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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.12.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-12-13
- Erscheinungsdatum
- 13.12.1905
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19051213
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190512137
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117S6 Nichtamtlicher Teil. ^ 28S, IS. Dezember 1S0S. Sitte sich ausdrückt) erforderlich sind, kann nicht wunder nehmen. Eine eigentümliche, aus Dänemark übernommene Ein richtung besteht bei vielen Blätern des nördlichen Schleswig. Sie durchschießen sämtlichen Satz mit Viertelpetit und richten das Feuilleton im Hauptblatt so ein. daß es abgeschnitten und gebunden werden kann. Anderwärts würde diese splendide Satzart gewiß nicht auf Beifall rechnen können Über die Anzahl der Blätter in den einzelnen Landes teilen mag folgende Tabelle Aufschluß geben: Tabelle I. 4m°l dü°W°H u. sonst Jnsge- Anhalt 13 8 3 1 25 Baden 76 5 47 8 9 145 Bayern 169 9 84 61 40 363 Rheinpfalz 46 1 10 1 1 59 Braunschweig, beide Lippe u. Waldeck 20 2 22 6 5 55 Elsaß-Lothringen 35 15 10 13 73 Hessen-Darmstadt 23 3 24 44 8 102 Mecklenburg 26 2 28 22 3 81 Oldenburg 11 13 3 32 Brandenburg (ohne Berlin) 88 8 91 24 15 226 Hannover 58 5 74 23 17 177 Hessen-Nassau 54 1 37 32 26 150 Pommern 59 2 24 9 6 100 Posen 30 2 20 30 12 94 Ostpreußen 28 1 16 28 15 88 Westpreußen 21 2 15 25 13 76 Rheinprovinz 152 2 66 68 65 353 Provinz Sachsen 101 7 75 17 20 220 Schlesien 53 3 58 82 82 278 Schleswig-Holstein 40 3 50 15 9 117 Westfalen 81 8 59 24 22 194 Königreich Sachsen 97 6 106 24 20 253 Thüringische Staaten 62 12 45 9 7 135 Württemberg 70 30 45 5 20 170 Tabelle II. Danach entfallen aus 100 OVO Einwohner Zeitungen, die erscheinen pro Woche 4 mal »mal -mal u.anders 'samt Anhalt 4,06 2,50 0,43 0,31 7.30 Baden 4.00 0,26 2,47 0,42 0,47 7,62 Bayern 2.72 0,14 1,35 0,98 0,64 ö.83 Rheinpfalz 6,66 0,14 1,42 0,14 0,14 8,50 und Waldeck 2,66 0,26 2.93 0,80 0,66 7,31 Elsaß-Lothringen 2,06 0,88 0.58 0,76 4,28 Hessen-Darmstadt 2,05 0,26 2,41 3,92 0,71 9,35 Mecklenburg 3,61 0,30 3,88 3,19 0,47 11,45 Oldenburg 2,75 3,25 1,25 0,75 8.00 Brandenburg (ohne Berlin) 2,83 0,25 2,93 0,77 0,48 7,26 Hessen-Nassau 2,84 0,05 1,94 1,68 1,36 7.87 3,70 0,12 1,50 0,56 0,56 6,44 Posen 1,58 0,10 1,05 1,58 0,63 4,94 Ostpreußen 0,93 0.33 0.53 0,93 0,50 3,22 Westpreußen 1,31 0.12 0.93 1,56 0,81 4,73 Rheinprovinz 2,62 0,03 1.13 1,17 1.12 6,07 Provinz Sachsen 3,60 0,25 2.68 0,60 0.7 l 7,84 Schlesien 1,12 0,06 1,25 1,74 1,74 5.91 Schleswig-Holstein 2,85 0,21 3,57 1,07 0,64 8,34 Hannover 2,27 0,19 2.84 0,88 0,73 6,91 Westfalen 2,53 0,22 1,84 0,72 0,28 5,59 Königreich Sachsen 2,30 0,14 2,52 0,57 0,47 6,01 Thüringische Staaten 4,42 0,85 3,21 0,64 0,50 9,62 Württemberg 3,18 1,36 2,04 0,52 0,91 8,01 Die Abweichungen sind hiernach in den einzelnen Landes teilen sehr groß. Während z. B. in Mecklenburg schon auf 9000 Einwohner eine Zeitung kommt, ist dies in Ostpreußen erst bei 34 000 Einwohnern der Fall. Die Führung in der Anzahl der täglichen Zeitungen hat die Rheinpfalz; dort kommt auf 15 000 Einwohner eine Tageszeitung, umgekehrt in Schlesien erst auf 89 000 und in Ostpreußen gar erst aus 107 000. Die tägliche Erscheinungsweise erfreut sich aller dings in der Rheinpfalz anscheinend großer Beliebtheit, denn dort erscheinen 78 Prozent sämtlicher Blätter täglich, in Schlesien dagegen nur 19 Prozent. An wöchentlich viermal erscheinenden Blättern ist Württemberg bei weitem voraus; während z. B. Anhalt, Elsaß-Lothringen und Oldenburg von dieser Blätter - Gattung überhaupt kein Stück aufweisen, pflegen in Württemberg 17 Prozent diese Erscheinungsweise. Wöchentlich dreimal erscheinende Zeitungen sind überall stark vertreten. