Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.10.1926
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X- 242, 16. Oktober 1926. Redaktioneller Teil. Börsenblatts, d. Dtschn. Buchhandel, für Volksbüchereien«.*) Das Buch kann und sollte überall dort zu Naie gezogen werden, wo es gilt, Kataloge für die Kreise zu schaffen, die dem Bildungsgrad der Benutzer unserer Volksbüche reien entsprechen. Der Volksbibliothekar hat ja bei der Bearbeitung seiner Kataloge gegenüber dem Verlagsbuchhändler den Vorteil, das; er die Bedürfnisse der Leserschaft unmittelbar aus der Praxis kennt, daß er täglich mit dem Zielpunkt seiner Arbeit in Berührung kommt. Wieser bietet nun in seinem Buche eine aus seinen volksbibliothekari schen Erfahrungen heraus geborene Einteilung der Wissenschaften im Hinblick auf die Bearbeitung von Katalogen. Seine Vorschläge gewinnen für den Buchhandel besondere Bedeutung, weil Wieser den Willen zur B ü ch e rv e r m i t t l u n g zum Hauptprinzip erhebt. Er wirft, wo es sein muß, zugunsten dieser Hauptforderung die traditionelle wissenschaftliche Einteilung, in deren Verästelungen sich selbst ein großer Kreis der erfahrenen Bllchereibenutzer schwer hineinfindet, über Bord, und weil Wieser immerhin stark an das Bestehende an knüpft, werden seine Anregungen auch im Buchhandel leicht Freunde finden. In seinen einzelnen Abschnitten kann das Wiesersche Buch auch ein Ratgeber sein bei der Bearbeitung von Spezialkatalogen. Ein Um stand, der die Schrift auch für den Sortimenter wertvoll macht. II. Von einem besonderen Ereignis gilt es bei der Betrachtung der neuerschienenen Verlagskataloge zu berichten. Der seit langem an gezeigte »A usführliche Schlag- und Stichwortkatalog zu Reclams Universal-Bibliothek«**) ist erschienen. Seine große Bedeutung wird durch die Tatsache bewiesen, daß der Katalog weniger als Verlagsverzeichnis, sondern als allgemeines bibliographisches Nachschlagewerk gewertet wird. Schon dadurch erhebt sich dieser Katalog hoch über den Durchschnitt und läßt — nach der Erfahrung, daß die beste Reklame durch das dargestellt wird, was nicht mehr als Reklame zu erkennen ist — reiche Früchte erwarten. Reiche Früchte für Neclam, aber auch reiche Früchte für den Sorti menter, der sich die Zeit nimmt, sich in die Anlage dieses Rat gebers für Bücherfreunde zu vertiefen, um ihn im gegebenen Augen blick als sicheren Führer zu dem gesuchten Buch gebrauchen zu können. Je länger man in dem Schlag- und Stichwortkatalog blättert, desto mehr vermag man den praktischen Wert dieses Nachschlagewerkes zu erkennen. Ob der kauflustige Besucher einer Buchhandlung nur einen Teil des Titels eines Buches kennt — in manchen Fällen genügt sogar ein Hinweis auf den Buchinhalt — wenn das verlangte Werk überhaupt bei Neclam erschienen ist, der Schlag- und Stichwort katalog wird in den meisten Fällen Klarheit und für Käufer und Verkäufer Befriedigung verschaffen können. In einer durchgehenden abc-lichen Folge ist das umfangreiche Material der Rcclamschen Uni versal-Bibliothek nach der Art der Kreuzkataloge registriert. Als Stichwort ist jeweils das wesentlichste Wort aus dem Buchtitel ge wählt. In vielen Fällen ist ein Titel unter mehreren Stichwörtern zu finden, da selbst aus Unter- und Nebentiteln Stichwörter entnom men sind, abgesehen davon, daß auch der Verfasser- oder Kompo