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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-12-20
- Erscheinungsdatum
- 20.12.1905
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1905
- Monat1905-12
- Tag1905-12-20
- Monat1905-12
- Jahr1905
- Titel
- Börsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Autor
- No.
- [6] - 11980
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11980 Nichtamtlicher Teil. ^ 295, 20. Dezember 1905. Nichtamtlicher Teil Lalsloxue xsLnLl-al cie ls libraii-ie krsn- ^3186. Lontiuuation äs 1'ouvraxe ä'Otto I»orsu2. Dome 16. (llabls äss watidrss äss tomöS 14. st 15., 1891—1899.) Ilsäigs par o. ^orclell. L—N. Kr. 8". (4.) 532 pp. Laris 1905, I-ibrairis Nilssou Lsr I-amiu suoor. Frankreich mit seiner starken Büchererzeugung hat nur ein einziges größere Perioden umfassendes periodisch er scheinendes Bllcherlexikon, den von O. Lorenz begründeten, die französische Literatur seit 1840 umfassenden Kataiogus xsuöial aufzuweisen, während Deutschland seit dem Anfang des neunzehnten Jahrhunderts zwei bis 1750 bezw. 1700 zurückreichende (Kayser und Heinsius) seit Ende der 50er Jahre gar noch ein drittes (Hinrichs) zur Verfügung standen, bezw. noch stehen. Das Aufhören des einen, des Heinsius, beweist wohl, daß drei zu viel des Guten waren. Da diese sämtlich nur alphabetisch nach Verfasser namen und anonymen Stichwörtern geordnet waren, so bildeten die — vielen schon gar nicht mehr bekannt gewordenen — Baldamusschen systematisch geordneten, gewissenhaft gear beiteten und viele Stichwörter bietenden Veröffentlichungen eine wertvolle und angenehme Ergänzung: aber als eine wahre Wohltat für die nach Büchern des deutschen Marktes Suchenden war es anzusehen, daß Georg und Ost, später ersterer allein, den Mut und die Opferwilligkeit hatten, zur Ergänzung der Bücherlexika 1883 ihren Schlagwort-Katalog zu gründen. Es spricht wohl für die Richtigkeit ihres Gedankens und für die Nützlichkeit eines Schlagwort-Katalogs, daß Kayser und Hinrichs, beide mit 1891 anfangend, alpha betisch geordnete Schlagwortverzeichnisse mit Verweisungen teils von Stichwörtern auf Verfassernamen, teils aus andre Stichwörter beigaben. Für die französische Literatur steht nicht ein einziges derartiges Hilfsinittel zur Verfügung; denn das im Kataiogus gsosrai angewendete Register-System ist ein ganz andres. Be denkt man dazu, daß die deutschen Schlagwortregister alle in den Bücherlexiken vorkommenden Titel unter den darin ver kommenden sachlichen oder persönlichen Stichwörtern auf- sühren, der kataloxus gsusral dagegen nur eine Blütenlese aus der französischen Literatur darstellt und daß die Register bände grundsätzlich wieder eine Anzahl von Titeln nicht auf nehmen, so dürsten in bezug auf die Reichhaltigkeit unsre Schlagwortregister glänzend dastehen. Das vierbändige Hauptwerk des Katalogus göusrai um faßte die Jahre 1840—65; es erhielt mit den Fortsetzungen 1. 5—6 für die Jahre 1866—75' ein gemeinsames Re gister — 1. 7—8; 1. 9-10- 1876—85 (778 -s- 768 Seiten) erhielten 1. II (680 Seiten) als Register, 1. 12: 1886—90 (1052 Seiten) 1. 13. als Register (475 Seiten). 1. 14—15: 1891—99 (1027 -s- 1059 Seiten) erhalten jetzt ihren ersten Registerband 532 Seiten stark. So gewiß aber alle Wege nach Rom führen, so gewiß ist der der sicherste und beste, auf dem man sich nicht ver laufen kann, sondern auf das kürzeste zum Ziele gelangen muß, und von allen Registerwegen ist der des Schlagwort- Registers der sicherste. Warum er dem im Kataiogus gsusral angenommenen vorzuziehen ist? Erstens, weil bei diesem der Umfang der Registerbände ganz unnötig anschwillt, zweitens der Willkür und Gewissenhaftigkeit der Registermacher, die die Gruppenschlagwörter auswählen