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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.07.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-07-13
- Erscheinungsdatum
- 13.07.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. .V >59, 13. In» I9ls. Nun wurde bereit» vom Münchner Verein in seiner Sitzung vom 1. Mai 1914 einstimmig beschlossen, dir Lehrmittel alr Netto. Artikel zu bezeichnen, Es ist dieser Beschluß auch bereit» vom Börsenvcrcinsvorstand bestätigt und, wie Sie vielleicht im Bär- scnblalte gelesen haben, vom Verein össcnllich angczeigl worden. Lassen Sic sich also nicht abhaltcn, eine» bei der Entwicklung der Tinge »öligen Beschlich, der aber auch im geschäftlichen Inte» esse liegt, zu fassen, Halbjährliche R e ch n n n g » st e l l n n g: Ein gleiches Ziel der Verbesserung der Verhältnisse strebt ei» weiterer Antrag des Vorstandes an, der von einem Ansdruck aus Rechnungen und Bcgletlsaklnren handelt. Wie Ihnen bekannt, meine Herren, hat der Verein insoigc eines Beschlusses der vorjährigen Hauptver sammlung zwei Rnndschreiben entwerfen lassen, in denen den Sortimcntskunden »ahcgelcgt werden sollte, die Bücherrechnungen in Zukunft halbjährlich zu begleichen und in Fällen, in denen ein längerer Kredit beansprucht wird, eine Verzinsung des schuldigen Betrage» zu übernehmen, Ta» Streben im gesamten Buchhandel geht nun dahin, diese Tinge in etwa» schärfere Form zu bringen. Auch hier ist der Münchner Verein vorangegangcn, indem er seinen Mitgliedern mit Gültigkeit ab l, Januar 1915 die Verpflichtung auferlegte, einen diesbezüglichen Passus, der Ihnen im Wortlaut vorliegt, ans alle Rechnungen und Begleiifakturen aufzudrucken. Aus drücklich ist dabei vorgesehen, daß es jedem einzelnen Mitglied unbcnommcn bleiben soll, diese Bestimmungen seine» Kunden gegenüber dnrchzuführen oder nicht. Die Hauptsache dieser Be schlüsse ist ja nur, dem Publikum klar zu mache», daß auch der Buchhandel nicht über das Normale hinaus kreditieren kann, und allerorten regen sich in den kaufmännischen Kreisen — unterstützt von einer verständigen Presse — Bestrebungen, die gleichen Ziele: »vernünftige kreditverhältnissc« zu schassen, M i I t c l s ch u l b ü ch c r h a » d c l i Während in München schon seit längerer Zeit eine Bestimmung in Geltung ist, die den Verkauf von Mitlclschulbttchcrn an Buchbinder und A»ch-Bnch< Händler direkt verbietet — eine Einrichtung, die sich sowohl im allgemeinen als durchführbar, als auch höchst segensreich erwiesen hat —, hat ein Lokalvcrein durch Mehrheit beschlossen, Mittel- schnlbücher an Buchbinder und Schreibmaierialienhändlcr zu liefern. Das ging sogar so weil, daß das Personal der einzelnen Firmen im Laden des betreffenden Papierhändlers die Schul bücher verkaufte, und der Händler dann für diese Genehmigung Ist ' „ erhielt. Ein besseres Mittel, »Anch-Kollegen« zu züchten, hätte wahrlich nicht gefunden werden können; denn nach ganz kurzer Zeit wird jener Handlanger die Situation erkennen und selbst in den Buchhandel hincinzukommen versuchen, was bei den vielen offenen Hintertürchen zum Schlüsse nicht allzu schwer sein wird. Wie heute schon der Absatz der Schulbücher für die Volks schule fast vollständig in den Händen dieser Schrcibwarenhändler ist, so würde mit unfehlbarer Sicherheit auch das ganze Miltcl- schulbllchergeschäft an die Schreibwarcnfirmen ausgeliefcrt und das Sortiment kaltgestellt werden, Gedenken Sic auch noch des Umstande», daß der, der die Jugend hat, auch die Zukunft hat, und verlassen Sie dann den kleinlichen Standpunkt um eines mini malen Vorteiles willen, den Sie nur durch Schädigung Ihrer eigenen Kollegen erreichen können, solche Manipulationen zu machen. Der Bcschlub jenes bayerischen Ortsvercins hatte bei dem Nürnberger Verein große Erregung hervorgerufcn, so daß von diesem für die Hauptversammlung soigendcr Antrag gestellt ist: »8 2 der Satzungen des Bayerischen Vereins soll wie folgt ge- ändert werden: l. Die an den bayerischen Mittelschulen cingeführtcn Lehr bücher dürfen weder vom Verlag noch Sortiment, noch Bar- soriimcnt oder sonstigen Miltclstellen an solche Firmen geliefert werden, die nicht in der Stammrolle des Bayerischen Vereins eingetragen sind, ., ' Prosessoren und Schülern sämtlicher bayc- iitche» i.ulteischnlcn dürfen bei Partiebczügen 10 gewährt werden.