^ 102, 4. Mai 1906. Künftig erscheinende Bücher 4469 - Georg Bondi Verlag in Berlin - Demnächst erscheint: Heinrich Heine Gesammelte Aussähe von Hermann Hüffer vorm. ord. Professor a. d. Universität Bonn Lerausgegeben von Prof. Ernst Elster. Mit einemPorträtÄeines nach derZeichnung vonF.Kugler Ca. 20 Bogen gr.-8». Broschiert M. 4.— ord., M. 3.— no., M. 2.80 bar Gebunden in vornehmen Lnwd.-Bd. mit Goldschnitt M. 5.50 ord., M. 4.— bar Partie 11/10 Expl. Einband des Freiexemplars M. 1.20 bar Inhaltsverzeichnis: I. Aus Leines Jugendzeit. Leine und Christian Sethe II. Leine vor dem Bonner Aniversitätsgericht III. Leines Abgangszeugnis IV. Leine und I. B. Rousseau V Zu Leines Gedichten VI. Leine und Karl Lillebrand VII. Äußerungen Leines über die musikalische Bearbeitung seiner Gedichte VIII. Leinrich Leine und Johann Lermann Detmold IX. Das älteste Manuskript der „Romantischen Schule" X. Ein französischer Biograph L. Leines XI. Zur neuesten Leine-Literatur XII. L Leine und Ernst Christian August Keller XIII Wann ist Leinrich Leine geboren? XIV. Leine auf dem Lyzeum und Gymnasium in Düsseldorf XV. Noch ein Wort über L. Leines Geburtsjahr XVI. Zu Leines Geburtstagsfeier XVII. Leine und Napoleon Der Lerausgeber, Professor vr. Ernst Elster in Marburg schreibt: . . . Lüffer hat in der Mehrzahl seiner Aufsätze über Leine neues Material erschlossen. Er war durchdrungen von der Überzeugung, daß die Aufdeckung greifbarer Tatsachen sehr viel wertvoller sei als kühne Urteile und Konstruktionen und schöne Redensarten. Er hat immer festen Boden unter den Füßen. Durch den Linweis auf die Papiere aus dem Nach laß Sethes, Detmolds, Kellers, durch die Mitteilung der Bonner Universitätsakten usw hat er unsere Kenntnis von Leines Leben und Schaffen wesentlich bereichert. Er entwickelte in allen diesen Fällen einen sehr glücklichen Spürsinn. . . . Lüffer bringt eine Fülle glücklicher und überzeugender Urteile vor, die in ihrer Gesamtheit einen sehr wertvollen Beitrag zur einsichts- vollen und unbefangenen Schätzung des Dichters und Menschen Leine bilden. . . ." In den Text eingestreut ist eine große Anzahl von Briefen Leines, die Lüffer aufgefunden hat. Sie gewähren höchst interessante Einblicke; so berichtet Leine z. B. seiner Schwester: „Den 31. August heiratete ich Mathilde, mit der ich mich schon länger als 6 Jahre täglich zanke." Seinem Freunde Detmold schreibt Leine: „Seit meiner Rückkehr aus Lavre hat sich Mathilde so exemplarisch gut aufgesührt, daß ich Besorgnisse für ihr Leben zu hegen begann. Denn solche radikale Umwandlung Pflegt ein Vorzeichen des Todes zu seyn. Acht Tage lang konnte sie zu Lause bleiben. Theater kein Gedanke; es sey doch kostspielig. Die alten Roben selbst renovirt, um diesen Winter neue zu sparen." Bei der großen Bedeutung, die Lüffers Abhandlungen für die Leine-Forschung haben, wird diese erste vollständige Sammlung seiner Aussätze sicher gute Aufnahme finden, besonders jetzt, nachdem an Leines 50. Todestag die Errichtung eines Leine-Denkmals angeregt wurde. Der Vers, nimmt lim XIII. Aufsatz) warm für dieses Denkmal Partei. — Ich bitte um gefl. tätige Verwendung und stelle befreundeten Landlungen gern drosch. Expl. L cond zur Verfügung. Gebunden kann ich äusnatzmslos nnr bar liefern, dagegen offeriere ich: 1 gebundenes Probe-Exemplar mit 50° <> sEinband no.) wenn auf beiliegendem Zettel vor Erscheinen bestellt. Berlin, den 3. Mai 1906 Georg BvNdi