ausführung eines Auftrages in zweifelhaften .Fällen beim Sortiment noch einmal anfragte, um dieses etwa vor Schaden zu bewahren. Ebenso sollte man erwarten können, daß der Verleger, falls, wie in den beiden geschilderten Fällen, die Lieferung nicht dem Sinne des Auftraggebers entspricht, das fragliche Werk gegen Spesenersatz zurücknähme oder umtauschte, wie ein solches Entgegenkommen auch in den meisten Fällen an erkennend hervorgehoben werden muß. Die traurige Thatsache aber, daß nicht jede Verlagshandlung so denkt und handelt, sollte auch gebührend gekennzeichnet werdenI Wer weiß, ob nicht noch manche Ueberraschungen dieser Art uns bei der Firma Ernst L Sohn bevorstehend Um nun zum Schlüsse zu kommen, muß man anerkennen, daß die Firma Ernst L Sohn^es versteht, anstatt auf den gerechten Kern der Sache einzugehen, diesen — möglichst ungeschickt — zu umgehen, indem ste von ihren verschiedenartigen Bestrebungen (Schleuderpreise, Guldcnfrage) und sonstigen nebensächlichen Dingen spricht, um durch ihre geflissentlichen Abschweifungen die Gedanken
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder