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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.06.1904
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1904-06-18
- Erscheinungsdatum
- 18.06.1904
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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5306 Nichtamtlicher Teil. 139, 18. Juni ISO«. dem amerikanischen Leben »vsviä 3»rnm« von E. N. West- cott wurde zum Preise von einem Sixpenny veröffentlicht. Dieses Buch wurde in 820 000 Exemplaren abgesetzt. In lös Lvemvx rimes (Glasgow) erschien eine Reihe sehr ge wandt geschriebener Skizzen über das Leben der arbeitenden Klassen, die jedoch von der Öffentlichkeit ziemlich kühl aus genommen wurden. Im November 1902 erschienen sie gesammelt zu dem Preise von einem Schilling unter dem Titel: IVse Llaoxrssgor. Der Verfasser hatte zuerst Schwierigkeit, einen Verleger zu finden. Nach einer Weile fing das Buch an zu gehen und eines schönen Tages stand sein Verfasser als berühmter Mann auf. Sein Ves dlsezrssgor war das Buch, von dem in Schottland am meisten gesprochen wurde. In sechs Mo naten wurden beinahe 200 000 Exemplare davon verkauft. Von Mrs. Henry Woods Romanen sind über drei Millionen Bände verkauft worden. Dies ist ein außerordentlich großer Absatz Wenn man aber bedenkt, daß es in London allein über viereinhalb Millionen Seelen gibt und daß die Be völkerung der britischen Inseln über vierzig Millionen be trägt. wird man den Verkauf von drei Millionen Bänden nicht als prahlerisch ansehen dürfen. Diese kleine Blütenlcse aus dem hübschen Büchlein dürfte dartun, daß die Lektüre desselben sehr unterhaltend und belehrend ist, außerdem hat es den Vorzug eines un gemein billigen Preises, man lese es also! Kleemeier. Zur Statistik der Viichcrpreise. <Bergl. Börsenbl. Nr. 120 u. 132.) Erst heute erhalte ich Kenntnis von der Erwiderung des Herrn vr. Gerhard Loserth gegen mein Referat über seinen Artikel unter obigem Titel in der von Herrn Professor Karl Bücher herausgegebenen Zeitschrift für die gesamten Staats wissenschaften. Ich ersehe daraus, daß Herr vr. L. den Gesamt preis aller in jedem Jahrzehnt in den vier bearbeiteten Wissensgebieten erschienenen Werke durch die gesamte Bogen zahl geteilt hat. Er hat damit vollkommen recht und die Durchschnittszahlen der Vücherbogenpreise ergeben: 1850 1860 1870 1880 1890 1900 17,3 19,2 18,9 22,7 23,2 23,3 und nicht 17,9 20,2 19,7 24,0 23,7 23,9 Pfennige. Das ändert freilich an der Hauptsache nicht viel, denn es bleibt eine einzige wesentliche Steigerung zwischen 1870 und 1880. Eine Preiserhöhung der Bücher von 1880 bis 1890 mit 22,7 zu 23,3 ist von geringem Belang. Aber selbst die Steigerung von 1870 auf 1900:18,9 auf 23,3 beträgt nicht ganz 25 Prozent, also während desselben Zeitraums von dreißig Jahren, in dem die Entwertung des Geldes, dagegen die Erhöhung der Autorenhonorare, die Steigerung der Mieten, Steuern und anderer Ausgaben einen viel be deutenderen Prozentsatz ergeben. Doch damit beschäftigt sich Herr vr. Loserth nicht in seinem Aufsatze. Er hat im vorerwähnten Punkte jedenfalls richtig gerechnet und eine mühevolle Arbeit geleistet, für die ihm der deutsche Buch handel um so dankbarer sein wird, als sie weitere Belege dafür erbringt, wie die Bücherpreise bedeutend unter Ver hältnis gestiegen sind, z. B. um vierzig Prozent weniger als die Professorengehälter in Preußen von 1870—1900. Wir gönnen den Professoren diese Verbesserung ihrer Lebens lage und hoffen, daß sie auch mit den Buchhändlern zu frieden sein werden. Charlottenburg, 15. Juni 1904. Paul Hennig. Kleine Mitteilungen. Handelsregister - Eintragung des Amtsgerichtes München. — Unter dein Datum des 7. Juni ist eingetragen worden: »A. Stolz L Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung.« Sitz: München. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, errichtet durch Vertrag vom 3. Juni 1904, Urkunde des Königlichen Notariats^ München VU. G.-R. Nr. 1424. Gegenstand des llnter- als Kommanditistin herausgegebenen Zeitung »Illustrierte Athletik-Sportzeitung.