« GraIiszngaben: So oft der Herbst in das Land kommt hat der Vorstand mit einzelnen Firmen wegen Gratiszugaben 1122 beim Schnlbiichergcschäsl zu kämpsen. Daß es Buchhändler gibt, die trotz der alljährlich mehrmals wiederholten Warnung de« Bürsenvrrcins-Vorstandes sich noch immer versündige», ist un faßbar, Wir werden, wie bisher, so auch in Zukunft mit aller Strenge gegen solche Verstöße Vorgehen, Aufnahme in» B u ch h ä n d I c r - A d r c ß b n ch: Tic vielfachen Ansragen, die seitens der Geschäftsstelle wegen Ausnahme von Firmen in das Buchhändler-Adreßbuch kamen, haben wir meist mit Inanspruchnahme der Hilfe der ortsansässigen Mitglie der oder Kollegen zu erledigen versucht, Lolche Anfrage» wer den dann am korrektesten erledigt, wenn sich am Orte ein Verein gebildet hat, der dann die richtige und objektive Auskunft geben kann, Gründung von OrtSveretncn: Mil Freude» habe» wir cs daher begrüßt, daß die Kollegen in Bayreuth sich auf An regnng des Kollegen Ntehrcnheim zusammengcschlossen haben, so daß wir nun in Bayern Ortsvercinc neben München noch in Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Nürnberg, Würz- bnrg haben. Herbstvcrsammlung der Orts- und Kreis vereine: Da leider der Zeitpunkt immer so ungünstig gelegt ist, daß die mit dem Schulbüchcrgeschäst sich befassenden Herren nicht gut abkommen können, waren wir sehr erfreut, als sich aus unsere Umfrage Herr Klemmer in Wttrzburg zur Annahme der Vertre tung des bayerischen Vereines entschloß. Wenn Sic weitere Auskunft über die bereits bekanntgemachten Verhandlungen wünschen, ersuchen wir Sic um diesbezügliche Äußerung nach Verlesung des Berichts, Wir können uns nur freuen über die reichliche Beschickung dieser Versammlung, in der ja zum große» Teile das vorbereitet wird, was in der nächstjährigen Kantate-Versammlung Gegen stand der Beratung ist. Bayerisches Schulmuseum in Augsburg: Leb haft hat uns auf Veranlassung des Börsenvereins da» Bayerische Schulmuseum in Augsburg beschäftigt. Wir sind der Meinung, daß derartige Gründungen für den Buchhandel sehr gefährlich sind, weil sie leicht Schule machen, Anfangs beziehen der artige Institute durch die ortsansässigen Sortimcnlsbuchhand- lungen, dann aber, wenn ein findiger Mann, der vielleicht selbst früher Buchhändler war, die Angelegenheit in die Hand bekommt, entsteht eine schwere Schädigung des Sortiments, Kloster Ettal: Aber nicht nur die Städte drohen in den Buchhandel einzndringen. Das Kloster Ettal, in einem abgeschie dene» Gcbirgswinkel gelegen, hat den Versuch gemacht, mit dem Buchhandel in direkte Verbindung zu kommen und hat natürlich in Leipzig einen Kommissionär gefunden. Durch Eingaben an den Börsenvcrein und an den Vcrlegcrvcrein haben wir ans das llirznlässtge dieser Gründung aufmerksam gemacht und hoffen, so achtenswert solche Kollegen auch für uns wären, diese Gefahr abgewieseu zu haben, Verein jüngerer Buchhändler »Palm«: Ans Grund einer Auseinandersetzung im Buchhändler-Börsenblatt hat sich der Verein jüngerer Buchhändler -Palm« mit dem Magistrat Braunau wegen der Übernahme der RichlstSIIe Palms benommen. Der BörsenvcreinS-Vorstand hat uns für Ankaus dieser Stätte 500 kk, der Deutsche Verlegervereiu 300 ,/k zur Verfügung ge stellt, welcher Betrag auch von uns ursprünglich als ausreichend erkannt worden war. Inzwischen hat sich eine Veränderung der Verhältnisse ergeben, die neuerlich Verhandlungen mit dem Be sitzer des Platzes notwendig machten, Mitte April brannte näm lich ein in nächster Nähe des Platzes stehendes Haus vollständig nieder. Infolgedessen hat sich der Besitzer einen neuen Plan zu- rechlgelcgt, der allerdings für die Gestaltung des Zugangs zur Ge denkstätte besser ist, Ter Besitzer verlangt jetzt für die Abtretung des Grundstückes statt X 600,— X 1000.— — .« 850,—, Ilm späterhin nicht noch einmal mit Forderungen an den Buchhandel herantretcn zu müssen, wurde gleich ein Kosten-Voranschlag siir die Einebnung des Weges, für ein Seilcngiltcr de» Zugangs, für ein Gitter der Richlstätle einschließlich aller Schlosser- und Maurerarbeiten angcserligt, der sich alis ungefähr X 900 - be läuft, Ta der zurzeit vorhandene Gedenkstein sehr bescheiden ist, würde es sich cmpsehlcn, einen neuen Stein anfertigen und aus-
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