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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.09.1895
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1895-09-16
- Erscheinungsdatum
- 16.09.1895
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18950916
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189509161
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1895
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Lrtchetni (In Verbindung mit den -Nach richten aus dem Buchhandel») tdglich mit NuSnahme der Sonn- und Feiertage. — JahrcSpreiS: siir Mitglieder c t n Exemplar 10 X, ,«r Nichtmilglieder so X. Börsenblatt für den Anzeigen: für Mitglieder 10 Psg., M Nichtmilglieder so Psg., für Nichtbuch- hiindier 30 Pfg. die drcigcspaltenePetit- zeile oder deren Raum. Deutschen Buchhandel und die verwandten Geschäftszweige. Eigentum des BörseiwerciiiS der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. 215. Leipzig, Montag den 16. September. 1895. Nichtamtlicher Teil. Die neuert billigen Zeitschriften und der Verdienst des Sortimenters. Es ist wieder merkwürdig stille geworden mit dem Ver langen der Sortimenter nnd ihrer Vertreter in den Orts- nnd Kreisvercincn noch einer besseren Robnttiernng der Zeit schriften, dornm mich konnten neuerdings bei verschiedenen schon ohnedem billigen Zeitschriften weitere Preisermäßigungen versucht werden, wobei der Sortimenter thatsächlich sein Geld darauf legen müßte, wenn er wirklich so kurzsichtig wäre, Bestellungen darauf ohne Preiszuschlag anzunchmen. Wir erinnern nur an die Berechnungen, die in der Flugschrift aus gestellt sind: »Was der Sortimenter an Zeitschriften verdient — Leipzig 1893.« Aber nicht um einen Angriff gegen eine bestimmte Firma ist es hier zu thun, denn da. müßte ich ja auch deren mehrere nennen, die den Nnf nach angemessenerer Bezahlung der Sortimenter, als ihrer Mitarbeiter, bisher nngehört verhallen ließen, während in dankenswerter Weise eine ganze Anzahl von Zeitschrift-Verlegern (Daheim — Dies Blatt — Ratgeber für Obstbau und andere) durch den Ausdruck eines Zuschlages ihren in Not befindlichen Kollegen wenigstens in etwas entgegcngckommen sind. Besser hat es noch die Gartenlaube gemacht, indem diese den Ordinärprcis nnd Rabatt erhöhte. Wenn aber selbst Verleger wie die zuletzt genannten es für recht und billig halten, daß dem Sortimenter ein Zuschlag für Besorgung ihrer Zeitschriften gebührt, so sollten diejenigen unter uns Sortimentern, die sich dieser für uns so hochwichtigen Frage gegenüber (für uns weit wichtiger als Ramschbuchhaudel, da sie uns tagtäglich aufs einschneidendste berührt) noch glcichgiltig verhalten haben, doch noch einmal genauer zusehen und einmal vier Wochen lang ihre Fracht-, Kommissions-, Barkonto-, Personalspesen, das Inkasso und die Verluste genau berechnen, um selbst zu finden, daß ihnen dann für ihre eigene Mühewaltung der Kon trolle, die namentlich beim Quartalswcchscl unsere ganze Aufmerk samkeit erheischt, weniger als nichts übrig bleibt. Dann werden sic sich auch zu dem einzig wirksamen Mittel rasch und leicht entschließen, auf alle diejenigen Zeitschriften, deren Verlcgcr- sich bisher unserem berechtigten Verlangen widcrsctzten, einen Zuschlag von 10—15»/o, je nach der Höhe des Ordinär- und Nettopreises und der ins Gewicht fallenden öfteren Erschei nungsweise, zu erheben. Einsender dieses hat das seit ca. drei Jahren bei allen neuen, namentlich den billigen Modenzeitungen mit bestem Erfolge eingeführt und damit zugleich den Einwurf beseitigt, der ihm auf der Versammlung des bayerischen Krcisvereins im Jahre 1893 zu Nürnberg, wo er die Frage zur An regung brachte, cntgegcngehalten wurde, daß wir