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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.05.1906
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- 1906-05-09
- Erscheinungsdatum
- 09.05.1906
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- Deutsch
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4652 Nichtamtlicher Teil. ^ 106, 9. Mai 1906. so ist es seine Pflicht, jede Einzelheit sorgfältig zu prüfen und sich zu überzeugen, daß sie wahr und richtig ist. Zur Erleich terung dieser Prüfung soll es die Pflicht des betreffenden Kon sulatsbeamten sein, sich mit offiziellen Handelskammern und andern Handelorganisationen seines Bezirks in Verbindung zu setzen, und er soll jede Mitteilung von solchen Handelskörperschaften und -Organisationen, die ihm schriftlich unterbreitet wird, zu sammen mit allen Preisverzeichnissen, die ihm offiziell zu diesem Zweck geliefert werden, einsenden, und der Konsul ist ermächtigt, nach seinem Ermessen die Rechnungen über Waren zu verlangen, die für die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten gekauft worden sind, den Herstellungspreis solcher Waren zu ermitteln, die nicht durch Kauf erworben wurden, Proben zu fordern und, wenn die Verhältnisse es bedingen, die ganze Sendung zu prüfen. Wenn eine Faktura zur Bescheinigung vorgelegt wird, die Sammel sendungen von Erzeugnissen verschiedener Hersteller umfaßt, darf der Konsul die Vorlage der darauf bezüglichen Rechnungen der Hersteller fordern. Selbst wenn die Ware für die Ausfuhr ge kauft ist und die Faktura wirklich den gezahlten Preis angibt, soll der Konsul ermitteln, ob der Preis den Marktwert der Ware darstellt. (Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestcllten »Nachrichten für Handel und Industrie-.) "Deutsche B unsen-Gesellschaft. — Die Deutsche Bunsen- Gesellschaft hält ihre diesjährige Hauptversammlung in den Tagen vom 20. bis 23. Mai in Dresden ab. Büchcrverstetgerungen im HotelDrouot zu Paris.— Die Bücheroersteigerungen im HotelDrouot nahmen einen normalen Verlauf. Ein großer Andrang machte sich in der zweiten März hälfte, sowie zwischen dem 10. und 15. April geltend, da während dieses Zeitabschnitts neben verschiedenen kleineren vier große Auktionen (Monsieur de I. sStichej, Bibliothek Heredia, Porel und Romagnol) stattfanden, die allein über 200 000 Frcs. brachten. — Die Versteigerung der Bibliothek Porel (Nr. 69 d. Bl. S. 3105), die am 13. März 1906 unter der Leitung von Delestrc und Bclin (1. Teil) unter den Hammer kam, ist inzwischen beendigt worden und ergab einen Gesamtbetrag von 31040 Frcs. Es mögen im Anschluß an die bereits genannten noch folgende Werke, die mit 500 und mehr Frcs. bezahlt wurden, hier Erwähnung finden: -Ra Ussavxörs-, Modenjournal für Damen, 10 Bände (1815—1824), 655 Frcs., — eine Sammlung deutscher Militärkostümbilder »Oostuwss wilitaires allswanäs-, 75 farbige Tafeln, 655 Frcs., — 20 Zeichnungen von Degas -vsssins 1861—1896«, 525 Frcs., — -^rts, Nötisrs st Oris äs Karis- von Joly, Paris 1815, bei Martinet, alter Kunsteinband, 519 Frcs. Das von James Tissot illustrierte Werk -Vis äs notrs Lsixnsur äösus-Obrist-, Tours 1896—1897, bei Mame und Sohn, 600 Frcs. Folgende Werke, die hauptsächlich Damenmodcn und Militär kostüme berücksichtigten, erzielten 200 und mehr Franken. 