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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.09.1904
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1904-09-17
- Erscheinungsdatum
- 17.09.1904
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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7786 Nichtamtlicher Teil. V 217, 17. September 1904. Lourens Benedict. Unde nu in qewandtlyke Sassische sprake gebröcht dörch k. X. Bedrücket tho Rostock By Johan Stöckebman, unde Andream Gutterwitz. N.V.Xxxij. 80. 48 Bll. ohne Blz., mit Sign. —X. Nach Knufflocks Tode sind außer dem Bedebok ferner noch aufgelegt: Passional Dat Lydent unsers Heren Jesu Christi uth den Beer Evangelisten thosamen gebröcht, mit schönen Figuren, unde F. Reichs Stadt Lübeck, by Laurentz Albrecht, Boeckhendler 1602. — Nebst Anhang: Der Hylligen Trvölff Apostel Herkumpft, Lehre, Geloue, Leuendt usw. 8".« Bon diesem Werke sind Wiechmann noch drei ältere, 1583, 1588 und 1599 bei Balhorn gedruckte Ausgaben bekannt. Ähnlich dem »Bedbok« ist denn auch noch eine kleinere Aus in allerlei) Rodt, leide Lyues unde Seelen tho gebruken/seer nütte unde denstlick. Mit der Historien des Lydendes unses Heren Jesu Christi, schönen Figuren, unde andechtigen Gebeden getzyret. 1'. X. Bedrucket in der Keyserlyken fryen Nikes Stadt Lübeck, by Lorentz Albrecht NVXOIX. 158 Bll. ohne Blz., mit Sign. ^—V. Auch dieses Buch enthält eine Sammlung der verschieden artigsten Gebete für alle Lagen des Lebens, die Beichte in ver schiedenen Fassungen, einen Auszug aus dem Katechismus und aus dem Psalter. Cs ist anzunehmen, daß auch dieses Buch große Verbreitung gefunden hat. Wiechmann meist darauf hin, daß auch die Ausschmückung der Bücher besondere Beachtung verdient; die Randleisten bewundert Knufflock, von dem mir leider nichts näheres missen, auch nicht, ob er vielleicht in Beziehung zu der Druckerfamilie Knob- loch, Knoblauch oder Knoblofzer stand, scheint Anfang der acht ziger Jahre des sechzehnten Jahrhunderts gestorben zu sein. In dem Werk 8s Wegps ?araäi88 und Im8tAaräs äsr Leien. Ham burg 1589. 8"., findet sich in der Vorrede folgender Vermerk: »Vor achtein Jaren wart ein gut antall solcker Leder ge worden balde vorrücket und verkofft. — — Als averst M. Pawel Knoflock Lübischer Buchhändler, melcker de bekösting vp dat erste gewandt, und dit ock wolde drucken late, derauver Es hat fast den Anschein, als ob Knufflock sich nur nebenher dem Buchhandel gewidmet hat Ein wirklicher Buch führer scheint indessen Lorentz Albrecht gewesen zu sein, der allem Anschein nach auch Knufflocks Erbschaft angetreten und seine Werke erworben hat. Er gilt als einer der be deutenderen Verleger jener Zeit. Charakteristisch für die Lübecker Verhältnisse ist es indessen, daß Knufflock bereits manches, wenn auch nicht vieles auswärts drucken ließ; Albrecht hingegen beschäftigte schon sehr viel auswärtige Drucker, wie St. Möllmann zu Rostock, H. Karstens zu Hamburg und andere mehr; damals also, zu Anfang des siebzehnten Jahrhunderts, war die Blütezeit der Lübecker Druckereien bereits vorbei, und auch der Buchhandel sollte dort keine größere Bedeutung mehr erlangen. Der Nieder gang der Hansa und damit das Sinken der Bedeutung der Stadt hat dazu beigetragen, ferner der Umstand, daß Lübeck nicht den Zeitereignissen Rechnung zu tragen wußte, wie Hamburg es tat, sich ängstlich nach außen hin abschloß, sich nicht durch tüchtige fremde Ekemente^wie^Haviburg, zu verstärken gewußt hat. Alles haben dann den noch vorhandenen Wohlstand aufs schwerste erschüttert, und bis in die