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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.01.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-01-07
- Erscheinungsdatum
- 07.01.1901
- Sprache
- Deutsch
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sie hat im Jahre 1899 14 150 000 Frcs. betragen; dagegen ist die Einfuhr von Büchern im Jahre 1899 stehen geblieben; sie betrug 8 750 000 Fres. wie im Jahre 1898; 1897 betrug sic 3 300 000 Fres. Die Ausfuhr von Büchern in fremden oder toten Sprachen ist von 2 450 000 Fres. (1897) auf 2 800 000 Frcs. (1898) und auf 3 800 000 Fres. im Jahre 1899 gestiegen, während die Einfuhr dieser Bücher wenig ge wachsen ist; sie hat im Jahre 1899 2 300 000 Frcs. betragen, gegen 2 200 000 Frcs. im Jahre 1898 und 2 100 000 Frcs. im Jahre 1897. Dagegen ist die Einfuhr von Kunstblättern. Kupferstichen und Lithographien überraschend schnell gestiegen und war unserer Ausfuhr um vieles überlegen, nachdem sie ihr kurz vorher fast gleich war. Unsere Ausfuhr, die im Jahre 1897 7 550 000 Frcs. ergab, betrug 1898 und 1899 4 100 000 Frcs.. während die Einfuhr von 7 900 000 Frcs im Jahre 1897 sich auf 9 2o0 000 Frcs. im Jahre 1898 und auf IlvoOtuO Frcs. im Jahre 1899 erhoben hat. Die Einfuhr von Zeitungen und periodischen Veröffent lichungen schließlich ist auf 2 100 000 Frcs. stehen ge blieben. während unsere Ausfuhr etwas gefallen ist; nachdem die von 1897 mit 6 100 000 Frcs. auf 7 200 000 Frcs. im Jahre 1898 gekommen war. hat sie im Jahre 1899 nur 6 900 000 Frcs. ergeben. Großbritannien. Die englische Statistik legt großen Wert auf die Unter scheidung zwischen neuen Büchern und neuen Auslagen, denn wie Unblisders' Oireulsr, das diese Angaben veröffentlicht, mit Recht betont, »bildet die Zahl der neuen, in einem Jahre veröffentlichten Bücher keinen richtigen Maßstab für die Be wertung der Geschäfte, die Verleger und Buchhändler ge macht haben, wahrend dagegen das Erscheinen von neuen Auflagen die Lage des Büchermarktes sehr bedeutend hebt«. Nach diesem Bericht scheint das Jahr 1899 kein schlechtes gewesen zu sein, denn die kleine Vermehrung der Produktion im Vergleich zu 1898 (st- 51) muß den neuen Auflagen (st- 88) zugeschrieben werden. Uebrigens wird die allgemeine Lage so erklärt; »Der Krieg und der Kriegslärm haben die Bücherproduktion im Jahre 1898 beeinflußt und eine Ver minderung um 410 Veröffentlichungen gegenüber 1897 ver ursacht; das eben abgelaufene Jahr (1899) hat ebenfalls eine außergewöhnliche kriegerische Beunruhigung durchgemacht«. Hier folge zunächst eine liebersicht der Produktion der letzten fünf Jahre und weiter eine solche vom Jahre 1899; Neue Neue ^ ^ Erscheinungen Auflagen Insgesamt 1895 5481 1035 6516 1896 5234 1339 6573 1897 6244 1682 7926 1898 6008 1508 7516 1899 5971 1596 7567 1899: Neue Neue Bücher Auflagen Theologie. Predigten 590 103 Erziehung, Klassiker. Philologie 790 200 Romane und Novellen 1825 736 Recht, Jurisprudenz 97 63 Staats- und Volkswirtschaft, Handel 350 114 Künste. Wissenschaften. Illustrierte Werke 306 33 Geographie. Reisebeschreibungen 169 35 Geschichte. Biographien 528 12« Gedichte. Dramen 317 77 Kalender. Vermischte Schriften 367 — Medizin 155 73 Schöne Wissenschaften. Abhandlungen 290 30 Verschiedenes. Broschüren 187 6 Insgesamt 5971 159« Eine ziemlich starke Verminderung zeigt sich aus dem Gebiete der Staats- und Volkswirtschaft, der Geschichte und der Biographie; was jedoch die Bedeutung der im Jahre t899 veröffentlichten biographischen Werke anbetrifst, so scheint dieses Jahr ein besonders fruchtbares gewesen zu sein. Für die rcchtswissenschaftlichen