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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.07.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-07-03
- Erscheinungsdatum
- 03.07.1905
- Sprache
- Deutsch
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6058 Nichtamtlicher Teil. 151, 3. Juli 1905. Stümpfti L Cie. in Bern. 4. vol. vivr. 1. 0905^^136^8^^^ ^ ^ ^ 6. vk^. (8.'641—768.) vsx.-8« 2. 80 Georg Dtilke in Berlin. Jahrbücher, preußische. Hrsg. v. Hans Delbrück. 1905. 121. Bd. 3 Hefte. (1. Heft. 192 S.) gr. 8". bar 6. —; einzelne Hefte. 2. 50 G. Strübigö Verlag in Leipzig. Luthers, Mart., ungedruckte Predigten aus den I. 1537—1540. Zum ersten Mal veröffentlicht v. Geo. Buchwald. 7. Lfg. (S. 305—352.) gr. 8°. —. 60 Verlag der deutschen Sllpenzeitnng in München. Alpenzeitung, deutsche. Schriftleiter: Eduard Lankes. 4. Jahrg. 1904/1905. 7. Heft. (40 S. m. Abbildgn. u. 4 Taf.) 4«. Vierteljährlich 3. 50; einzelne Hefte —. 60 Verzeichnis künftig erscheinender Löcher, welche in dieser Nummer zum erstenmale angekündigt smd> Zusammengestellt von der Redaktion des Börsenblattes, v — Umschlag. Karl Baedeker in Leipzig. 6079 öaeckekei-Z kbeivlavcks. 30. ^uü. 6 Carl Dnncker in Berlin. 6077 Lee, Der Knecht des Ruhms. 3 ^ 50 H. Gose «L Tetzlaff in Berlin. 6079 Vostr, Der 8t,rLüin§. 2. ^.uü. 1 Georg Nanck (Kritz Rühe) in Berlin. 6080 La Roche, Das Positive in v. Fischers Vortrag. 50 H. Hermann Seemann Nachfolger G. m. b. H. in Berlin. 6081 2 ^Vsidnsr, ^us den l'isksn dar ksrlillsi ^idsit-si-ds^vsAuvA. 1 , ^sd. 2 Bernhard Tanchnitz in Leipzig. 6079 kol)ill8, ^ Dark l-antem. (I'. ^d. vol8. 3823/24.) Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart. 6078 V. Uellwald, vis Lrds und ikrs Völlcsr. 2. vkx. Nichtamtlicher Teil Interessantes aus einem alten Kontobuch. Von W, Münch. zur .Vossischen Zeitung. Nr. 23t vom I8./VI. (Red.) Daß ein Kontobuch interessant sein könne, interessant auch für Fremde. Unbeteiligte, wird man wohl nicht von vornherein bezweifeln. Zahlen sprechen oft eine viel leben digere Sprache als Worte, und Zahlen nebst Warenbezeich nungen und Personennamen aus alter Zeit können kultur geschichtlich viel besagen. Alte Kontobücher werden hier so schätzbare Dokumente sein wie alte Stammbücher, aus denen man ja auch trotz allem Faden, Verblaßten und Verklungenen, das sie aufweisen, ein Bild eigenartigen Lebens. Fuhlens und Verkehrens zu gewinnen vermag. Unlängst verschaffte mir die Freundschaft des jetzigen Inhabers Einblick in das mit 1809 beginnende und von da an etliche Jahrzente fort geführte Kontobuch einer vornehmen buchhändlerischen Verlagsfirma, nämlich derjenigen von -Georg Reimer, in Berlin. Und wie drang aus den toten Ziffern, den ver gilbten Blättern zwischen den im Dienst fast aufgeriebenen Deckeln des Lederbandes allerwärts reiches Leben mir ent gegen! Denn unter den Hunderten von Namen, die als Autoren des guten Verlags hier zu Buche stehen, ist eine solche Fülle von jetzt noch Gefeierten, und sie gehören so mannigfaltigen Gebieten an. daß man sich immer wieder freuen muß über den herrlichen Schwung, den das deutsche Geistesleben just in jener, politisch so fragwürdigen Periode genommen hatte. Da stehen miteinander die Namen der großen Philologen Fr. A. Wolf. A. Boeckh und Immanuel Bekker. dazu der bekannte Buttmann sowie Dindorf. und der damals noch junge Schöpfer der romanischen Philologie Fr. Diez, dann die berühmten Theologen Schleiermacher, de Wette. Twesten. nebst dem geistlichen Parabeldichter Krummacher, die Histo riker Niebuhr und v. Raumer. Staatsmänner und Juristen wie Süvern und Savigny. als Pädagogen der gefeierte Fellcnberg und der verdienstvolle Harnisch, und weiter Ludwig Jahn und E. M Arndt. Boisseree und Josef Görres und Varnhagen von Ense, der einst allbeliebte Lustspieldichter Contessa, dann aber unsre Romantiker Arnim und Tieck. Fouque und A. W. Schlegel, namentlich auch H v. Kleist, ferner E. T. A. Hoffmann. doch auch Ludwig Uhland (mit seinem Drama »Ludwig der Baier») und die Brüder Grimm, nebst manchen anderen, deren Namen wenigstens innerhalb einer engern Fachwelt unvergessen sind Es mar eben eine Periode, reicher an originalen Geistern als irgend eine andre in unsrer Geschichte. Indessen, daß man an alle diese guten Namen erinnert wird, braucht dem alten Kontobuch nicht als Verdienst an gerechnet zu werden: hübscher ist es schon, zu bedenken, wie die edlen Geister sich um ein solches kaufmännisches Zentrum zusammenfinden, gewissermaßen alle bei demselben Hausvater zu Gaste sind; und der Hausvater seinerseits oder seine Abkömmlinge dürfen sichs wohl zur Ehre an rechnen. was sie so für die deutsche Kultur getan haben. Das mag ausgesprochen werden, da viele Deutsche offenbar nicht wissen, wieviel Verdienst den großen deutschen Ver lagsfirmen gebührt, auch nicht, daß oftmals von diesen Stätten aus die Anregung oder der Auftrag erfolgt ist für Werke, die nachher ihre Verfasser unsterblich gemacht haben und als wertvoller Schatz der nationalen Literatur gelten. In Bezug aus Mommsens Römische Geschichte z. B. kam das noch unlängst zur öffentlichen Kenntnis. Nun mag man aber auch gern wissen wollen, wie denn der buch händlerische Unternehmer die edlen Geisteswerke geschäftlich bewertet, also welche Honorare er gezahlt hat. Natürlich haben sich die Preise auch für diese edelste der Marktwaren seitdem sehr verschoben. Und so gut es z B. jetzt der Dra matiker hat, von dem ein Stück durchschlägt und viele Auf- sührungen erlebt, so schlecht hatten es in diesem Punkte da mals auch die Besten. Niemand darf sich also entrüsten, wenn ein Drama. Las jetzt nach hundert Jahren als un sterbliches Kunstwerk anerkannt ist. damals vom Verleger mit einem höchst bescheidenen Honorar bedacht wurde. Wenn es der gesamten Mitwelt, allen ihren besten Köpfen und fühlendsten Herzen, nicht möglich war. den Wert einer neuen Erscheinung zu erkennen und zu schätzen, so wird man es wohl auch dem tüchtigsten Buchhändler nicht übelnehmen, daß er nicht ohne weiteres einen Dukatenregen über den Verfasser sich ergießen ließ. Übrigens sind die Autoren auch sehr ungleich in dem Glauben an den Wert ihrer eigenen
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