Mitte des neunzehnten Jahr hunderts hinein war Lübeck eine stille Stadt, deren Handel durch Schranken aller Art behindert mar und die eigentlich außerhalb jeden Verkehrs lag. So war es nur natür lich, daß gerade solche Gewerbe, die sich nur ausbreiten und aus dehnen können, wenn sie mit der Welt außerhalb der Zoll- Lübeck der Hauptmarkt für die umliegenden Lande, besonders für Holstein und Lauenburg war, war seit dem Anfang des sieb zehnten Jahrhunderts vorbei, wo in beiden Landen tatkräftige Fürsten den Wohlstand und die Macht ihrer Lande hoben. 1751 ist die erste Lübecker Zeitung »Die Lübeckischen An zeigen« erschienen, die für ihre Zeit recht gut redigiert waren und bald in Aufnahme kamen. Anläßlich des hundertfünfzig jährigen Jubiläums der Zeitung ist eine Festschrift") erschienen, die die Geschichte des Blattes bringt und viele interessante Bei träge zur Entwicklung Lübecks. Die Zeitung erschien anfangs jeden Sonnabend im Umfang eines halben Bogens. In den Kreisen der Lübecker Bevölkerung bürgerte sich das Blatt bald ein, was sich in der rasch wachsenden Anzahl der geschäftlichen Anzeigen und Empfehlungen ausdrückt. Infolgedessen wurde es schon 1753 nötig, als Anhang zu dem Der Umfang des Blattes wuchs, und von 1793 an erschienen wöchentlich zwei volle Ausgaben, der Jahrgang umfaßte 104 Num mern. So blieb es bis zum Anfang des neunzehnten Jahr hunderts. 1766 war der Gründer de^ Anzeigen Johann Nicolaus das Gefecht zwischen Preußen und Franzosen in Lübecks Straßen stattgefunden, und Lübeck hatte die volle Unbill der französischen Sieger zu erdulden. Zwischen den Zeilen des Blattes kann man die zahlreichen Todesanzeigen, die Mitteilungen von abhanden gekommenen Gegenständen, das Fehlen von Geschäftsbüchern, die gesucht wurden, bekundendes. Die Leiden^wurden vermehrt durch Teil der Bewohner lebte nur noch von der Unterstützung begüterter Mitbürger. Am 16. Februar 1811 hörte die Selbständigkeit Lübecks auf; die Stadt wurde^ ein Teil de^s französischen Kaiserreiche^ (Fortsetzung folgt.) Kleine Mitteilungen. Bahnhofsbuchhandel in Österreich. — An die Kor poration der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienhändler und an den Verein der österreichisch-ungarischen Buchhändler ist die nachfolgende Zuschrift der Handels- und Gewerbekammer für das Erzherzogtum Österreich unter der Enns gelangt: »Die k. k. Staatsbahndirektion Linz beabsichtigt, den Vahn- hofsbuchhandel mit 1. April 1905 für den ganzen Direktions bezirk in öffentliche Konkurrenz zu vergeben. Der Bahnhofsbuch handel umfaßt den Verkauf von Büchern, Broschüren. Zeitungen und Zeitschriften, eventuell auch Ansichtskarten, Reiseandenken und Photographien. Die erforderliche gewerbebehördliche Konzession wird die k. k. Staatsbahndirektion selbst erwerben. Die nötigen Bücherkasten, Auslagen oder Stellagen hat der Pächter aus eignem anzuschaffen und an dem ihm bahnseits anzuweisenden Platze auf zustellen. Als Verkäuferinnen hat der Pächter vorzugsweise Witwen und Waisen von Bediensteten der k. k. Staatseisenbahn verwaltung aufzunehmen. Der Pächter hat vor der Geschäfts übernahme eine entsprechende Kaution zu erlegen. Die Bestimmung Pachtbetriebs bleiben einem besondern Pertrage Vorbehalten. Offerte sind vorschriftsmäßig gefertigt und gestempelt (pro Bogen mit je 1 X-Stempel, Beilagen mit 30 ü pro Vogen, Preiskurante mit 1 X) in geschlossenem Kuvert und mit der Auf schrift »Offert auf Pachtung des Bahnhofsbuchhandels« versehen, bis zum 20. September 1904, 12 Uhr mittags, bei der Staatsbahn-
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