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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.11.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-11-14
- Erscheinungsdatum
- 14.11.1900
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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^ 265, 14. November 1900. Nichtamtlicher Teil. 8911 deutschen Volksbibliotheken, schließen, daß es kein Wissensgebiet gicbt, dem sich das Interesse des Publikums verschlösse. Das ge druckte Bücherverzeichnis ist so splendid ausgestattct, wie es sich eben ein Krupp erlauben kann. Außer dieser Büchcrhalle besitzen die Kruppschen Werke eine bedeutende technische Bibliothek, die gleichfalls der Verwaltung der Bücherhalle untersteht. Umzug einer alten Buchhandlung. — Die alte Nico- laische Verlagsbuchhandlung im Hause Brüderstraße 13 zu Berlin, die sich dort seit dem Jahre 1788 befindet, wird im nächsten Monat das alte Heim verlassen und nach der Potsdamer Straße übersiedeln. Ein anziehendes Stück Berliner Geschichte knüpft sich an dieses Haus, in dem der bedeutendste Inhaber der Nicolaischen Buchhandlung, der bekannte Buchhändler und Schrift steller Friedrich Nicolai, der Freund Lessings und Mendelssohns, gelebt und für die wissenschaftliche Bildung gewirkt hat. Das Sortiment der Nicolaischen Buchhandlung und der aus ihm hcrvorgegangene Fritz Borstell'sche Lesezirkel haben das alte Haus schon im Jahre 1892 verlassen und ein eigenes Geschäfts haus in der Dorotheenstraße bezogen, das an Ausnutzung des Raumes und Großartigkeit der Einrichtungen dem alten Hause natürlich weit überlegen ist. Dieses letztere ist übrigens kein Haus gewöhnlicher Art; es galt und gilt mit Recht als ein herrschaftliches Haus und zeigt in Bau und Ausstattung auch den verwöhnten An sprüchen der Gegenwart gegenüber ein vornehmes Gepräge. Noch in seiner heutigen Gestalt präsentiert es sich als eines der wenigen und naturgemäß immer weniger werdenden alten Privat häuser mit patrizischem Charakter. Friedrich Nicolai kaufte es 1787. Noch heute findet man über dem Portal die Inschrift in Bronzebuchstaben -K. Xioolai. Luvbbandlsr-. Die schöne Treppe im Barockstil, der gartenartige Hof, die Galerien und die Wohn- räume sind noch fast unverändert dieselben, wie Friedrich Nicolai sie bewohnt hat. Hier hat der alte Herr unter seinen Büchern und Freunden noch manches arbeitsreiche Jahr in Freud und Leid zugebracht, bis ihn am 8. Januar 1811 der Tod von seinen körper lichen Leiden und seinem Kummer über die Demütigung des Vater landes erlöste, dessen Befreiung er nicht mehr erleben sollte. Festschrift. — Zum Königsjubiläum am 18. Januar 1901, dem Gedenktage der vor 200 Jahren erfolgten Erhebung Preußens zum Königreich, bereitet ein Komitee, dem der Herzog von Ratibor, die Fürsten von Pleß und von Putbus, Graf Henckel von Donners- marck, sowie Vertreter der höchsten Militär- und Beamtenkreise, der Industrie und des Handels angehören, die Herausgabe einer Festschrift vor, die das Leben und Wirken der preußischen Könige in Wort und Bild schildern soll. Das Komitee fordert zu Zeich nungen auf diese Festschrift auf zum Zwecke der unentgeltlichen Verteilung in Armee und Marine, in den Kreisen der ehemaligen Soldaten, der Arbeiter in Stadt und Land, der patriotischen Vereine, Schulen u. s. w. nach Bestimmung und Wunsch des Zeichnenden. Der sich ergebende Ueberschuß soll dem Kaiser für wohlthätige Zwecke (Unterstützung von Veteranen und deren An gehörigen) zur Verfügung gestellt werden. Nähere Auskunft er teilt der Schriftführer des Komitees, Ur. R. Schröder, Berlin^., Göbenstraße 6. Aufforderungen und Zeichnerlisten sind kostenfrei von ihm zu beziehen. Erhöhung der Jnseratpreise. — Die Ankündigung der Erhöhung der Anzeigenpreise liegt bei einer Reihe von sächsischen Zeitungen vor. Es seien hier genannt: die -Allgemeine Zeitung in Chemnitz, der -Frciberger Anzeiger-, das -Roßweiner Tage blatt-, der -Pirnaer Anzeiger-, die -Clbzeitung- (Schandau), der -Königsteiner Anzeiger-, der -Mügelner Anzeiger-, das -Sebnitzer Grenzblatt-, das -Glauchaucr Tageblatt-, die Zeitung für das Meißner Hochland (Neustadt), die -Sächsische Arbeiterzeitung- (Dresden). Mitteilungen des Vereins der deutschen Musikalien händler. — Nr. 6 der Zeitschrift -Musikhandel und Musik pflege- vom 10. November 1900, die vor zwei Jahren die Nach- solge der -Mitteilungen des Vereins der deutschen Musikalien händler- angetreten hat, bringt eine Hauptübersicht nebst Inhalts verzeichnis dieser -Mitteilungen- von 1888 bis 1898, bearbeitet von dem Geschäftsführer des Vereins, Herrn Karl Hesse. Diese Nachweisung über den Inhalt der früher in zwangloser Folge er scheinenden Blätter wird sich als nützlich bewähren und Vielen willkommen sein. Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler Neues und Altes aus C. F. Amelangs Verlag in Leipzig. Herbst 1900. Zu beziehen durch Gr. 8". 16 S. mit Illustrationen. Skbenundsechzigster Jahrgang. Weihnacht-Katalog 1900 von August Bagel in Düsseldorf. 8°. 32 S. Als Einleitung: Die beiden Zeitungsjungen. Eine märchenhafte Weihnachtserzählung. Llassisobs LbiloloAis; LädaAOgik. Xvtiguarisobss Verrsiebnis dir. 241 von Krvst Oarlsbaob in Heidelberg. 8". 46 8. 1417 Xrn. VTsrtvolls V/srks der Natbewatik, Nsebvik, Nsdikiv, Xatur- visssvsobakt, Landvirtsobakt, Dsutsobsu Belletristik unck Litts- ratur. Xntiguariats-Katalog Ur. 162 von IVilbsim laoob- sobn L 6o. in Lreslau. 8". 24 8. Veresiobuiss einer ausgsväbltsn 3ammlung von Lüebsrn und Lildsrn übsr Nbsatsr - Oostnmgssobiobts, dann Ximanaebs, Kalender, Xlilitaria, Oesobiebts, Osograpbio, Xustriaea, dossLva, Kunstgssobiobte, Larioatarsn, Lc>I?sobnittvsrks, alte Drucke des XV. u. XVI. dabrbundsrts, Kreimaarsrsi, Literatur, Kund- maobungsn, Xutograpbsn.Xnsiobtsn, Lortraits, 8isgsl, Visnnsnsia (Bläue, Xlmanaobs, Xnsiobten, Blugblättsr, Nbeatsr, Lortraits, 8pisls), Kunstblätter (Kupkerstiobs, LoDsobnitts, Litbograpbissu, Radierungen) von Xldsgrsver, Xltdorter, Lebaim, Lurgkrueier, Bella, Lallst, Obodovievki, Dürer, Kilian, Kusel, Ostads, Ladoler, Vissobsr, V7isrx IVatsrloo eto., rum Nbsil aus dem Lssitrs dss Herrn Dran?. Oanl, ülalsrs, rum llbeil ans dsm Xaelrlasse sinss bekannten IVlener 8ammlsrs, dis am 19. Xovsrnbsr 1900 und kolgsods Nage dnrob die Lucbbandluug Kubasta L Voigt in IVien I, Lonnsntslsg. 15, versteigert vordem 8". 118 8. 3968 Xru. Llsorg, Karl, 8oblagvort-Katalog. Verreiobnis der iw dsutsobsu Luobbaudsl srsebisnsnsn Lüobsr und Landkarten in saobliober Anordnung. III. Land 1893—97, bearbeitet von Karl 6sorg. Lsx.-8". Hannover 1899, X. Lsmmsrmann. 4b. Lisk. Lex.-8". 8. 1409—1440. Romans. IVilliams and Xorgats's (London, Kdinburgb, Oxkord) Look Oiroular. Xotss on nev and kortbooming books on tbor log/, elassios, Kuroxean and Oriental languagss and bi stör/, L mti- nsntal litsraturs. IVitb a Supplement: 8soond-band tbsolo>' ioal and pbilosopbioal vorks, Rsbraioa. Xev 8sriss Ur. 9 (ok vbols seriös Xo. 131), Xovswbsr 1900. Lex.-8't 8. 1—32. Perfimalnach richten. Auszeichnung. — Der bekannte Schriftsteller und Journalist Dr. Max Ring in Berlin, der seine Laufbahn in Breslau als Arzt begonnen, nach seinem Eintritt in das Berliner Leben aber eine erfolgreiche schriftstellerische Thätigkeit entfaltet hat, ist durch Beilegung des Prädikats -Professor- ausgezeichnet worden. Max Ring steht im vierundachtzigsten Lebensjahre. (Sprechsaal.) Preisunterbietung durch den Verleger. Die Firma Gerhard Planken in Moers versendet an Private hektographierte Postkarten folgenden Inhaltes: -Wenn Sie zum Weihnachtsfeste sich selbst ein Geschenk machen wollen oder Anderen ein Geschenk machen müssen, so wählen Sie das Prachtwerk .Hellwald, Kulturgeschichte-, Ohne Anzahlung erhalten Sie das komplette Werk jetzt sofort franko zugesandt. Mit der Ratenzahlung brauchen Sie erst im Januar 1901 zu beginnen. Sie können vierteljährliche Ratenzahlungen von 6—9 ^ oder monatliche von 2—3 wählen. In Ratenzahlungen kostet das Werk 30 jetzt oder bis 1. Januar 1901 bar bezahlt nur 26 Der Ladenpreis ist 50 Prospekt anbei. Hoch achtend Gerh. Planken.- Da das Werk erst vor kurzem vollständig wurde, eine Preis herabsetzung dem Buchhandel aber nicht angezeigt wurde, sondern B. die soeben zur Ausgabe gelangten Kataloge der Leipziger arsortimenter den Nettopreis mit 35 aufführen, so wandte ich mich um Auskunft an die Verlagshandlung, die mir nur folgende lakonische Antwort per Postkarte übermittelte: -Moers, 27. Oktober 1900. Nicht für 35 ^6, sondern für 20 erhalten Sie als Buchhändler Hellwald. Hochachtend Gerh. Planken.- Das Recht der Preisherabsetzung kann ja den Verlegern nicht genommen werden, jedoch darf der Ladenpreis nicht so heimlich und ohne Wissen des Buchhandels um fast 50 Prozent ermäßigt werden. Denn wahrscheinlich wird die Verlagshandlung von den Sortimentern wohl den bisherigen Barpreis von 3b ^ fordern, wie dies auch die Barsortimente thun, die von dem ermäßigten Preise noch keine Kenntnis haben. Gr.-Strehlitz. A. Wilpert. 1188
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