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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.05.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1905-05-15
- Erscheinungsdatum
- 15.05.1905
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- Deutsch
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4598 Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 111, 15. Mai 1905. gränzen. Es wird der Threnodieen und Todtenopfer auf seinem Grabe mehr geben, als selbst den Manen lieb ist. Möchten die Choephoren hier nur die Wasserkannen zu Hause lassen! Ein Trost bleibt seinen treuen Verehrern. Er starb in der üppigsten Blüthenfülle. und sah sich nicht selbst ein fatales Schauspiel in veralternder Ohnmacht verdorren und austroknen!« Veschlagnahme. — Auf Antrag des Amtsgerichts München ist in Leipzig die Nr. 26 der in München erscheinenden Wochen schrift -Sect« (3. Jahrgang) auf Grund von § 184 Ziffer 1 des Reichsstrafgesetzbuchs beschlagnahmt worden. (Leipziger Neueste Nachrichten.) Holzstichbilder auf Buchsbaumholz. — Uber diese neue Kunstform wird der Redaktion d. Vl. geschrieben: »Holzstichbilder! Was ist das? Es ist ein neues Kunstverfahren, nach welchem Bilder in Buchsbaumholz graviert und gestochen werden. Dieses Verfahren ist aus der Holzschneidekunst entwickelt. Der Erfinder ist der Xylograph Köhnlein, der es sich seit einigen Jahren angelegen sein ließ, in Verbindung mit Adolph von Menzel Versuche nach dieser Richtung zu machen. Die Versuche gelangen zur Überraschung und Freude von Menzel. Der Meister der Malkunst bestätigte dem Künstler das Gelingen seines Verfahrens nicht nur durch verschiedene Dokumente, sondern er genehmigte sonders wertvoll gemachten Holzstichbilder, und zwar Menzels Porträt sowie sein Flötenkonzert bei Friedrich dem Großen hat die Firma L. Frobeen Verlag, Berlin 81V., Blücherstraße 3, er worben und zum Verkauf gestellt. »Welche Technik liegt nun diesem Verfahren zugrunde? Köhnlein benutzt das unverwüstlich harte Buchsbaumholz, um die Bilder auf eine schwarze Grundlage zu stechen. Letztere wird mit einer leichten, scharfen Pause versehen, und die Abtönung wird dann — mittels einer kalten Nadel und Graoierstichel — in feinen Linien einzeln gestochen. Die dunkeln Stellen berührt der Künstler nur mit der Nadel wie ein Hauch, die Lichtstellen sind offener graviert, so daß die noble Farbe des Holzes dem Bild die Leucht kraft gibt. Hierdurch wird eine überraschende Lebensfrische wie außerordentlich schöne Plastik erzielt. In kunst- und sachverstän digen Kreisen haben diese Bilder lebhaften Beifall gefunden. Adolph von Menzel an der Spitze hat mit Bewunderung dem Künstler seine Anerkennung schriftlich ausgesprochen. »Da in dieser Technik nach jeder Photographie Aufträge aus geführt werden, so stehen wir hier vor einer neuen Industrie, deren Wert Menzel zuerst erkannt und gefördert hat, auf die Deutschland daher stolz sein kann. »Den Vertrieb für den deutschen Kunsthandel hat ebenfalls L. Frobeen Verlag, Berlin, übernommen. Von dort sind aus führliche Beschreibungen kostenlos zu beziehen.« — Wie uns weiter mitgeteilt wird, beabsichtigt die Verlagsbuch handlung, ein solches Kunstwerk, und zwar ein Menzel-Bildnis mit Original-Unterschrift des Meisters, zur bevorstehenden Buch händlermesse in Leipzig auszustellen. (Red.) Schiller-Festgaben. — Auf Antrag des Abgeordneten hauses hat der preußische Staat den Volksschulkindern zur Schiller feier eine Festgabe aus Schillers Werken überreichen lassen, die die Balladen, die schönsten Gedichte Schillers und das Schauspiel »Wilhelm Tell« enthält. Die Auswahl für die Festschrift be sorgte das Kultusministerium, die Herstellung wurde Hermann Hillgers Verlag, Berlin, übertragen. Das 160 Seiten starke