1. Militär sujets: Ein interessantes Werk über die Alliierten, mit 150 farbigen Tafeln -R'Lrwss äss Hlliss« in 3 Quartbänden, 360 Frcs., — »Onikorwss äs 1'L.rwss kranyaiss- von Hipolite Vellange, Paris 1824, bei Gihaut fräres, 108 farbige Tafeln und 7 Stiche, 300 Frcs., — zwei Bände »Unikorwss äs 1a Oaräs Iwpsrials sn 1857- und -Unikorwss äs 1'^.rwss kran^aiss sn 1861-, beide mit Illustrationen von Dumaresq, 215 Frcs. Drei Bände »Oostuwss wilitaires Rauyais» von Noirmont und Marbot, 475 Frcs., — die bekannten Pariser Straßenszenen (Bürgergarde, Eisoerkäuferin usw.) von Carle Bernet, betitelt »Oris äs Raris«, bei Delpech, mit 100 Tafeln, 248 Frcs., — andre Werke desselben Künstlers wie »Oollsotion äss Ooikorwes äss arwsss irauyaisss äs 1791—1814-, 170 Frcs. und noch billiger. 2. Moden- und allgemeine Sujets. Unter der ersten Kategorie nennen wir: »Rs Oostuws kranxais-, Paris 1776, bei Le Ptzre und Avaulez, 245 Frcs., — noch mehr, nämlich 350 Frcs., wurde für das mit 24 farbigen Tafeln versehene Werk »Twsnt^-kour Subjsots sxbibitivA tüs Oostuws ok Raris« von Chalon bezahlt, während das englische Werk »lös Oostuws ok Orsat Rritain« von Pyne, London 1804, nur 155 Frcs. brachte. Eine sechsbändige Ausgabe des eingangs erwähnten Werkes »Ra Nssanxsrs- aus dem Jahre 1825, 240 Frcs., - dasselbe Werk, Jahr VIl bis 1825, mit 371 bunten Tafeln, 285 Frcs., — 25 farbige Litho graphien, die das Werk »Vo^ags sn ^nglstsrro- von Lami und Monnier, Paris 1829, bei Didot und Lami Denozom schmückten, erzielten 341 Frcs., — »Ra läoäs, Rsvus äss idloäss, Oalsris äss Äosurs, Rsvus äu dloaäs ölsAant» (1830—31), mit farbigen Illustrationen von Gavarni, brachte 347 Frcs., — das in London erschienene Werk »lKoäss anxlaisss, 1809—1814-, das 446 farbige Tafeln enthielt, erreichte 286 Frcs., — das in Paris erschienene Werk -L. Tour tüiouxb Raris«, mit 21 farbigen Tafeln, 200 Frcs., — »Rs Oostuws bistorigus-, Paris 1888, bei Didot, 6 Bände, brachte 370 Frcs, — das von Ackermann in London (1824) herausgegebene Werk »Rioturss. Tirs Tour ok tbs 8sins- von Sauvan, Quartband, 206 Frcs., — Restif de la Bretonne war mit seinem bekannten Werk »Os xa^san st In pa^sanvs pervsrtis«, Raris 1776—1785, 8 Duodezbände, mit 120 Bildern von Binet, vertreten; 220 Frcs. Die soeben genannten Werke boten für Kostümstudien ein hohes Interesse, um so mehr, als bekanntlich die neueste Pariser Damenmode sich an die Mode der dreißiger Jahre anlehnt; in letzter Zeit ist zudem für Ballkleider der Empirestil wieder zu Ehren gekommen. — Von literarischem und allgemeinem Inter esse waren folgende Bände: »Osuvrss oowplätss» von Balzac, Paris 1869—1876, bei Michel Levy, 24 Bände, 110 Frcs., — ein gut erhaltener -vsoawsron- von Boccaccio, Paris und London 1757—1761, 5 Bände, mit Kunsteinband von Dsrome, Illustrationen von Gravelot, Boucher und Eisen, auf holländischem Papier, 316 Frcs., — dasselbe Buch 200 Frcs., — »OainsborouKÜ st »a xlaos äans l'sools anßlaiss- von Armstrong, Paris 1899, bei Hachette, brachte 205 Frcs. — Einen Schmaus für Bibliophilen bot Brunet mit seinem »Nanusl äu Ribrairs st äs l'awatsur äs livrss-, Paris 1860—65, bei Didot (sn xranä papisr); das Buch erreichte 340 Frcs. Die Londoner Ausgabe (1774—1783) »Oollsotion cowxldts äss osuvrss äs ä.