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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.06.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-06-20
- Erscheinungsdatum
- 20.06.1908
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- Deutsch
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^ 141, 20. Juni 1908, Nichtamtlicher Teil. Börsenblatt s. d. Dtschn. Buchhandel, 6807 Verzeichnis der Pflanzen des Herbariums der russischen Flora, herausgeg. vom Botanischen Museum der Kais. Akademie der Wissenschaften. VI. (Nr. 1601-2000). 8°. 181 S. m. 3 Tafeln. Pg. 2 R. 15 K. Völker der Erde, Die. Geographische Skizzen aus dem Leben der Menschen auf der Erde. Bd. II. Lsg. 29—30. Südamerika. 4°. 48 S. Mit Abbildgn. Pg. 50 K. Von den Kinderbüchern. Kritisch-biographisches Verzeichnis der bis zum 1. Januar 1907 erschienenen, für Kinder von 7 bis 16 Jahren empfohlenen Bücher. Herausg. von einem Kreise der Lehrer und Schriftsteller. 8". 847 S. M. 2 R. Waldenberg, W., Gesetzeskunde. Handbuch für Mittelschulen, pä dagogische und professionale Klaffen. 8°. 180 S. Pg. 1 R. Wassenko, P., Die Bestandteile des Stufenbuchs der Zarischen Genealogie. (Aus der Chronik der Arbeiten der Archäo- graphischen Kommission. Bd. LIX.) 8°. 51 S. Pg. P. f. Wassiljew, I., Abbildung und kurze Beschreibung der hauptsäch lichsten Insekten, die den Fruchtgärten schaden. 1. Teil: In sekten, die den Obstgärten schaden. 2. ergänzte Auflage. 8°- 67 S. mit 7 kolor. Tafeln und 37 Abbildgn. Pg. 50 K. Weinberg, P., Die russischen Volkslieder über Iwan den Grausen. 2. Ausl. 16°. 206 S. Pg. 1 R. Winawer, M, Aus dem Gebiete der Zivilistik. 8°. 237 S. Pg. 2 R. Wischnjakow, B., Die Palmen. Das Aufziehen und die Pflege der Palmen in Wohnzimmern. 8°. 122 S. m. 30 Tafeln. Pg. 1 R. 60 K. Wolkow, N., u. Alexejew, M., Die industriellen Fabriketabliffe- ments des Gouvernements Charkow. 8°. 125 S. Charkow. P- f- Wrangel, Baron F., Zur Wiedergeburt Rußlands. Eindrücke, Be» gegniffe, Gedanken. 8°. 114 S. Pg. P. f. Zusammenbruch, Der, von 1825. Von G. W—tsch. 1. Tl. 8°. 160 S. u. 4 Abbildgn. Pg. 1 R. Kleine Mitteilungen. Postkarte« mit unfrankierter Rückantwort. — Mit einem beachtenswerten Anträge ist vor kurzem die Handelskammer zu Dessau an den Staatssekretär des Reichspostamts heran getreten, indem sie die Zulassung von Postkarten mit angebogener Karte für die Rückantwort, jedoch ohne Frankaturzwang für die Antwortkarten, erbeten hat. Derartige Karten würden sich in manchen Fällen, so für Empfangsbestätigungen aller Art, Vereinsrundschreiben u. dergl., als nützlich erweisen, sie würden aber namentlich bei kaufmännischen Angeboten eine wichtige Rolle spielen. Der »Hamburger Korrespondent- sagt dazu folgendes: Der Korrespondenzverkehr wird ohne Zweifel dadurch erheblich gefördert, daß der Absender dem Adressaten die Antwort durch Beilegung einer Karte für die Rückantwort tunlichst erleichtert. Dieser Tatsache wird bereits jetzt in weitem Umfange Rechnung ge tragen; zahlreiche Geschäftsleute pflegen Briefsendungen und Drucksachen frankierte oder unfrankierte Briefumschläge oder Post karten mit aufgedruckter Adresse beizulegen, um dem Empfänger die Antwort bequemer zu machen, um ihn zu beeinflussen, daß er auf das Schreiben, auf das Angebot des Absenders eingeht. Desgleichen werden frankierten Druckkarten unfrankierte Ant wortkarten angebogen, bei denen die Adresse ausgefüllt ist und die einen Formularvordruck enthalten; diese Karten braucht der Beantworter nur zu unterschreiben, um sie als Drucksache oder bei handschristlichen Zusätzen auch als Postkarte frankiert zurück zusenden. Mit Recht hebt nun die Dessauer Handelskammer hervor, daß, wenn es dem Versender einer Drei-Pfennigkartc -gestattet sei, eine unfrankierte Karte mit einem Formularvordruck für die Antwort anzuheften, der Versender einer Fünf-Psennig- postkarte billigerweise doch das gleiche Recht für sich in Anspruch nehmen könne. Die notwendige Sicherheit, daß die angebogene Karte nicht bereits vom ersten Versender mit handschriftlichen Bemerkungen versehen würde, ließe sich sehr wohl durch eine Be stimmung schaffen, daß Kartensendungen, bei denen auch die Rück antwort (abgesehen von der Adresse) schon beschrieben ist, als Brief zu behandeln und demgemäß mit Strafporto zu be legen sind. Wenn das Reichspostamt dem Anträge gegenüber etwa aus dem Grunde Bedenken tragen