und die Titel nach ihnen verteilen, zu viel überlassen bleibt, und drittens, weil die Zahl der Einzel-Schlagwörter, die doch in den französischen Titeln dieselbe Bedeutung haben wie in den deutschen, viel geringer ist als beim reinen Schlagwort system. Der Umfang muß deshalb anschwellen, weil die Titel aller derjenigen Schriften, die zwei oder mehr Gegen stände oder Personen betreffen, an ebenso vielen Stellen aus führlich, mit Angabe von Format, Druckjahr und Preis — es fehlten nur noch Druckort und Verleger — auf geführt werden, oder besser, aufgeführt werden sollen, denn vielleicht mehr aus Zufall als mit Absicht kommen Fälle vor, wo von den Schlagwörtern nur das erste oder nur das zweite berücksichtigt ist. Das beeinträchtigt natürlich den Wert des Ganzen. Hier einige Beispiele. Stichwort: Luäsl^s. Darunter findet man Lrobsoiogis gauioiss, galio-roiuaius st krauegus. 1895. 6 kr', und unter dem Stichwort Lrobsologio steht derselbe Titel von 4 Zeilen, mit Hinzufügung des für das fett gedruckte Stichwort gebrauchten Raums 9 drei spaltige Zeilen. Hätte der Titel statt Lrobsoiogis gauioiss gelautet: Lrsböoiogls äs la kauis, so würden dieselben 4, bezw. 9 Zeilen auch unter dem Stichwort Kauis zu erwarten gewesen sein, und der eine Titel allein hätte 27 Zeilen be ansprucht. Unter Luäorrs findet man: kuiäs-routs än baignsur st äu iourists äaus ls äspartsmsut äs i'ä.rridgs st äs I'Lr.äorrs, xar kaui Lab/. Vergebens sucht man aber den Titel unter Lrridgs, wo man ihn zu suchen berechtigt wäre. Unter Lrädsbo steht: Vo^ags kaut»isists st ssrisux 4 travers l'Lrädsbs st la Uauts-Uoirs, xar ls kr. Brauous; aber bei kauts-I-oirs findet er sich auch nicht einmal unter den Verweisungen. Die Welt der Bücher-Jnteressenten ist dem Verleger und dem Herausgeber des Kataiogus gsusrai für die Fort setzung des Lorenzschen Werkes zweifellos zu Dank ver pflichtet; aber das darf nicht veranlassen, die Augen gegen Schattenseiten zu verschließen, die das einmal übernommene System auf sich hat. Den wenigsten unsrer Leser dürste bekannt sein, wie Lorenz vor genau fünfundzwanzig Jahren — er veröffent lichte im Dezember 1880 seinen lows 8 mit einem aus führlichen Vorwort, den Band für N—2 des Registers über 1840—1875 — über die Register-Angelegenheit dachte und schrieb. Er wollte es einfach, leichtverständlich und ohne Anspruch auf Wissenschaftlichkeit oder mit andern Worten: er wollte es so machen, daß der erste beste, wie ein fremder Bibliograph sich ihm gegenüber ausdrückte, etwas finden könnte. Lange und mühsame Studien über das angewen dete System sollten vermieden werden, und da war die alphabetisch-lexikalische Form der wissenschaftlich-syste matischen vorzuziehen. Er hatte als abschreckendes Bei spiel den Registerband zu Brunst, Nauusl äu iibrairs vor Augen, in dessen System z. B. Navigation iutsrisurs unter Norais, aber Navigation inaritirus unter Natbd- matigus zu finden ist. Elektrische Telegraphie und Blumen sprache kommen dort in derselben Abteilung vor, weil Brunet sich von dem alten Zopfe nicht frei machen wollte, alle Literaturprodukte in die 5 Gruppen Theologie, Juris prudenz, angewandte Wissenschaften und Künste, Schöne Literatur und Geschichte zu zwängen. Lorenz führte also ein Alphabet von Gruppen-Stich- wörtern (»Klaffen-Titeln«, wie er es nannte) ein und verwies teils von diesen, ohne Buchtitel darunter anzuführen, auf andre, teils gab er unter den aufgenommenen Büchertiteln Verweisungen auf andre Klassentitel. Wenn er der Über zeugung gewesen wäre, mit seiner Register-Einrichtung allen Ansprüchen zu genügen, so hätte er wohl kaum noch eine systematische Übersicht über die Einteilung der im Kataiogu«
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