Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.08.1882
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- 1882-08-30
- Erscheinungsdatum
- 30.08.1882
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- Deutsch
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3638 Nichtamtlicher Th eil ^ 201, 30 August liebte es nicht, davon Erwähnung zu thun, und Die, welche es betras, sprachen aus nahe liegenden Gründen auch nicht davon. Aber ihren Kindern werden sie es erzählen und ihnen Liebe und Verehrung für das Gedächtniß des Mannes einprägen, der ihren Vätern ihre Existenz gegründet oder sie aus zerrütteter Lage emporgezogen, ohne daß eine nähere Beziehung zwischen ihm und ihnen gewaltet, ohne daß ihn etwas Anderes getrieben hätte, als seine Menschenfreundlichkeit und sein Zutrauen: „Der versteht's ja, ist ja ein fleißiger Mensch." Alle aber, und es sind deren in einem halben Jahrhundert Manche gewesen, die zu seinen Zöglingen gehörten, wird er um vergeßlich bleiben als ein Vorbild nimmermüden Strebens und unverdrossenster Thätigkeit und Zähigkeit im Verfolgen eines einmal ins Auge gesaßten Zieles. Wer die strenge Lehrzeit im Hause Hinstorff, die anderseits in dem gemüthlichen Zusammen leben der zahlreichen Familie des Verewigten, welches sich auch den Geschäftsangehörigen erschloß, viele freundliche Erinnerungs punkte bot, durchgemacht hatte, der hatte arbeiten gelernt, so recht von Herzen arbeiten; dem ward so leicht nichts zu viel, wohin er später kam, und wenn er jetzt zurückblickt aus die in unserm Berus verlebten Jahre, so kehrt sein Erinnern stets mit innigem Danke zurück zu dem Manne, dessen Name einen Ehren platz in der Reihe der deutschen Buchhändler einzunehmen ver dient: Detlof Carl Hinstorff. Das am 14. August vollzogene Begräbniß des Verewigten ließ erkennen, welche Verehrung derselbe im Leben in weiten Kreisen genoß. In seinem geräumigen Arbeitszimmer hatte man ihn aufgebahrt; ein Wald von hohen Palmen und blühenden Kübelgewächsen umgab den Sarg und durch das Grün blickte die lehensgroße Büste seines ihm vor nun acht Jahren in die Ewigkeit vorangegangenen Freundes, Fritz Reuter's aus den Entschlafenen herab. Dicht gedrängt standen die Angehörigen und Freunde geschaart und horchten bewegt aus die Worte der Anerkennung und Verehrung, welche M. C. Cavael aus Leipzig seinem langjährigen Freunde aus tiefstem Herzen widmete. Der selbe sprach zugleich im Namen des Börsenvereins und hob außer seinen Verdiensten als Verleger und Geschäftsmann namentlich auch seine schönen menschlichen Eigenschaften hervor, ihn dar stellend als ein Vorbild für die Heranwachsende Generation, die eines solchen in unfern Tagen mehr als sonst bedürfe. — Nach der hieraus folgenden kirchlichen Trauerseier wurde er Hinaus gebracht auf den schattigen Hügel, aus dem, ein halbes Stünd chen vor der Stadt, unser alter Friedhof liegt. Ein unabseh barer Zug gab ihm das Ehrengelcite. Viele Hunderte waren es, Männer aller Stände und Lebensstellungen; aus Leipzig, Berlin, Rostock, Schwerin, Bruel (des Verstorbenen Vaterstadt) und den meisten andern mecklenburgischen Städten waren Freunde und Verehrer herbeigekommen, und tief bewegt schieden sie von dem Grabe des verdienten Mannes, als sich unter den Klängen der städtischen Kapelle: „Wie sie so sanft ruh'n, die Seligen" die Erde über seinem Sarge geschlossen hatte. U— r. Skandinavisch-Deutscher Schutzvcrcin Wider Nachdruck. Die am Schluffe dieser Zeilen verzeichneten nordischen Musi kalienverleger einerseits, sowie der Unterzeichnete „Verein Deutscher Musikalienhändler" anderseits haben in der Ueberzeugung, daß es dringend wünschenswerth sei, das geistige Eigenthum durch Staats verträge in den beiderseitigen Ländern zu schützen, sich verbunden, für den Abschluß eines Schutzvertrages der musikalischen Eigen thumsrechte