Vüchelchen ist in einfachem geschmackvollen Umschlag auf gutem Papier und in tadellosem Druck hergestellt, eine ausgezeichnete Festgabe für Deutschlands Jugend. Die Verlagshandlung verdient für die würdige Ausstattung volle Anerkennung. Der billige Preis (40 H) wird zur weitesten Verbreitung beitragen. Auch das Reichs - Marine - Amt hat für die ihm unterstellten Schulen mehrere tausend Exemplare angekauft. Zu dieser Mitteilung, die wir der Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung entnehmen, sei hier nachgetragen, daß auch die in Nr. 107 d. Bl. vom 10. Mai erwähnte Schiller-Festgabe des Reichskanzlers Grafen von Vülow für Schüler an deutschen Schulen des Aus lands (»Wilhelm Tell- mit der Aufschrift »Ans Vaterland, ans 28. Mai bis 1. Juni d. I. — Aus Vorschlag des Buchhändlers verein im vorigen Jahre beschlossen, seine diesjährige Haupt versammlung in Lübeck abzuhalten und daran anschließend einen gemeinsamen Ausflug in deutsche Gaue zu unternehmen. Aus dem jetzt versandten Programm ist ersichtlich, daß Versamm lung und Ausflug — statt wie sonst im Hochsommer — schon in den Tagen von Sonntag den 28. Mai bis zum Himmelfahrts tage, 1. Juni, stattfinden sollen. Nur so, vor Beginn der eigent lichen Reisezeit, war es möglich, besonders billige Hotelpreise zu er langen. Während die dänischen Staatsbahnen bei Vereinsreisen keine-Ermäßigung mehr gewähren, wird die Bahnfahrt in Deutsch- Aus dem illustrierten Programm (gedruckt in Milo's Etablissement in Odense, an dessen Inhaber, Herrn Verlagsbuch händler Ehr. Milo, auch Anmeldungen der Mitglieder zur Teil- Einzelheiten, wie folgt, hervor. 28. Mai: Mittagessen auf Vereinskosten am Bahnhof in Fredericia. — Gemeinsame Abfahrt aus Vamdrup um 4 Uhr 49 Minuten. Abendessen in Neumünster auf der Station. — 9 Uhr 42 Minuten Abfahrt über Oldesloe nach Lübeck. Wohnung in den beiden folgenden Nächten im Hotel -Kaiserhof«. 29. Mai: Lübeck. 9 Uhr morgens Hauptversammlung im Hotel »Kaiserhof«. — Frühstück ebenda. — Besichtigung der Stadt unter Führung der Herren Alfr. Koch und Haakon Huun (von der Papierfirma Papyrus-Lübeck). — Mittagessen um 4 Uhr im Rathauskeller. — Ausflug mit Bahn nach Trave münde. 30. Mai: Abreise von Lübeck nach Eutin. — Besichtigung von Stadt und Schloß. — 2 Uhr: Wagenfahrt zum Ukleisee und Umgebung. — Frühstück, Mittagessen (um 6 Uhr) und Wohnung im Hotel -Voß-Haus«. — Abends Ruderpartie auf dem Eutiner See. 31. Mai: Abreise nach Gremsmühlen. — Fußwanderung. — Frühstück. — Mit elektrischem Boot nach Plön. — Mittag essen und Wohnung dort im Hotel -Zum Prinzen«. 1. Juni: Rückreise über Ascheberg und Neumünster nach Dänemark. G. Bargum. Personalnachrichten. am 12. Mai nach langem und schwerem Leiden der Verlags buchhändler Herr Carl Minde in Leipzig, Inhaber der von ihm unter der Firma seines Namens am 1. Oktober 1864 in Leipzig eröffneten Buchhandlung und Leihbibliothek, denen er.später Verlag, Buchdruckerei und Antiquariat hin zugefügt hatte. Seit 27. Juni 1902 wurde das Geschäft unter der Firma Verlagsanstalt, Maria Minde, Leipzig, durch seine Gattin, geb. Demmel, geführt. (Sprechsaal.) Achtung für Verleger! Die Firma A. Dochow, Berlin, legt Zeitungen Prospekte bei und forderte auch mich zur Beteiligung auf. Der Prospekt erschien im Dezember 1904 und sollte der Augsburger Abendzeitung, dem Würzburger Generalanzeiger und dem Kölner Tageblatt in einer Auflage von 100 000 Exemplaren beiliegen. Belege waren trotz vieler Reklamationen von Herrn Dochow nicht zu erlangen, bis wir selbst konstatierten, daß in Köln wir durch Klage zurück; auch hier war die Bitte um freiwillige Zurückerstattung fruchtlos gewesen. Berlin, den 3. Mai 1905. I. M. Spaeth Verlag, Walter Spaeth.
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