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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.11.1879
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1879-11-27
- Erscheinungsdatum
- 27.11.1879
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1879
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Erscheint außer Sonntags täglich. — Bis Börsenblatt BettlLgk sÜr da? Börsenblatt sind an die Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. tkigenthum Le« Börseubercin« der Deutsche» Buchhändler. ^7 274. Leipzig, Donnerstag den 27. November. 1879. Amtlicher Theil. Bericht über die außerordentliche Generalversammlung des Vereins der Buchhändler zu Leipzig am 17. November 1879. Unter Vorsitz des Secretärs des Vereins, Herrn vr. Eduard Brockhaus, in Stellvertretung des durch Unwohlsein verhinderten Vorsitzenden, Herrn Raymund Härtel, sand am 17. November in der deutschen Buchhändierbörse zu Leipzig eine außerordentliche Generalversammlung des Vereins der Buchhändler zu Leipzig statt. Der einzige Gegenstand derselben war ein Bericht über die Statutenrevision des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, welchen Herr vr. Brockhaus im Namen der Deputation des Vereins erstattete. Derselbe schickte voraus, daß der außerordentliche Aus schuß des Börsenvereins, der vom 3. bis S. November hier tagte, sich über den Entwurf zu einem revidirten Statut geeinigt habe, und also Aussicht auf Annahme des Entwurss durch die Cantate-Ver sammlung vorhanden sei, daß aber die Beschlüsse des Ausschusses erst dem Vorstande des Börsenvereins vorlägen und dieser statuten mäßig dieselben demnächst im Börsenblatt bekannt zu machen habe, weshalb heute noch kein Beschluß des Leipziger Vereins darüber gefaßt werden könne. Der Zweck der heutigen Versammlung sei nur, die Mitglieder des Vereins von der Lage der den deutschen Buchhandel allgemein bewegenden und für Leipzig als Sitz des Börsenvereins doppelt wichtigen Angelegenheit in Kenntniß zu setzen, während der Verein dann in seiner nächsten, im Januar nächsten Jahres stattfindenden ordentlichen Generalversammlung Stellung dazu nehmen könne. Herr vr. Brockhaus berichtet nun, daß er sowohl Mitglied der größeren Commission, welche vom IS. bis 20. September hier getagt habe, als des aus derselben gewählten außerordentlichen Ausschusses gewesen sei. Die September-Conserenz war nach dem Beschlüsse der Hauptversammlung vom 11. Mai 1879 zusammen gestellt worden und hatte einen vom Vorstande des Börsenvereins ausgearbeiteten Entwurf zu einem neuen Statut, ferner einen zweiten von Herrn E. Morgenstern in Breslau aufgestellten Entwurf und eine vom Herrn Vorsteher des Börsenvereins, Herrn W. Hertz in Berlin, ausgearbeitcte Motivirung desBorstands-Entwurfs als Vor lagen ihrer Berathungen erhalten. Außerdem aber waren noch vom Vorstand allgemeine Fragen ausgestellt, deren Besprechung und Beantwortung man auf Vorschlag des Vorstandes der Be- rathung des Entwurss vorausschickte. Diese Besprechung nahm viel Zeit in Anspruch und da man nach 1^ tägiger Ver handlung darüber doch vorzog, in die Berathnng des vom Vor stande vorgelegten Entwurss einzutreten, so kam es zu keiner eigentlichen Generaldebatte über die Grundzüge einer Statuten- revision. Da ferner Bedenken gegen die statutenmäßige Berufung Sechsundvierzigstcr Jahrgang. der September-Conserenz aufgeworfen worden waren, so wünschte man schließlich, statt zu einer zweiten Lesung überzugehen, einen neuen Ausschuß. Diesem neuen außerordentlichem Ausschüsse sollten die Beschlüsse, welche von der September-Conserenz gegen eine gewichtige Minderheit (mit 20 gegen 14 Stimmen) gefaßt worden waren, zur nochmaligen Revision übergeben werden, zumal man in der Kon ferenz vielfach die Ueberzeugung gewann, dieser Entwurf werde die Mehrheit in der Hauptversammlung nicht erlangen. Namentlich waren die Bestimmungen gegen die „Schleuderei" im Buchhandel, welche erst während der Konferenz in das Statut hineingebracht worden waren, und die besonders durch den Vorschlag eines Haupt- ausschusses zu ihrer Praktischen Durchführung eine radicale Um gestaltung des Börsenvereins nach seinen bisherigen Zwecken noth- wendig gemacht hätten, sür viele Mitglieder der Konferenz ein Hauptgrund, weshalb sie schließlich gegen den Entwurf stimmten. Nicht minder fand die Stellung, welche man den Kreisvereinen zum Börsenvereine zu gebe» sich bestrebte, starken Widerspruch. Un geachtet das Vertrauen auf Annahme des Entwurfs in der Gestalt, welche er durch die Septemberbeschlüsse erhalten hatte, somit völlig geschwunden schien, erhielt der neu zu erwählende außerordentliche Ausschuß den Auftrag, das Material, welches im September ge wonnen worden, thunlichst festzuhalten. Der außerordentliche Ausschuß, welcher von dem Vorstande gewählt und vom Wahlausschüsse genehmigt worden war, be stand aus den Herren Arnold Bergstraeßer aus Darmstadt, Joses Bielefeld aus Karlsruhe, vr. Eduard Brockhaus aus Leip zig, Hermann Kaiser aus Berlin und Emil Morgenstern ausBreslau und trat am 3. November zusammen. Derselbe wählte Herrn vr. Brockhaus zum Vorsitzenden und Herrn Bergstraeßer zum Schriftführer, während der Archivar des Börsenvereins, Herr Advocat Wilhelm Volkmann, im Austrage des Vorstandes ein Protokoll führte. Fast wider Verhosfen kam der Ausschuß zu einem ganz anderen Resultate, als anfangs gefürchtet worden war. Schon beim 1. Paragraphen des nach den Septemberbeschlüssen gefaßten Ent wurss einigte man sich dahin, die Bestimmungen über Schleuderei ganz aus dem Statut zu entfernen, und nur die Förderung der Bestrebungen der einzelnen Kreis- und Localvereine zum Schutze der Interessen ihrer Mitglieder aufzunehmen. Auch dem Haupt- ausschusse wurde eine ganz andere Gestalt, ein ganz anderer In halt gegeben, als anfangs geplant war. Endlich ist auch der Theil des Entwurss über die Kreisvereine ganz neu geformt und der un zulässige Einfluß derselben auf den Börsenverein entfernt worden. Am schwierigsten war eine Einigung über die Art der Ab stimmung in den Hauptversammlungen und bei Wahlen, denn man hatte theils die Abstimmung durch Stimmzettel, thcils die Abstimmung durch Dclegirte der Kreisvereine vorgeschlageu, wodurch allerdings 673
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