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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.10.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-10-12
- Erscheinungsdatum
- 12.10.1900
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- Deutsch
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7756 Nichtamtlicher Teil. 238, 12. Oktober 1900. Rsnriolr L 6o. in- Raroolona. Lssväoi- ^ I'rü.uoa, 1., Or^rvätios. Arisg» ss^vv sl sistsmg. bistäiäso- eowpLriräo. 4". 16 ps.->. Iriqnlsräo L 8oo. in Lsvilla. cts In. ksön st §srns.väsr, äus pvblivvvi sesls8in8tisuiii ivstboäios sxpositviv et votiovibus juils xublisi iotsruntionntis loeuplstntum. 2 tomos. 4°. 10 xss. Der Buch-, Kunst- und Mustkalierchandel Wiens im Jahre 1899. (Auf Grund der schriftlichen Enquete im März 1900 ausgearbeitete, in der Vorstehungssitzung vom 6. April genehmigte Grundlage für den von der Corporation der n.-ö. Handels- und Geiverbekammcr erstatteten Bericht.) (Vgl. Börsenblatt No. 229.) Der Oesterreichisch-ungarischen Buchhändler-Correspondenz entnehmen wir im Anschluß an den in Nr. 229 des Börsen blattes abgedruckten Bericht die nachfolgende weitere Ver öffentlichung : II. Der Geschäftsbetrieb. a) Buchhandel und Landkarten. Seit vielen Jahren zum erstenmal wieder ist es mög lich, an dieser Stelle ein Bild der Produktion des Wiener Buchhandels zu geben. Dem seit langem so schwer empfundenen Mangel einer österreichischen Litteraturftatistik wurde wenigstens vorläufig fUr den Buchhandel in deutscher Sprache durch die, Anfang 1899 vom Verein der österreichisch-ungarischen Buchhändler begründete österreichische Bibliographie abgeholfen. Diese wöchentlich erscheinende Publikation gestattet endlich wieder einen Ueberblick über die österreichische Bücher produktion in deutscher Sprache, die bisher ausschließlich in den Bibliographien des Deutschen Reiches verzeichnet war, die Produktionsziffer hier natürlich bedeutend erhöhte, ohne daß der Anteil Oesterreichs daran ziffermäßig ersichtlich geworden wäre. Fast 77 Prozent der Erscheinungen des deutsch-österreichischen Büchermarktes fallen auf Wien. Die österreichische Bibliographie verzeichnete im Jahre 1899 von 95 Wiener Verlegern 1778 Erscheinungen, und zwar 1506 Bücher einschließlich Jahrbücher, 164 buchhändlerisch vertriebene Zeitschriften, 108 Landkarten. Aus diesen Zahlen zeigt sich, daß die litterarische Thätig- keit eine zufriedenstellende ist, und es läßt sich, wenn dies auch nicht ziffer-mäßig nachgcwiesen werden kann, leicht behaupten, daß sie sich im Aufsteiger! befindet. Sie hat im abgelaufenen Jahre eine Anzahl wirklich hervorragender Publikationen zu verzeichnen, und mit besonderer Befriedigung muß konstatiert werden, daß verhältnismäßig viele Schriften ausländische Schriftsteller zu Verfassern haben. Insbesondere den Ver legern medizinischer Werke ist es gelungen, namhafte Gelehrte des Auslandes für sich zu gewinnen. Sehr bedauerlich ist es dagegen, daß immer noch ein großer Teil der öster reichischen Autoren ihre Werke im Deutschen Reiche erscheinen läßt, und es ist nicht zu rechtfertigen, daß eine Anzahl her vorragender Rechtsgelehrter im Jahre 1899 ein groß angelegtes Werk über österreichisches Recht in einem Leipziger Verlage erscheinen ließ. Bei vielen Veröffentlichungen des ab gelaufenen Jahres konnte man manche neue, glückliche Idee verwirklicht sehen, und mehr als eine Schrift wirft auf die Findigkeit und Geschicklichkeit des Verlegers ein günstiges Licht. Verfügt Oesterreich über gute litterarische Kräfte, so ist es insbesondere in Wien nicht minder gut um den zweiten Produktionsfaktor im Buchhandel, um die Druckindustrie, bestellt. Das Lob über die Vorzüglichkeit unserer graphischen Anstalten ist ungeteilt, nnd mit Recht wird betont, daß auf II. Rosas iv Ickkärlä. Loasvola, (). N., 6öäl^o oivil oorvsvtaclo z? eovooräväo sxtsvsa,lvents von arrsAlo ä Io, säioiöv oLoial. 