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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.09.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-09-24
- Erscheinungsdatum
- 24.09.1900
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- Deutsch
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Beihefte 1 und 2 sind, jedoch ohne ausdrückliche Bezeich nung, anzusehen: 1. Chrysostomus, svpsr psalrao quinquaASs. libor I. Nachbildung der ersten Kölner Ausgabe des Ulrich Zell von 1466 (Köln 1896, M. Du Mont-Schauberg), 2. Heitz und Zaretzky, Die Kölner Büchermarken bis Anfang des 17. Jahr hunderts (Straßburg 1898, Heitz.) Nobclstiftung. — Der Vossischcn Zeitung wird aus Stock holm unter dem 16. d. M. geschrieben: Die hiesigen wissenschaftlichen Körperschaften und die Stor- Ihingskommission, die mit Austeilung der jährlichen fünf Nobel- schen Preise beauftragt sind, rüsten sich, die letzten Schritte zu thun, damit die Nobelstiftung in Wirksamkeit treten kann: nämlich den Vorstand zu wählen, der die gegen 40 Millionen Mark betragende Hinterlassenschaft des Dynamit-Erfinders Nobel zu verwalten hat. Aus den bisherigen Mitteilungen, die über das Wesen der Nobelstiftung gegeben worden sind, ist bereits ersichtlich, welch großartiger Apparat aufgcboten wird, damit die fünf Preise von je etwa 200 000 »E — wahre Vermögen — unter die Würdigsten derjenigen, die sich im Laufe eines Jahres auf verschiedenen wissenschaftlichen, auf litterarischem Gebiet und in der Fricdensbestrebung ausgezeichnet haben, ver teilt werden können. So wird :z. B. jede der preisverteilenden Körperschaften fiir jeden Preis ein sogenanntes Nobclinstitut errichten, das eine wissenschaftliche Anstalt darstcllt und mit verschiedenen Gelehrten besetzt sein wird, um die Arbeiten, die zur Belohnung vorgeschlageu werden, zu prüfen. Daß die schön- littcrarischcn L-chriftstcller, die Gelehrten und Erfinder, die Friedensfreunde, und wenn sie auch noch so Bedeutendes ge leistet zu haben glauben, sich nicht selbst bewerben dürfen, ist eine Besonderheit der Nobelstiftung, die augenscheinlich nicht oft genug erwähnt werden kann; denn schon seit einiger Zeit, als noch nicht einmal die notwendigsten vorbereitenden Schritte zum Inkrafttreten der Stiftung gethan waren, halten es ver schiedene Leute für geboten, sich in freundliche Erinnerung zu bringen, was vollständig nutzlos ist. Nur den dazu Berechtigten steht cs zu, jemand — ob männlich oder weiblich, macht keinen Unterschied — vorzuschlagen, dem ein Preis von 200000 >6 zufallcn könnte. Und diese Berechtigten sind die Akademie der Wissenschaften, die schwedische Akademie und das Karolinische Institut in Stockholm und die Nobel-Kommission des Storthings (Vorsitzender Reichs- ndvokat Gctz) in Christiania, ferner solche Lehrstühle fremder Uni versitäten, einzelne Forscher u. s. w., die von den Preisvcrteilern ge wählt werden. So bestimmte dieser Tage die Akademie der Wissen schaften in Stockholm, daß zu den Preisen für Physik und Chemie auch von den Inhabern der betreffenden Lehrstühle an der Uni versität in Berlin, dem University-Collcge in London, derl'acults clss soionosZ (Sorbonne) in Paris, den Universitäten in Peters burg, Wien, Rom, Leyden und Chicago, sowie am Poly technikum in Zürich für nächstes Jahr Vorschläge machen könne». Besondere andere Gelehrte sollen aber dazu fiir näckstcs Jahr nicht eingcladen werden. Vorschläge und Gesuche von -Unbefugten- würden somit nur eine unnötige Behelligung der preisverteilenden Körperschaften bilden, denen ohnehin schon eine schwere Ausgabe blüht. Man verhehlt sich in Schweden nicht die Schwierigkeiten, die es machen wird, jährlich fünf so bedeutende Preise an den Manu — oder an die Frau — zu bringen, wenigstens nach einer Reihe von Jahren, wenn die Berühmtheiten, an deren Würdigkeit nicht viele Zweifel ob walten, belohnt worden sind. Am leichtesten werden es noch die Akademie der Wissenschaften und das Karolinische Institut haben, da sich zu Belohnungen auf physischem, chemischem, physiologischem oder medizinischem Gebiet immer Gelegenheit hieten dürfte. Schlimmer aber sind die schwedische Akademie betreffs des litterarischcn und das Storthing betreffs des Friedens preises daran. Der