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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.02.1879
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1879-02-18
- Erscheinungsdatum
- 18.02.1879
- Sprache
- Deutsch
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- Zeitungen
- Saxonica
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Börsenblatt für den Beiträge für da» Börsenblatt sind an die Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. ^ ro. Eigenthum de» BörsenvereinS der Deutschen Buchhändler. — Leipzig, Dienstag den 18. Februar. 1879. Amtlicher Theil. Hamburg-Altonaer Buchhandlcrverein. Durch die infolge der Weimarer Konferenz im September vorigen Jahres abseiten des Börsenvereins-Vorstandes ergangene Aufforderung fand der oben genannte Verein sich veranlaßt, in seiner Sitzung am 7. November 1878 eine Commission zu ernennen, welcher der Auftrag ertheilt wurde, die Fragen: 1) Was ist in Hamburg als Schleuderei zu bezeichnen? 2) Ist die Umbildung des Vereins in einen Provin zialverein geboten? 3) Ist die Bildung eines Engros - Sortiments für Hamburg schon jetzt in Aussicht zu nehmen? einer eingehenden Erörterung zu unterziehen und das Resultat der selben dem Verein baldmöglichst vorzulegen. Die aus fünf Mitgliedern (Martin Berendsohn, Chr. Boysen, Carl Gaßmann, Lucas Gräfe und Gustav A. Laeiß) bestehende Commission erstattete bereits in der nächsten Vereinssitzung am 4. Dccember folgenden Bericht: Zur Ausführung des Auftrages, welchen die Commission empfing, sind von derselben drei Sitzungen, unter dem Vorsitz des Herrn Gaßmann, abgehalten worden und fanden die beiden ersten Fragen schon in der ersten dieser Sitzungen ihre Erledigung, wäh rend man über die Beantwortung der dritten erst in der letzten zu einem definitiven Beschluß gelangen konnte. — Betreffs der ersten Frage: „Was ist in Hamburg als Schleuderei zu bezeichnen?" wurde die Commission sich bald darüber einig, daß der Kunden rabatt sich hierorts bereits zu einem schwer zu beseitigenden Uebel herausgebildet habe, daß man sich also darauf würde beschränken müssen, einem Weiterumsichgreisen desselben nach Möglichkeit vor zubeugen. Nach von mehreren Commissions-Mitgliedern angestell- ten Ermittelungen reducirt sich jetzt der dem Sortimenter verblei bende Reingewinn — eine Capitalverzinsung von S>jb voraus gesetzt — auf nur 10 ?b vom Umsatz; eine weitere Verminderung dieses Reingewinnes würde demnach ein solides Geschäft nahezu unmöglich machen. Bestimmte Normen für die Gewährung eines Kundenrabatts auszustellen, fand die Commission allerdings sehr schwierig, weil sie sich sagen mußte, daß man kaum hinreichende Mittel in Händen habe, solchen Normen allgemeine Geltung zu ver schaffen; doch einigte man sich nach längerer Berathung über fol gende Antwort an den Verein: „Eine gänzliche Beseitigung des Kundenrabatts ist für Ham burg-Altona zur Zeit nicht durchführbar; als zulässig nach bestehenden Verhältnissen sind anzusehen: SechSundvierzigster Jahrgang. Bei Baarverkäusen auf Verlangen ein Decort bis zu höchstens 5HH. An regelmäßige Kunden mit größerem Be darf, wozu auch alle öffentlichen Anstalten, Bibliotheken und Staatsinstitute zu rechnen sind, auf befand« res Ver langen ein Rabatt bis zu 10 Ä>. — Auf Journale in der Regel kein Rabatt. „Ein Abweichen von diesen Ansätzen im Allgemeinen, das öffentliche Ankündigen von neueren Werken unter dem Ladenpreise (sei es durch Inserate, Kataloge oder auf sonstigem Wege), sowie das Offeriren von Rabatt ist als Schleuderei anzusehen. „Betreffs der Aussührung überseeischer Aufträge ist bei der exceptionellen Handelsstellung Hamburgs eine bestimmte Norm nicht aufzustellen." Für die Bejahung der zweiten Frage: „Ist die Umwandlung des Vereins in einen Provin zialverein geboten?" zeigte sich innerhalb der Commission von vornherein viele Mei nung. Ein solcher Provinzialverein wird als ein sehr zweckmäßi ges und darum wünschenswerthes Mittelglied zwischen der Cantate- Versammlung und den einzelnen Städten, bezw. den in diesen beste henden Localvereincn angesehen und für besonders geeignet ge halten, der Schleuderei wirksamer cntgegenzutreten, als es bis her möglich gewesen. Die unter den Mitgliedern der Commission allseitig sich ergebende Uebereinstimmung mit der Motivirung des von Herrn Kröncr auf der Conserenz in Weimar gestellten, hierauf bezüglichen Antrages wirkte ebenfalls auf die Entscheidung für einen solchen Verein wesentlich ein. Nur glaubte man mit Rücksicht darauf, daß in manchen Fällen die Interessen der College» in der Provinz von den unfern abweichen könnten, nicht die Um wandlung des hiesigen Vereins in einen Provinzialverein befür worten zu sollen, sondern die Bildung eines neuen, hauptsächlich den oben erwähnten Zwecken dienenden. Auch wurde es für geboten er kannt, daß der Hamburg-Altonaer Buchhändlerverein zunächst dar aus hinwirke, sich durch Heranziehen der geeignet erscheinenden, bis her noch nicht in ihm vertretenen hiesigen Firmen möglichst zu verstärken. Die zu gebende Antwort lautet demnach: „Die Commission erklärt sich dieser Frage in dem Sinne zustim mig, daß sie dem Verein empfiehlt, zunächst diejenigen hiesigen College», welche ihm bis jetzt nicht angehören, ihm aber als Mit glieder genehm sein würden (und deren Auswahl dem Plenum des Vereins Vorbehalten bleibt), durch Circular zum Beitritt einzuladen, dann aber auch den College« in beiden Großherzog- thümern Mecklenburg, in Schleswig-Holstein, Lauen burg, Lübeck, Bremen, sowie denAemtern Lüneburg und SO
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