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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.01.1889
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1889-01-29
- Erscheinungsdatum
- 29.01.1889
- Sprache
- Deutsch
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- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Anzeigen: 20 Pfg. die drcigespaltene Pctitzeile oder deren Nanm. Zurückweisung von Anzeigen Vorbehalten. Börsenblatt fö'c den Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. Eigentum des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. 24. Leipzig, Dienstag den 29. Januar. Amtlicher Teil. Wekan nlmachung. Zum lebhaften Bedauern des Vorstandes hat der Verein der Buchhändler zu Leipzig, obgleich die Kgl. sächsischen Behör de» einen höheren Rabatt als 5o/<, nicht beanspruchen, in seiner Hauptversammlung vom 21. d. Mts. mit 105 gegen 87 Stimmen für den Platz Leipzig einen Lokalrabatt von 10°/, beschlossen und zwar wegen der einzigen Abweichung Berlins von den sonst seitens der anerkannten Kreis- und'Ortsvereine beantragten und vom Vorstand genehmigten Verkaufsnormen eines Höchst rabatts von 5o/g. Der Vorstand, welcher trotz der größten Anstrengungen in die Unmöglichkeit gekommen ist, die Bedingung, an welche der Leipziger Verein seinen Juli-Beschluß (5«/g) geknüpft hat, zu erfüllen, nämlich auch Berlin zu einem über einstimmenden Beschluß zu veranlassen, war durch die Satzungen, welche — weil man auch auf diese Eventualität gerüstet sein mußte — einen Differentialrabatt-Taris der verschiedenen Vereinsgebiete zulassen, verpflichtet, den vom Leipziger Verein für sein Gebiet festgesetzten Lokalrabatt von IO"/), übergangsweise zu genehmige». (Vgl. die umseitig folgenden Briefe). In Voraussicht der namentlich angesichts unserer heutigen Verkehrsverhältnissc unvermeidlichen Schwierigkeiten eines Differentialrabatt-Tarifs hat der Vorstand, als alle 15 Vereine, von welchen bis zum 28. Juni v. Js. Verkaufsnormen zur Genehmigung cingereicht waren, einen Höchstrabatt von 5o/„ beantragt hatten und auch Leipzig bedingungsweise den gleichen Beschluß faßte, es für seine unabweisbare Pflicht erachtet, wenigstens den Versuch alsbaldiger Herbeiführung eines Einheitsrabatts zu machen. Hätte er jenen, vielleicht nie wiederkehrenden Augenblick, an welchem fast sämtliche in Betracht kommenden Vereine (außer Berlin) freiwillig auf 50/0 geeint erschienen, vorübergehen lassen, ohne diesen Versuch zu wagen, so hätte man ihm einen gerechtfertigten Vorwurf machen können, und es blieb ihm also keine Wahl. Daraus ergab sich von selbst, daß der Vorstand die obenerwähnte Leipziger Bedingung annehmen mußte, schon um Zeit zu gewinnen, auf die Be hörden und die Vereinsgenossen in Berlin einzuwirken, allerdings aber in dem Bewußtsein, daß die Bedingung sich vielleicht als unerfüllbar erweisen und damit der Leipziger Verein die Freiheit seiner Entschließung behufs Festsetzung eines Lokal rabattes für sein Gebiet zurückgewinnen würde. — Dieser Fall ist mit dem 21. November v. I. eingetreten, an welchem Tage der Vorstand seine durch neuerliche Thatsachen und Beobachtungen ihm aufgezwungene Ueberzeugung bekundete, daß es absolut aussichtslos wäre, gegen die in dieser Geschlossenheit nicht vorauszusehende Phalanx der Berliner Behörden, Sortimenter und Verleger wegen des auch für Berlin zu beschließenden Lokalrabatts von 5°/^ anzukämpfen. Andererseits bedeutete der Berliner Zehnprozent-Beschluß — an sich schon ein Fortschritt gegen früher — für den Vorstand auch die thatkräftige Mithilfe der Berliner Vereinigung bei Bekämpfung der in Berlin noch mehrfach vorhandenen Firmen, welche 15—20 o/g Rabatt offerieren. Jetzt befinden sich Leipzig und Berlin in gleicher Lage; innerhalb ihrer Gebiete gilt es, jeden höheren Rabatt als l0°/g zu unterdrücken, und die Vereinsbezirke, in welchen der Höchstrabatt auf 5°/<, festgesetzt ist, sind satzungsgemäß durch ev. Anwendung der sechs Maßregeln des Börsenvereins gegen etwaige Uebergriffe von Berlin und Leipzig zu schützen. Der Vorstand kann in der ganzen Rabattbewegung immer nur auf Grund der Be schlüsse der anerkannten Kreis- und Ortsve reine bezw. des Vereinsausschusses und in Aus führung der Satzungen Verfahren; er wird unberührt von den hie und da gefallenen, zum Teil wenig einsichtsvollen, und nach Form und Inhalt wenig zutreffenden Bemerkungen über die bisherige Entwickelung der Dinge satzungsgemäß und gerecht seines Amtes walten und im übrigen die Haltung der Kantate-Versammlung abwarten. Gegen Mitte April findet eine Vorstandssitzung statt, in welcher alle durch die Leipziger Vorgänge etwa hervor gerufenen und dem Vorstand bis dahin bekannt gegebenen Beschlüsse der Kreis- und Ortsvereine zur Beratung kommen. Berlin, Darmstadt, Leipzig, Stuttgart, 28. Januar 1889. Der Vorstand des Lörlenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Paul Pareh. Carl Müller-Grote. Ernst Seemann. Arnold Ber.gstraeßer. Egon Werlitz. Di-. Oscar von Hase. 74 Sechsundfünfzigster Jahrgang.
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