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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.02.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-02-22
- Erscheinungsdatum
- 22.02.1901
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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Börsenblatt f. d. deutschen Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 1547 Als Sonderausgaben aus dem Handbuche der allgemeinen und speziellen Chirurgie erschienen in je 3 Bänden die erste und die zweite Auflage des -Handbuchs der Frauenkrankheiten», redigiert von Th. Billroth, bez. Th. Billroth und A. Buncke, jene zum Preise von 64 ^ 40 diese von 80 In 3 Bänden erschien ferner von 1888—89 das von P. Müller heraus gegebene -Handbuch der Gcburtshülfc- zum Preise von 58 Das -Handbuch der praktischen Medizin-, herausgcgcben von W. Ebstein, seit 1898 erscheinend, ist auf 5 Bände oder 26 Lieferungen berechnet und wird 104 kosten. Das sechs bändige Virchowsche -Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie» erschien von 1854 -76 zum Preise von 123 >6 20 <H. Das -Handbuch der chemischen Technologie-, herausgegeben von O. Dämmer, 1895—98 in 5 Bänden erschienen, kostet 100 das -Handwörterbuch der gesamten Medizin-, herausgegeben von Villaret, erschien zuerst 1887—90 zum Preise von 48 in 2. Auflage von 1897-1900. -Die gesamte Medizin, Tiermedizin und Pharmacie, alle Zweige der Naturwissenschaften, chemische und physikalische Technik, Rechts- und Staatswisscnschaft, Nationalökonomie und Kultur geschichte, das sind die Gebiete, auf denen die Firma heute ver legerisch vorwiegend thätig ist-, so heißt es im Vorworte zum neuen Verlagskataloge. Daß damit die Firma sich treu geblieben ist, geht aus einer Vergleichung der in den verschiedenen Fächern der -Systematischen llebcrsicht- enthaltenen Werke hervor. Es kamen nämlich im 1887 er Kataloge auf Medizin 513 Werke (jetzt 799 und 23 Zeitschriften), Tierheilkunde 14 (jetzt 32, bczw. 2), Chemie, Pharmacie und Technologie 17 (jetzt 84, bezw. 5), Naturwissen schaften und Mathematik 91 (jetzt 110, bezw. 4), Elektrochemie und Elektrotechnik (jetzt 27, bezw. 1), Rechts- und Staatswissen schaft 183 (jetzt 251, bezw. 11), Philosophie und Theologie 19 (jetzt 25, bezw. 1), Philologie und Pädagogik 19 (jetzt 16), Geschichte und Kulturgeschichte, auch Kunstgeschichte 10 (jetzt 27), endlich Vermischtes 26 (jetzt 28). Dem entsprechend ist natürlich auch der Umfang der Abteilungen der Kataloge gewachsen, und es stehen sich folgende Zahlen gegenüber: Alphabetische Uebersicht 110, jetzt 184, chronologische 46, jetzt 65, systematische 18, jetzt 25 Seiten. Die Ausstattung beider Kataloge ist dieselbe, in jeder Be ziehung mustergiltige, von der schon der oben erwähnte Börsen blatt-Artikel voll des Lobes ist. Aber leider geht jener über etwas stillschweigend hinweg, was sich andere, auch große Firmen für ihre Vcrlagskatalogc als nachahmenswert merken könnten, das ist die Einteilung nicht nur in einen alphabetischen und syste matischen Teil, sondern auch einen chronologischen. Gerade der ist es, der dem aufmerksamen Leser zeigt, wie das Verlags- geschäst sich vorwärts bewegt hat. Wäre, was hier bescheiden ver mieden ist, jener zuerst wohl von einer Londoner Firma eingeführte Teil noch hinzugefügt, in dem man die Werke nach den Preisen ge ordnet fände, das möchte eine geradezu staunenerregende Wirkung gehabt haben, Staunen vor der Großartigkeit dieses Verlages, der es versteht und das Glück hat, Mediziner, Chirurgen, Naturforscher, Juristen und andere Gelehrte ersten Ranges an sich zu fesseln. Kleine Mitteilungen. Postkonserenz. — Ausführlicheres über die Verhandlungen der Beratungen höherer Postbeamten unter dem Vorsitz des Staats sekretärs Herrn von Podbielski am 18. d. M. mit Vertretern des Handels und der Gewerbe bringen die -Berliner Neuesten Nach richten-, denen die -Nationalzeitung- folgendes entnimmt: Verhandelt wurde zunächst über die Frage, ob infolge der Verwendung des Klopfer-Apparates im telegraphischen Betriebe die Telegramm-Entstellungen zugcnommen haben. Von den in der Postkonferenz vertretenen Handelskammern und industriellen Vereinigungen wurde einstimmig erklärt, daß die Verwendung von Klopfer-Apparaten wesentliche Vorteile mit sich bringe, denen gegenüber der Nachteil, daß die Konstruktion der Klopfer-Apparate, falls Versehen vorgekommen seien, nicht gestatte, den Schuldigen zu ermitteln, nicht ins Gewicht fallen könne. Auch sei eine Zu nahme der Verstümmelung von Telegrammen infolge der Ein führung des Klopfer-Apparates nicht zu konstatieren. Im An schluß an die Erörterung über die Vorzüge und Nachteile der Klopfer-Apparate wurde auch die Frage der Leistungen der über seeischen Kabel gestreift, und es wurde hierbei festgestellt, daß nach Ilcberwindung der ersten Schwierigkeiten das neue deutsche Kabel, das über die Azoren nach Amerika geht, sich als ebenso leistungs fähig erwiesen hat wie die anderen Kabel. An zweiter Stelle wurde darüber verhandelt, ob das ver suchsweise eingeführte Telegramm-Ankunstsformular, bei dem der Name des Aufgabeortes auf der Außenseite