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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.04.1912
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1912-04-26
- Erscheinungsdatum
- 26.04.1912
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- Deutsch
- Sammlungen
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5162 «örfendUUI I. ». Lqch«. vuchhau»«.. Mchtamtlicher Teil. ov Sk, 26. April 1S12 Liebhaberbibliothek, die jetzt zur Versteigerung kommen. Der Katalog ist in zwei Teilen erschienen, deren ersten sein Por trät schmückt! er enthält im ganzen 847 Nummern und eine neun Seiten lange Einleitung von Louis Sonolet unter dem Titel »Louri Lvnssaxo bibliophil«», die wohl interessant, aber allzu phrasenreich ist. Zuerst, am 1. Mai, wird der zweite Teil der Biblio thek versteigert, die »bons livros »usisns ot moäsrnos, xarti- oräidromont sur 1a littoraturo st l'bistoiro« (Nr. 578—847), darunter einzelne große und wertvolle Werke, wie die Publi kationen über das Museum in Chantilly <7 Bände in 4°, 1900—1S0S, mit vielen Reproduktionen von Gemälden, Porträts, Miniaturen usw.), in der Hauptsache aber um fangreiche Konvolute, die unter Schlagworten verzeichnet werden! kodtos gross, 20 Bde.; llragiynos gross, 9 Bde.; Listorions gross, 20 Bde., 13 Bde. und 9 Bde-! Listoiro romainv, 20 Bde., 12 Bde., 20 Bde.; Listoiro äo Lrsuso — äo l'Luglotorrs — äo l'LIIomagoo — äs Io Rnssio — äs 1'ä.sio — äo 1a tlbino ot än äapov usw.; Ouvragos sur 1'L.mdriyno; Listoiro littärairo; Liograpbios; Lrsbäologio; Libliograxbis und so fort; jedenfalls eine Gelegenheit, manche wertvollen Werke zu billigem Preise zu erstehen. Die »boanx livros« aber, die im ersten Teile des Katalogs verzeichnet sind, werden vom 2. bis zum 4. Mai verkauft: zunächst eine große Reihe von älteren Drucken, von Ausgaben der altklasstschen Literatur und von illustrierten Büchern des 18. Jahrhunderts. Einige der Hauptstücke seien genannt: Oviä: 1-68 Metarnorpboses so latin ot on kran^ois äo 1a traäuetiou äo llanior. 4 vols. Laris: Harrois 1767—71. 4°, illustriert von Oboüarä, Noroau, llonobor, blison, tlouuet u. a. I-L b'olltaino Nobles odoisios. klouvsllo oäition gravss 60 taillo- Eine interessante Rarität ist ein kleines auf Seide ge drucktes Büchlein von S Blättern: »Der glücklichste Frühling für den unschätzbaren Flor des französischen Lilien-Gartens-, von I. Rautenstrauch, wohl einem Mitglieds der noch jetzt bekannten rheinischen Familie, der Marie Antoinette bei ihrer Vermählung mir dem Dauphin von Frankreich gewidmet, in - Strahlung, gedruckt bey I. H. Heitz, im Maymonat 1770«. Das Exemplar ist in blauen Sammet gebunden und trägt auf dem ersten Schutzblatte das Wappen der Marie Antoinette in Gold. Dann folgen moderne Bücher von Schriftstellern des 19. Jahrhunderts, von Balzac, Barbey d'Aurevilly, Reno Bazin, Fr. Coppäe, Alph. Daudet, G. Flaubert, Anat. France, Th. Gautier, E. und I. de Goncourt, V. Hugo, Lamartine, Leconte de Lisle, G. Maupassant, Pr. Märimäe, H. Murger, CH. Nodier, E. Rostand, G. Sand, E. Scribe, Sully Prudhomme, P. Verlaine, E. Zola und vielen anderen, fast durchweg erste Ausgaben und die meisten mit hand schriftlichen Widmungen ihrer Verfasser oder mit bcigefügten eigenhändigen Briefen derselben. In großer Anzahl sind natürlich die Werke von Arsdne Houssaye und von Henri Houssaye selbst vertreten, immer in besonders ausgezeichneten Exemplaren, auf holländischem Papier, aus Japan- oder Chinapapier, auf echtem Pergament gedruckt und kostbar ge bunden. Der »Listoiro ä'Lpsllos« sind dreißig, der »Listoiro ä'Llsibiaäv» gar KO Dankschreiben von berühmten Persön lichkeiten beigefügt, denen der Autor diese Bücher übersandt hatte. Es ist leicht erklärlich, daß sich