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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.09.1898
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1898-09-12
- Erscheinungsdatum
- 12.09.1898
- Sprache
- Deutsch
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211, 12. September 18S8. Nichtamtlicher Teil. 6629 > < bauung vorhanden sind!*) Wer es versteht, der macht sein Geschäft, mit Klagen macht er's nicht. Und das Gesetz in Anspruch nehmen? Warum denn? Das neue Hausiergesetz ist noch keine zwei Jahre alt, und wie hat sich der Buchhandel gefreut"), daß das »Detail- Reisen- ihm erhalten geblieben ist, nach den ungeheuren An strengungen, die er gemacht hatte, um es sich zu erhalten — Man gehe vorwärts mit der Zeit und mit den Anforderungen an den Markt — dann wird vielleicht einmal eine Zeit kom men, wo Antiquariat, Reisebuchhandlung und Bazare über die Konkurrenz der früheren Sortimenter klagen. Dann giebt es wieder neue Absatzarten. Aber nur nicht — klagen, sondern — besser machen! Ldasssur. *) Ich erinnere z. B. an die 750000 Bilz, die auch nicht durch das Sortiment verkauft worden sind! **) Doch wohl nur zum Teilt Red. Die Allgemeine Vereinigung Deutscher Buchhandlungs-Gehilfen nach ihrem Bericht über das dritte Vereinsjahr 1897/98. Es ist in der ganzen Gestaltung, im Wesen des Buchhandels begründet, daß der in ihm Thätige, sei er Chef, sei er Gehilfe, alle neuen Erscheinungn — nicht allein solche des Büchermarktes, sondern überhaupt solche auf fachlichem Gebiete — mit Aufmerk samkeit verfolgt. Beweis dafür ist, daß alle den Berus betreffenden Mitteilungen, alle buchhändlerischen Fragen, die in den Fach organen dargeboten werden, sich einer ständigen und gleichmäßig regen Beachtung erfreuen; auch die Sitzungsberichte der buch- händlerischen Organisationen, des Börsenvereins, der Kreisvrreine rc. finden, da sie die buchhändlerischen Tagesfragen durchweg ein gehend beleuchten, stets lebhafte Aufnahme. Nicht mindere Be achtung wird den Berichten der Gehilfenvereinigungen, sofern sie den Standesangelegenheiten Rechnung tragen, mit Recht zu teil. Heute nun liegt ein Bericht vor, der nach den verschiedensten Seiten hin ein allgemeines Interesse erweckt, weil er zeigt, wie sehr auch in Gehilfenkreisen der Wahrung der wirtschaftlichen und StandeSinteressen ein Augenmerk geschenkt wird. Es ist der Be richt über das dritte Vereinsjahr 1897/98 der Allgemeinen Vereinigung Deutscher Buchhandlungs-Gehilfen, der in der soeben zur Ausgabe gelangenden Nr. 50 der Buchhändler- Warte veröffentlicht wird und über den hiermit in Kürze be richtet sei. Es sei hierbei kurz vorausgeschickt, daß sich die Allgemeine Vereinigung Deutscher Buchhandlungs-Gehilfen am 30. Juni 1895 auf Anregung des -Saldo- (Hannover) in Halle a. S. konstituierte und durch die Eigenart ihres Programms auch die weitere Auf merksamkeit auf sich lenkte. Die Allgemeine Vereinigung bezweckt, die Rechte und wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zu wahren und das Ansehen des Standes zu heben. Zu erreichen sucht sie dies, indem sie auf Förderung sachwiffenschaftlicher Bil dung und vorwiegend aus eine gediegene Ausbildung des jungen Nachwuchses Gewicht legt, gewiß Punkte, denen nur beizustimmen ist. Wurde dieses Programm in der ersten Zeit auch oftmals falsch gedeutet, so hat der Gang der Ereignisse und die ganze sorg same und zielbewußte Arbeit der Vereinigung es längst erwiesen, daß die neue Organisation nicht allein den Jungbuchhandel, son dern insgesamt Interessen vertritt, die dem ganzen Stande dienen. Für die ersprießliche Thätigkeit der Vereinigung, die sich schon jetzt zu einem anerkannt vortrefflichen Bindemittel zwischen Chefs und Gehilfen herausgebildet hat — und das will sie tatsächlich sein —, spricht der vorliegende Bericht am deutlichsten. Nach ihm erhielt die Vereinigung ihre endgültigen Satzung::: durch die Haupt versammlung vom 4. Juli 1897, die ihr auch eine Beitragserhöhung von 3 auf 6 jährlich und besonders ein eigenes Vereinsblatt, die jetzige -Buchhändler-Warte-, brachte. Die Gründung einer Kasse zur Unterstützung stellenloser Mitglieder, die im Oktober 1899 in Wirksamkeit treten soll, die Schaffung eines überaus wohlthätig wirkenden Stellennachweises, sowie die Gewährung kostenfreien Rechtsschutzes — alles dies zeugt von den Humanitären Bestrebungen der Vereinigung. — Das Wirken der Centralleitung ist im letzten Jahre ein überaus regsames gewesen: die neuen Satzungen und eine Geschäftsordnung für die Ortsgruppen (die Bereinigung ist in Landesvcreinigungen, denen Ortsgruppen unterstehen, eingeteilt) wurden geschaffen. — Der Stellenwechsel, der im verflossenen Jahre ein besonders großer war, hat viele Arbeit verursacht. Es kamen unter den Mitgliedern im Berichtsjahre nahezu 400 Stellenver änderungen vor — eine Zahl, die viel zu denken giebt und die Ver- Fünfundsechzigster Jahrgang. hältnisse im