Werke ist die Produktion die gleiche geblieben, wenn man die neuen Veröffentlichungen und Auf lagen zusammenrechnet. Fast alle andern Litteraturgebiete er weisen eine ziemlich starke Vermehrung, besonders die der Romane und Novellen (st- 519. davon 92 neue Auflagen) und die der schönen Wissenschaften und Abhandlungen (st- 88 neue Erscheinungen), was dem Statistiker des Lublislwrs' diroular die Bemerkung abnötigt, daß die befürchteten schäd lichen Wirkungen des südafrikanischen Krieges auf den Bücher- verkaus übertrieben gewesen seien. Die Aufklärungen, die wir in betreff der englischen Zeitungspresse empfingen, sind sehr mangelhast. Im Jahre 1892 betrug nach dem »Luuuuiro <l«8 sourusui ouc-ais« die Zahl der Zeitungen 2255; für das Jahr 1899 werden 2383 angegeben, von denen 460 in London erscheinen (182 täglich). Eine weitere Angabe wird in dem jährlichen Bericht des Britischen Museums gemacht. Im Jahre 1898 wurden dort 222 674 Nummern von 3437 verschiedenen Zeitungen eingeliefert. Die Zahl nähert sich gewiß mehr der Wirklich keit. aber sie enthält offenbar die Revüen (mvzarivss) nicht. Nach dem Verwaltungsbericht des Ministeriums des Innern zählt man im vereinigten Königreich 3000 Theater und Etablissements verschiedener Art. In London allein giebt es deren 580. darunter 45 große Musikhallen. Diese Theater beschäftigen 850 000 Personen; die der Hauptstadt haben ein Personal von 150 000 Künstlern und Angestellten. Die Zahl der Personen, die diese Theater und Etablissements täglich (ausgenommen am Sonntag) besuchen, wird im Durch schnitt auf eine halbe Million geschätzt. Indien. Im Jahre 1875 zählte Indien 478 Zeitungen, davon 155 englische und 254 indische. Im letzten Jahre hat sich die Zahl der Zeitungen aus rund 1000 erhoben, darunter 18 tägliche. (Fortsetzung folgt.) Kleine Mitteilungen. Gutschclnhandel. — In der Allgemeinen Ztg. wird darauf hingewiesen, daß in der Schweiz bereits in einer ganzen Anzahl die unter dem Namen Gutschein-, auch Gella-, Hydra-, Schneebatl- Handcl bekannte Art des Geschäftsbetriebs wenden. Den Anfang hat man im Kanton Luzern gemacht; die Behandlung ist zum größeren Teil auf dem Verordnungswege erfolgt, und nur ver- übereinstimmcn, daß jenes Verkaufssystem bei Strafe verboten wird. Die Strafe selbst ist verschieden bemessen; teilweise begnügte man sich mit Androhung einer Geldstrafe bis 100 Fr . in manchen Kantonen geht man bis zu 500 Fr. und in einigen sogar bis zu 1000 Fr. Die Allgemeine Ztg. bemerkt dazu: Die Erlasse erblicken in dem System eine unlautere Ueberoorteilung des Publikums. Teilweise stehen sie aus demStandpunkt. daßin dem Vertrieb der Coupons ein Hausierhandel zu erblicken sei. und teilweise ist der Gesichtspunkt der Schädigung der Konsumenten durch Vorspiegelungen ver wertet worden, lieber die Ergebnisse dieses Vorgehens läßt sich ein abschließendes Urteil um deswillen noch nicht fällen, weil es erst der jüngsten Zeit angehört. Dem Anschein nach ist aber die Bevölkerung mit dem behördlichen Vorgehen recht wohl zufrieden. Eine einfache Nachahmung der schweizerischen Vor schriften dürste jedoch in Deutschland kaum zu ermöglichen sein, und zwar schotj deshalb nicht, weil bei den deutschen Rechts verhältnissen das Verbot des iukriminierten Verkaufssystems nur im Wege der Gesetzgebung, und zwar der Reichsgesetzgebung aus gesprochen werden kann. Die Bestimmungen des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb bieten den Behörden keine aus reichende Handhabe, um im Verordnungswegc vorzugehen. Der 24 «lchl»«dj,chji,j»r Jahr,anj,.
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