1'oivo XVII. 4". 8 pss. 8uossor äs R. 8snoIiS2 iv Larsslona. 6o11, 1., Hstuäio äs la sistllis tuboreulosa, oovespto sllvieo ^ tra- tavüsvto äs Is, ivisiva. 4". 4 pss. diesem Gebiete Wien sich nicht nur mit jeder anderen Stadt messen kann, sondern, wie sein Export beweist, hier eine dominierende Rolle spielt. In der Ausstattung der Bücher ist ein Wandel be merkbar. Ist auch der österreichische Verlag glücklicherweise von den Auswüchsen der modernsten Richtung, wie man sie in Deutschland steht, völlig frei geblieben, so hat er dieser doch manche Konzession gemacht. Schließlich ist hier noch zu bemerken, daß die photomechanischen Reproduktions verfahren sich auf Kosten des Holzschnittes immer mehr und mehr durchsetzen, was sie zum Teil ihrer Billigkeit, zum Teil aber auch ihrer anhaltenden Vervollkommnung verdanken. Der enorme Aufschwung der graphischen Fächer macht sich insbesondere in der luxuriösen Ausstattung der wissenschaft lichen Werke, hauptsächlich in der Vorzüglichkeit der farbigen naturwissenschaftlichen Tafeln, geltend. Auch auf kartographischem Gebiete ist der Fortschritt in technischer Hinsicht ein andauernder; er zeigt sich hier aber nicht nur bei den teueren Erzeugnissen, sondern auch bei den billigen Massenartikeln. Mit besonderer Befriedigung muß bemerkt werden, daß den von jeher annerkannt ausgezeich neten Leistungen unseres militär-geographischen Institutes nun auch die Leistungen der Privatindustrie ebenbürtig zur Seite gestellt werden können. Bei dem Umstande, daß die reinen Verlagshandlungen in Wien, wie überhaupt in Oesterreich, äußerst selten find, und daß fast jeder Verleger auch zugleich Sortimenter ist, hat der eigentliche Handel mit Büchern in Wien eine weit höhere Bedeutung als der Verlag. Wohl besitzt Wien heute noch die größten deutschen Sortimcntsbuchhandlungen, deren Lager durch Reichhaltigkeit und sorgsame Auswahl, deren Geschäftsbetrieb durch die Zahl der Kunden und die weitver zweigten, vielfachen Gebiete sich auszeichnen, aber die Lage des Sortimenters wird täglich eine schwierigere. Die Produktion steigt von Jahr zu Jahr und wächst ins Unübersehbare, wozu die zahlreichen Separatabdrucke viel beitragen; die Absatz- vcrhältnisse aber werden immer schlechter. Das Publikum will vor allem billig kaufen, wenig Geld ausgeben und unter- denkbar leichtesten Zahlungsbedingungen. Es wird allgemein zugegeben, daß der Bücherverkauf qualitativ zurückgeht und der steigcnde Bedarf, da er fast zumeist billigere Artikel zum Gegenstände hat, den Gewinnentgang nicht wettmacht. Sehr- bedeutend steigt der Absatz von Zeitschriften; doch ist dies für den Sortimenter kein großer Nutzen, denn abgesehen davon, daß durch die gewerberechtlichen Bestimmungen hier die Konkurrenz eine große ist, bildet auch die Zeitschrift in der Regel einen billigen Artikel, an dem sich vielfach nur wenig verdienen läßt. Unter den Büchern werden die billigen Aus gaben allen anderen vorgezogen. Die Nachfrage nach wert vollen Werken nimmt ab, und auch die Belletristik verliert an Abnehmern. Man kauft vorwiegend das Notwendige, und der Richtung der Zeit gemäß steigt der Absatz an Fachliteratur, unter ihr insbesondere an der naturwissenschaftlichen und kunst gewerblichen. Neben deutschen Büchern werden in Wien haupt sächlich französische und englische, weniger italienische Schriften, slavische in geringer Zahl und fast nur in den äußeren Vor städten verkauft. Unter den französischen Werken sind die Romane und die in neuerer Zeit so vielfach erscheinenden romanähnlichen Memvirenwerke am meisten begehrt, unter den englischen die Tanchnitz-Edition. Sehr zu bedauern ist, daß bei
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