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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 04.02.1889
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1889-02-04
- Erscheinungsdatum
- 04.02.1889
- Sprache
- Deutsch
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Nichtamtlicher Teil. 641 sowohl als derjenigen der Romantiker (über welch' letztere namentlich Heinrich Heine wohl stellenweise etwas zu unbarmherzig sich äußert) immerhin geteilt sein, so ist es doch dankbar anzuerkennen, wenn durch derartige Erscheinungen die Kenntnis wichtiger Per sönlichkeiten bereichert und in weitere Kreise getragen wird. Dem Buchhändler besonders aber kann es nur lieb sein, einen hervor ragenden Berufsgenossen durch das vorliegende Werk näher ge würdigt zu sehen. H. E. Vermischtes. Verbots-Aufhebung. — Aus Oppeln wird mitgeteilt, daß der dortige Rabbiner Dr. Wiener von der Anklage der Majestätsbeleidigung freigesprochcn und die beschlagnahmte Schrift -Saul und Jonathan. Zwei Gedächtnisreden- freigegeben worden ist. Sächsischen Jndustriebezirks treten vom 1. Februar ab folgende anderweite Bestimmungen in Kraft: 1) Die einfache Gesprächsdauer mit dem Gebührensätze Von einer Mark wird auf drei Minuten festgesetzt. Bei Gesprächen von längerer Dauer wird für je drei Minuten Gesprächsdauer oder den über schießenden Teil dieser Zeit der einfache Gebührensatz in Rechnung gestellt. 2) Die Fortsetzung eines Gesprächs über die einfache Dauer von drei Minuten hinaus ist nur dann zulässig, wenn anderwcite GcsprächsAnmeldungen nicht vorliegen. Dasselbe gilt für Gespräche von der mehrfachen Dauer des einfachen Gesprächs. 3) Es werden dringende Gespräche, mit Vorrang vor den ge wöhnlichen Gesprächen, gegen Entrichtung der dreifachen Einzelgebühr zugelassen. Leipzig, 29. Januar 1889. Der Kaiserliche Obcr-Postdirektor. Walter. Gerichtsverhandlung. — In zwei Nummern der »Gartenlaube war ein Artikel mit der Ueberschrift »Der Hypnotismus, sein Nutzen und seine Gefahren- erschienen, welcher in der Behauptung gipfelte, daß der Hypnotismus ein Heilmittel und Gift zugleich, die Hypnose ein zwei schneidiges Schwert sei und das hypnotische Experiment lediglich und ausschließlich in das Laboratorium des Fachmannes gehöre, vor Laicn- expcrimenten aber entschieden gewarnt werden müsse. Diese Behauptung deckt sich übrigens mit den behördlichen Verboten, die namentlich auch in Sachsen erlassen worden sind Da nun aber in dem Artikel der Privatmann Böllert in Charlottenburg und der bekannte Magnetiseur Hansen eine Beleuchtung ihrer Thätigkeit fanden und der erstere sich durch denselben beleidigt glaubte, so stellte er Strafantrag gegen den Besitzer und verantwortlichen Redakteur der -Gartenlaube-, Herrn Kommerzienrat Adolf Kröner in Stuttgart. Das Leipziger Schöffengericht nahm folgendes für erwiesen an: Dem Beklagten müsse der Schutz des Z 193 des R.-Str.-Ges.-B. zugebilligt werden, da er über das zulässige Maß berechtigter Kritik nicht hinaus- gegangen sei. Dagegen sei thatsächlich festgestellt, daß nach den Urteilen höchster medizinischer Autoritäten der laienhafte Hypnotismus viele und große Gefahren für die Gesundheit mit sich bringe, und daß in den Warnungen, welche jener Artikel enthielt, geradezu ein Verdienst erblickt werden müsse. Demgemäß erkannte das Gericht auf kostenlose Frei sprechung des Beklagten. Neue Bücher, Zeitschriften, Gelegenheitsschriften, Kata loge re. für die Hand- und Hausbibliothek des Buchhändlers. Vcrrcicbnis einer wertvollen Bücber-8ammlun^. entlialtend iVieAsn- druckc, voi2ÜAlieb eins grosse Xnrabl liolländiscbsr Incnnabslo, Brstiin^sdrucks europäiscber Ortschaften, BoDscliuitt-, Kupfer- und Oostümwerks, Bibliographie, Laxoniea noä viele anäere Xostbar- lceiten aus dem Nachlasse cles bekannten Bibliophilen Herrn Hein rich lllemm, L. säcbs. Oowinissionsrat. Versteigerung durch das 4otiguariat von v. 2abn L daenscb in Dresden am lilovtag, den 18. Narr 1889 u L läge. 8°. XV, 96 8. Gedanken über die allgemeine Lage des Buchhandels auf Grund be sonderer Erfahrungen. (Motto: -In Leipzig muß der Kampf ent schieden werden.») Von Justus Pape. (Heroldsche Buchh.j, G. A. Rudolph (Hoffmann L Campe Sort.j, H. Wichern (W. Mauke Söhne) in Hamburg. 8°. 16 S. Gratis. Oentralblatt kür Likliotbskswssen. klsrg. v. 0. Dartrvig (Bprg. 0. llarisssocvitr). VI. dabrg. 2. Heft. (Bebr. 1889.) Inhalt: Handschriften und Ausgaben des psendo-aristoteliscben Lecrctuw sccrstorum, von kiebard Burstsr. — 4us der Braxis, von Dr. llerler. — Bocensiooen und 4ureigsu. — ülitthoilungen aus und über Bibliotheken. — Vermischte Notizen — Neue Brsebeinungou auf dem Oebiste des Bibliothekswesens. — Xnti- guarisclis Oataloge. — Bsrsunal nach richten. Kaiser-Geburtstags-Feier. — Der große Festsaal des Buch händlerhauses vereinigte am Sonntag den 27. v. M. über 800 Personen, Herren und Damen, die Leipziger Schützengescllschaft mit deren Gästen, um den Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers sestlich zu begehen. Die Festrede hielt in meisterhafter Form der frühere Lehrer des Kaisers, Herr Professor Maure nb reche r. Mit brausendem Jubel entsprach die Ver sammlung zum Schluffe der Aufforderung des Redners zu einem Hoch auf den gefeierten jungen Herrscher. An den Vortrag schloß sich ein längeies. von vaterländischer Begeisterung getragenes geselliges Bei sammensein. Fernsprechverkehr. — Bekanntmachung, den Fernsprechverkehr betreffend. Für den Verkehr auf den Fernsprechverbindungsanlagen zwischen Leipzig und Berlin, sowie zwischen Leipzig und den Orten des Aus dem Vereinslcben. — Der Verein deutscher Buchhandlungs gehilfen -Consorm» hielt am 24. v. M. seine ordentliche Generalver sammlung ab, welche vom Obmanne Herrn Th. Gruß eröffnet wurde. Dem Geschäftsbericht des Herrn R. Ärandeis ist Folgendes zu ent nehmen: Dem Vereine wurden im verflossenen Jahre zwei ehemalige Mitglieder (A. Mrozek in Prag, H. Gruchot, Buchhändler in Düsseldorf) durch den Tod entrissen. Das Andenken an dieselben wurde durch Er heben von den Sitzen geehrt. Der Verein zählt 31 Mitglieder, 5 bei tragende uno 5 Ehrenmitglieder, sowie einen Protektor. Unter den vom Vereine abgchaltencn Festlichkeiten ist besonders das Stiftungssest am 20. und 21. Mai v. I., welches Mitglieder der freien Buchhändler-Ver einigung «Alte Hallenser- - Leipzig und des Vereines jüngerer Buch händler -Bastei- - Dresden mit ihrem Besuche beehrten, zu erwähnen. Zu dem von Ersteren in Leipzig veranstalteten Gründungsfeste wurden vom -Consorm- 4 Vertreter entsendet. Mit 30 deutschen Vereinen stand der Verein in regelmäßigem Verkehr. Die Bibliothek umfaßt 353 Bände, sowie eine Anzahl gediegener belletristischer und wissenschaftlicher Jour nale. Hieraus erstattete Herr W. Groß den Kassenbericht, der an Ein nahmen 284 fl. 9 kr., an Ausgaben 230 ff. 87 kr. ausweist. Nachdem die Entlastung erteilt worden war, wurde ein vom Vorstände ausgehen der Antrag: die bisherige Bezeichnung »Consorm«, Verein deutscher Buchhandlungsgchilfen, in »Consorm-, Verein jüngerer deutscher Buchhändler», abzuändern, einstimmig angenommen. Zum Schlüsse erfolgte die Wahl des Vorstandes, und zwar wurden die Herren Thad däus Gruß (i. H. H. Dominicus) zum Obmann, Paul Mentzel (i. H. Andrs'sche Bh.) zum Obmann-Stellvertreter, Richard Brandcis si. H. Jacob B. Brandeis) zum Schriftführer wieder-, August Frauendors f an Stelle des demnächst Prag verlassenden Herrn W. Groß zum Kassierer und Carl Ochninger (i. H. F. Tempsky) zum Bibliothekar neu gewählt. Personalnachrichten. Ordensverleihung. — Dem Buchhändler Herrn Matthias Mittermüller in Salzburg wurde von Seiner Heiligkeit Papst Leo XIII. das silberne Ehrenkreuz pro Bcclesis, et kontitlee verliehen. Se. Excellenz der hochwürdigstc Herr Fürsterzbischof Dr. Eder überreichte vor einigen Tagen Herrn Mittermüller diese Auszeichnung Gedenkfeier. —HerrJoh. Menke feierte am25.v. M.das 25jährige Jubiläum seiner Thätigkeit in der Habicht'schcn Buchhandlung in Bonn. Während des ganzen Zeitraumes war er stets im nämlichen Geschäft thätig, trotzdem dasselbe mittlerweile in andere Hände übergcgangen war. Durch Fleiß und Umsicht sich auszcichnend, war er der Firma stets eine geschätzte Stütze. (Bonner Tgbl.) Carl Offterdinger ß.— Mit dem am 10. v. M plötzlich inmitten seiner Schülerinnen bei Erteilung des Zeichenunterrichts im königlichen Olgastist in Stuttgart verstorbenen Maler Carl Offterdinger ist einer der beliebtesten und beim deutschen Verlagshandel geschätztesten Illustratoren aus dem Leben geschieden. Zuvor ausschließlich Porträt maler, wandte er sich erst Anfang der sechziger Jahre dem Jllustrations- fach zu und war ein Hauptmitarbeiter der damals in schnellem Aufschwünge begriffenen Zeitung -lieber Land und Meer-. Bald wurde der gewandte Darsteller heiterer und gemütvoller Scencn auch von den Verlegern der Jugendschriften gesucht, und hier, in der farbigen Ausmalung von Märchen, Fabeln und allerhand Erzählungen, entwickelte Offterdinger nun eine be wundernswerte Schöpferkraft und künstlerische Vollendung. Dem Sarge des ebenso bedeutenden wie persönlich liebenswürdigen Künstlers folgten in namhafter Zahl angesehene Verleger, dem entschlafenen Mitarbeiter dankbar die letzte Ehre erweisend.
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