sichtbar ist und die Ankunftszeit, sowie im allgemeinen auch die Ausfertigungs zeit, nicht angegeben wird, dem Interesse des Publikums ent spricht. Zu dieser Frage äußerten sich die Vertreter von Handel und Industrie übereinstimmend dahin, daß es dringend wünschens wert sei, wenn auf den Telegrammen die Ankunftszeit, bezw. die Ausfertigungszeit angegeben werde. Vielfach sei die Kenntnis der Ankunftszeit eines Telegrammes schon um deswillen not wendig, weil von der rechtzeitigen Ankunft häufig das Perfekt« werden von Geschäften abhängig gemacht werde. Die Kenntnis der Ausfertigungszeit ermögliche ferner eine Kontrolle über die Beförderungszeit der Telegramme. Die Angabe des Aufgabe ortes auf der Außenseite des Telegrammes wurde von ver schiedenen Seiten als sehr praktisch und den Wünschen des großen Publikums entsprechend bezeichnet. Widerspruch erhoben lediglich die Vertreter der Börsen. Der Staatssekretär erklärte, daß die Telegraphenverwaltung an solchen Plätzen, wo, wie in Hamburg und Berlin, Widersprüche gegen die Angabe des Aufgabeortes geltend gemacht werden, diese Angabe auf der Außenseite in Fort fall kommen lassen werde. Sodann wurde darüber verhandelt, welche Maßnahmen für zweckmäßig zu erachten seien, um für die durch die Post zu expedierenden Briefe ein gleichmäßiges Format zu erzielen, ins besondere die für den Dienstbetrieb lästigen, ganz kleinen Formate zu beseitigen, sowie zu erreichen, daß die zur Frankierung ver wendeten Freimarken an derselben Stelle des Umschlages aus geklebt werden. Die Wünsche der Postverwaltung gehen dahin, daß die Zahl der Briefformate verringert werden möge, ferner, daß die Freimarken gleichmäßig in der rechten oberen Ecke der Briefe angebracht werden möchten und daß der Bestimmungsort des Briefes stets unterstrichen werden möge. Die Konferenzteil nehmer erklärten sich bereit, in den Geschäftskreisen daraus hin zuwirken, daß die Zahl der Briefformate vermindert und die Formate selbst gleichmäßiger gestaltet werden. Strenge Maß nahmen wurden, als das Interesse der Papierindustrie schädigend, verworfen. Um die Anbringung der Marke auf der rechten oberen Ecke zu sichern, wurde empfohlen, die Briefumschläge an dieser Stelle mit einem Vordrucke zu versehen. Gegen die Einführung des von dem Internationalen Bureau der Telegraphenverwaltungen in Bern herausgegebenen Wörter verzeichnisses zur Abfassung von Telegrammen in verabredeter Sprache wurden von einigen Seite» Einwendungen erhoben, da durch diese Einführung manche Geschäftshäuser, die mit eigenem Code arbeiten, gezwungen würden, erhebliche Aufwendungen für die Neubearbeitung ihrer Codes zu machen. Demgegegenüber wurden die großen Vorteile betont, die ein solches Werk, das auf internationaler Vereinbarung beruht, beispielsweise in dem Falle von kriegerischen Verwickelungen haben würde. Die Interessen der Codesbesitzer sollen durch das Wörterverzeichnis nicht geschädigt werden, da dieses eben lediglich die Wörter enthalten soll, die für den telegraphischen Verkehr in verabredeter Sprache international als zulässig gelten sollen. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer erkannte die großen Vorteile einer solchen Einrichtung an; jedoch wurde der Wunsch ausgesprochen, daß in das Verzeichnis alle die Wörter ausgenommen werden möchten, die in den bisher schon eingebürgerten und als praktisch erkannten Codebüchern enthalten sind, damit nicht in Zukunft immer erst eine Vergleichung zwischen Codebuch und Wörter verzeichnis notwendig ist. Speziell von Hamburger Seite wurde der Wunsch geäußert, mit der Einführung des Wörterverzeichnisses noch etwa drei Jahre zu warten. Von großem Interesse war weiter die Erörterung über die Verzögerung im telegraphischen Verkehr mit England. Nach dieser Richtung hin wurde von verschiedenen Seiten Klage erhoben. Aus verschiedenen Bezirken wurde mitgeteilt, daß vielfach Ge schäftsleute ihre telegraphischen Korrespondenzen mit England über New Jork gehen lassen, weil sic auf diesem Wege die Telegramme rascher erhalten, als direkt. Von seiten der Postverwaltung wurde erklärt, daß alles aufgeboten werden würde, um für diese als be rechtigt anzuerkennenden Klagen Abhilfe zu schaffen. Eine wesent liche Verbesserung werde zweifelsohne durch das vom Reichstage bewilligte neue Kabel nach England, das in diesem Frühjahre fertiggestellt werden soll, herbeigeführt werden. Es folgte sodann eine Diskussion über die Postcheckfrage. ES wurde anerkannt, daß durch die Einsührung eines Postcheck verkehrs nach verschiedenen Richtungen hin große Vorteile erzielt werden können, und cs wurde zugestanden, daß ohne eine Gebühr an die Ausführung des Gedankens nicht herangetreten werden könne. Schließlich wurde c§ als empfehlenswert bezeichnet, die Be stimmung der Postordnung aufzuheben, nach der Einschreib sendungen, Sendungen mit Wertangabe bis 400 und Post anweisungsbeträge bis 400 ./t, wenn der Empfänger oder dessen Bevollmächtigter in der Wohnung nicht angctroffen wird, an ein erwachsenes Familienmitglied des Bevollmächtigten bestellt werden können. 205'
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