Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.10.1904
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1904-10-01
- Erscheinungsdatum
- 01.10.1904
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19041001
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190410018
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19041001
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1904
- Monat1904-10
- Tag1904-10-01
- Monat1904-10
- Jahr1904
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
/15 229, 1 Oktober 1904. Nichtamtlicher Teil. 8321 Familie Harnecker erwarteten. Der Nachmittag verlief in fröhlichem Beisammensein. Beim Abschied wünschte man sich: Auf Wiedersehen im nächsten Jahr in Brandenburg! Der Schriftwart schließt mit dem herzlichen Wunsch, daß alle Kollegen, die fern geblieben sind, reumütig an ihre Brust schlagen und ihre -Besserung- durch Erscheinen in Brandenburg beweisen möchten. Eberswalde, den 24. September 1904. Hans Langewiesche. Photographische Ausstellung im Deutschen Buchgcwerbehaus ;u Leipzig. (Vgl. Nr. 220, 222, 224, 228 d. Bl.) V. Groß ist heute die Bedeutung der Photographie für Wissenschaft und Kunst; aber nicht minder groß ist ihr Wert für Gewerbe und Industrie, für die Bedürfnisse des Tages. Was jetzt die mannigfaltigen Arten des photochemischen Ver fahrens nicht bloß im Hinblick auf die Ausstattung wissen schaftlicher Werke, in der Belletristik, auch im Plakat- und Anzeigenwesen zu bedeuten haben, das weiß jeder, der nur halbwegs die Entwicklung und Wandlung des Bildschmucks verfolgt hat. Obgleich die Abteilung -Graphische Künste- an Um fang verhältnismäßig gering ist und nur wenige Firmen photochemischer Kunstanstalten vertreten sind, so gewährt diese Gruppe dennoch ein erschöpfendes Bild von dem jetzigen Stand der photomechanischen Druckverfahren, weil unsre besten deutschen Anstalten vorzügliche Arbeiten in reicher Zahl ausgestellt haben, die sämtliche photochemischen Verfahren aufs beste veranschaulichen. C. Angerer L Göschl-Wien ist hauptsächlich mit schön gelungenen Farbendrucken vertreten, unter denen sich ein mit fünf Platten ausgeführtes »Bildnis des Königs Georg«, ein Faksimiledruck in sechs Platten: »Holzknecht am Feuer- von Th. Rieß, sowie mehrere Dreifarbendrucke und -Monatsbilder« von H. Lefler, die als Buchdrucke in vier bis sechs Platten ausgeführt sind, vorfinden. Zeichnen die erstgenannten Blätter sich durch satte Farbenpracht aus, so nehmen die letzteren durch die ungemein zarte Tönung für sich ein. — Die Arbeiten von Brend'amour, Simhart L Co.-München und Düsseldorf weisen die verschiedensten Techniken auf und zeugen von seltener Vollendung. Außer Zinkographien, Autotypien, Duplex-Autotypien, Drei- und Vierfarbenätzungen und Photolithographien bietet die Firma auch eine Dreifarbenaufnahme nach der Natur, die den -Friedhof von Heiligenblut» veranschaulicht. — Von ausländischen Firmen ist nur die Graphische Kunstanstalt in Kobe mit Filialen in Tokio und Osaka vertreten. Die unter Leitung des Direktors I. Jzumiya stehende Anstalt hat ausschließlich Lichtdrucke ausgestellt, die technisch vortrefflich sind. — Ernst Lohöfener - Bielefeld weist interessante Ori ginalaufnahmen von Szenen aus dem Handwerk zur bildlichen Ausschmückung von Meisterbriefen, Auto typien nach diesen Original-Aufnahmen, einen farbigen Meisterbrief, einige als Wandbilder hergestellte Szenen und Jnnen-Aufnahmen ohne Blitzlicht auf. — Mit einer reich haltigen und höchst interessanten Kollektion hat sich die Firma Meisenbach Riffarth L Co.-Berlin, Leipzig, München eingefunden, deren wundervolle Heliogravüren nach alten Meistern unübertrefflich sind. Diese Blätter sind nicht allein als vorzüglich geeigneter Wandschmuck anzusehen, sie bieten gleichzeitig auch ein unschätzbares Studienmaterial für den Künstler und Kunstforscher, da die ganze Art und Weise der Behandlung und Pinselführung in diesen, alle Fein heiten wiedergebenden Nachbildungen ebenso deutlich sichtbar sind wie im Original. Als Besonderheit hat die An stalt auch die Ausführung farbiger Plakate gepflegt, die sich durch schöne und wirkungsvolle Farbenstimmungen aus zeichnen. Vortrefflich gelungene, lebenswahre farbige Natur aufnahmen, Autotypien re. schtießen sich den bereits er wähnten Arbeiten an. — Den guten Ruf, den die Repro duktionsanstalt von I. G. Scheiter L Giesecke-Leipzig sich längst erworben hat, weiß sie durch ihre hier zur Schau gestellten außerordentlichen Leistungen aufs neue zu be festigen und zu erhöhen. Die Farbendrucke, von einem Farbenglanz und einer Tonschönheit, die bewunderns wert sind, zeigen neben größeren Blättern, wie Plakaten und dergleichen, auch äußerst künstlerisch behandelte Post karten. Mit größter Treue gelangt in den farbigen Bildern, wie auch in den einfarbigen Autotypien für Jllu- strationszwecke, die Handschrift des Künstlers zur Wiedergabe. Angesichts dieser Arbeiten unsrer hervorragenden Kunst anstalten darf man mit Genugtuung aus den jetzigen Stand der photomechanischen Technik blicken; denn diese Drucke werden auch vom Ausland nicht übertroffen. Ernst Kiesling. Vom Buchdruck und Buchhandel in Norddeukschland. Ein Festgruß zur Jubelfeier des Kreises Norden, von I. H. Eckardt. (Schluß aus Nr. 217, 218 d. Bl.) Das letzte Drittel des siebzehnten Jahrhunderts ist für den Buchdruck in Hamburg auch insofern noch bemerkenswert, als die Errichtung des Gymnasiums und der Stadtbibliothek kamen den Druckereien zugute, und die Hamburger Drucke mehrten sich, wenn es auch meistens theologische und juristische, vereinzelt auch Von 1600 bis 1700 haben etwa 30 Drucker in Hamburg ihr Gewerbe ausgeübt. Der berühmteste von ihnen war Paul Lange, der von Anfang des Jahrhunderts bis um 1630 druckte und unter andern das Hamburger Stadtbuch von 1603 gedruckt hat. Spangenberg, Michael Pfeiffer und Georg Jürgen Pape. Der letztere war Ratsbuchdrucker: »In Verlegung des Autoris, Ham burg, Bedrucket bey Georg Pape, Eines Hochw. Raths, des Gymi^asii und^der Schulen S. Johannis Buchdrukkerei«, heißt es Spiering's Wittwe. Von 1742—1760 bestanden 13 Druckereien; einzugehen, ich will mich nur darauf beschränken, einige ältere Firmen anzuführen und dann einige Zeit beim Zeitungsdruck zu verweilen. Wohl die älteste jetzt noch vorhandene Druckerei ist die von Wörmer. Bereits 1740 gründete Nicolaus Conrad Wärmer worden; das ursprüngliche Stammgeschäft ist allerdings seit 1875 die Druckerei Christians. Ebenso stammt die Druckerei Gustav Diedrich L Co., hervorgegangen aus der Druckerei Menck, des Heraus- 1095
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder