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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.10.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-10-28
- Erscheinungsdatum
- 28.10.1896
- Sprache
- Deutsch
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6964 Nichtamtlicher Teil. W 252 28. Oktober 1896. Gelegenheit, der Idee der gedruckten Katalogzettel insofern das Wort zu reden, als er vorschlug, daß der bei der Buch handlung C. Klincksieck in Paris erscheinende »VstsIoAue ckss ckisssrtskicms er soriks sesäswiguss re§U8 gar lg. liibliotlitzgus klstioosle« einseitig zum Zerschneiden eingerichtet gedruckt würde. Dieser von so autoritativer Seite gemachte Vorschlag wird seit dem Jahre 1884 befolgt und war wohl auch der Anlaß für dieselbe Ausstattung des von der königlichen Bibliothek in Berlin herausgegebenen »Jahres verzeichnisses der an den deutschen Universitäten erschienenen Schriften« seit 15. August 1885. (Berlin, Asher L Comp, gr. 8°. 1887 folg), ihres »Jahresverzeichnisses der an den deutschen Schulanstalten erschienenen Abhandlungen« seit 1889 (Berlin ebenda, 1890 folg.) und endlich ihres seit 1892 publizierten Verzeichnisses ihrer Erwerbungen aus der neueren Litteratur. Wiederholt ist darauf hingewiesen worden, welchen Wert gerade dü se letztere Publikation für die Bekanntmachung von Büchern hat, und wie sehr es in dem Interesse der Verleger selbst gelegen wäre, eine ähnliche, für Katalogzwecke dienstbare Veröffentlichung ihrer Verlagsartikel selbst in die Hand zu nehmen Thatsächlich hat sich auch das Organ des - Börsenvereins der Deutschen Buchhändler« wiederholt der Sache warm angenommen. In den -Nachrichten aus dem Buchhandel« Nr. 150 (vom l. Juli 1895) erschien -eine Bitte an alle Herren Verleger«, die mit Rücksicht auf den Nutzen für Bibliotheken, Sortimenter und Privatleute den Wunsch aus sprach, cs möge jedem neu erscheinenden Buche ein Blatt mit drei Titelkopieen beigelegt werden. In Nr 175 (30. Juli 1895) schlug ein Wiener in einem sehr beachtenswerten Artikel eine Centralstelle für den Druck von Katalogzetteln vor und dachte sich hierzu als geeignetste den Börsenverein der Deutschen Buch händler selbst und als ausführenden Mitarbeiter desselben die Hinrichs'sche oder F. A. Brockhaus'sche Buchhandlung Derartige Zettel sollten von den Verlegern ihren Veröffent lichungen beigelegt werden, oder sie seien — etwa um 5 H das Stück — von dieser Centralstelle käuflich zu erwerben. Im Oktoberhcst des vorjährigen Bandes des Centralblatts für Bibliothekswesen legte der Oberbibliothekar der Universitäts bibliothek in München, Herr vr. Hans Schnorr von Carols- feld, ausführlich einen Plan dar, die wöchentlichen biblio graphischen Verzeichnisse der Hinrichs'schen Buchhandlung in modifizierter Form zu Katalogzwecken zu verwerten Or. Jean Loubier begrüßte diesen Plan auf das lebhafteste in den -Nachrichten aus dem Buchhandel« (Nr. 244 vom 19 Oktober 18 95), und wenige Tage später wurde in der Beilage zur Münchener Allgemeinen Zeitung davon gesprochen, um die -gelehrten Kreise, die ja an jeder Verbesserung des Bibliotheks wesens direktes Interesse haben«, von diesem Schritte »in Kenntnis zu setzen und.... für die so fördernswerte Sache Anhänger zu werben«. Aber das Merkwürdige geschah: für eine allgemein gepriesene und als nützlich erkannte Einrichtung konnten die erforderlichen zweihundert Abnehmer nicht gefunden werden, und wieder blieb alles beim alten Eine einzige praktische Ausführung in Deutschland ist bisher zu verzeichnen. Dem jüngst in Bamberg erschienenen Werk »Oesterreichische Rechtsgeschichte« von l)r. Arnold Luschin von Ebengreuth, auf das schon in Nr. 203 d. Bl hingewicsen wurde, liegt ein Blatt mit acht Titelkopieen bei. In der Vorrede des Buches sagt Professor Luschin hierüber: »Durch Einigung einer Anzahl deutscher Ver leger über diese oder eine ähnliche Form dürfte diese ivahr- bafte Lebensfrage für größere Bibliotheken ohne merkliche Kosten gelöst werden.