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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.07.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-07-08
- Erscheinungsdatum
- 08.07.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Siedakiioneller Teil. X- 158, 8. Juli 1918. Einrichtung einer Schreibwarenhandiung. Von G. Klein. Gr. 8". IV, 98 S. Berlin 81V. 11, Ver lag der Papier-Zeitung Carl Hofmann. Geb. ^ 6.—. Daß in kleinen und auch manchen mittelgroßen Städten der Buch händler vom reinen Sortimcntsbctriebe kaum bestehen könnte und eine größere Lebhaftigkeit des Ladenvcrkchrs hauptsächlich dem Rcbenbe- triebc des Schreibwarengeschäfts verdankt, ist bekannt. Der Buch händler muß sich eben, trotz allen beruflichen Ideale», den Anschauun gen und Bedürfnissen feiner umgebende» Welt unbequemen. So mag ln häufigen Geldsorgen auch in großen Städten mancher Sortimenter nach einem Nebenbetriebe Ausschau halten. Und die sich »lehrenden Schwierigkeiten des reinen Sortimentsbetriebes dürften in nicht fer ner Zeit manchen Zögernden zu diesem oder sencm gcwinnverheißcudcn Nebenzweig greifen lassen. Nächstliegend wäre sllr diesen Kall die Wahl des Schreibware,ihandels, wie er in der Kleinstadt unvermeid lich und selbstverständlich ist. Freilich ist cs mit dem Entschlüsse allein nicht getan,- wie alles, so erfordert auch dieser Betrieb sachliche Beherrschung und zunächst Lehre. Letztere gibt in vortrefflicher Übersicht der Verfasser der vor liegenden Schrift. Abschnittweise, in zwangloser Folge war slc seit Mitte 1S1K zunächst in der Papier-Zeitung erschienen und bietet sich nun hier als Buch in abgerundeter, zum Teil durchgcarbeitctcr Form und systematischer Ordnung. Ihr Zweck ist, vor allen, kleinere» Hand lungen nutzbare Fingerzeige zu geben. Dieses Ziel im Auge, erschöpft sie das ganze große Gebiet des Schreibwarenhandels. Die libcrficht ist bestens gewahrt, die Schreibweise knapp und klar. Unter den kl Abschnitten des Inhalts findet sich auch einer mit der Überschrift: »Angliederung einer Schreib,varenhandlnng an eine be stehende Buchhandlung«, der dem Schreibwaren-Nebenzweige einer Buchhandlung besonders günstige Aussichten eröffnet. Wichtiger als der unmittelbare Gewinn aus dieser Angliederung scheinen uns die damit zu erzielende Belebung des Ladcnverkehrs und die sich bieten den vielerlei Möglichkeiten der Werbung von Bücherkunden und ihre Gewöhnung an das Geschäft, was zumal bet der Schülerkundschaft un schwer gcllngen und von Bedeutung sein könnte. Als Mangel des Buches empfinden wir die Unterlassung von Preisangaben im Ein- und Verkauf. Deren Feststellung dürfte zurzeit allerdings ihre Schwierigkeiten haben. Mehr aber noch befremdet »ns die sorgfältige Verschweigung der doch höchst wichtige» Bezugs quellen, eine Zurückhaltung, die mit der Stellung der Papier-Zeitung als Organs der verschiedensten Fachvcrcinigungcn begründet wird. Aber der Benutzer hat es hier doch nicht mit der Papier-Zeitung zu tun, sondern mit einem nicht wohlfeil erworbenen Buche und dürfte sich nur mit Bedauern in seiner Erwartung einer Reihe wichtiger Be lehrungen getäuscht sehen. L. Kleine Mitteilungen. Tagung der Evangel. Kriegsgefangenenfürsorge. — Unter dem Vorsitz des Geh. Konsistorialrates Jäger-Bierstadt fand am 25. Jnni die diesjährige Jahresversammlung der Ev. Kriegsgefangenenfürsorge im Hotel Miiller zu Bad Nassau statt. Direktor Schriftsteller Brepohl-Nassau erstattete den Arbeitsbericht. Die religiöse Versor gung nahm einen gewaltigen Aufschwung. 12 277 Vollbibeln und 120 214 Neue Testamente wurden in dem verflossenen Jahre den deutschen Gefangenen gesandt. Der »Chr. Botschafter fiir Kriegsgefangene« er schien bis zum russischen Frieden in einer Auflage von 60 000, nachher 40 000 Exemplaren, der »Heimatgrus; fiir die gefangenen Sachsen« in 10 000 bzw. 9000 Exemplaren, der »Heimatgruß« ans der Württem- bergischen Landeskirche in Auflage von 4000 Exemplaren monatlich. Auch gingen von den von F. W. Brepohl herausgegebenen »Kriegs- gefangcnengriißen« 136 000 Stuck hinaus. (Gesamtauflage 352 000 Stuck.) Weiter 55 000 kleinere Schriften. Die »Deutsche Jnternier- tenbiicherei«, ebenfalls von Brepohl herausgegeben, hatte eine Auf lage von 11 500. Die Wiirttembergische, Badische und Sächsische Lan deskirche gaben je ihren gefangenen Söhnen eine Gesangbuchspcnöe. Den größeren Teil der Arbeit umfaßte die Versendung allge meiner Bücher zu Volksbildungszwecken. Prinzipiell