litterarische Preis soll immer für die beste Arbeit in idealistischer Richtung verteilt werden, und die Preis verteiler haben sich nun die Köpfe darüber zu zerbrechen, ob bei spielsweise auch Zola und Henrik Ibsen Idealisten sind. Deutscher Kunstverein. — Der Kaiser hatte auf die Bitte des Deutschen Kunstvereins in Berlin diesem die Erlaubnis erteilt, das in der Schackgalerie in München befindliche Gemälde Anselm Feuerbachs -Idyll von Tivoli- zur Vereinsgabe für 1900 zu benutzen. Die Nationalzeitunq berichtet nun darüber: Es ist ein Schabkunstblatt, das F. A. Börner soeben vollendet hat. Das Bild zeigt ein kleines italienisches Mädchen auf hohem Felsen, einen Wasserfall betrachtend, und ihr zur Seite, malerisch hin gelagert, einen kleinen halbnackten Burschen, der traumverloren die Mandoline spielt. Die Stimmung des Gemäldes kommt auch in dem Schabkunstblatt zu schöner Wirkung. Die Vereinsgabe kommt Anfang Dezember zur Versendung und bildet das Gegenstück zu den: vorjährigen Blatt -Klage des Hirten» von Böcklin. -Alte Hallenser-, Freie Buchhändlcrvereinigung, Berlin. — Am Mittwoch den 12. September fand im Vcreins- lokal, Zum Auerbach, Leipzigerstraße 44, die diesjährige General versammlung statt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Herr Hans Hildebrandt, i/Fa. Hans Hildebrandt Verlag, gewählt. Der Verein blickt nunmehr auf ein zehnjähriges Bestehen zurück. Allgemeine Vereinigung Deutscher Buchhandlungs gehilfen. — Die Landcsvereinigung Königreich und Provinz Sachsen der Allgemeinen Vereinigung Deutscher Buchhandlungs- Gehilfen wird am Sonntag den 7. Oktober in Halle a. S. (im Hotel-SchwarzerAdler») zurLandes-Hauptversammlung zusammen treten. Beginn der Versammlung lO'/z Uhr. Aus dem Antiquariat. — Die Bibliothek des verstorbenen bekannten Literarhistorikers und Dozenten an der Humboldt- Akademie zu Berlin, Professor vr. Kirchner, ist in den Besitz der Buchhandlung Max Perl in Berlin übergegangen. Personalnachrichten. Hoftitel. — Dem Buchhändler Herrn Carl Wiede mann in Roda ist von Seiner Hoheit dem Herzog das Prädikat eines herzoglich sachsen-alteuburgischen Hoflieferanten erteilt worden. j Karl Schcnkl. — Der bekannte klassische Philologe Hofrat Or. Ka.rl Schenkt, langjähriger früherer Professor an der Uni versität Wien, ist in Graz, wohin er sich nach dem Abschluß seiner Lehrthätigkeit zurückgezogen hatte, gestorben. Das Gebiet seiner schriftstellerischen Thätigkeit bezeichnen seine -Xenophontischcn Studien» (zwei Hefte), das griechisch-deutsche und das deutsch- griechische Schulwörterbuch, eine Reihe von Untcrrichtsbüchern für das Griechische, sowie seine kritischen Ausgaben des Ausonius, Valerius Flaccus und Philostratus. Seit 1875 war er an der Herausgabe der -Zeitschrift für österreichische Gymnasien» beteiligt; 1879 begründete er mit Härtel die -Wiener Studien». Sprechsaal Postnachnahme ans Drucksachen. (Siehe Nr. 214 d. Bl.) Bekanntlich müssen Nachnahmesendungen auf Drucksachen nach dem Auslande einschließlich Oesterreichs nicht erst jetzt, sondern schon seit Jahren eingeschrieben werden. Vor mir liegt ein altes Postbuch vom Jahre 1895, worin dies klar und deutlich zu lesen ist. Wie man aus dieser Bestimmung die Unzulässigkeit von Druck- sachen-Nachnahmen folgern kann, ist mit nicht ganz klar. 8t. Ll—o. Der Buchhandel und die Allgemeine Vereinigung deutscher Buchhandlungs-Gehilfen. Ich erlaube mir die nachstehende Korrespondenz zur Kenntnis des Buchhandels zu bringen: 1. Hamburg, den 14. September 1900. Herrn R. Lohmann, Reeperbahn 46,111. Mir ist ein Brief übergeben, den Sie am 17. August d. I. unaufgefordert an Herrn Pfarrer in gerichtet haben. Abgesehen von anderen in ihrer Allgemein heit unzutreffenden Behauptungen, findet sich darin auch folgender Satz: -Aber wieviel Buchhandlungen sind es, die die Ausbildung ihrer Lehrlinge ernst nehmen? Leider sind cs nur ganz verschwindend wenige.- Dieser Satz enthält eine so arge Schmähung des ganzen Buchhandels, daß ich dazu nicht schweigen werde. Vorher will ich Ihnen jedoch Gelegenheit geben, sich eventuell dazu zu äußern. Ihrer etwaigen Antwort sehe ich bis Mitte nächster Woche entgegen. Ergebenst (gez-) Justus Pape.
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