ein solches Vorgehen wegen der Konkurrenz der Post nicht wagen dürften. Der andere Einwurf ging dahin, daß die Zeitschriften uns mit dcm lauslräsiigcn Publikum m Fühlung erhielten Zweüuidscchzigsler Jahrgang. und deshalb sogar ein Opfer gebracht werden müßte! Auch das trifft nicht zu; denn, bitte, meine Herren Kollegen, sehen Sie sich doch die Leser der weitaus größten Zahl aller Zeit schriften einmal an und beobachten Sie, was jene im Laufe des Jahres sonst noch kaufen. Von neun Zehnteln ist es nicht einer, der uns für diese zarte Rücksichtnahme Dank erweist; denn das sind Näherinnen, kleine Kaufleutc und noch kleinere Privatiers, deren Budget für Lektüre mit diesem Abonnement vollständigerschöpft ist, und das letzte Zehntel, nämlich die Leser besserer, belletristischer und ivisscnschaftlicher Zeitschriften soll mit dem Verlangen nach Preiszuschlag gar nicht getroffen werden, da diese Zeitschriften zu, bis jetzt wenigstens noch auskömmlichen, höheren Ordinär- und Nettopreisen verkauft und geliefert werden, womit aber durchaus nicht gesagt sein soll, daß die Herren Verleger solcher Zeitschriften nicht auch durch höhere Rabattierung uns helfend zur Seite treten dürften. Aber ganz unerträglich ist jetzt die Preisunterbietung bei einer gewissen Kategorie von Zeitschriften geworden, alles nur auf Kosten des geduldigen, ja hierin wirklich zu geduldigen Sortimenters, wogegen wir uns doch jetzt endlich wie ein Mann erheben sollten, - und dazu jeden Einzelnen, wie unsere Vertreter in den Orts- und Kreisvereinen wiederholt nufzufordcrn, ist der Zweck dieser Zeilen. 8. Zum Artikel »Bringerlohn« in Nr. 209 d. Bl. Vorehrliche Redaktion! Gestatten Sic auch uns ein Wort in der von »einem Sorti menter-- in Nr. 209 vom 9. d. Mts. erörterten Angelegenheit der billigen Modcblätter. Ohne auf den Streit zwischen den zwei Herren Berliner Verlegern einzugchen (ein Streit, bei welchem ent schieden nicht der Sortimentsbuchhandel der dritte ist, der sich freut), ohne zu untersuchen, ob es angemessen sei, den Konkurrenzkampf in dieser Weise, wobei der Sortimenisbuchhandel die Kriegskosten trägt, auszufcchten, wollen wir nur zivci sachliche Jrrtümer des Herrn Einsenders, die uns betreffen, richtig stellen. Erstens ist es falsch, daß -alle Schritte einzelner, wie von Korporationen, den Rabatt auf Zeitschriften erhöht zu sehen, im ganzen vergeblich gewesen seien--. Der gefertigte Verlag der »Wiener Mode-- hat vielmehr, wie aus dem schon am 31. August d. I. versandten Rundschreiben hervorgeht, den auf Rabattcrhöhung ge richteten Wünschen Rechnung getragen und — unbekümmert um den Preiskrieg Lipperheide - Schwerin — bei Nufrechterhaltung des Ordinar-Prciscs von 2 .//! bO den Rabatt für neugewonnene Kon- tinuationcn auf 50 erhöht. Zweitens ist cs sohin falsch, wenn der Herr Einsender in seinem Bemühen, einen Teil der Kriegslasten auf das Publikum zu übcr- wälzen, einen Bringerlohn »allgemein auf Zeitschriften, die viertel jährlich unter 3 ord. kosten-, eingeführt wünscht. Bei der »Wiener Mode-, die 2 50ord. kostet, wird 1 ./il, cvent. 1 25 -Z verdient. Einen Bringerlohn zuzuschlagen, scheint uns ganz überflüssig, und wir glauben, daß der Vorschlag des Herrn »Sortimenters» zweckmäßiger dahin gelautet hätte, Briugerlohn auf jene billigen und nllcrbilligsten »großen» und »kleinen» Modcblätter cinzuhcben, die in ihrem Konkurrenzkämpfe die Rücksicht auf die Interessen des Sortiments so völlig außer Acht lassen. Gegen die Hineinzichung der übrigen Modejvurnnle, welche nicht ohne Schwierigkeit unentwegt an Ordinär-Prcis und Rabatt fest halten oder, ivic wir, sogar erhöhen, glauben wir uns verwahren 666
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