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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.07.1909
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1909-07-09
- Erscheinungsdatum
- 09.07.1909
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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^ 156, 9. Juli 1909. Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 8145 9. Jahrhundert darbringen, die Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen eine Gedenkmedaille übergeben. Bon ehemaligen Studierenden der Universität, ins besondere solchen, die während ihrer Studienzeit das Konvikt ge- nossen haben, wird als Jubelspende ein durch freiwillige Beiträge gesammeltes namhaftes Kapital zur Gründung weiterer Konvikt freistellen dargebracht werden. Der Verein sächsischer Richter und Staatsanwälte beschloß, anläßlich der Jubiläumsfeier der Universität eine Geld stiftung zur Unterstützung vorübergehend im Ausland studierender deutscher Studenten zu errichten; der Vorstand der Anwalts kammer im Königreiche Sachsen faßte den Beschluß, der Juristischen Fakultät als Ehrengabe ein von den sächsischen Rechts anwälten aufgebrachtes Kapital von 6000 ^ in 4^ mündelsicheren Wertpapieren zu überreichen, deren Zinsen einem Privatdozenten der juristischen Fakultät ohne Rücksichtnahme auf etwaige Be dürftigkeit zu Studienzwecken alljährlich oder in größeren Zeit abschnitten verliehen werden sollen. Auch von privater Seite liefen reiche Zuwendungen ein. Herr Verlagsbuchhändler Georg Hirzel in Leipzig über wies zur Erweiterung ihrer Bücher- und Sammlungsbestände der unter Professor Fischer stehenden arabisch-islamischen Abteilung des semitistischen Instituts der Universität eine Spende von 1000 dem indogermanischen Institut 4000 ^ und dem ägyptologischen Institut 1000 Außerdem stiftete er für die Bibliotbek des indogermanischen Instituts die bisher erschienenen 12 Bände des deutschen Wörterbuchs von Jakob und Wilhelm Grimm. — Frau Professor Grube will, nachdem sie die ostasiatische Bibliothek ihres verstorbenen Gemahls zur Erinnerung seiner Tätigkeit als ehe maliger Dozent der chinesischen Sprache an hiesiger Universität der Universitätsbibliothek geschenkt hat, aus Anlaß des Jubiläums noch das Mobiliar für das Zimmer, in dem die Bibliothek auf gestellt wird, zum Zweck von Seminarübungen an Ort und Stelle stiften. — Fräulein Helene Schunck in Leipzig hat eine Schunck- Stiftung errichtet, bestehend aus einem Kapital von 10 000 .k, dessen Zinsen zu einem Stipendium für reichsdeutsche Studenten der Universität Leipzig, die Söhne unbemittelter Kaufleutc sind, verwendet werden sollen — unter Bevorzugung geborener Leipziger oder von Söhnen geborener Leipziger. — Herr Verlagsbuchhändler vr. Herrmann Meyer in Leipzig errichtete zum Andenken an seinen Vater, Herrn Herrmann Julius Meyer und dessen soziale Fürsorge, die er durch seine Stiftung des Vereins zur Erbauung billiger Wohnungen bewiesen hat, eine »Herrmann Julius Meyer-Stiftung«, bestehend aus dem Kapital von 10 000 ^ zur Förderung theoretischer und praktischer Studien der Volkswirtschaft, insbesondere auf dem Gebiete der Wohnungsfrage. Die Zinsen sollen für Preisarbeiten über volks wirtschaftliche Themen, besonders über die Wohnungsfrage, an des volkswirtschaftlichen Seminars, sowie die Studierenden der Universität Leipzig und der technischen Hochschule Dresden beteiligen dürfen, zur Unterstützung volkswirtschaftlicher Studien, vorzugsweise auf dem Gebiete der Wohnungsfrage, und zur Erweiterung der Bibliothek des volkswirtschaftlichen Seminars verwendet werden. Herr Architekt Raymund Brach mann in Leipzig überwies, um das Andenken seines Vaters, des Herrn Amtsgerichtsrat Arthur Hermann Brachmann, zu ehren, den Betrag von 6000 zur Errichtung einer Konvikts freistelle, auf die reichsdeutsche Studenten Anspruch haben, unter Bevorzugung von Angehörigen der Familie des Stifters. Herr Professor vr. F elix in Leipzig schenkte anläßlich des Jubiläums und seines eigenen 25jährigen Dozentenjubiläums den Betrag von 10 000 Davon sollen 7000 ^ dem Fonds zur Erbauung nicht innerhalb fünf Jahren begonnen wird, zur Gründung einer Konviktsfreistelle verwendet werden. 1000 sollen dem Direktor des Paläontologischen Instituts zur Anschaffung eines den Ansprüchen moderner Wissenschaft entsprechenden Mikroskops nebst Nebenapparaten übergeben werden. 