nistenname stets als Stichwort erscheint. »Peter Rosegger: Geschich ten und Gestalten aus den Alpen« ist z. B. aufgeführt unter den Stichwörtern: Alpen, Geschichten, Gestalten, Rosegger. Außerdem ist noch unter dem Schlagwort Heimatliteratur auf den Band verwie sen. Sehr wertvoll für die Ermittlung gesuchter Literatur ist auch die Aufnahme von Zwischentiteln, die auf dem eigentlichen Titelblatt überhaupt nicht genannt sind. So findet man unter Straßburg: Lobspruch auf oo: üoüann kisoliart. In: Das glück hafte Schiff von Zürich. Nr 1951, und »zu cxr auf der Schanz«: ?. kose^er. In: Geschichten und Gestalten aus den Alpen. Nr. 4000. Dieses Erschließen der Sammelbände wird zweifellos vom Sortiments buchhandel ganz besonders begrüßt werden und wird auch dazu bei tragen, daß der Katalog an anderen Stellen, z. B. in Bibliotheken, Beachtung finden wird. Ganz vorzüglich sind auch die Zusammenstel lungen unter den Schlagwörtern: Märchen, Jugendschriften, Lebens *) Wieser, vr. Max: Wissenschaftliches Grundschema für Volks büchereien. Stettin: Verlag »Bücherei und Bildungspflege« 1926. 130 S. 8° (2. Beiheft zu »Bücherei und Bildungs pflege«.) Kart. Mk. 4.—. **) Ausführlicher Schlag- und Stichmortkatalog zu Reclams Uni versal-Bibliothek. Nr. 1—6590. Mit Geleitwort von vr. H. Uhlendahl. Leipzig: Philipp Neclam jun. XII, 516 S. 16" Lwd. Mk. 4.80. 1244 beschreibungen, Liebhaberbühne und ähnlichen Sammelbegriffen. Hier zeigt sich so recht die Vielseitigkeit der Universal-Bibliothek, und hier zeigt sich auch manche Feinheit des Katalogs. Da ist bei den einzelnen Jugendschriften vermerkt, für welche Lebensjahre der Jugend die Werke in Frage kommen, unter den Lebensbeschreibungen finden wir nicht nur die selbständig erschienenen verzeichnet, sondern auch noch etliche, die als (umfangreiche) biographische Einleitungen in Bänden der Universal-Bibliothek versteckt sind. Bei den unter dem Schlagwort Liebhaberbühne aufgeführten Titeln ist gar getreulich no tiert, wieviel Akte das Schaustück enthält, ob es sich um eine Posse, ein Schauspiel oder ein anderes Stück handelt. Schade, daß bei diesem Katalog in Einzelfällen nicht das wesentliche Wort als Schlagwort ge wählt worden ist, und daß auch oftmals keine Verweisung von dem wesentlichen Wort auf das nebensächlichere hinführt, unter dem sich die Literaturzusammenstellung in dem Katalog findet. Immerhin vermögen diese wenigen und kleinen Mängel das günstige Werturteil nicht herab zumindern, und auch die buchhändlerischen Benutzer werden dem Direktor der Deutschen Bücherei, vr. Uhlendahl, zustimmen, der am Schlüsse seines sachlich-vornehmen Geleitwortes zu diesem Katalog schreibt: »Der Schlag- und Stichwortkatalog ist ein erster Versuch, der vielleicht im einzelnen Verbesserungen erfahren kann, im großen und ganzen aber in seiner vorliegenden Form sich als brauchbar und zweckmäßig erweisen dürfte. Erst jetzt wird man in der Lage sein, in vollem Umfange zu ermessen, welch kostbare Schätze die Universal- Bibliothek birgt. Man wird an Hand des Katalogs das unermeßliche Gebiet menschlichen Wissens leicht und sicher durchschreiten und, wo man will, reichen Gewinn davontragen können«. Es kann wohl angenommen werden, daß jetzt, nachdem Neclam von der allgemein üblichen Form des Verlagskatalogs abgewichen ist, das Beispiel Schule machen wird. Der Schlag- und