Buchhandel in einem besonderen Lichte erscheinen läßt. Der Stellennachweis ist von 129 Mitgliedern in Anspruch genommen worden. Die Leitung konnte den Bewerbern 214 Stellen Mitteilen; zahlreiche Meldungen verdankt die Vereinigung den Prinzipalen. Außer den Stellenlisten der Vereinigung werden stellesuchenden Mitgliedern auf Wunsch auch die Stellenlisten des Börsenblattes für die Dauer von vier Wochen ohne besonderes Entgelt zugestellt, eine Einrichtung, die besonders freudig ausgenommen worden ist. — Der Schriftwechsel der Centralleitung, der sich auf 1326 Ein gänge und 1244 Ausgänge (exkl Mitgliedskarten, Schriftverkehr der Buchhändler-Warte, des Kassenwarts, des Stellennachweises, Drucksachen re.) beziffert, legt Zeugnis für das Interesse ab, das die Mitglieder der Vereinigungssache entgegenbringen. — Die Kasse hatte am 30. Juni d. I. einen Bestand von 220 96 außer dem sind 903 für die Kasse für Stellenlose besonders hinterlegt. — An Mitgliedern verfügt die Vereinigung bereits über 800, und eine unablässige Propaganda führt deren täglich zu. — Haupt versammlungen wurden von 7 Landesvereinigungen insgesamt 13 abgehalten. — Die Buchhändler-Warte, daS Organ der Ver einigung, das die Mitglieder übrigens gratis erhalten, hofft, bei wachsendem Abonnentenkreise in nicht zu ferner Zeit ihre Aussätze honorieren zu können. Eine der wichtigsten Fragen, die auf dem Programm der Vereinigung steht, ist die Lehrlingsfrage. In Erinnerung werden noch die Aeußerungen sein, die zu diesem Thema ver schiedentlich, auch im Börsenblatt, erschienen sind. Der vorliegende Bericht faßt die wichtigsten Punkte nochmals zusammen; hervor zuheben ist die Mitteilung, daß ein Lehrvertrag bereits ausge arbeitet ist, der die Beschlüsse des -Kreises Norden- und des Wohl fahrtsausschusses des -Vereins der Buchhändler zu Leipzig- be rücksichtigt und den Kreis- und Ortsvereinen späterhin vorge legt werden soll. Ein besonderer Ausschuß ist mit der Auf stellung eines genauen Programms betraut, das für die weitere Verfolgung und günstige Hinausführung der Angelegenheit dienen soll. — Auch zur Frage der kaufmännischen Schiedsgerichte hat die Ccntralleitung durch eine Eingabe, die an die Reichsämter und Ministerien der Justiz, an den Reichskanzler und an den Reichs tag rc. ging, Stellung genommen. — Für die Weiterbildung ihrer Mitglieder sind die einzelnen Landesvereinigungen und Ortsgruppen durch Veranstaltung von Vorträgen, die sich auf die verschiedenen Gebiete des Buchhandels, Buchherstellung, Buchführung, Litteratur, Gesetzkunde rc. erstreckten, besorgt gewesen. — Ein an die Buch handlungen allgemein versandtes Rundschreiben, die Gewährung eines Erholungsurlaubs oder freier Nachmittage im Sommer anregend, hat dem Berichte zufolge einen günstigen Erfolg gehabt; auch in Prinzipalskreisen haben diese Bestrebungen die verdiente Anerkennung gesunden. — Für die buchhändlerischen Wohlfahrts einrichtungen (Verband und Unterstützungsoerein) hat die Ver einigung lebhaft geworben. Es wird interessieren, zu hören, daß in dem Bericht das des öfteren austauchende Vorurteil, als komme der Unterstützungsverein in erster Reihe den Prinzipalen zu gute, ausdrücklich widerlegt wird. Ein mit der Frankfurter Lebensver sicherungsgesellschaft abgeschlossener Vertrag bietet den Mitgliedern und der Vereinigung besondere Vorteile bei Lebens-, Kapital- u. s. w. Versicherungen. — Bus dem vorstehenden ist zu ersehen, wie eifrig und lebhaft für den Ausbau der Vereinigung, (die übrigens Mitglied der Berliner Bestellanstalt und in Leipzig durch Herrn Carl Fr. Fleischer vertreten ist), gearbeitet worden ist Ihr Bestehen kann nicht nur, wie der Bericht besagt, als durchaus gesichert gelten, sondern man möchte hoffen, daß dieser Organisation, die sich be reits der Achtung der Prinzipale und Gehilfen gleichmäßig erfreut, eine noch allgemeinere Beachtung als bisher zugewendet und ihr die Lösung der vielen Aufgaben, die sie sich zur Ehre des Buch handels vorgezeichnet hat, dadurch erleichtert werde. 14. 9. Kleine Mitteilungen. Zeitungsverbot im Bahnhofsbuchhandel. — Der in München erscheinende -Süddeutsche Postillon- wurde vom Verkauf an sämtlichen Bahnhöfen des Eisenvahndirektionsbezirks Elber feld ausgeschlossen. Es erging an sämtliche Inhaber von Bahn hofsbuchhandlungen die strenge Weisung, dieses sozialdemokratische Witzblatt bei Androhung der unverzüglichen Konzessionsentziehung nicht mehr zu verkaufen. Aus GladstoneS Testament. — Die englischen Blätter veröffentlichen gegenwärtig Auszüge aus dem Testamente Glad- stones. Bezüglich seiner Werke, Autorrechte, Manuskripte und Briefe verläßt sich Gladstone auf seine Testamentsvollstrecker, die das Recht haben, darüber zu verfügen und nach Gutoünken von den Papieren Einzelnes auszuscheiden oder ganz zu vernichten. Seine Bibliothek vermachte Gladstone einer Stiftung in Harwarden. 883
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