Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.06.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-06-03
- Erscheinungsdatum
- 03.06.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19080603
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190806037
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19080603
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1908
- Monat1908-06
- Tag1908-06-03
- Monat1908-06
- Jahr1908
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
^ 127, 3. Juni 1908. Nichtamtlicher Teil. «örsenvlatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 6181 * Besuch französischer Brrchdt uckereibesitzer in Deutsch land. — Im Juni werden ungefähr 90 französische Buchdruckerei besitzer und Papierfabrikanten Leipzig und Berlin besuchen. Die Herren, deren Druckereien sich teils in Paris und teils in der französischen Provinz befinden, machen eine gemeinsame Studien reise durch Deutschland und werden in Leipzig anderthalb Tage verweilen. Die Iwxriwsris nutionsls wird durch einen ihrer In genieure vertreten sein, und auch der ehemalige Handelsminister im Kabinett Msline, Boucher, der selbst Eigentümer einer Papier fabrik ist, nimmt an der Reise teil. * Das deutsche Element tu den Bereinigte« Staate«. — Im Jahre 1904 verlieh die Universität Chicago einer Anzahl persönlich ersch. nener Vertreter der deutschen Hochschulen als Zeichen dafür, wie stark die amerikanische Wissenschaft sich der deutschen Gelehrtenwelt verpflichtet fühlte, die höchste akademische Würde. Bei dieser Gelegenheit stiftete ein reiche Dame, Frau Catharina Seipp, geb. Orb, die Witwe des Chicagoer Brauereibesitzers Konrad Seipp, wie in diesem Blatte schon gemeldet, für die drei besten Abhandlungen über das Thema: -Das deutsche Clement in den Vereinigten Staaten mit besonderer Berücksichti gung seines politischen, sittlichen, sozialen und erzieherischen Ein flusses, drei Geldpreise. Am 18. April dieses Jahres ist über die sieben den drei Preisrichtern eingereichten Arbeiten die Entschei dung gefallen. Der erste Preis von 3000Dollar wurde einstimmg dem aus Baltimore gebürtigen Professor der deutschen Literatur an der Cornell-Universität zu New Jork, Herr Albert Bernhard Faust verliehen; den zweiten Preis von 2000 Dollar erhielt Rudolf Eronau in New Dork und den dritten Preis von 1000 Dollar George von Bosse in Philadelphia. Die Preisrichter waren: Professor Hanno Deiler, Professor swsritns der deutschen Literatur an der Tulanc-Universität; Frederik Turner, Professor der amerikanischen Geschichte an der Wisconsin-Universität und Karl D. Jessen, Professor der deutschen Literatur am Bryn Mawr College. Das in englischer Sprache geschriebene Buch von Faust umfaßt über 1100 Seiten in Maschinenschrift und soll alsbald bei einem der ersten amerikanischen Verleger veröffentlicht werden. Der bekannte Schriftsteller und Maler Rudolf Eronau, der den zweiten Preis errungen hat, lebte früher lange Jahre in Leipzig. Land und Leute der Vereinigten Staaten, die er auf seinen aus gedehnten Reisen gründlich kennen gelernt hat, schilderte er in seinen Schriften: -Von Wunderland zu Wunderland-, -Amerika, die Geschichte seiner Entdeckung-, -Sternenbanner-, -Fahrten im Lande der Sioux- und -Im wilden Westen-. Seit 1894 lebt er in Amerika und wohnt in New Jork. Bibliothekswesen in Belgien« — Uber die Bestände und die Dotierungen der städtischen Bibliotheken Belgiens macht das soeben erschienene -^.nvusirs äs lg, Uslgigus soisntiögus, srtistigus st littöraärs- folgende Angaben: Stadt. Bändezahl. Dotierung. Antwerpen . . . . 66 891 12 000 Francs. Aarlen (Arlon) . . — 950 „ Ath . 14 625 900 „ Lüttich . 50 000 15 500 Mecheln .... . 6 809 2 200 Namur . 37 118 300 Ostende .... . 22 888 1 500 „ Doornyk (Tournai) . 47 972 4 500 Veroiers .... . 27 000 6 000 Ppern . 18 000 1450 ,. " Eine deutsch-amerikanische Bibliographie. — Die deutsch amerikanische Sammlung der New Parker öffentlichen Bibliothek (Usnox 1-ibrs.rz-) wird, wie wir einem Bericht des Abteilungs vorstandes dieser Bibliothek, Richard E. Helbig, in den -6erms.il Lmsricsn ^.vnsls- entnehmen, stetig fortgesetzt und es besteht be gründete Hoffnung, daß dieselbe in absehbarer Zeit eine, wenn auch selbstverständlich nicht lückenlose, so doch nach Möglichkeit alles Wichtige enthaltende Vereinigung aller literarischen Zeugnisse des deutschen Geisteslebens in den Vereinigten Staaten darstellen wird. Außerdem hat aber der Begründer dieses wichtigen deutsch-ameri- kantschen