Stichwortkatalog wird oftmals als Vorbild für ähnliche Verzeichnisse dienen. Ein anderer Verlagskatalog, der »I u b i l ä u m s - K a t a l o g der E. Schwei- zerbart'schen Verlagsbuchhandlung (Erwin Nä gele) G. m. b. H., Stuttgart 1826—1926«, kann auch in seiner Art in vieler Beziehung als Muster angesehen werden. Äußerlich und innerlich ist er ein rechter Jubiläumskatalog, wie man ihn von einer Verlagsbuchhandlung wissenschaftlichen Charakters erwarten kann. Ein Heller, freundlicher, weißgrauer Leinenband, der durch das tiefe Schwarz des Titelaufdruckes eine ernste Note erhält, hüllt den aus gutes Papier gedruckten, satztechnisch gut gestalteten Katalog ein. Ein Jubiläumskatalog verfolgt in erster Linie Repräsentations absichten. Er soll über das Nüchterne, Geschäftsmäßige hinaus eiu persönliches Verhältnis zu dem Geschäftsfreund schaffen oder soll es vertiefen. Darum bei einem solchen Katalog der gute Brauch, eine kurze Geschichte der Firma dem eigentlichen Titelverzeichnis voran zustellen. Die firmengeschichtliche Einleitung im Schweizerbart'schen Jubiläums-Katalog beginnt geschickt im Erzählerton und verleitet so zum Weiterlcsen. Die Anordnung der Titel nach Verfassern in einem durchgehenden Alphabet wird in einem Katalog eines wissenschaftlichen Verlages zunächst überraschen, erlangt aber ihre Berechtigung durch die am Schlüsse gegebene Übersicht nach Wissensgebieten, in der die einzelnen Titel in verkürzter Form nochmals erscheinen. Und da der Katalog natürlich auch Nichtwissenschaftlern als Nachschlagewerk die nen soll, ist es jedenfalls ganz gut, den Hauptteil durch eine schnell er faßbare Ordnung leicht benutzbar zu machen. Die systematische Ein-' teilung von Katalogen hat ja bekanntlich den Nachteil, daß sie bei einer- strengen Durchführung erst einmal ein Einfühlen in die angewandte Systematik und ein Vertrautmachen mit ihr erfordert. Leider ist im Schweizerbart'schen Katalog die in Form eines ausführlichen Registers gehaltene systematische Übersicht nicht fein genug geästelt, um auch spe zielle Literatur aus einem Wissensgebiet für den leicht auffindbar zu machen, der die Verfasser der betreffenden Bücher nicht kennt. In dieser Beziehung sind die für den Fachgelehrten bestimmten »Verzeichnisse naturwissenschaftlicher Werke«, die Gustav Fischer, Jena, herausbringt, ausgezeichnet bis ins kleinste durchgearbeitet. Der vorliegende Teilkatalog »B o t a n i k« weist beispielsweise 15 verschiedene Hauptgruppen auf und führt wei tere Gruppen in dem ausführlichen Sachregister an. Auf die Vor züge, die die Verwendung verschiedener Register in einem Katalog mit sich bringt, kann ja überhaupt nicht oft genug hingewiesen werden. Das Verzeichnis der Literatur aus dem Gebiet der Botanik, das Gustav Fischer neu herausgebracht hat, enthält außer dem Sachregister noch ein Namenverzeichnis und vereinigt so in sich die drei gebräuch lichsten Katalogtypen: durch die Gliederung des Titelmaterials in 15 Gruppen den systematischen Katalog, durch die Beifügung des Sach registers den Schlagwortkatalog und durch das Namenverzeichnis den alphabetischen Verfasserkatalog. Natürlich kann eine solche, für einen Spezialkatalog wissenschaftlicher Literatur sehr angebrachte Gestaltung nicht zum Schema erhoben werden. Für ein Verzeichnis schöner Lite-
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