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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.03.1874
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1874-03-18
- Erscheinungsdatum
- 18.03.1874
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Börsenblatt für drir Beiträge für das Börsenblatt sind a» die Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. Eigenthum des BörftndereinS der Deutschen Buchhändler. 63. — Leipzig, Mittwoch den 18. März. 187T. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. I» Gemäßheit des Gesetzes vom 22. Februar 1844, den Schutz der Rechte au literarischen Erzeugnisse» und Werke» der Kunst betreffend, ist im Monat Februar 1874 aus Antrag des Bildhauers vr. pb. Gustav Kietz in Dresden eine von demselben in Lebensgröße modellirte Büste des Componisten Richard Wagner, 47 c. 7 m. Höhe ohne Fuß, mit Fuß 57 c. 7 M., Breite 40 o. 2 w. unter Nr. 2496 in die hiesige Biicherrolle eingetragen worden. Leipzig, am 2. März 1874. Königliche Kreis-Dircction. v. Burgsdorff. Bekanntmachung. Unter dem Motto' Psalm 37, V. 5. werden nach dem Willen des Gebers die Zinsen eines Kapitals von 500 Thalern alljährlich um die Osterzcii an eine Wittwc, die um die Ausstattung eines Kin des für irgend eine» Beruf in Verlegenheit ist, oder einen Verwaisten unmittelbar von uns überwiesen. Wir bringen zu Ehren des würdigen Gebers dies hiermit in Erinnerung. Berlin, den 14. März 1874. 2cr Vorstand drs Unterstlihungsvereiiis deutscher Üuchlsüildler und Üuchhaildluugs-Grhilfrn. Julius Springer. Carl Röstcll. Rudolph Gaertner. Wilhelm Hertz. Bernhard Brigl. Nichtamtlicher Theil. Wieland und Göschen. (Fortsetzung aus Nr. SS.) Das beginnende Jahr 1791 findet den Peregrinus Proteus noch immer im Werden und zu ihm gesellt sich jetzt ein neues Werk, die Neuen Göttergcspräche. Aber beide Arbeiten schreiten so rasch vor, daß schon im Februar vom Honorar kann geredet werden. — „Sie werden mich etwas pressant finden, meint unser Dichter, aber meine Lage ist nun einmal mein Gesetz und ich muß der eisernen Nothwendigkeit so gut gehorchen, als mein Jupiter." Er stellt also seine Forderung, verlangt 6.00 Thlr. alles in allem, wobei der Peregrin zu 86—40 Bogen ä 114 Louisd'or — früherem Ansatz ge mäß — gerechnet und der Bogen der Göttergcspräche mit zwei Louisd'or bezahlt ward, und erbittet, was ihm davon noch gnt- kommt (denn Göschen hat schon seit November verschiedenen Vor schuß geleistet) bis Mitte März, weil er es dann zu einer fälligen Zahlung nöthig hat. „Könnten Sie bis dahin selbst der kortsur dieses hoffentlich nicht ungerechten Mammons sein, so wäre mirsdesto angenehmer; aus alle Fälle aber, Sie kommen früher oder später, werden Sie mir die Freundschaft erweisen, mit einer kleinen Zelle, so gut ich sie Ihnen in meiner Wohnung geben kann und mit Haus mannskost, wobei die freundlichen Gesichter des Wirths und der Wirthin das Beste thun müssen, vorlieb zu nehmen." Kurze Zeit nachher beschäftigen sich unseres Dichters Gedanken wieder einmal viel mit den „Werken". Wieland glaubt und schreibt es Göschen offen, sie würden, unter den Bedingungen, die zu machen er nun einmal gezwungen sei, nur gar zu wahrscheinlich der Ruin von seiner, Göschen's, Handlung sein. Er erbittet daher womöglich seiner jungen Verlegers Besuch. „Sie müssen alle meine Bedenklich- Eimmdvierzigster Jahrgang. leiten hören, müssen mir auf alle eine beruhigende Antwort geben, oder ich kann, ohne einen großen Theil meiner Gemüthsruhe zu ver lieren, nicht zu einer Unternehmung concurriren, die meiner jetzigen Uebcrzeugung nach, nicht anders als nachtheilig für Sie aussallen würde." Göschen antwortete, wie cs scheint, in jeder Hinsicht erwünscht und Wieland suhlte nun — 12. Mai — Freude über „die recht schaffene edle männliche und wahrhaft freundschaftliche Art", mit der sich der junge Buchhändler wegen der „Werke" erklärt hatte. „Brauche ich Ihnen noch zu sagen, wie stark mein Herz bei Entscheidung dieser Sache auf Ihre Seite hinüberschlägt, und Ivie sehr ich wünsche, daß ich wo möglich selbst die unbestechliche Göttin des Rechts zu Ihren Gunsten möchte gewinnen können? Urtheilen Sie daraus, ivie glück lich ich sein werde, wenn eine beruhigende Antwort von einem oder zweien zuverlässigen Priestern derselben mich hierüber ein für allc^ mal außer Zweifel setze» und mir die volle Freiheit geben werden, blos der herzlichen Freundschaft für meinen lieben Göschen Gehör zu geben." Wie aber, konnten trotz aller bisherigen Freundschaftsversprech- ungen von Seiten Göschen's nicht am Ende doch Mißhelligkeiten ausbrcchcn zwischen Verleger und Schriftsteller? Und war cs daher nicht besser, bei Zeiten den beiderseitigen Standpunkt sestzustcllcn; man konnte ja dann noch den Rückzug in guter Ordnung antreten, mit aller Achtung, die man sich schuldig war. Darüber seine Ansicht klar zu legen, griff Wieland ein andermal zu Papier und Feder — Grubcr gibt das Datum des Brieses nicht an — und schrieb unge- sähr Folgendes: Sie beide hätten ungefähr einerlei Herz und Sin nesart. Dürfte Göschen immer seinem Herzen folgen, so würde er 140
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