« Ganz anders steht natürlich die Sache in Amerika Der praktische Sinn dieses Volkes und die ausgebrcitete Wert schätzung und Benutzung seiner Bibliotheken hat heute schon den Gedanken verwirklicht, der für die alte Welt noch als Ideal erscheint. Melvil Dcwcy, jener Vorkämpfer für Ver besserungen auf dem Gebiete des Bibliothekswesens, gab 1877 die Anregung, indem er sagte: »Wenn heutzutage ein besonders wertvolles Buch veröffentlicht wird, so findet cs seinen Weg zu mindestens tausend Bibliotheken, wo es überall katalogisiert werden muß. Wenn der Titel einmal gut abgeschrieben und verglichen worden ist, so sollte das Resultat davon leicht den neunhundertneunundneunzig übrigen Bibliotheken zugänglich gemacht werden.«*) Die Folge war, daß nach allerdings langjährigen Vorarbeiten nicht nur das Library-Bureau, sondern auch eine zweite Privatunternehmung, die Rudolph Jndexer Company in Boston, Katalogzettel der laufenden Litteratur in dem zu diesem Zwecke in Amerika allgemein üblichen Format von 7 ff, X 12 ff, um veröffentlicht. Aber auch der Gedanke, den Büchern selbst Katalogzettel beizulegen, hat schon in Amerika eine weitere Verbreitung gefunden. Nicht nur legt das Sovsrnmsnk Lrinkivg Oküos der Vereinigten Staaten einigen seiner Veröffentlichungen ein Blatt mit dreifacher Titelkopie bei, sondern der gleiche Vor gang wird auch neuerdings bei allen Veröffentlichungen der 8roikli80llis.il Institution befolgt Das von der Ilsrvsrä Ilni- vsrsik/ zur Beantwortung der von der Ro^sl 8ooist^ ausge gangenen Anregung zur Herstellung eines internationalen Katalogs der exakten Wissenschaften eingesetzte Komitee schlug dieser Gesellschaft vor*'), man möge sich an die Verleger wenden, damit diese zugleich mit ihren Veröffentlichungen auch Katalogzcttel dafür drucken mögen. Die Lo^sl Sooist^ legt auch bereits ihren - ?lli1o8opbios1 llr-mssetions« gedruckte Katalogzettel bei. In Italien hatte schon im Jahre 187 t der seither ver storbene Mailänder Buchhändler Natale Battezzati den Wunsch ausgesprochen, die Verleger möchten Katalogzettel drucken; doch hatte er die Absicht, daß solche lediglich an die Sorti menter versendet würden, um diese leicht in den Stand zu setzen, sich einen vollständigen Katalog der laufenden Litte ratur herzustellen. Voriges Jahr wurde im llollettmo ckslls ?ubbliesriolli lkslisvs (Nr. 222 vom 31. März 1895, Florenz) ein Artikel veröffentlicht, in dem die Vorteile gedruckter Katalogzettel besprochen wurden. Auch wurde hierbei er wähnt, daß die Nationalbibliothek in Florenz und jene in Paris durch Zerschneiden von Bibliographien ihre Kataloge herstellten, und daß der Senator Picot für den Neudruck des Katalogs der letzteren Bibliothek vorgeschlagen hätte, diesen nur ein seitig zu drucken, um ihn leicht in Zettelform zu verwandeln. Der Verfasser wies auf den Vorgang der 8mitbsoaisu laski- kukiov hin und wünschte die Nachahmung desselben seitens der Akademien, sowie der litterarischen und wissenschaftlichen Ge sellschaften Italiens. Thatsächlich sind auch die ».Vouscksmis Lollksllisos«, die »8ooists äsi ^stursliski cki Rockens«, das »Lollekkivo ckslls 8ooieks Lukomologies Ikslisos« und das von Mantegazza herausgegebene »^roinvio per l'^utropologis s l'Lknologis«, die beiden letzteren noch dazu mit Beifügung der Deweyschen Jndices, diesem Wunsche nachgekommen. Das warme Eintreten des Direktors der Florentiner Nationalbibliothek Comm. D Chilovi, der nicht nur den Druck von Katalogzetteln seitens der Verleger vorschlägt, sondern hierbei auch die Verwendung der Deweyschen Jndices und zwar nach Angabe der Autoren selbst, »weil diese uns besser als irgend jemand mit diesen Zahlen sagen können, was sie zu schreiben beabsichtigen***),« hatte zur Folge, daß Cav. P. Barböra, seitdem er die väterliche Firma über nommen hat — di. seit Juni dieses Jahres —, den Büchern seines Verlages je drei mit den Deweyschen Jndices ver- *) Illdrsr^ lournsl. Lostou 1877. I. xsx. 170. ") Vgl. Lullskm cks t'In8tit.uk llltsroskiollsl cks Dibliogrspliis. Brüssel l896. I. Leite 70. — Börsenblatt f. d. Deutschen Buch handel Nr. 236 vom 9. Oktober 1896. "*) liollsttillo ck. ?. 1. Nr. 257 vom 15. September 1896.
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