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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.08.1895
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1895-08-12
- Erscheinungsdatum
- 12.08.1895
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1895
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"Lrlcheint (in Verbindung mit den »Nach richten aus dem Buchhandel«) täglich mit Ausnahme der Soun- und Feiertage. — Jahrespreis: für Mitglieder ein Exemplar 10 für Nichtmitglieder 20 Börsenblatt für den Anzeigen: für Mitglieder 10 Pfg., für Nichtmitglieder 30 Pfg., für Nichtbuch händler 30 Pfg. die dreigespalteuePettt- zeile oder deren Raum. Deutschen Buchhandel und die verwandten Geschäftszweige. Eigentum des Biirscnlicrcins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. 186. Leipzig, Montag den 12. August. 1895. Nichtamtlicher Teil. Die Gründung der Allgrmeiimi ^Irrriniguiig driltsihrr BllllilMdliliigsgelMil. In Ergänzung des Berichts über die Gründung einer Allgemeinen Bereinigung deutscher Buchhundlungsgehilfen« in Nr. 181 d. Bl., der kein hinreichend klares Bild van den Zielen der »Bereinigung« gab, lassen wir nachstehend den aus führlichen Verhandlungsbericht aus dem Gehilscnblatt Unser Blatt« folgen und schicken zum besseren Verständnis diesem Bericht den Programm-Entwurf der Anreger und das mit diesem versandte Begleitschreiben voraus: I. sBegleitschreiben.j Hannover, Mai 1895. Sehr geehrter Herr Kollege! Wie sich bei uns und in anderen größeren Städten, in denen sich Kollegen-Vereine befinden, schon seit längerer Zeit eine starke Strömung zur Erhaltung und Förderung unseres Standes immer mehr und mehr geltend macht, und das Bestreben immer deutlicher hervortritt, den gesamten Buch Händler-Stand in Würde und Ansehen zu erhalten und zu neuen Ehren zu bringen, glauben wir in der Annahme nicht fehl zu gehen, daß auch bei Ihnen warme Herzen schlagen für große und erhabene Ziele und Bestrebungen. In der Anlage beehren wir uns, Ihnen einen Programm- Entwurf behufs Gründung einer »Allgemeinen Vereinigung deutscher Buchhandlungs-Gehilfen« zu unterbreiten, der aller dings noch ausdehnungsfähig sein dürfte und auch ivohl noch in manchem verbessert werden wird. Nach langer, reiflicher Ueberlegung haben ivir uns entschlossen, unsere Gedanken und Bestrebungen einer Verwirklichung näher zu bringen und haben hierbei die lleberzeugnng gewonnen, daß die von uns vorgeschlagene Vereinigung nur eine Frage der Zeit ist, sobald sich erst die Kollegen-Vereine zusammengeschlossen haben. In erster Linie müßten die größeren und angesehenen Vereine diese Angelegenheit zu der ihrigen machen und die zu gründende »Vereinigung« in jeder Beziehung unterstützen. Der Zusammenschluß der Vereine kann unscrs Erachtens keine große Schwierigkeit bieten, da eine solche Verschmelzung auf derselben Grundlage beruhen würde, welche die Grund- ueste jedes einzelnen Vereines ist. Es ist das Gefühl der Kollegialität, der Zusammengehörigkeit, der Berufstreue und des Stnndcsbewußtseins. Wenn die Vereinigung auf dieser Grundlage aufgebaut wird, muß dieselbe bestehen, solange noch Vereine jüngerer Buchhändler und Buchhandlungsgehilfeu vorhanden sind. Es würde von großem Wert sein, wenn auch Ihr Verein unsere Bestrebungen unterstützen würde. Wir haben gleichzeitig alle Kollegen-Vereine in Deutschland gebeten, zu den schwebenden, wichtigen Tagesfragcn, die unser Programm- Entwurf zum großen Teil enthält, Stellung zu nehmen und uns bis 1. Juni d. I. ihre Entschlüsse mitzuteilen, und er- Zweiundskchzigsier Jahigaug. suchen Sie, auch Ihrerseits bezügliche Anträge und Fordecungcn zusammenzufassen und uns dieselben gleichfalls bis zum obigen Zeitpunkt zu übersenden. Wir werden alsdann alle diese An träge, Forderungen ic. zusammeustellen, dieselben zum Ab druck bringen und am 10. Juni au alle Vereine zur Ver sendung gelangen lassen. An der Hand dieser Zusammen stellung könnten die Vereine zu sämtlichen eingebrachten An trägen n rechtzeitig Stellung nehmen und zu einer vielleicht am 30. Juni in Halle a., S. auzuberaumenden Generalver sammlung einen mit den Vollmachten des Vereins versehenen Vertreter entsenden. Wir hoffen bestimmt, durch die »Vereinigung« eine Er starkung des Stnndesbewußtseins herbeizuführcn und. ein regeres Interesse für unfern Beruf zu erwecken. Mit kollegialer Hochachtung Der Vorstand des Vereins jüngerer Buchhändler Saldos, ll. sProgramm - Entwurf.s Notwendigkeit einer Vereinigung. Da der »Verband« laut Satzungen nur den Zweck ver folgt, Wohlfahrtseinrichtungen ins Leben zu rufen, die be stehenden Kassen zu leiten und zu erweitern und eine Stellen Vermittelung zu unterhalten, fehlt es bis jetzt an einer anderweitigen Vertretung der Berufs- und Standesinteresseu des Gehilfenstandes gänzlich, und es Hütte folgerichtig eine »Allgemeine Vereinigung der Buchhandlungsgehilfeu« den Verband in diesem Punkte zu ergänzen. Zweck. 1. Wahrung der Berufs- und Standesinteressen und freie Aussprache über schwebende Tagcsfrage». Die Berufs- und Standesinteressen sind einmal auf wirtschaftlichem, dann aber auch aus gesellschaftlichem Gebiete zu suchen; das Programm wird beides im Nachstehenden näher entwickeln. a) Lehrlingszüchterei. Wenn irgend etwas dazu angethan ist, den Gehilfen- stand herabzusetzen, so ist es die sogenannte Lehrlings züchterei. Es ist ein Krebsschaden nicht nur für den Gehilfenstand, sondern auch für die Prinzipalität, daß heute Lehrlinge in den Buchhandel eingestellt werden, die, mit mangelhafter Schulbildung ausgerüstet, keineswegs den im deutschen Buchhandel gestellten Anforderungen entsprechen können. Ihre ganze Bildung hindert sie daran, sich in ihren Beruf so einzuleben, wie es nötig ist. So kommt es, daß diese nur mechanisch ausgebildeten Gehilfen ihre Arbeitskräfte für ein geringes anbieten, dadurch die Gehälter Herabdrücken, und nach etwaiger Etablierung ihren Stand insgesamt nicht würdig vertreten können. Nur ein geringer Bruchteil dürfte sich durch eiserne Willenskraft fortbilden und unserm Stande wirklich zur Ehre gereichen. 576
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