Kulturwerkcs auf Grund seines Materials die Herstellung einer deutsch-amerikanischen Bibliographie unternommen, die bereits Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel. 7b. Jahrgang. über 10 000 Büchertitel und größere Abhandlungen in deutsch amerikanischen Zeitschriften umfaßt, darunter auch zahlreiche Bücher und Abhandlungen, die bis jetzt noch nicht im Besitze der New Parker Bibliothek sind, die aber der Verfasser teils in den andern Bibliotheken des Landes, teils durch Vermittelung der historischen und literarischen Gesellschaften desselben untersuchen und biblio graphisch verarbeiten konnte. Das Erscheinen dieser für die Er- orschung des deutsch-amerikanischen Geisteslebens so wertvollen Bibliographie wird allerdings erst erwartet werden können, wenn die Bücher, die jetzt noch der Astor- und Lenox - Bibliothek ange hören, in dem jetzt im Bau befindlichen großen Bibliotheksgebäude der Stadt New Park vereinigt sein werden, was nach günstigen Berechnungen in zwei bis drei Jahren der Fall sein wird. Nach: 6srms.n ^msrican Gnosis. " Die Spitalbibliotheke« von Paris. — Unter den zahlreichen Fachbibliotheken von Paris nehmen die Bibliotheken, die seit vielen Jahren an den großen Spitälern und Krankenhäusern der Stadt eingerichtet sind, durch Umfang und Wichtigkeit einen her vorragenden Rang ein. Dieselben werden zumeist aus großen Vermächtnissen, die, zum Teil eigens zu diesem Zweck, diesen An- talten zugefallen sind, zum großen Teil aber auch aus städtischen Mitteln unterhalten und sind infolgedessen schon seit etwa dreißig Jahren der Aufsicht des städtischen Archiv- und BtbliothekdirektorS (^.robivists-Libliotbsosirs äs 1'^ssists.vos xubligus) unterstellt. Es gibt darunter nach dem besonderen Zweck der Anstalten Spezial- bibliotheken für Kinderkrankheiten, für Blindenwesen, für Psychi atrie rc. Hervorzuhcben sind als die größten die etwa 15000 Bände umfassende dermatologische Bibliothek des Spitals Saint- Louis und die Charcotsche Bibliothek für Nervenkrankheiten an der Salpstritzre im Umfang von etwa 8000 Bänden. Außerdem besitzen diese Anstalten selbstverständlich auch Bibliotheken, die lediglich zum Gebrauch für die Anstaltsärzte bestimmt sind und ursprünglich lediglich durch Beiträge dieser Arzte selbst unter halten wurden. Seit 1877 ist man indessen dazu übergegangen, auch diesen Bibliotheken, soweit die betreffenden Anstalten der Stadt Paris gehören, aus städtischen Mitteln Unterstützungen zu gewähren. (Nach: äournsl äss Osbsts.) * Neu» Universitäten. — In verschiedenen Ländern dürften in der nächsten Zeit neue Universitären oder doch ihnen ähnliche Anstalten ins Leben gerufen werden. In New Dork soll eine jüdisch-amerikanische Hochschule gegründet werden, für die bereits sehr zahlreiche Geldmittel vorhanden sind und die an das seit 1886 bestehende amerikanische Seminar für jüdische Theologie an gegliedert werden soll. Ferner hat der Vatikan vom Mikado die Erlaubnis erhalten, in Tokyo eine theologische Lehranstalt zu errichten, und mit der Errichtung derselben, die bereits im Jahre 1908—1909 ihre Tätigkeit beginnen soll, die Jesuiten der Provinz St. Louis in den Vereinigten Staaten betraut. Endlich wird in katholischen Kreisen damit gerechnet, daß von der katholischen Universität in Salzburg, deren Errichtung von den klerikalen Kreisen Österreichs und Deutschlands bekanntlich seit langem erstrebt wird, schon in diesem Herbst einige Kurse ins Leben treten können. Jubiläum -er Danziger Zeitung. (Vgl. Börsenbl. Nr. 118.) — Am 31. Mai feierte die Danziger Zeitung das Fest ihres fünfzigjährigen Bestehens. Es wurde eine reich ausgestattete Jubtläumsnummer herausgegeben. Abends versammelten sich die Verleger, die Herren Otto Kafemann und 0r. Franz Rickert, das gesamte Geschäftspersonal und zahlreiche Ehrengäste zu einer größeren Feier, die einen glänzenden Verlauf nahm. Herr Ver leger Kafemann teilte mit, daß der Verlag dem Unterstützungs fonds der Firma eine Zuwendung von 20 000 machte. Im Namen der naturforschenden Gesellschaft überreichte deren Direktor Professor Homber Herrn Otto Kafemann das Diplom als korre spondierendes Mitglied. Württeurbtrglscher Goethebund. — Der Württembergische Goethebund hat soeben seinen Jahresbericht für 1906/07 aus gegeben, der wieder eine Zunahme der Mitgliederzahl ver zeichnet; auch haben sich ihm neue Vereine angeschlossen, so daß die Zahl der letzteren jetzt 3b beträgt. Volksvorlesungen, Theater- 804
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder