Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.12.1876
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- 1876-12-27
- Erscheinungsdatum
- 27.12.1876
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- Deutsch
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2S8, 27. December. Nichtamtlicher Tbeil. 4793 namhaften Buchhandlungen des ganzen Königreiches Bayern, deren schriftliches Mandat zur Einleitung der nothwendigen Schritte gegen die unserm Stande feindlichen Tendenzen des königl. Kreis- magazins wir auf Verlangen jederzeit vorzulegen bereit sind. Ehrerbietigst gehorsamste Münchener Buchhandlungen: Theodor Ackermann. Manz'sche Hof-Kunst- u. Buchh. Literarisch-artist. Anstalt. Joh. Palm's Hof-Buchh. Lindauer'sche Buchh. Rieger'sche Universitäts-Buchh. Misccllen. In Sachen der Zeitschriften. — Das in Nr. 292 d. Bl. veröffentlichte Schreiben des Hrn. Langewiesche in Rheydt ist dem gesanimten Sortimentshandel auf das dringendste zu empfehlen. Der fragliche Zuschlag für Besorgung der wöchentlichen Zeitschriften ins Haus ist nicht nur gerechtfertigt, sondern in Erwägung der ein getretenen Verhältnisse geboten. Abgesehen davon, daß das Porto und die Eilgut-Frachtsätze bedeutend gestiegen, haben wir zur Be wältigung dieser schwierigen Arbeit, welche das Expediren der massenhaften wöchentliche» Zeitschriften verursacht, doppelte Arbeits kräfte nöthig, die jetzt doppelte Löhnung beanspruchen, so daß wir etwa viermal soviel zahlen müssen, als sonst. Wie soll dies bei dem geringen Gewinn von 40 resp. 45 Pf. pro Quartal herauskommen? Eine kleine Erhöhung für Botenlöhne Hilst uns etwas, und schädigt die Interessenten nicht, denen es freisteht, diese Kleinigkeit sich durch Selbstabholung der Nummern zu ersparen, die aber meistens die Bequemlichkeit der pünktlichen Zusendung ins Haus gegen ein klei nes Aufgeld vorziehen werden. — Dem Beispiele der Gladbach- Rheydter College» hätten sicher viele andere Städte nachgeeifert, wenn die Einigkeit und der collegialische Sinn unter den Berufs genossen überall vorhanden wäre. Durch die maßlosen Concurren- zen ist dies allerdings nicht mehr so leicht, und Einer fürchtet immer den Andern, daß er unter der Hand billiger verkaufen könnte. Zur Beseitigung dieses Uebelstandcs gibt es ein sicheres Mittel, und dieses ist, wenn die Herren Verleger der wöchentlichen Zeitschriften den Preis dahin abändern, daß sie auf denselben gedruckt angeben: Preis Pr. Quartal: .... und incl. Botenlohn: Auf diese Weise hat die Entnahme eines kleinen, etwa für die Modenwelt 10 Pf., für Gartenlaube, Daheim, Kladderadatsch, Neues Blatt, Sonntagsblatt 15 Ps., Ueber Land nnv M^r, 25 Ps. pro Quartal betragenden Ausschlages einen berechtigteren Charakter, und keine Concurrenz würde etwas schaden. Die Herren Verleger werden auf diese kleine Umänderung im Preise gewiß gern eingehen, da sie einmal nichts dabei verlieren, und sie anderer seits den Sortimentern, die als Pionniere ihren Unternehmungen die weiten Absatzwege gebahnt haben, und auch ferner dafür wirken werden, diese kleine Rücksicht schulden. — Im Interesse des Sorti mentshandels wäre es wünschenswerth, diese Angelegenheit weiter zu verfolgen, damit bei Beginn des neuen Jahres dieser Vorschlag zur Ausführung kommen kann. k. U. Aus Magdeburg. Der Einsender des Berichtes in Nr. 292 d. Bl. hat nicht allein die uns aufgenöthigten Concurreuz-Maßregeln richtig mitgctheilt, sondern uns auch der Mühe überhobcu, die Gründe für unser Verfahren auszuführcn. Nur rücksichtlich der in dem weitern Verlauf des Artikels gegen uns gerichteten Vorwürfe müssen wir dem Verfasser entgegentreten, insofern wir bei dem Act der Nothwehr, den wir nicht allein reiflich erwogen, sondern zu dem wir uns auch sehr ungern entschlossen haben, nicht in der Lage waren, die momentanen Interessen des Sortimentsbuchhandels im weitern Umkreise ängstlich zu schonen. Unsere Bestrebungen zur Be seitigung einer gcmeinschädlichcn Concurrenz in der Provinzial- Hauptstadt würden dagegen auch, wenn wir Erfolg haben, dem Buchhandel der ganzen Provinz wiederum zu gute kommen. — Gerade auf die Publicität der Anzeigen in der Magdeburgischen Zeitung gestützt, sucht die gekennzeichnete jüngere Firma in Magde burg ein Publicum für sich zu gewinnen, welches von andern Buch handlungen — auch solchen außerhalb unseres Wohnsitzes — du'ch solide Mittel zu fesseln gesucht wird; unser» Maßregeln, jene Be strebungen zu paralysircn, mußten wir deshalb mindestens dieselbe Verbreitung sichern. — Ueber die Tragweite der verschiedenen Maßregeln — einerseits eine allgemeine Rabattofferte, andrerseits eine Preisherabsetzung für einzelne Artikel und auf nur kurze Zeit — sind wir ganz anderer Meinung, als der Hr. Referent über die Magdeburger trüben Concurrenz-Verhältnisse; jene trägt einen dauernden Charakter an sich und wirkt dadurch viel folgen schwerer, diese beschränkt sich auf ein schnell vorübergehendes An gebot, das unsrerseits nur im dringenden Nothfalle erneuert wird. — Nachdem wir indeß mit der Ueberzeugung in den Kampf eingetreten sind, daß wir uns nur auf Selbsthilfe zu stellen haben, weil wir seitens des Vcrlagsbnchhandcls, wenn überhaupt, mindestens nicht rasche Hilfe erwarten dürfen, so können wir auch nicht Nachlassen, solange die jetzigen Concurrenzverhältnisse währen, und dürfen uns ebenfalls nicht davor scheuen, die durch unser Zusammenstehcn ge botenen Vortheile ferner mit Entschiedenheit auszunutzen. — Nach dem wir doch einmal zu einer Erklärung vor dem Buchhandel ge drängt sind, wollen wir nicht unterlassen, dem Kreise unserer Fach genossen noch von einer Annonce in einem pädagogischen Fachblatte Kenntniß zu geben, die geeignet ist, weiteres Licht auf die Art der Concurrenz zu werfen, mit der wir hier zu thun haben; die Anzeige lautet wörtlich: Albert Rathke's Buchhandlung und General-Depot des Meyer'- schen Conversations-Lexikons empfiehlt den geehrten Herren Schnlvor- stehern und Lehrern sein beständiges Lager aller Schulbücher sowie Classiker und aller übrige» literarischen Werke. Bei jeden Einkäusen berechne ich den Herren Lehrern 15 yh Rabatt und komme bei Ein führung neuer Schulbücher mit billigster Preisnotirung stets entgegen. Ein Commentar hierzu wird nicht erforderlich sein. Magdeburg, 20. December 1876. E. Baensch Nachfolger. — Creutz'sche Buch- u. Musikh. — Heinrichshofen's Buch- u.Musik-Sort. — L. Schaefer's Buchh. „Almauach in losen Blättern" (jeden Tag ein Blatt zum Ab reißen) enthält in seinem neuen (15.) Jahrgang für 1877 ca. 2500 historisch-biographische Notizen, worunter sich zahlreiche auf den Buchhandel und die Literatur bezügliche befinden, und dürfte sich somit besonders auch für buchhändlerische Comptoire zur Anschaffung empfehlen. Der Nettopreis ist 65 Pf. Prrsonalnachrichtcn. Am 1. December waren es 25 Jahre, seit Herr Herrn. Kaiser, Besitzer der Firma E. H. Schroeder's Verlag in Berlin, das genannte Geschäft, mit dem bekanntlich damals noch Sortiment verbunden war, selbständig übernahm. Die Corporation der Berliner Buch händler überreichte dem um die Interessen des Berliner wie des all gemeinen Buchhandels hochverdienten Jubilar eine geschmackvoll ausgearbeitete Adresse, während der Verein Berliner Buchhändler demselben ein prächtiges Album mit den Photographien seiner Mit glieder übergeben ließ. Hrn. I. B ensheim er in Mannheim wurde von der Jury der internationalen Ausstellung zu Santiago (Chile) als Anerkennung für die ausgestellten Unterrichtswerke ein Ehrcndiplom verliehen.
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