die bekanntesten Namen darunter befinden: E. Augier, der Duc d'Aumale, die Königin Jsabella von Spanien, Prinzessin Mathilde, Prinz I. Napoläon, Victor Hugo, Sainte-Beuve, Fr. Coppäe, E. Zola, I. Simon, A. Thiers u. a. Den Schluß macht eine Reihe der illustrierten Bücher des 19. Jahrhunderts, der eigentlichen I-ivrss äo lurs, darunter die Veröffentlichungen der »6orrt bibliopkilos», der »löibliopbilvs sontomporains» und der »Losidtd äos amis äes livros«, die sämtlich nur in geringer Anzahl zur Ausgabe gelangt sind. In Rom, in der I-ibroria klarävsobia, Via Lnivor- sitä 11—14, wird vom tz. bis zum 20. Mai eine 1840 Num mern starke Büchersammlung zur Geschichte des Lisorgimonto Italiaoo, zur französischen Revolution und zur Geschichte Napoleons versteigert. Es finden sich darunter neben wich tigen Einzelwerken in deutscher, französischer und italienischer Sprache auch zahlreiche Zeitschriften aus dieser Zeit, zum Teil in einzelnen Bänden, die für die betr. Epochen besonders wertvoll sind, zum Teil auch in großen und vollständigen Serien. Schließlich sei noch eine österreichische Auktion besonders erwähnt. Im Dorotheum in Wien kommt die Bibliothek eines Herrn Franz Steiner aus Meran (K40 Nummern) vom 9. bis zum 11. Mai zur Versteigerung, ein ganz tolles Ge misch von bedeutenden und minderwertigen, von guten und schlechten Büchern, von wirklicher Literatur und bloßen »Kuriositäten«. Da ist ein I-ivro ä'bouros, französischen Ursprungs aus dem 15. Jahrhundert mit Miniaturen; da find Inkunabeln, vollständige und defekte, darunter ein Vorgil (Venedig: Wendelin von Speier 1471) und eine deutsche Bibel (Nürnberg: Koberger 1483); viele frühe lateinische und deutsche Bibeln; Schriften von Luther und Dürer; alte Kiäuterbücher und alte Medizin; gute Ausgaben von Goethes und Schillers Werken, ebenso von Heine und Jmmermann; Erstausgaben von Keller (Der grüne Heinrich — Leute von Seldwyla — Sieben Legenden), von Grillparzer, von Scheffel u. a. Daneben aber finden sich Trivialitäten wie Bruckbcäu: Rosas Gardinen seufzer (Stultg. 1832); Faßmann: Der gelehrte Narr (Frey burg 1729); Die Gunst und der Haß in der Liebe (Leipzig 1760); Leben und Thaten derer berühmtesten englischen Coqnetten (Nürnb. 1721); Müller: Vom Recht der Liebes- Briefe (Halle 1724) und ähnlich schöne und angenehme Sachen in ziemlicher Anzahl. Zu Abbä Piäoosts Udmoiros ot avovturos ä'nn bowmo äo yualitä (7 Bde. Amsterdam 1742) sei in Ergänzung des Katalogs bemerkt, daß dies Werk u. a. auch einen frühen Abdruck des unsterblichen Romans »llanon Lossaut« enthält. L. k. Kleine Mitteilungen. «erein der Deutschen Musikalienhändler ,n Leipzig. — Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung findet Dienstag, den 7. Mai 1912, nachmittags pünktlich 3 Uhr, im Sachsenzimmer des Deutschen Buchgewerbehauses zu Leipzig statt. Aus die Tagesordnung sind nachstehende Verhandlungsgegenstände gesetzt worden: 1. Geschäftsbericht. — 2. Rechnungsabschluß des Jahres 1911. — 3. Haushaltplan sür das Jahr 1912. — 4. Ausschließung von Mitgliedern (gemäß § 12 der Satzung). — 5. Wahlen: Wahl eines Vorstandsmitgliedes. (Satzungsgemäß scheidet aus Herr vr. Robert Astor. Herr vr. Robert Astor ist wieder wählbar.) — 6. Verkaussbestimmungen. — 7. Antrag des Herrn Wilhelm Mensing in Erfurt: Die Hauptversammlung wolle beschließen: Als Grundlage sür den Verkehr des Verlegers mit dem Sorti menter wird bestimmt: Der Verkaufspreis von Musikalien an das Publikum muß so kalkuliert sein, daß dem Sortimenter beim Bezug einzelner Exemplare mindestens 40A Rabatt aus diesen Preis gewährt werden kann. — 8. Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914 (Bugra). Referent Herr
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