2000 ^ sind für den Direktor der Universitätsbibliothek bestimmt, um Lücken in den Beständen der geologischen und paläontologischen Literatur aus zufüllen.— Herr Hofprediger und Superintendent F. W. Schubart in Zerbst übersandte der Universitätsbibliothek seine aus 8 Bänden Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 76. Jahrgang. bestehenden Schriften. — Herr Kaufmann Eugen Platky in Leipzig schenkte derselben die bei Hiersemann erschienene kostbare Ausgabe des llreviaiiuin drimani der Markusbibliothek in Venedig, bestehend aus 300 farbigen und 1268 getönten Tafeln in Photo heliogravüre, ein hervorragendes Denkmal mittelalterlicher Miniaturhandschriften. Für alle die aufgeführten Stiftungen, die dem lebhaften An teil an der Jubelfeier so beredten Ausdruck geben, schuldet die Universität den freundlichen Gebern wärmsten Dank. Züttichauer Verlagsanstalt, G. m. b. H. in Züllichau. — Handelsregistereintrag: In unser Handelsregister 6 ist heute unter Nr. 8 folgendes eingetragen: Züllichauer Verlagsanstalt, Gesellschaft mit be schränkter Haftung zu Züllichau mit dem Sitz in Züllichau. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Begrün dung, der Betrieb, die Unterstützung und die Veräußerung von Zeitungsverlägen, Druckereien, Papiergeschäften und aller hiermit in Zusammenhang stehenden Geschäfte sowie der Erwerb von Grundstücken zu den gedachten Zwecken. Stammkapital 21 500 ^ Geschäftsführer sind: Rittmeister a. D. Oskar von Kos- cielski zu Groß - Schmöllen und Ritterschaftsrat Alfred von Sydow zu Lang-Heinersdorf. Gesellschaftsvertrag vom 26. April 1909. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeder Geschäftsführer für sich allein berechtigt. Sie haben mit der Gesellschaftsfirma, welche auch auf mechanischem Wege hergestellt werden kann, und ihrer Unterschrift zu zeichnen. Züllichau, den 24. Juni 1909. (gez.) Königliches Amtsgericht (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 152 vom 1. Juli 1909.) Das ungarische Scheckgesetz. — Zu diesem neuen Gesetz schreibt die »Neue Freie Presse«, Wien: Am 1. Juli l. I. ist der ungarische Gesetzartikel 68 über den Scheck in Kraft getreten, und es wird von ihm ein bedeutender Aufschwung des Scheckumsatzes in Ungarn erwartet. Dieses Scheckgesetz ist in Europa bereits das dreizehnte Scheckgesetz, beziehungsweise Handelsgesetz und Obli gationenrecht, in dem Schecknormen aufgestellt sind, und bringt die modernsten Erfahrungen auf diesem Gebiete zum Ausdruck. Das neue ungarische Scheckgcsetz ist von allen bisher erschienenen Scheckrechten materiell und formal das ausführlichste und bestimmt mit einer minutiösen Genauigkeit die meisten bisher im Scheck wesen vorkommenden Fälle. Bezüglich der Textierung lehnt es sich an das maßgebende österreichische sowie an das deutsche Scheckgesetz an. Es soll als ein Vorzug des ungarischen Gesetzes hervorgehoben werden, daß seine Textierung in einer sehr ver ständlichen Form erfolgt ist, so daß nicht nur der Jurist, sondern auch jeder gebildete Kaufmann es sofort fassen kann. Die eigen artige Rechtserscheinung des Schecks ist unter Berücksichtigung der verschiedenen Rechtsquellen in allen Formen des Schecks, die sich bisher im Umlaufe bemerkbar machten, gebührend berück sichtigt worden. Gewerbe-Aufsicht der Papier-Industrie in Preußen 19V8. — Dem Jahresbericht entnimmt die Papierzeitung folgendes: Im polygraphischen Gewerbe wurden in Preußen 404 Fabrik betriebe mit 16 376 Arbeitern gezählt, davon waren 9467 er wachsene männliche Arbeiter, 4826 Arbeiterinnen über 16 Jahre, 2060 junge Leute von 14 bis 16 Jahren und 23 Kinder unter 14 Jahren. 234 Betriebe mit 12 933 Arbeitern wurden revidiert. — Von Buchdruckereien und Schriftgießereien unterstanden der Revision 3665 Betriebe mit 77 233 Arbeitern (1907: 3603 mit 76 739); hiervon waren 54 783 erwachsene männliche Arbeiter, 13 757 Arbeiterinnen über 16 Jahre, 8601 junge Leute von 14 bis 16 Jahren, 92 Kinder unter 14 Jahren. Revidiert wurden 2372 Betriebe mit 63 127 Arbeitern. — In der sogenannten Papier- Industrie (Papier- und Papierstoff-Fabrikation und -Verarbeitung ohne Druckgewerbe) wurden 1923 Betriebe gezählt mit 84 454 Arbeitern (1907: 1890 mit 84 253); hiervon waren 47 519 (47106) erwachsene männliche Arbeiter, 28 528 (28 671) Arbeiterinnen über 1057
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