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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.09.1895
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1895-09-20
- Erscheinungsdatum
- 20.09.1895
- Sprache
- Deutsch
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- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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Lrlchelni (tn Verbindung mit den »Nach richten aus dem Buchhandel») täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — JahreSprctS: siir Mitglieder ein Exemplar 10 X, siir Nichtmitglieder SV Börsenblatt für den Anzeigen: für Mitglieder 10 Pfg., für Nichtm-tglicdcr 20 Psg., für Nichtbuch händler 20 Psg. die dreigespaltencPctit- zcile oder deren Raum. Deutschen Buchhandel und die verwandten Geschäftszweige. Eigentum des Börseiivercins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. 219. Leipzig, Freitag den 20. September. 1895. Amtlich Zur gefälligen Beachtung! Die Teilnehmer am XVII. Kongresse des Internationalen Verbandes zum Schuhe des Urheberrechts an Werken des Schrifttums und der Kunst (^ssoolletiou littarüirs et irrtistigus illtsruktt.ioilu.Is), der vom 21. bis 28. September 1895 in Dresden tagt, statten am 28. September der Stadt Leipzig einen Besuch ab, wo der Kongreß im Deutschen Buchhändlcr- hause seinen offiziellen Schluß finden wird. Bei diesem Anlaß wird jedem der Festtcilnehmer (ca. 400 Personen) unter anderen auch eine Nummer der »Nachrichteil aus dem Buchhandel« überreicht werden, deren Inhalt von einigem Interesse für die Mitglieder des Verbandes sein wird. er Teil. Da diese Nummer voraussichtlich von den Empfängern aufbewnhrt werden wird, so erhalten Anzeigen darin einen bleibenden Wert. Es bietet sich demnach eine günstige Gelegen heit zur Ankündigung von Vcrlagswerkcn und Zeitschriften, die für Schriftsteller, .Komponisten, Rechtsgelehrte, Künstler re von Bedeutung sind. Der Anzeigenpreis beträgt für Mitglieder des Börscnvereins 10 netto, für Nichtinitglieder des Börseiivercins 20 H netto. Leipzig. Geschiistsstcllr des Üörsrnvcrciiis brr deutschen stiichhüiidter. Nichtamtlicher Teil. Reingewinn im Buchhandel. Die Berichte der Handelskammern klagen immer über schlechte Zeiten und ungenügenden Reingewinn, und wo auch Geschäftsleute zusammenkommen, wird dieses Thema behandelt. Uebermäßige Steuern und Spesen, Kundcnrabatt und schlechte Zahler verringern den Gewinn so sehr, daß streng genommen von einem Reingewinn meist keine Rede mehr sein kann, sondern höchstens von einem mäßig hohen Gehalt für den Besihcr, oft auch davon nicht. Hiervon macht der Sortiments buchhandel offenbar eine sehr erfreuliche Ausnahme; denn Annoncen wie nachstehende gehören nicht zur Seltenheit: Ich bin beauftragt zu verkaufen: In einer mittleren Stadt eine tüchtig geleitete, aus- dchnungsfähige Sortiincnlsbuchhandlung mit einem Umsatz von 13—14 000 V/: p. a. Reale Werte circa 0000 „L. Jährlicher Reingewinn circa 2500 ./k. X. In einer Stadt mit circa 12 000 Einwohnern ist eine konkurrenzlose Buchhandlung baldigst zu verkaufen. Das noch junge Geschäft machte einen Umsatz von 10—11 000 - bei 2700 Reinertrag.'— Kauf preis 6000 X. Mein Sortimentsumsatz betrügt nun freilich nicht 10 bis 14 000 sondern ganz erheblich mehr; aber ich kann wohl kaum nnnehmen, daß ein größeres Geschäft einen wesentlich kleineren Gewinn-Prozentsatz ergiebt, da viele Unkosten bei großem wie bei kleinem Umsatz fast gleich bleiben, dagegen Particpreise und Umsatzprämieen bei größeren Geschäften den Gewinn erhöhen. Ich habe mich auch bei andern Kollegen, die einen Umsatz von mehr als 50 Mille erzielen, über den Reingewinn erkundigt und fand einen solchen von 7—lOO/g inklusive Gehalt des Prinzipals. Jeder Kollege möge einmal nach seiner Erfahrung den Bruttogewinn von 14 000 ^ ausrechnen und ihm gegenüber den Zins von 6000 den Kundcnrabatt und die Verluste, ferner die Auslagen für Miete, Heizung, Beleuchtung, Lauf- Zweiundsechziosi-r Jahrgang. burschen, die Fracht- und Portoauslagcn und Kommissionär- spcscn, Steuern und die vielen kleinen Ausgaben, die jährlich gemacht werden müssen, cntgegenstellen, und es wird wohl niemand mehr an einen Reingewinn von 2500 ^ glauben. Wie vollends bei l 1 000 .>6 Umsatz 2700 Reingewinn bleiben soll, ist mir rein unverständlich; ich muß deshalb an nehmen, daß der betreffende Herr Kollege nur Probeexemplare verkauft, die er mit 50 Prozent bezieht, und daß ihm hier bei nie ein Buch liegen bleibt Solche Anpreisungen vermögen ja freilich nur Neulinge zu täuschen; besser aber wäre es, sie unterblieben. —v— Die Titelnachahimmg. In letzter Zeit mehren sich die Fülle, in denen Ver leger neu erscheinender Bücher sich das gute Renommee älterer dadurch zu 'Nutze zu machen suchen, daß sie ihnen Titel geben, die auf den ersten Blick erkennen lassen, daß sic nur zur Täuschung des Publikums ersonnen sind. Freilich wird das von den betreffenden Verlegern stets abgeleugnet lind ein Beweis ist ja wohl daraufhin nicht zu führen; aber das ändert an der Sache nichts, die für jeden Unbeteiligten klar liegt. Kürzlich ist mir selbst ein solcher Fall vorgekommen. Im vorigen Jahre gab ich unter dem Titel »Kölner Mander bach« ein kleines Merkchen heraus, das eine so gute Aus nahme fand, daß die starke Auflage in einigen Monaten ver griffen war. Die Firma Karl Warnitz L Co. in Köln hatte vor vielen Jahren ein Wcrkchen verlegt unter dem Titel »100 Ausflüge für wanderungslustige Kölner«, das eine ganz andere Anlage hatte als mein Wandcrbuch und keinen Anklang gefunden hat. In diesem Jahre nun, nachdem von meinem »Kölner Wanderbuch« das erste Bändchen in neuer Auflage erschienen und ein zweites hinzngekommen war; nachdem die »Kölnische Zeitung« , die »Kölnische 679
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