-R Rousseau«, 12 Bände, brachte 201 Frcs. — der Akademiker Andre Theuriet erzielte mit seinem von Laurent Desrousseaux illustrierten Roman »ksios äss Lois-, Paris 1890, auf Japanpapier gedruckt (avant touts lsttrs), 200 Frcs., — -Osuvrss nouvsUss. Nasguss st Visa^ss« von Gavarni, Paris 1852—53, bei Lemercier, 8 Bände, brachte 140 Frcs., — »loonoloxfis par ÜAurss- von Gravelot und Cochin, Paris 1781, bei Le Pan, 4 kleine Oktavbände, 130 Frcs., — -loonoxrapbis äss Oovtswporains-, 2 Foliobände, Paris 1832, 100 Frcs., — die beiden für Archi tektur und Kunstgewerbe bedeutenden Bücher des Schriftstellers Viollet-le-Duc -Oiotionnairs raisonns äs 1'arobitsoturs kranyaiss-, Paris 1875, bei Morel — und »Oiotionnairs raisonns äu wobilier kran^ais-, Paris 1872—75, bei Morel, erreichte je 170 und 152 Frcs. Als historische Merkwürdigkeit verdient noch das Buch -RIan äs Raris, oowwsnos sn 1734» vom berühmten Minister Turgot genannt zu werden. Es trug als Schmuck das Wappen der Stadt Paris und wurde mit 165 Frcs. bezahlt. Das Werk »RraZonarä, sa vis st son osuvre» vom Baron Roger von Pour- tales, Paris 1889, bei Rothschild, mit 210 Tafeln, kam auf 98 Frcs. — Die Bücher der Bibliothek Porel zeichneten sich durch vortreff liche Illustrationen aus und boten für die Kostümfrage ein wert volles Material; die hohen Durchschnittspreise dürfen uns des halb nicht wundern. Bibliothek Heredia. Am 26.—30. März kam unter der Leitung von Bernier und Leclerc im Hotel Drouot zu Paris die Bibliothek des verstorbenen Akademikers Heredia, die meistens moderne Bücher, namentlich Romane enthielt, unter den Hammer. In dieser Beziehung haben wir auch hier interessante Preise und Werke notiert. Die hauptsächlichsten Werke unter den alten Büchern, deren Preis 300 und mehr Franken brachte, waren: Die 32 -kleine Duodezbände (Paris 1744-1768; umfassende »Oollsotion Krault«; diese wurde für 405 Frcs. versteigert. Der mit Holzschnitten versehene Folioband -Rss Osuvrss äs ?. äs konsarä 1584- 385 Frcs., — dasselbe Werk, in 2 Foliobänden (1623) 305 Frcs., — »Ra lRistoria ä'Itaiia«, Paris 1583, von Guicciardini, Exemplar des Kardinals von Bourbon, 301 Frcs., — »Nswoirss äs N. ls Oaräinal äs ksts«, Paris 1717, alter Kunsteinband von Longepierre, 305 Frcs., — das für Romanisten interessante Folio werk »Rausanias vsteris Orasoias ässoriptio» aus dem Jahre 1551, mit Einband aus dem 16. Jahrhundert, erreichte 300 Frcs. — Andre bedeutende ältere Werke waren: -II Osoawsrons-, mit Holzschnitten, Paris 1557; das Buch brachte 255 Frcs., — das von Dante geschriebene Werk »Oon l'ssxvsitious äi Obristoksro Rauäino
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