« Stammkapital: 24000 Jeder Geschäftsführer ist für sich allein zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Geschäftsführer: Albert Stolz. Redakteur, und Adolf Stainer, Kaufmann, beide in München. Sacheinlagen: die Gesell schafter Albert Stolz, Redakteur in München, und »Franz Humar, Lithographische Kunstanstalt, Buch- und Steindruckerei, Gesellschaft mit beschränkter Haftung« in München, legen in die Gesellschaft ein: die früher im Cigentume der Kommanditgesellschaft »A. Stolz L Co.« gewesenen und nach gesonderter Abmachung schon bisher ihnen je zur Hälfte gehörigen Vermögenswerte und zwar: a) die in dem dem Vertrag als Anlage beigehefteten Verzeichnis auf geführten Geschäftsutensilien und Vorräte im Übernahmswerte von 4000 b) das bisher von der Kommanditgesellschaft »A. Stolz L Co.« ausgeübtc Verlagsrecht für die Zeitung »Illustrierte Athletik-Sportzeitung , sowie den dazu inzwischen neu erworbenen Abonnentenkreis und die Rechte aus den laufenden Abonnementsverträgen im Gesamtübernahmswerte von 20 000 ^. Der Gesamtübernahmswert zu 24 000 ^ wird je zur Hälfte auf die gleich hohen Stammeinlagen der einlegenden Gesellschafter angcrechnet. (Reichs-Anz. Nr. 135 v. 10. Juni.) Geschäftsschluß an Sonnabend-Nachmittagen in Leipzig während der Sommerzeit. — Nach Veröffentlichung der Liste des Ortsausschusses der Leipziger Vuchhandlungsgehilfen- vereine in Nr. 133 des Börsenbl. vom 11. Juni 1904 sind ihm weitere Meldungen von folgenden Firmen zugegangen. Es schließen am Sonnabend um 3 Uhr: Blumberg L Co. — A. Grunert — Josef Ardel- — um 5 Uhr: Baumgärtners Buch handlung — Buchversandhaus Pfalz — Cisenschmidt L Schulze — K. Franke Nachf. — Fritz Schulz jun. A.-G. — E. Ungleich: — um 6 Uhr: Paul John — Pagel L Co. — Max Prager. Die Firma Nils Pehrsson gewährt ihren Angestellten während der Sommer monate einen freien Nachmittag pro Woche, und von auswärtigen Firmen meldeten auch die Verlagsbuchhandlungen Vandenhoeck L Ruprecht in Göttingen, daß sie ihre Kontore am Sonnabend um 5 Uhr, und Stephan Geibel Verlag in Altenburg, daß sie um 3 Uhr schließen. Vou den ungefähr 500 Verlagsbuchhandlungen Leipzigs schließen bis jetzt 249 während der Sommermonate an Sonnabenden früher. G- Korczemski. Versteigerung der Bibliothek Kürschner. (Vergl. Börsen blatt Nr. 128 u. 130.) — Über die Versteigerung des Kürschner- schen Nachlasses veröffentlichen die »Leipziger Neuesten Nachrichten« noch folgenden Rückblick: »Unter allgemeiner Beteiligung von Händlern, Sammlern und Bibliotheksvorständen wurde am 4. Juni die große Versteigerung der Sammlungen Joseph Kürschners vom Antiquariat C. G. Boerner in Leipzig abge schlossen. Das glänzende Ergebnis, das durch die lebhafte Konkurrenz der zahlreich Beteiligten hervorgcrufen wurde, zeitigte in allen Abteilungen der sechs Tage währenden Ver steigerung hohe, zum Teil überraschende Preise. Gleich die wert vollen Zeitschriften des achtzehnten Jahrhunderts, mit denen die Auktion begann, gingen fast durchgängig über ihren bisherigen Handelswert. Besonders begehrt waren die Goethe-Abteilung, die Schriften Lessings und der Romantiker. Nachdem in den Abteilungen Porträts und Autographen, die nicht so begehrt waren, doch auch einige besonders schöne Stücke von Wieland, Grillparzer, Bismarck und anderen hohe Preise erzielt hatten, er reichte die Auktion ihren Höhepunkt, als Kürschners Theater- Bibliothek in den letzten drei Tagen zur Versteigerung kam, die einzig in ihrer Art war. In die Theater-Zeitschriften teilten sich die Leipziger Antiquariate Adolf Weigel und F. A. Brockhaus mit hohen, zum Teil ausländischen Aufträgen, die eine unerwartete Preissteigerung herbeiführten. In der Jffland-Sammlung ent brannte der Streit hauptsächlich um dessen Korrespondenz, sein Tagebuch und einige wertvolle Porträts. Die kleine Abteilung erzielte einen Preis von über 6000 Jedenfalls hat Leipzigs Buchhandel wieder einmal gezeigt, daß hier noch heute für die Versteigerung größerer Bibliotheken, wofür er in den siebziger Jahren berühmt war, der richtige Platz ist, da hier die ganze Reihe
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