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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.01.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-01-25
- Erscheinungsdatum
- 25.01.1908
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- Deutsch
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20, 25. Januar 1908. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 1003 (Mommscn) daß er Nutzen bringt. Vor der Verlängerung der Vorlegungssrist noch die Post gibt. Papiergeld soll der Scheck nicht darstellen. Ein Vorteil für die Banken liegt in der großen Ausdehnung des Scheckverkehrs nicht; trotzdem müssen wir verlangen, daß sie ihn Abgeordneter Wagner (Volksp.) vertritt die Wünsche der kleinen Gewerbetreibenden und spricht die Hoffnung aus, daß die Vorlage in der Kommission eine Gestalt gewinnen möge, die den Wünschen des Mittelstandes zum Segen gereiche. Darauf wird die weitere Beratung abgebrochen. (nach: Deutscher Reichsanzeiger.) Kleine Mitteilungen. * GeschäftS-Jubiläum. — Am heutigen 25. Januar begeht die Verlagsbuchhandlung Wilhelm Violet in Stuttgart den Gedenktag ihres fünfzigjährigen Bestehens. Die Firma wurde am 25. Januar 1858 in Leipzig von Wilhelm Violet gegründet. Dieser richtete sein Augenmerk vor allem auf Schul- und sprach wissenschaftliche Literatur und brachte auf diesem Gebiet eine Ausländer erschienen, hervorgehoben seien. Zunehmendes Alter und der Mangel eines erblichen Nachfolgers bestimmten Violet 1895, seine Tätigkeit einzuschränken und nach Dresden über zusiedeln. Sein Wunsch war, das Geschäft nach seinem Tode durch seinen früheren Mitarbeiter H. O. Sperling fortgeführt zu sehen. Dieser erwarb es auch kurz nach Wilhelm Violets Tode Anfang 1902 von dessen Witwe und verlegte den Sitz der Firma nach Stuttgart. Unter der tatkräftigen und verständnisvollen Leitung des neuen Inhabers blühte der Verlag wieder rasch empor. Mit richtigem Blick erkannte Sperling, wo die bessernde Hand an- hinzu, vergrößerte den Verlag durch weitere einschlägige Werke, auch durch Ankauf der Lehrbücher nach der Methode Schliemann, denen er seine besondre Sorgfalt widmet und die er ebenfalls umarbeiten ließ. Ein gut ausgestatteter und sehr übersichtlich geordneter Ver lagskatalog, der zum Gedenktage erschienen ist, bringt das Bildnis Wilhelm Violets (geboren 23. April 1831, gestorben 29. Oktober 1901) und eine eingehende Schilderung seines Lebens und Wirkens von der Hand seinens Nachfolgers Otto Sperling. Zum Ehrentage der angesehenen Firma wünschen wir ihrem neuen Inhaber und Leiter weiteres Blühen und Gedeihen seines schönen Verlags I Versicherung von Telegrammen. — Eine ganz neue Ver sicherungsform hat Dänemark soeben ins Leben gerufen. In einem Aufsatz der -l'iäsgkrikt. kor li.6t8viä6vskab« betonte im vorigen Jahre der norwegische Professor Fr. Slang, es sei genau so viel Anlaß dazu, Depeschen zu versichern, wie Post- und Bahnsendungen, und das Telegraphenwesen müßte für Fehler und Verzögerung der Depeschen verantwortlich M. Gredsted, der den Artikel las, interessierte sich für die Sache und schrieb schon am 12. Februar 1907 in »Ler1ivA8lrs liäeväe- (Kopenhagen) einen Aufsatz über Schadenersatzanspruch in solchen Fällen. Er war sich darüber klar, daß eine derartige Versicherung nicht unmittelbar vom Telegraphenamt eingeführt werden könnte, da laut der internationalen Konvention das Telegraphenwesen mit Unterstützung der Telegraphenbehörden möglich zu machen. Meyer ging darauf ein, man verhandelte mit einem oersicherungs kundigen dänischen Juristen, Reichsgerichtsanwalt Bache, und nun gesellschaft »Oav8k6 lüo^ä- (Generalkonsul v. Haarst), Kopenhagen, einen Vertrag abgeschloffen, wonach diese auf Grund eines von Gredsted ausgearbeiteten Plans solche Versicherung übernimmt, beginnend am 1. Februar 1908. Die Gesellschaft hat dem Staat pekuniäre Sicherheit stellen müssen. Man kann nun die Verluste, die man durch Fehler beim Tele graphieren oder durch Verspätung der Depeschen erleidet, ver sichern. Als geringste Versicherungssumme sind vorläufig 500 Kr., als höchstzulässige 5000 Kr. festgesetzt. Die Prämie wird nach dem Risiko bestimmt, das im Verhältnis zur Anzahl der Um telegraphierungen steht. Im übrigen ist die internationale Wort taxe der Prämienberechnung zugrunde gelegt. Je nach der Höhe der Versicherungssumme ist die Prämie gleich der Taxe für 3, 4 oder 6 Worte. Die Länge des Telegramms ist in allen Fällen gleichgültig. Für Code Telegramme, bei denen ja Tele graphierungsfehler leichter Vorkommen können, ist die Prämie die doppelte. Natürlich ist, um auf die Versicherungssumme Anspruch zu haben, der Nachweis des direkten Verlustes, den man erlitten hat, erforderlich; es wird sich also in erster Linie um Geschäfts telegramme handeln. Die Versicherung wird bei Aufgabe des Telegramms in der einfachen Weise gezeichnet, daß auf das Depeschenformular eine Anzahl besonders dazu hergestellter Freimarken, die die Ver sicherungssumme angeben, aufgeklebt wird. — Nach einem Jahre, wenn man erst Erfahrungen gesammelt haben wird, glaubt man die Versicherungsbedingungen revidieren zu können. Als Beispiel kann folgendes gelten: Wünscht jemand ein Telegramm innerhalb Dänemarks oder nach Schweden oder Nor wegen für 500 Kr. zu versichern, so hat er für 15 Öre Freimarken darauf zu kleben; geht es nach Deutschland, für 20 Öre, nach England und Frankreich ca. 40 Öre. Die Präme ist verhältnis mäßig weit geringer, wenn die gewählte Versicherungssumme steigt. Auch kann der Absender seine gesamte jährliche Depeschen- Länder, insbesondere die slawischen, hat die dänische Telegraphen verwaltung von der Versicherung vorläufig ausgeschloffen, da es unmöglich war, für diese das Risiko zu berechnen. G. Bargum. * Remittendenfaktur-Bordrucke O.-M. 1908. (Vergl. 1907 Nr. 291. 293-303; 1908 Nr. 1—19 d. Bl.) — Weitere Eingänge: Moritz Diesterweg, Frankfurt (Main); Carl Flemming, Verlag, A.-G., Berlin. * Zinsvergütung vei O.-M.-Vorauszahlungen. Über weisungen auf Girokonto bei Banken. Verrechnungsscheck. (Vgl. Nr. 5, 6. 7, 8. 9. 10, 11. 13, 15, 16, 19 d. Bl.) Die hier genannten Firmen vergüten für Vorauszahlung des O.-M.-Saldos die nebenbemerkten Zinssätze (außer 1A Meß- agio) und nehmen Schecks »Nur zur Verrechnung- an, soweit sich nicht Überweisung auf Bank-Girokonto als zweckmäßiger empfiehlt. Theodor Oswald Weigel, Leipzig, 4 A aufs Jahr. * Vom Geldmarkt. (Vgl. 1907 Nr. 263; 1908 Nr. 4, 11, 14 d. Bl.) — Die Bank von England hat den erst kürzlich wiederholt ermäßigten Diskont am 23. Januar 1908 weiter auf 4 Prozent ermäßigt. Gleichzeitig, am 23. Januar 1908, hat die Bank von Frankreich den Diskont um */g Prozent auf 3 Prozent herabgesetzt. * Musikhandschriften. — Die Firma C. G. Boerner in Leipzig teilt uns mit, daß sie nach dem Tode Josef Joachims dessen wertvolle Sammlung von Musikmanuskripten der großen Meister von den Erben erworben und soeben — mit Ausnahme der Manuskripte von Mendelssohn und Schumann — an einen großen österreichischen Sammler weiterverkaust hat. Unter diesen Musikmanuskripten befanden sich die Autographen bekannter Stücke der Musikliteratur, eine Kantate von Bach, eine Romanze 130*
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