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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.02.1881
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1881-02-09
- Erscheinungsdatum
- 09.02.1881
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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558 Amtlicher Theil. ^ 32, S, Februar. Börsenblatt veröffentlicht. Unseres Wissens sind nur einige Fälle vorgekommen, in welchen Leipziger Commissionäre Veranlassung erhalten haben, der durch jene Erklärung dem deutschen Buch handel gegenüber eingegangenen Verpflichtung zu entsprechen; in diesen Fällen ist aber auch sofort die entsprechende Remedur erfolgt. Wir dürfen somit wohl behaupten, daß sowohl diese Erklärung der Leipziger Commissionäre als die ihr vorausgegangene Erklärung zahlreicher deutscher Verleger und manche Vorfälle im vergangenen Jahre einen neuen Beweis dasür geliefert haben, daß Selbsthilfe und Zusammenhalten ein besseres Mittel gegen geschäftliche Mißbräuche sind, als irgendwelche Statntenparagra- phcn und polizeiliche Maßregeln. In der schon erwähnten außerordentlichen Generalversamm lung unseres Vereins am 13. April v. I. wurden außer der Revision des Statuts für den Börsenverein noch zwei andere Angelegenheiten besprochen: die Wahlen für die nächste Haupt versammlung des Börsenvcreins und die sür 1881 projectirte internationale graphische Ausstellung. Was die elftere Angelegenheit betrifft, so ist es uns ge lungen, in den darüber mit anderen Vereinen geführten Unter handlungen sowie in der Delegirtenconserenz und der Cantate versammlung die Ihnen von uns vorgeschlagenen und von Ihnen gefaßten Beschlüsse zur Geltung zu bringen, wenigstens in Bezug aus die meisten und wichtigsten Aemter. Unserem Vorschläge ent sprechend ist Herr Adolph Enslin in Berlin, der langjährige verdiente Vorsteher des Börsenvereins, wieder an die Spitze desselben berufen und ein angesehenes Mitglied unseres Vereins und unserer Deputation, Herr Franz Wagner, zum zweiten Vor steher, ein anderes angesehenes Mitglied unseres Vereins, Herr Hermann Haessel, zum ersten Schatzmeister gewählt worden. In der nächsten Cantateversammlung sind die Wahlen vor aussichtlich von keiner jo großen Bedeutung wie in der vor jährigen, in welcher sür den Fall der Annahme des neuen Statuts eine Neuwahl des gesammtcn Vorstandes stattzufinden hatte, während diesmal nur zwei Mitglieder des jetzt aus sechs Mit gliedern bestehenden Vorstandes zu wählen sind; die beiden dies mal durch das Loos ausscheidenden Mitglieder sind die Herren Emil Morgenstern in Breslau, erster Schriftführer, und Wilhelm Spemann in Stuttgart, zweiter Schriftführer. Jndeß werden wir auch bei diesen und den für die Ausschüsse vorzunehmenden Neuwahlen, deren Vorbereitung jetzt officiell zu den Geschäften des Wahlausschusses gehört, die Interessen unseres Vereins zu wahren suchen und unsere Beschlüsse, sofern es uns erforderlich erscheint oder aus Ihrer Mitte gewünscht wird, einer kurz vor der nächsten Cantateversammlung zusammenzuberufenden außer ordentlichen Generalversammlung vorlegen. In dieser würden dann auch zwei Delegirte unseres Vereins zu der wahrscheinlich vor der Cantateversammlung wieder zusammentretenden Confe- renz buchhändlerischer Vereine zu wählen sein, wenn Sie nicht vorziehen sollten, dies für alle Fälle schon heute zu thun oder aber die Wahl derselben Ihrer Deputation zu überlassen. In Betreff der zweiten Angelegenheit, der projectirte» in ternationalen graphischen Ausstellung, wurde in unserer außer ordentlichen Generalversammlung eine Betheiligung unseres Ver eins an derselben durch Bildung eines Comitüs und Zeichnung zu einem Garantiefonds abgeiehnt. Wie wir hören, sind in zwischen außerhalb des Vereins Schritte zur Bildung eines sol chen ComitLs geschehen, welches die Ausstellung, wenn auch nicht mehr sür 