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist hierin wieder Mecklenburg voran, während Elsaß-Lothringen, Ost- und Westpreußen am Schluß marschieren. Wie großer Be liebtheit sich die dreimalige Erscheinungsweise erfreut, mag daraus hervorgehen, daß eine ganze Anzahl Landesteile mit etwa 40 Prozent aller erscheinenden Zeitungen (Schleswig- Holstein an der Spitze mit über 43 Prozent) vertreten sind. Die Rheinpfalz kommt bei dieser Gattung zum Schluß. Die zweimalige Erscheinungsweise ist in Hessen-Darmstadt sehr beliebt, denn sowohl im Verhältnis zur Bevölkerungszahl als auch im Vergleich zur Gesamtbläiter-Anzahl hat dieses Land bei weitem die Führung; es erscheinen nämlich etwa 48 Prozent sämtlicher Blätter in dieser Weise, während in der Rheinpfalz nur 2 Prozent gleicher Art erscheinen. Auch wöchentlich einmal erscheinende Zeitungen weist die Rhein pfalz nicht mehr auf. während in Schlesien diese Spezies recht stark vertreten ist. Während in Schlesien keine Stadt unter 6000 Ein wohnern sich einer Tageszeitung rühmen kann, weisen in Pommern schon eine Stadt von 1800 Einwohnern, in Württemberg eine solche von 1700 Einwohnern und in Bayern eine von 1200 und eine andre von 1100 Ein wohnern eine Tageszeitung auf. Im letzter« Lande kann sich sogar eine Stadt von 2200 Einwohnern des Erscheinens zweier Tageszeitungen rühmen. Das dürfte des Guten wohl etwas viel sein; die Aussichten der Herren Verleger sind hier wohl kaum besonders rosige. In Hannover gibt es allerdings sogar eine Stadt von 500 Einwohnern mit zwei Blättern, deren eins über 1000 Abonnenten hat. Daß die Größe des Erscheinungsorts für das Gedeihen einer Zeitung durchaus nicht maßgebend ist. dürste übrigens am eklatantesten aus der Tatsache hervorgehen, daß in Württem berg in einer Stadt von etwa 3500 Einwohnern eine Zei tung mit über 30 000 Abonnenten herausgegeben wird. Aus dem unvollständigen Material über die Abonnenten zahl scheint hervorzugehcn. daß in Schlesien keine Zeitung unter 1200 Leser die tägliche Herausgabe für empfehlenswert findet, während man z. B. in Pommern schon init 4—500 Abonnenten sich an die tägliche Ausgabe heranwagt. Die örtlichen und andre Verhältnisse sprechen überall ein gewichtiges Wort mit; indessen dürste aus vorstehenden Angaben und Vergleichen doch heroorgehen, daß manchenorts ein Zuviel in dem Gebotenen vorhanden ist. während hier und dort die Verhältnisse vielleicht auch nicht genügend aus gebeutet werden. Möchten diese Zeilen deshalb etwas zur Einsicht der Verhältnisse für die interessierten Kreise bei tragen. hier fördernd und dort hemmend wirken, manchen Beiufsgenossen im Hinblick auf gleiche und schlechtere Ver hältnisse zu neuem Schaffen anspornen und andere vor Übertreibungen zurückhalten — zum Wohl des Berufs!
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