3834 Fertige Bücher. ^ 86, 14. April 1S06. Verlag Otto Lerlm N. §8 ersobisn soeben: „Oolomkine" Lin Zomnnsr-nsektstnaum von Hlkreü pickarcl iVte^er. Zweite ^.uüaxs. sparte ^usstaitunA, Lüttsnpaxisr. kreis nur 50 H orä., 35 netto, 30 ^ dar. ^ Lin Probe Lxemplar bar kür 25 pk. In dem alten Oswands einer Lisrrot-kbantasis sobsnkt uns der Dichter in leiser llssignation dis llesobiobte einer toten lugend. Oie Verse sind von einer wunderbaren Llangkülls, sie erinnern in ibrer bsransobeodsn Lobönlieit an dis Lpraobs von llokmannstbal. Lins grosse kraftvolle I-sidsnsobakt, keine I^risobs Ltimmungsn beweisen das Talent des jungen Oiebters. 2ur ^ukkübrung angenommen vorn Intimen Idealer in tVien. Ilur aut Verlangen! Oie cler Liebe Glück nickt kennen ' ' Von Kemb. Gerling. — Preis i Bar mit 33s/3Vo und 7/6, L cond. mit 25o/g. ------- 2 Exemplare zur Probe bar mit 50 Rabatt. -------- Das Buch liest sich wie ein spannender Roman! — Gerling war in Deutschland vor nahezu 20 Jahren der erste, der in Wort und Schrift als Kämpfer gegen tz 175 des Str.-G.-V. auftrat. In seinem Vorwort schreibt er: Hohn und Spott, die ersten Symptome der Volkskrankheit „Verständnislosigkeit", tönten mir allenthalben entgegen. Helle Entrüstung folgte, als ich gar Mitleid und Gerechtigkeit forderte für jene Unglücklichen, „die der Liebe Glück nicht kennen". Die Zeiten haben sich geändert. Das Volk ist erwacht und Geschlechtsfragen sind diskutabel geworden. Allerdings fehlt es auch heute nicht an Leuten, die jeden Versuch der Aufklärung mit einer Denunziation beim Staatsanwalt beantworten. Wenn ich die heikle Angelegenheit unbeirrt auf's neue entrolle, so geschieht das nicht, um Empfindungen der Lüsternheit auszulösen; vielmehr wünsche ich, daß Berufserzieher, Eltern und nicht zuletzt Priester sich mit der Frage beschäftigen: „Kann die Entwicklung der Bisexualität und Homosexualität verhindert werden und wie könnte das ge schehen?" Ferner: „Können die Bedauernswerten bewahrt werden vor dem ihnen drohenden und sie möglicherweise gesell schaftlich vernichtenden Fall?" Ich meine, das sind Fragen von allergrößter Wichtigkeit, und der Abscheu vor unverständlichem und selbst ekelhaftem Tun darf uns von der Diskussion dieser Fragen nicht zurückhalten. Wer Jugend- und Volkserzieher sein will, der darf nicht erbeben, wenn er plötzlich an dunklen Abgründen menschlichen Seelenlebens steht; er muß ihre Tiefen ermessen, sie ausgleichen oder doch zu überbrücken suchen! Ausdrücklich sei es an dieser Stelle betont, daß ich den llranismus weder verherrlichen will, noch etwa gar die Betätigung homosexueller Triebe verteidige. Diese Schrift soll das Interesse weiter Kreise für eine der wichtigsten Fragen erwecken, damit die Erziehung dem Unheil vorbeuge, soweit dies möglich ist, bis dereinst „mildere Jahrhunderte Philipps Zeit.-! verdrängen" und das Kainszeichen verlöschen, das Gesetzgebung und Volksanschauung heute denen noch aufprägen, „die der Liebe Glück nicht kennen". Die Titelzeichnung ist in geschmackvoller, dezenter, dabei streng moderner Weise von Daniel Buck ausgeführt und dürfte, ins Fenster gestellt, seine Wirkung nicht verfehlen. Weißer Bestellzettel anbei!