ist von weiterer Bibliotheksgrünöung in den Gefangenenlagern Abstand genommen worden: die Gefangenen erhalten persönlich ein Bücherpostpaket im Buchhändlerwerte von 10—15 29 245 Postpakete solcher Sendun gen gingen hinaus. Der Anschaffnngswert derselben betrug 189 803.7l Mark. (Gesamtzahl der seit Kriegsanfang versandten Pakete 63 479.) An gefangene Fachleute, Studierende, Schüler höherer Lehranstalten wurden in 1402 Fällen von ihnen selbst gewünschte Bücher zur Fort setzung ihrer Studien gesandt. Eine in Gemeinschaft mit den land wirtschaftlichen Körperschaften und Behörden Deutschlands ins Leben gerufene »Deutsche Bücherspenöe für kriegsgefangene Landwirte«, die unter dem Ehrenvorsitz des Preußischen Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten steht, sorgt für gute Fachausbildung der draußen schmachtenden Söhne Deutschlands. Es liefen zur Verarbeitung ein 50 032 ÜA Bücher, gleich 5 Waggons. Bürgermeister Hasenclever-Bad Nassau erstattete den Kassenbericht. Einnahmen 214 503.46, Ausgaben 217 543.20, darunter ^ 154 044.09 für Bücher, 9714 fiir Bibeln und ^ 35 510.05 für Verwaltnngskosten. Die Aktiven betrugen ^ 50 547.20, die Passiven 46 059.89, das Vermögen ^ 4487.31. Die Zahl der beschäftigten Personen beträgt 67. Es fanden dann Ergänzungswahlen statt. Professor Bernhansen- Marburg und Professor Nade-Marbnrg wurden in den Vorstand berufen, zum 2. Vorsitzenden, vorbehaltlich der Annahme, Exzellenz Staatssekretär v. Lindequist-Berlin gewählt. Der Ausschuß wurde um 12 Herren erweitert. Nichtlinien für die Herstellung von Schnellheftern. — Nachdem sich sämtliche führenden Hersteller von Schnellheftern bereit erklärt haben, die von dem Verein Deutscher Geschäftsbücherfabrikanten vor- geschlagencn, vom Neichsausschuß für Druckgewerbe, Verlag und Pa- pierverarbeitnng genehmigten Richtlininen für Ersparnisse bei der Herstellung von Schnellheftern freiwillig durchzuführen, gelten nunmehr folgende Vorschriften: 1. Das Folioformat für Schnellhefter darf die Bogengröße von 55X7,0 em nicht überschreiten. Die Herstellung aus kleineren Formaten ist gestattet. 2. Die Kartongewichte werden auf 180—200 ^ für den Quadrat meter für eine leichte und 275—300 § für eine schwerere Sorte herabgesetzt. Weitere Sorten dürfen nicht mehr angefertigt werden. 3. Die Farbenzahl wird auf 6 beschränkt, und zwar chamois, grau, blau, rot, grün, orange. 4. Doppelfalzhefter werden nicht mehr angefertigt. Die Neichskommission bittet alle Firmen, die sich mit der An fertigung von Schnellheftern beschäftigen, diese Vorschriften in Zu kunft genauestens inneznhalten. Neichskommission zur Sicherstellung des Papier bedarfs. Der Vorsitzende: Flinsch. Eine neue Akademie für praktische Medizin. — In Magde burg besteht die Absicht, nach dem Kriege eine Akademie für prak tische Medizin zu errichten. Die Akademie soll sich an die vorhan denen großen städtischen Krankenanstalten anlehnen. Die Negierung hatte vor dem Kriegsausbruch bereits mit der Stadt Magdeburg ver handelt, um die Angelegenheit zu fördern, doch wurden die Ver handlungen durch den Krieg unterbrochen. Ähnliche Akademien be stehen in Köln und Düsseldorf. Papiermangel in Frankreich. — Der Verband wirtschaftlicher Interessen der französischen Tagespresse beschloß in seiner Hauptver sammlung am 17. Juni, daß vom 1. Juli an bis auf weiteres Tages zeitungen nur dreimal wöchentlich höchstens vierseitig und viermal zweiseitig erscheinen sollen. Der Beschluß ist auf die immer größer werdenden Schwierigkeiten in der Papierbeschaffnng zurückzuführen. Eine große Anzahl Papierfabriken ist wegen Mangels an Rohstoffen geschlossen, weitere stehen vor der Schließung. Gleichzeitig soll die Tonnage für die Papiereinfuhr möglichst wenig in Anspruch genom men werden. PersonalimchriAeii. Berend Wilhelm Fcdderscn f. — In Leipzig ist der Geheime Hof rat Or. Berend Wilhelm Fedöersen, bekannt durch seine Forschungen auf dem Oiebiet der Elektrizitätslehre und der.Thermodynamik, im Alter von 87 Jahren gestorben. Feddersens Arbeiten über Elektrizi tät wurden von Prof. Des Couörcs in Ostwalds »Klassikern der exakten Wissenschaften« herausgegeben. In den letzten Jahren wid mete sich der Verstorbene hauptsächlich der Neubearbeitung nnd Er gänzung von Poggendorffs Biographisch-literarischem Handwörterbuch zur Oieschichte der exakten Wissenschaften, dessen 3. Band er 1898 mit A. v. Dettingen herausgab. 396
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