1881, aber für 1882 ins Leben rufen soll. Als den geeignetsten Ort sür eine solche Ausstellung betrachtet man auch auswärts allgemein Leipzig. In zwei Fällen hat Ihre Deputation die Interessen des Vereins und des Leipziger Buchhandels außerhalb Leipzigs wahren zu müssen geglaubt. Der erste Fall betraf den von dem Literarischen Institut in Gotha beabsichtigte» Vertrieb einer neuen Auflage von Pie- rer's „Universal-Conversations-Lexikon" in Verbindung mit einer von dem Rennvereine für Mitteldeutschland mit obrigkeitlicher Genehmigung in Gotha veranstalteten öffentlichen Lotterie. Wir hielten uns für verpflichtet, den Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler aus das Bedenkliche dieses Unternehmens aufmerksam zu machen, demselben anheimgebend, ob und welche Schritte er im Interesse des Gesammtbnchhandels Deutschlands dagegen für angemessen erachten werde. Der Vorstand des Bürscnvereins hat, wie Sie aus dessen Bekanntmachungen wissen, sich infolge dessen in Eingaben an die Regierungen sämmtlicher deutschen Bundesstaaten gewandt, und diese haben dem entsprechend der beabsichtigten Lotterie die Genehmigung versagt. So ist ein Project verhindert worden, das dem deutschen Buchhandel gewiß nicht zur Ehre gereicht haben würde. Der zweite Fall bestand darin, daß wir Veranlassung er hielten, uns darüber zu erklären, ob der von der Reichsver waltung für Post- und Telegraphenwesen beabsichtigte Umbau des hiesigen Hauptpostgebäudes am Augustusplatze auch im Interesse des Leipziger Buchhandels wünschenswerth sei. Wir haben diese Frage nach unserer Kenntniß der betreffenden Ver hältnisse nicht nur bejaht, sondern dabei auch hervorgehobe», daß ein solcher Umbau ebenso im Interesse des Gesammtbuch- handels Deutschlands liege, weil Leipzig dessen Centralpunkt sei. Obwohl der Vertreter Leipzigs im Reichstage, Herr vr. Stephani, auf unser und das Gutachten anderer Corporationen des Leip ziger Handels gestützt, die Sachlage entsprechend schilderte, wurde das betreffende Postulat doch vom Reichstag abgelehnt, besonders wohl, weil das Budget zur Zeit bereits im Wesentlichen fest stand. Jndeß ist zu hoffen, daß dieselbe Forderung, rechtzeitig eingebracht und richtig begründet, im nächsten Reichstage Ge nehmigung finden und der unumgängliche Umbau jenes Gebäudes nicht länger aufgeschoben werden wird. Aus dem inneren Leben unseres Vereins ist nur wenig zu berichten, obwohl unsere Registrande, wie immer, eine ansehnliche Zahl von Eingängen aufweist (dieselben betragen jährlich durch schnittlich 150 Nummern) und Ihre Deputation zahlreiche Sitzungen abzuhaltcn hatte. Was zunächst unserer Vereinsanstaltenbetr isst, so erschien es uns nothwendig, die Geschäftsordnung für die Bestellanstalt und die Instruction für das Dienstpersonal derselben einer eingehen den und sorgfältigen Revision zu unterwerfen. Das Ergebniß unserer mit den zur gemeinschaftlichen Beaufsichtigung der Anstalt mit uns von Ihnen gewählten Mitgliedern gepflogenen Berathungen darüber haben wir Ihnen unterm 15. April v. I. vorgelegt. Unsere Lehranstalt hat im vergangenen Jahre zum ersten Male Veranlassung erhalten, ihre gesammte Organisation den Landesbehörden darzulegen. Der infolge des neuen Gesetzes über gewerbliche Schüler vom Rathe unserer Stadt im Austrage des Ministerium des Innern darüber erforderte Bericht ist von der Schuldeputation abgefaßt und von uns unterm 26. October v. I. erstattet worden. Unter den Mitgliedern, die wir im vergangenen Jahre durch den Tod verloren haben und denen allen wir ein ehren des und dankbares Andenken bewahren werden, befinden sich zwei Männer, deren wir noch besonders gedenken müssen: Johann Jacob Weber und Eduard von Hallberger. Beide Männer haben in verschiedener Weise, der erstcre in langer, der andere in wesentlich kürzerer Thätigkeit, auf dem
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