sollte, weil dadurch die zum Verkauf gelangenden Postwertzeichen vermehrt würden und weil dem Reiche durch die Herstellung der Karten — die einschließlich der Karte für die Rückantwort auch nur zum Satze von 5 verkauft werden dürften — größere Unkosten erwüchsen, so könnte das im Verkehr bestehende Bedürfnis auch dadurch befriedigt werden, daß der Privatindustrie gestattet würde, derartige Postkarten anzu fertigen, die bei der Versendung lediglich auf der Vorderseite mit einer 5 H-Marke zu bekleben wären. Durchschnittlich« Herstellungskosten «iueö wissenschaft liche« Werkes im 18. und im 20« Jahrhundert. — Wenn man derartige Vergleiche anstellt, muß man selbstverständlich den Geldwert in Berücksichtigung ziehen, der sich im Laufe zweier Jahrhunderte ganz gewaltig zu verändern pflegt. Ein Pfennig, ein Groschen (12 Pf.), ein Taler (1 Rtlr. gleich 24 Groschen) be deutete vor zweihundert Jahren einen anderen Kaufwert als heute. Man muß dabei ins Auge fassen, was zur Bestreitung des unumgänglichen Lebensunterhalts nötig war und ist. Ein Maurer oder Zimmerer in Leipzig, der sich um das Jahr 1700 ein Gesangbuch für 7 Groschen angeschafft hätte, würde damit einen vollen Tageslohn ausgegeben haben; gegenwärtig würde er damit nur etwa ein Fünftel seines täglichen Lohnes veraus gaben. Ein Tagelöhner, der damals einen Kalender für 3 Groschen gekauft hätte, hätte damit ebenfalls fast seinen ganzen Tagelohn (3 Gr. 6 Pf.) verausgabt; gegenwärtig würde er damit nur ein Siebentel davon aufwenden. Was bedeutete ein barer Taler damals und jetzt für eine Köchin, die ihn empfing, und die Herrschaft, die ihn ihr zahlte, wenn eine Köchin nach der kur sächsischen Polizeiordnung von 1651 jährlich 5 bis 8, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als »exzellente- Köchin 10 Reichs taler erhielt und jetzt 80 bis 120 Taler erhält? 4 Pfennig be deuteten zu Beginn des 18. Jahrhunderts soviel wie ein Pfund gut Roggenbrot; jetzt bedeuten sie soviel wie ein Viertelpfund Brot. Für unsere Gegenwart ist nach Goldfriedrich, Geschichte des deutschen Buchhandels II. Band, dem wir diese Angaben entnehmen, der mittlere deutsche Bogenpreis für wissenschaftliche Literatur auf Grund buchhändlerischer Schätzungen zu 26,4 H be rechnet worden. Damals betrug er 3,8 -ß. Die Kaufkraft des Geldes müßte seit den 1730er Jahren um das ^/„fache gestiegen sein, wenn der damalige und heutige Preis je für ihre Zeit das Gleiche bedeuten sollte. Mit einer solchen Steigerung kann man allgemein nicht rechnen. In den 1870 er Jahren ist unter An setzung des in dem Jahrfünft 1871—75 bestehenden Geldwerts als Einheit für die nach den Preisen des Lebensbedarfs berechnete Kaufkraft des Geldes in den Jahrzehnten 1721—1740 der Multiplikator 3,50 gefunden und die Ergebnisse, denen hier dieses einzelne Stück entnommen wird, sind mit anderen, unab hängig davon angestellten Untersuchungen im ganzen in Überein stimmung gefunden worden. Nimmt man an, daß die Kaufkraft des Geldes von der Mitte der siebziger Jahre bis in die Gegenwart nur in derselben Weise weiter gefallen sei, wie in dem gleichen vor der Mitte der siebziger Jahre liegenden Zeiträume, so er gibt sich (die angedeuteten Untersuchungen ergeben für das Jahr zehnt 1841—50 den Multiplikator 1,43) für das zweite Fünftel des achtzehnten Jahrhunderts der Multiplikator 3,93 oder rund 4, so daß 1 Rtlr. 11 -F 52 H bedeuten würde. Fragen wir, wie sich damals und heute der mittlere (Ver- kaufs-) Bogenpreis wissenschaftlicher Literatur zu den unmittel baren Herstellungskosten verhält. Als Preis eines sogenannten Neuries mittelguten Papiers in Oktavformat kann man heute 17 50 H bis 20 als Preis für den glatten Satz eines Oktavbogens (ohne Zuschläge und Haus- und Autorkorrektur) 31 für den Druck des ersten Tausend 8 ^ 50 ^ und jedes weitere Tausend 3 50 ansetzen. Dem würden für das Ende unseres Zeitraums, wenn man dabei die vierfache Kaufkraft des Geldes zugrunde legen wollte, die Pretssätze von 28 80 H für 1000 Bogen Papier, 5 76 für den Satz eines Bogens, 4 ^ 80 H für den Druck des ersten Tausend und 1 ^ 90 -ß jedes weiteren Tausend entsprechen. Es würde das bedeuten, daß die Druckkosten, an weiterem Steigen durch die Verbesserung der Pressen gehemmt, um das Doppelte, die Satzkosten dagegen um mehr als das Fünffache gestiegen wären (ungeachtet der Ein- 886'
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