zwischen den nordischen Ländern und dem Deutschen Reiche jeder in seinem Lande zu wirken. Damit aber schon jetzt vor Eintritt eines staatliche» Rechts- chutzes durch Selbsthilfe der anständig denkenden Verleger dem bis herigen unwürdigen Zustande des Nachdruckwesens ei» Ende be reitet werde, haben sich die unten genannten angesehenen skandi navischen Firmen durch, in die Hand des Secretärs des Deutschen Musikalienhändlervereins niedergelegte schriftliche Erklärung aus freien Stücken verpflichtet, von jetzt ab vom Nachdrucke solcher Werke, welche von den Autoren mit ausschließlichem Rechte an Originalmusikverleger übertragen worden sind, abzusehen, nur mit dem Vorbehalte, im Falle Werke zu drucken, welche bereits von einem Concurrenten in Skandinavien als unerlaubte Nachdrucke ausgegeben worden sind. Der Ausschuß des Vereins der Deutschen Musikalienhändler trat, obgleich sich seine Mitglieder schon bisher des derartigen Nachdrucks skandinavischer Werke enthalten hatten, doch noch aus drücklich diesem Beschlüsse bei. An alle rechtlich gesinnten Musikalienvcrleger ergeht das Er suchen, einer Ehrenpflicht zu genügen durch Beitritt zu dieser Er klärung und hiervon einer der untenstehenden Firmen oder dem Secretär des Vereins der Deutschen Musikalienhändler Mittheilung zugehen zu lassen. Wilhelm Hansen in Kopenhagen. Kgl. Dänische Hof-Musikalienhandlung (H. Hennings) in Kopenhagen. Abraham Hirsch in Stockholm. Christian Warmuth, kgl.HosmnsikalienhändlerinChristiania. Der Verein der Deutschen Musikalienhändler zu Leipzig. Lr. Oscar Hase (Breitkopf L Härtel), d. Z. Secretär. lieber Fachkataloge. Ein kritisches Nachwort zum „Kampf ums Dasein". In Nr. 194 des Börsenblattes (Inserat 37740) beklagt sich Hr. Gustav Wolf (in Firma Kößling'sche Buchhandlung) in Leipzig, daß wir seine Fachkataloge absichtlich mit Stillschweigen über gangen haben, während doch denselben eine bedeutende Popularität nicht abzusprechen sei, was durch einen Absatz von 15,000 Exem plaren bewiesen werde. Es ist nun allerdings richtig, wir haben die Wols'schen Kataloge absichtlich nicht genannt, aber dazu hat uns weder „Neid" noch „Mißgunst" veranlaßt, wie das Inserat durchblicken läßt, sondern lediglich die Rücksichtnahme aus Hrn. Wolf selbst. In die Kategorie der für den Sortimenter besonders zweckdienlichen Kataloge konnten und in die entgegengesetzte Kategorie wollten wir sie nicht stellen. Fern sei es von uns, dem großen Fleiß und dem unverkenn baren Streben, aus dem Gebiete der Fachkataloge etwas Tüchtiges und etwas Brauchbares zu leisten, die gebührende Anerkennung zu versagen. Wir kennen einigermaßen die Schwierigkeiten, die sich der Anfertigung von solchen Katalogen entgegen stellen, sollen sie mehr sein, als eine bloße Auszählung und Aneinanderreihung von einzelnen Titeln; wir sind auch durchaus nicht blind gegen die Ver dienste, welche sich Hr. Wols um die Katalogliteratnr zum Besten des Sortiments erworben hat. Gehört doch zu diesem Geschäft ein unermüdlicher Fleiß, eine genaue, aus der Praxis hervorge gangene Kenntniß der einschlägigen Literatur und eine lang jährige Erfahrung, die gelernt hat, Wichtiges von Unbedeutendem zu unterscheiden. Nimmt man z. B. den Lagerkatalog der Firma Puttkammer L Mühlbrecht in Berlin zur Hand, so bekommt man unwillkürlich den Eindruck, daß derselbe aus den eben belegten Gesichtspunkten herausgewachsen ist. Man mag ein Gebiet der Staatswirthschaft berühren, welches man will, man wird in wenigen Secunden vollständig darüber orientirt sein, welche Hilfsmittel uns die Literatur bietet, welche nicht. Prüfen wir dagegen das uns zufällig zur Hand liegende Wols'schc medicinischc Vademecum ans seine Leistungsfähigkeit! ; Dasselbe gibt die medicinischc Literatur in einfacher, alphabetischer
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